+Elbgrenze| Elbabschnitt| Grüne Grenze| Dömitz| Boizenburg+

  • Seite 2 von 64
24.06.2008 10:47
avatar  ( gelöscht )
#16
avatar
( gelöscht )

Gleich noch ein Frage an Alle hinterher, der Erfinder der Kalaschnikow war ein gleichnamiger Sowjetischer Konstrukteur. Wer war eigentlich der Erfinder der SM70 (Splittermine) allgemein der "501 Anlage" so wie wir sie nannten, ein sozialist. Ingenieurkollektiv evtl. oder ein westdeutscher Rüstungsbetrieb?


 Antworten

 Beitrag melden
24.06.2008 14:20
avatar  ( gelöscht )
#17
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gleich noch ein Frage an Alle hinterher, der Erfinder der Kalaschnikow war ein gleichnamiger Sowjetischer Konstrukteur. Wer war eigentlich der Erfinder der SM70 (Splittermine) allgemein der "501 Anlage" so wie wir sie nannten, ein sozialist. Ingenieurkollektiv evtl. oder ein westdeutscher Rüstungsbetrieb?


Hallo Rainer,

ich hoffe Du gestattest mir diese Anrede. Die SM70 wurde, soweit mir das bekannt ist, in der damaligen CSSR hergestellt. Was mich betrifft, so hab ich die 501 nicht mehr erlebt. Daher kann ich leider nicht viel dazu sagen.

Gakl


 Antworten

 Beitrag melden
24.06.2008 22:28
avatar  ( gelöscht )
#18
avatar
( gelöscht )

Hallo Gakl, auf jeden Fall gestatte ich deine Anrede, es freut mich echt wie Angelo schon sagt;mit einem der dabei war zu diskutieren. Meine Frau hat mal gesagt wenn ich euch Männer so über die Armeezeit reden höre muss doch alles "Friede,Freude, Eierkuchen" gewesen sein, schreib doch auch mal über die Beschiss.... Zeiten. Du hast recht Mädel habe ich gesagt denn wenn ich ehrlich bin ist sie meine beste Kritikerin. Ich muss auch etwas weiter ausholen weil alles im Zusammenhang steht.Ich war jung(23) und das bedeutet machen, nicht fragen machen, was danach kommt stand auf einen anderen Blatt. Die Armeezeit warf mich eigentlich zurück, ich hatte einen guten Metallberuf, war frisch verheiratet und ein Kind (10 Monate) war da, konnte nebenbei auch richtig Kohle machen(In meinem Beruf, heute nennt man das Schwarzarbeit). Eine Ausbauwohnung(Bad/Innentoilette) ca. 80qm( 50 DDR-mark Monatsmiete) war gerade fertig. Die Schwiegereltern um die Ecke(200m Luftlinie). das war die DDR sage ich mal so salopp, was wollte ich mehr. Aber zurück zu den 18 Monaten, der Anfang schlug gleich richtig rein, 12 Wochen nicht zu Hause meine Psyche war am Boden, ich habe lange gebraucht um das richtig zu verdauen. Für meine Tochter war ich ein Fremder (1. Urlaub), ich streckte die Arme aus und sie lief zu meinen Schwiegervater. Heute genieße ich es selber Opa zu sein. Und dann noch eine junge Frau die ich sonst jeden Tag um mich hatte, darauf verzichten zu müssen brauch ich hier wohl nicht näher zu erläutern. Damit habe ich eigendlich ein anderes Thema angeschnitten, vom Politunterricht mal abgesehen den können wir hinten anstellen. Mich würde mal interssieren wie Du und andere das erlebt haben. Also rege Beteiligung ist gefragt. Nur Mut Leute, schönen Abend noch!


