Feuerwehr im DDR Grenzgebiet

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27.05.2008 16:58von ( gelöscht )
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Feuerwehr im DDR GrenzgebietHallo,
wie war das früher mit der Feuerwehr im Grenzgebiet? Ich habe von einem Wehrführer gehört, das sie einen versiegelten
Umschlag der BDVP im ELLO liegen hatten und den beim passieren der ersten Grenzkontrolle,
also etwa 10 KM vor der Grenze dem Kontrollposten vorzeigen mußten. Die Mannschaft mußte absitzen und wer keinen Passierschein hatte
durfte nicht mehr weiter zum Einsatz ins Grenzgebiet mitfahren. Am Einsatzort haben die Grenzer den Feuerwehreinsatz überwacht.
War das so oder wie wurden Feuerwehreinsätze im Grenzgebiet abgearbeitet ?
Grüße an alle.....
Uwe
10.02.2017 23:37von vs1400
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lies dich einfach etwas ein 7. GK Schierke.

gruß vs

29.05.2008 21:56von ( gelöscht )
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Hallo, ich bin neu hier! Habe meinen Grundwehrdienst beim GüSt Sir 26 (Berlin) geleistet. Zur Feuerwehr direkt kann ich nichts sagen. Jedoch wurde ich im 3. Diensthalbjahr ca. 2 Monate zur Absicherung zur Absicherung von Kräften der "Deutschen Post" im Grenzabschnitt eingesetzt. Die Postleute kamen aus Thüringen (ich glaube Erfurt), und waren damit beauftragt ein neues "Grenzmeldenetz" zu verlegen, da die alte Technik mit den s.g. "Gummiohren" nicht mehr zeitgemäß und auch störanfällig war. Einem Trupp von 2 bis 4 Postmitarbeitern wurde ein Postenpaar zum "Schutz vor Übergriffen aus Westberlin" zur Seite gestellt. Uns war damals schon klar, daß wir eher aufpassen sollten, daß kein Postmann "abhanden kommt".
Die ganze Sache lief so ab: Morgens, so gegen 8.00 Uhr holten uns die Postleute mit ihren Werkstattwagen (W50 mit 2 Sitzreihen) am Kasernentor ab.
dann ging es durch Berlin zu einem Tor in der Hinterlandsmauer des entsprechenden Abschnitt's. Zwischendurch wurde meist noch mal Halt gemacht, damit sich die Postler noch Verpflegung kaufen konnten Semmeln (Entschuldigung, das heißt dort Schrippen), Bier, Zigaretten und was man noch so braucht. Am Tor der Hinterlandsmauer klinkte sich der Postenführer mit seinem Gummiohr ins alte Grenzmeldenetz ein und nahm Kontakt mit dem Führungspunkt auf. Nach nennen der Parole und Meldung der Anzahl der passierenden Personen konnte das Tor, welches durch ein handelsübliches Vohängeschloss und einen Steckkontakt gesichert war, geöffnet und passiert werden. Vorab informierte der Führungspunkt noch die betroffenen Posten und B-Türme über unser Eintreffen, damit es keine Mißverständnisse gab. dann ging es auf dem Kolonnenweg zum jeweiligen Arbeitsplatz der Postler. Die hatten es sich in ihren Kabelschächten gemütlich gemacht: ein Zelt überspannte den Arbeitsplatz und unten lummerte eine Lötlampe, denn es war Winter. Einige der Postleute gaben uns auch mal 'ne Flache Bier aus. Auf die Einladung einiger, doch mit runter ins Warme zu kommen, verzichteten wir lieber - hätte man uns dabei erwischt, währe uns Schwedt sicher gewesen. zum Feierabend lief die ganze Prozedur rückwärts wieder ab.
Ich weiß, das dies keine Antwort auf Deine Frage war, aber es erläutert doch die Verfahrensweise mit "Nicht-Grenzern" im Abschnitt. Von Einsatzplänen der Feuerwehr ist mir vielleicht auch deshalb nichts bekannt, weil es im Grenzabschnitt der Berliner Mauer sowiso nichts gab was brennen konnte. Nur Beton, Sand, Metall und ein paar hungrige Kaninchen (ich frag mich bis heute, wie die dort überleben konnten). Ach,und natürlich Grenzer und Grenzhunde. Hoffentlich konnte ich einen kleinen Einblick in den damaligen Grenzdienst geben. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, meine Dienstzeit war sehr Abwechslungsreich.
ich möchte noch anmerken, daß die Schilderung des Wehrführers sehr glaubhaft klingt. An der "Grünen Grenze" konnte man den grenznahen Bereich generell nur mit Passierschein betreten, um Grenzverletzungen vorzubeugen. Die Feuerwehruniform reichte da nicht. da hätte jeder x-Beliebige drin stecken können. gruß rud

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20.11.2008 16:30von ( gelöscht )
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In fast jedem Ort gab es eine Freiwillige Feuerwehr. In Notfällen wurde die Berufs FW zu Hilfe gerufen, die durften ohne Kontrolle und Verzug ins Sperrgebeit.

