Gab es zwischen Potsdam und Berlin (West) ein Sperrgebiet?

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17.07.2011 21:10von ( gelöscht )
Frage
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Gab es zwischen Potsdam und Berlin (West) ein Sperrgebiet?

Hallo,
bekanntlich gab es ja in der DDR ein sogenanntes Sperrgebiet. Dies war ein durchschnittlich rund 5-10 km breiter Gürtel entlang der Westgrenze der DDR zur Bundesrepublik, in dem man sich nur mit Sondergenehmigung aufhalten durfte.
Frage: Gab es ein solches Sperrgebiet auch an der Grenze DDR - Westberlin (außer natürlich Ostberlin - Westberlin; mir ist bekannt, dass es dort ein solches Sperrgebiet nicht gab). Wenn ja, würde mich interessieren, wo es in etwa in Potsdam verlief. Ich kann dazu nichts im Internet finden. Insbesondere würde mich interessieren, ob z.B. an der Endstation der Straßenbahn Linie 3 (Menzelstraße), die sich ja fast direkt vor der Glieniecker Brücke befindet, jeder hinfahren und aussteigen durfte.
Vielen Dank für eine Antwort!
Gruß, Alex

17.07.2011 21:18von ( gelöscht )
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Zitat von mabebi0608
Hallo,
bekanntlich gab es ja in der DDR ein sogenanntes Sperrgebiet. Dies war ein durchschnittlich rund 5-10 km breiter Gürtel entlang der Westgrenze der DDR zur Bundesrepublik, in dem man sich nur mit Sondergenehmigung aufhalten durfte.
Frage: Gab es ein solches Sperrgebiet auch an der Grenze DDR - Westberlin (außer natürlich Ostberlin - Westberlin; mir ist bekannt, dass es dort ein solches Sperrgebiet nicht gab). Wenn ja, würde mich interessieren, wo es in etwa in Potsdam verlief. Ich kann dazu nichts im Internet finden. Insbesondere würde mich interessieren, ob z.B. an der Endstation der Straßenbahn Linie 3 (Menzelstraße), die sich ja fast direkt vor der Glieniecker Brücke befindet, jeder hinfahren und aussteigen durfte.
Vielen Dank für eine Antwort!
Gruß, Alex



Anordnung über die Ordnung in den Grenzgebieten und den Territorialgewässern der Deutschen Demokratischen Republik
-Grenzordnung-
vom 19. März 1964

Zitat:
Abschnitt III.
Bestimmungen über die Ordnung im Grenzgebiet zu Westberlin

§ 21. Entlang der Staatsgrenze zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und Westberlin besteht das Grenzgebiet
a) innerhalb des Bezirkes Potsdam aus einem Schutzstreifen von etwa 500 m,
b) innerhalb der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin, aus einem Schutzstreifen von etwa 100 m Tiefe.

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17.07.2011 21:32von ( gelöscht )
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Hallo Alex,ich denke schon das ich dir da antworten kann denn ich habe bis Juni1986 u.a. auch Dienst an bzw. auf der Glienicker Brücke
getan. Man konnte bis zur Endstation fahren. Das unmittelbare Grenzgebiet begann kurz vor der Brücke. Vor der Brücke befand sich damals außerdem noch ein Metallgitterzaun. Zu meiner Zeit fanden auf der Brücke noch Baumaßnahmen statt. Das Grenzgebiet in Potsdam war nicht so tief gestaffelt wie an der Grünen Grenze. Die eine Seite einer Straße war frei für alle, der Bürgersteig auf der anderen Seite war schon Grenzgebiet, z.B. in Babelsberg Karl-Marx-Str. in Richtung Kleinglienicke. Man konnte auch dort laufen, nur die dazugehörenden Häuser durften nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden. Reicht dir das für den Anfang?

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17.07.2011 21:54von eisenringtheo
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Wie nahe man zur Grenze konnte war örtlich unterschiedlich. Zur Glienicker Brücke ran kam man nicht, etwa 150 Meter davor begann des Grenzgebiet: genau hier (Bild 29)

http://www.pohl-projekt.de/G_M_G/g_m_g_h...br%FCcke_12.htm
Theo

17.07.2011 21:58von ( gelöscht )
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Vielen Dank für die Antworten. Genau das wollte ich wissen. P.S. Super Foto: Diese Stelle werde ich dann mal in Natura aufsuchen.

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18.07.2011 16:15von LO-driver
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Da irgend wo muß ja der Zaun gewesen sein.

18.07.2011 19:54von ( gelöscht )
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Zitat von mabebi0608
Vielen Dank für die Antworten. Genau das wollte ich wissen. P.S. Super Foto: Diese Stelle werde ich dann mal in Natura aufsuchen.



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Kann den Besuch der Babelsberger Anlagen mit dem Rapunzelturm und schönen Schlössern im Tudor-Stil empfehlen. Von dort hat man dann auch gleich die Aussicht zur Glinicker Brücke. Es lohnt sich.
Schönen Gruß aus Kassel.

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18.07.2011 22:00von Holtenauer
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18.07.2011 22:07von Holtenauer
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19.07.2011 09:52von VNRut
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Zu meiner Zeit war die "Glienicker Brücke" noch zweifarbig gestrichen oder berostet ... und sie war Nachts auch unterschiedlich beleuchtet bzw. angeleuchtet. Von Sacrow und dem BT "lange Luise" (Luisenberg) sah es immer "mächtig gewaltig" aus.

Gruß VN_Rut

19.07.2011 11:30von eisenringtheo
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Zum Frabunterschied:
Die Ostseite wurde von Westberlin wurde auf eigene Kosten saniert, für die Westseite hatte die DDR angeblich kein Geld und wollte aus Gründen der Statik sogar die Fahrbahnen entfernen. Bis die Russen einschritten und die DDR motivierten doch zu sanieren und die Brücke der Einheit sogar in das Verzeichnis der GüST aufzunehmen..... sagte der Bus-Reiseführer uns 1988. Ob er wohl recht hatte?
Theo

19.07.2011 21:08von ( gelöscht )
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Ja er hatte recht denn die Glienicker Brücke wurde offiziell als Güst für MVM geführt. Ganz nebenbei bemerkt die Busfahrer dachten sie wüßten viel. Als ich vor geraumer Zeit in Potsdam war, besuchte ich natürlich auch die Brücke und mußte mit Entsetzen feststellen was den Reisegruppen so erzählt wurde wenn es u.a. um die Spionageaustausche von 1985 u.1986 ging. War bei beiden als Grenzsoldat dabei.

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02.12.2011 13:01von ( gelöscht )
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Zitat von Holtenauer
noch ein paar..



Das war 1977/78 mein Postenweg.Der Uferweg ist aber mittlerweile durch die Anwohner verbarrikadiert.

78er

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02.12.2011 16:25von Holtenauer
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Zitat von 78er

Zitat von Holtenauer
noch ein paar..



Das war 1977/78 mein Postenweg.Der Uferweg ist aber mittlerweile durch die Anwohner verbarrikadiert.

78er





Ach, das ist ja schade. Ist auch schon 3- 4 Jahre her. Schöner Weg. Hatte aber auch irgendwo gelesen, das die Anwohner ihre Grundstücke zurück haben wollten. War doch so?

02.12.2011 20:05von LO-driver
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Vieleicht kann ich mit Bildern von diesem Jahr aushelfen ?

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