 Antworten

 Beitrag melden
25.06.2008 23:16
avatar  ( gelöscht )
#19
avatar
( gelöscht )

Hallo Rainer,

leicht war das mitunter nicht! Gerade in der Situation in der Du warst. Ich war damals jung verheiratet. Kinder hatte ich keine. Die erste Zeit war ich noch Gruppenführer. Ich musste dann noch eine dreimonatige Ausbildung machen. Danach war ich Gakl. Was mir von Anfang an auffiel, war die gute Kameradschaft auf der GK. Mich nahmen nach der Ankunft auf der GK der Waffen- und der Nachrichten-Uffz. unter ihre Fittiche. Ich wurde in die Geflogenheiten auf der Einheit eingeweiht. Mein erster Grenzdienst war Kontrolle K-6 mit einem alt gedienten Unterfeld. Ich hatte in der ersten Zeit oft Probleme mit der Trennung von meiner Frau. Da waren aber immer wieder Kameraden da, die mir sehr geholfen haben. Sie haben mich abgelenkt und so habe ich diese Phasen überwunden. Das Schlimmste für mich war, daß ich einmal 21 Wochen nicht nach Hause gekommen bin. Aber auch das habe ich mit Hilfe der Kameraden überwunden. Im Großen und Ganzen erinnere ich mich gern an meine Zeit bei GT. Auch wenn es recht miese Erlebnisse gab. Es war nicht angenehm bei -25°C 12 Stunden Grenzdienst zu kloppen. Am meisten gng uns die "Muffe" wenn eine Fahnung nach einem Soldaten der GSSD lief. Der Tod von Uwe Dittmann fiel in meine Dienstzeit. Wir wussten ja, daß die rücksichtslos schießen wenn es drauf ankam. Sie hatten ja nichts zu verlieren.

Soviel für heute!

Gakl


 Antworten

 Beitrag melden
26.06.2008 10:42
avatar  ( gelöscht )
#20
avatar
( gelöscht )

Hallo Gakl, zu deinem Beitrag vom 25.06.08 antworte ich umgehend!

Das noch zum 24.06.08 zu dem SM70 (Splitterminen). So viel ich weiß waren die Skoda-Werke in Plzen 1938 Europas zweit größtes Rüstungszentrum. Dann haben sie wohl nach 1945 die Fahne am Werkstor nur umgehängt, alte Reichsflagge raus, “blau weis rote” rein. Jetzt geht mir auch ein Licht auf warum das mit dem Skodabestellungen zu unserer Zeit genau so lange dauerte wie mit dem Trabbi.


 Antworten

 Beitrag melden
27.06.2008 19:55
avatar  ( gelöscht )
#21
avatar
( gelöscht )

Hallo Angelo, es steht zwar in keinem direkten Zusammenhang mit der Zeitgeschichte Grenze aber trotzdem meine Meinung zum Gästebuch. Habe mich mal durchgekämpft, der Anfang war ja richtig turbolent. Bei Jens und Dir ging es ja zu wie bei den Linken Ost und West, sie haben beide die besten Absichten aber finden keine gemeinsame Strategie. Kein Wunder das dass Monopolkapital aus vollem Herzen lacht und Lenin sich im Grabe herum drehen würde. Mit Jens hätte ich eigendlich den selben Geschichtslehrer haben können. Zu Henry vom 29.09.07 kann ich nur sagen "gut recherchiert",zu Wiktoria Behle vom 18.11.07 würde ich meinen "sie sollte mal auf dieser Seite bleiben, wäre gut für ihr späteres Weltbild", aber um ein Beileid auszusprechen dafür ist sie meiner Ansicht nach noch viel zu jung.Und wie Michael sowie Robert Hamann am 04.04.08/23.04.08 schreiben "es sollte ein Zeitdokument für Schüler und Studenten werden". Die Älteren in Ost und West haben sich schon Ihre persönliche Meinung gebildet und gehen davon auch nicht mehr ab. Aber die Jungen bin ich der Meinung, nur die Schule allein wird es nicht richten, da ist das Internet mit seinen Zeitzeugen eine gute Schule.


 Antworten

 Beitrag melden
28.06.2008 04:57
avatar  Angelo
#22
avatar

Ja das liebe Gästebuch hat noch einige Einträge die besser nicht da stehen sollten das stimmt. Aber na ja es waren die Ausnahmen gewesen und Gott sei dank hat sich das dann alles etwas beruihigt.


 Antworten

 Beitrag melden
28.06.2008 21:34
avatar  ( gelöscht )
#23
avatar
( gelöscht )

Hallo Gakl, meine Antwort noch zum 25.06.08. Wenn ich über deine Anfangszeit so lese, war ich ja ein kleiner Fisch mit meinen 12 Wochen "nicht zu Hause". Aber deine Vorgesetzten haben sich bestimmt gedacht, der dient ja sowieso etwas länger, also kann er auch mal länger von zu Hause fern bleiben. Aber Spass bei seite, das war schon nicht zum lachen. das mit der Kammeradschaft kann ich in soweit bestätigen das von Anfang an ein kleiner junger Randberliner (auch Neuling) um mich herum war und das blieb auch die 18 Monate so. Die ganze Stube (10 Mann) waren eigendlich jeder für sich in Ordnung. Wir haben uns immer gegenseitig wieder aufgebaut wenn ein Tiefpunkt da war, ich half Ihm da er noch unbedarft war die Mädels besser zu verstehen und er unterstützte mich wenn ich wieder mal alle Reviere wie Tischdienst, Waschraum/Toiletten, Außenrevier und Stube hatte. Da wir keine kantenlatscher (Soldat auf Kompanie) waren kann ich das mit den "minuns 25 Grad Celsius" nur so nachvollziehen das immer ein ZT(Traktor) rund um die Uhr Nachts lief der im Ernstfall alle Fahrzeuge anschleppte. Aber zu der Zeit war der Preis des Diesel ein Witz. Habe mal nachgeschlagen bei "Uwe Dittmann" weil mir der Name nichts sagte.
Tesxtauszug aus "Die Grenzen der DDR"(edition ost): "Am 22. März 1985, gegen 5.25 Uhr, wurden die Grenztruppen über die unerlaubte Entfernung eines mit einer Maschinenpistole und 120 Patronen bewaffneten Angehörigen der GSSD informiert, der mit einem Kübelwagen vom Typ UAZ aus dem Standort Nohra bei Weimar auf der Autobahn in Richtung Eisenach flüchtete. Gegen 3.45 Uhr erreichte der Sowjetsoldat die Grenzübergangsstelle Wartha und eröffnete das Feuer auf den Grenzposten. Das war der 21. Jahre alte Uwe Dittmann. Der gefreite erhielt einen Bauchschuß und erlag zwei Stunden später im Kreiskrankenhaus Eisenach seiner Verletzung. Der fahnenflüchtige Sowjetsoldat fiel im Gefecht..."

Bis zum nächsten Thema

Gruß Rainer


 Antworten

 Beitrag melden
09.07.2008 20:35 (zuletzt bearbeitet: 09.07.2008 20:35)
avatar  ( Gast )
#24
avatar
( Gast )
Hallo Rainer,

Es wäre nett, wenn du deine Komentare oder Fragen an die jeweiligen User in dem Thread stellst, in dem es zuerst angesprochen wurde. Es ist dann übersichtlicher und mann muß den Beitrag, der von dir angesprochen wurde nicht erst lange suchen.

Deinen Beitrag von heute habe ich hier hin: klick->Ich war ein DDR Grenzsoldat verschoben

LG

 Antworten

 Beitrag melden
10.07.2008 20:18
avatar  ( gelöscht )
#25
avatar
( gelöscht )

Hallo Kyra, meinen Beitrag zu verschieben! Du hast ja fasst den Stolz der Sowjetfrauen aber nein du hast den Stolz der nordischen Frauen. Aber Unrecht hast du nicht, ich bin halt etwas Sprunghaft und werde mich bessern. Werde Skylight auch auf seiner Seite korrekt antworteten.

Gruß Rainer


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2008 10:59
avatar  ( gelöscht )
#26
avatar
( gelöscht )

Hallo Markus Rura, als ich deinen Text (Gästebuch 13.7.08) gelesen habe hatte ich meinen an Kyra schon abgeschickt. Einer aus dem Ruhrgebiet interessiert sich für die DDR! Das war ja wie Gedankenübertragung, eigendlich müsste Angelo dieses Forum gleich auf diese 40 Jahre zwischen Elbe und Oder erweitern, eine Art Gesamtübersichtsfragestunde. Aber das würde den Rahmen des Forums sicher sprengen. Mein Vorschlag wäre, stell doch deine Fragen ins Gästebuch und unsere Beiträge werden folgen. Zum Kreuz des Ostens kann ich nicht viel beitragen und jetzt im vereinten Deutschland ist das schon so ein Kreuz mit der Geschichtsaufarbeitung. Aber so war das nach 1949 auch und erst in deinem Geburtsjahr 1968 ist der Topf dann übergekocht. Also haben wir noch Zeit bis 2009. Latein war kein herausragender Schulstoff in der DDR, die alten Antifaschisten fanden die Sprache etwas antiquiert aber "Mea culpa" (Durch meine Schuld) sagst du, dann sage ich "carpe diem" nutzen wir also die Tage bis dahin.

Gruß

Rainer


 Antworten

 Beitrag melden
23.07.2008 10:39
avatar  ( gelöscht )
#27
avatar
( gelöscht )

Hallo Angelo, Deutschland ist im Urlaub (Sommerloch). Das ist wahrscheinlich ein Grund warum das Forum momentan etwas schläft. Ein Vorschlag zu deinem neuen Thema "Der Mensch zwischem alten und neuem Europa". Das ist irgendwie zu allgemein, zu grob umrissen. Wir schweifen zu weit ab von der Deutsch Deutschen Thematik. Ist meine Meinung die anderen User sollten auch dazu beitragen. Mein Satzvorschlag "Der Bürger in Ost und West zwischen Fortschritt, Rückschritt und Stagnation im Zeitraum von 1968-2012".
Jeweils 22 Jahre vor und nach der Wende wären ein guter überschaubarer Beurteilungszeitraum, sollten alle mit meinen Vorschlag einverstanden sein hätte ich auch in Kürze die erste Geschichte dazu.

Gruß

Rainer


 Antworten

 Beitrag melden
31.07.2008 15:04
avatar  ( gelöscht )
#28
avatar
( gelöscht )

Eine kleine Geschichte zum Beitrag von "Parris" (Gästebuch 29.07.08). Oberhalb der Stadt Boizenburg im Ortsteil Vier am Elbberg steht heute eine Aussichtsplattform mit wunderschönen Blick über den Fluß. Zu meiner Grenzzeit in den 70er begann an diesem Punkt die Hundetrasse und zog sich nordwärts Richtung Lauenburg. War der Fahrer der Hundetruppe im VKU (Verlängerter Kurzurlaub) kamen auch die anderen Motorisierten in den Genuß Hunde zu füttern. Soweit ich mich erinnere erfolgte das einmal am Tag. Die Mahlzeit bestand aus einer großen Schüssel "Gekochtem" und einer Schüssel Wasser. Das Wasser samt Schüssel flog schon mal in den elbischen Sand denn keiner der adligen
Schäferhunde (laut Hundeführer hatten alle Stammbaum) reagierte auf Platz,Sitz,und Bleib. Sie freuten sich wohl auch mal außer dem Posten noch andere Menschen zu Gesicht zubekommen. Und 50m Laufseil war doch eine Menge zur Körperertüchtigung, ich denke da sind heutige Hunde von der Rasse Schäferhund mit Stadtwohnung und Zwinger ärmer dran. Obwohl nicht gerne gesehen aber es wurde verschwiegen gehandhabt "der Nachwuchs". Soweit wie ich mich erinnere ging er immer gleich mit auf Heimaturlaub (bei denen die es nicht so weit hatten). Manchmal wenn ich im LKW saß und aller 50m einen Stop einlegte, dachte ich so bei mir das dort wo die Hundehütten Hinterfront an Hinterfront am Zaun wie ein Sprungbrett standen eigentlich die beste Stelle war Ihn zu überwinden. Der Grenzverletzer brauchte nur noch das Gefühl für Hunde und mindestens zwei Bockwürste. Bloß anschließend hätte er noch die Fähigkeiten von "Reinhold Messner" haben müssen den steilen Elbberg hinab zuklettern. Die Hunde waren an diesem halsbrecherichen Hang eigendlich überflüssig aber das habe ich erst nach der Wende als Tourist besichtigen können

Gruß

Rainer


 Antworten

 Beitrag melden
31.07.2008 22:01
avatar  ( gelöscht )
#29
avatar
( gelöscht )

Hallo Rainer

möchte mich mal einbringen zum thema hundelaufanlagen,wie du es so schön beschrieben hast,ja ich war kantenlatscher;-),in groß thurow gabs eine anlage und zwar an der schmalsten stelle,das war cirka 30m zwischen K2 und K6 auf ungefähr 300m,dort gabs eine hundelaufanlage und eine signalanlage,diese dinger wo die leuchtkugeln nur so raus pfiffen wenn man gegen die schnur lief,aber zurück zu den hunden,meine erfahrung war,solange der zaun zwischen einem war,waren es totale scharfe hunde,(für einen ausenstehenden),egal ob man einstrichkeinstrich trug oder nicht,sobald wir aber im abschnitt waren,solche lieben hund haste selten gesehen;-),obwohl es einen unter diesen gab,den haben wir hackenbeisser genannt,wenn der sich losgerissen hat,haben wir zugesehen das wir wegkommen,und zwar auf den nächsten turm,um über die führungsstelle die hundestaffel zu veranlassen das die den wieder einfangen,ansonsten haben sie aber meistens immer ein leckerlie bekommen von unserer postenverpflegung.
von der fütterung wie du sie beschrieben hast hab ich auch so oft erlebt,da kam der multicar,mit nem großen fass hinten drauf,und einer hat da irgend so eine braune brühe in die näpfe gehauen,weiß der teufel was das war.
Aber mal was anderes,gabs bei euch auch die,wir haben sie die 2000er genannt,im nachhinein weiß ich das es solche Spionageabteilung oder wie auch immer es beim mfs gegeben hat,also wenn die auftauchten,mussten wir aus dem abschnitt verschwinden,durften sie nicht kontrollieren wenn sie mit uaz unterwegs waren,wurde nachts sogar befohlen von der führungsstelle den jeweiligen turm der in der nähe war zu besetzen(was ja nachts oder bei dunkelheit und schlechter sicht wie nebel nie der fall war).


 Antworten

 Beitrag melden
03.08.2008 10:03
avatar  ( gelöscht )
#30
avatar
( gelöscht )

Hallo Bleschen, deine Frage zu der Abteilung 2000 hat längst abgelegtes wieder zu Tage gefördert. das Forum ist richtig gut fürs Langzeitgedächtnis. Aber am Anfang nochmal zu den Hunden, freilaufende Hunde sowie deinen Hakkenbeiser habe ich auch erlebt aber ich saß ja hoch im LKW und der von der Hundetruppe hatte kein Problem damit, der kannte schon seine Ausreißer. So kann ich mir auch den vielen Nachwuchs erklären, wenn der Streuner ein Rüde war, die glücklichen Hundedamen. Über die Abtl. 2000 habe ich erst nach der Wende gelesen, und da viel bei mir der Groschen. Wir waren nicht auf Kompanie, wir waren im Stab, habe ich aber schon mal geschrieben. Es hieß glaube ich "Grenzunterstützende Einheiten" Pioniere, Nachrichten etc.. Ich möchte jetzt nicht schwindeln aber die Zahl 2000 stand sogar auf der Zimmertür (auf unserer Etage). Ein junger Offizier, könnte Oberleutnant gewesen sein, war nur in größeren Abständen mal da. Wir haben uns manchmal mit Ihm auf dem Flur unterhalten, Belangloses so denke ich im nachhinein, vieleicht wollte er sich auch nur jedes mal ein Bild von der Moral der Truppe machen, ist auch egal. Heute denke ich er übernahm die Erstbefragung bei Vorkommnissen, Grenzverletzungen, bzw. festgenommenen Personen. Wie das Leben so spielt im Jahr 2003 treffe ich im Urlaub einen ehemaligen Zimmerkameraden und jetzt kommts, er hat diesen Offizier nach 1990 irgendwqo im Kaufhaus seiner Heimatstadt gegenüber gestanden. Dabei vielen unschöne Worte, ist aber wohl der impulsiven Art meines Zimmergenossen zu zuordnen. Später beim Bier habe ich Ihn dann gefragt ob der Mann ihm etwas getan hatte das er sich gleich als Richter aufspielen musste. Das ist jetzt meine Meinung, ob Stasi hin oder her der Offizier war genauso ein vernehmender Staatsdiener wie heute ein Beamter im Staatsdienst.

Gruß

Rainer


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!