Sowohl in der Freiwilligen als auch in der Berufs FW war mindestens Einer bei der Stasi.

Bei einem Brand im Schutzstreifen wurde ein Posten beordert, ggf. die Alarmgruppe zum Abriegeln.

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21.11.2008 00:16von Schlutup
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Sowohl in der Freiwilligen als auch in der Berufs FW war mindestens Einer bei der Stasi.
Moin! Diese Behauptung kannst du doch bestimmt beweisen! Es geht hier um Aufarbeitung der deutschen Geschichte.Also ich halte mich an Fakten und nicht das was Sat1 oder Pro 7 so Abends verkauft. Gruß Schlutup
21.11.2008 07:09von ( gelöscht )
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Moin,

ich muss hier gar nichts beweisen. Ich bin 52 und habe so manche Erfahrung gemacht und kann Menschen beurteilen ohne sie zu veruteilen.

Viele Grüße,
Rolf

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21.11.2008 09:37von ( gelöscht )
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Gut so, Altgrenzer.

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21.11.2008 10:22von ( gelöscht )
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Hi,

ich poste ja auch Indizien. In der DDR wurden Menschengeköpft, da gabs noch nicht mal Indizien.

In der FFW war ich auch.

Rolf

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21.11.2008 16:24von Schlutup
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Ich bin 52 und habe so manche Erfahrung gemacht
Verzeih Altgrenzer, wie konnte ich nur!
manudave, schönes Foto!
Gruß schlutup
21.11.2008 17:14von ( gelöscht )
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Danke.

Das Foto entstand übrigens am 02.10.08 zum Festakt der Deutschen Einheit auf Point Alpha bei Rasdorf/Geisa.
Minister Jung ist mit dem Hubschrauber gekommen und dann mit dem Auto heimwärts gedüst - er ist ja schließlich ein Hesse

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21.11.2008 17:14von ( gelöscht )
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52 ist doch kein Alter. Ihr könnt alle DU zu mir sagen ;)

Rolf

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01.06.2009 07:25von küche69
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Ich kann mich noch daran erinnern, dass im Sommer `89 bei uns (6.GK), es war sehr heiß, der Wald brannte, ertsmal mussten alle die Dienstfrei hatten, mit Feuerklatschen und Schippen ran um das Feuer einzudämmen. Das gelang aber durch eigene Kräfte nicht und deshalb musste die Freiwillige Feuerwehr kommen, ob das mit dem Passierschein so war kann ich nicht sagen, kann aber so gewesen sein, die Anwohner brauchten ja auch welche. Die Arbeit der Feuerwehr wurde natürlich über- bzw. bewacht, aber die Feuerwehr tat ihre Pflicht und alles war in Ordnung.
Es wurden ja auch die Mäharbeiten von den ansäßigen Bauern überwacht!

01.06.2009 08:57von S51
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Zu meiner Zeit hat es im Abschnitt nicht "richtig" gebrannt. Kleine Sachen haben wir selbst gelöscht. So kann ich nur aus Erzählungen alter GAK berichten. Es soll in den 80-er Jahren einen großen Waldbrand unterhalb des Brockens in der Nähe der Eckertalsperre (Abschnitt Scharfenstein) gegeben haben. Das war vorgelagertes Gebiet. Da durfte die Ilsenburger Feuerwehr nicht ran, es kamen Berufsfeuerwehr aus Wernigerode und Feuerwehr aus Goslar und Braunlage. Es soll so eine Art Hapening geworden sein, wo jeder mit dem Strahlrohr hingehalten hat, wo er hinkam. Ohne Rücksicht auf Grenzen und die GAK zwischendrin sowie BGS mehr oder weniger drumherum. Trotzdem soll keiner geflüchtet sein. Aber die Geschichte wurde uns immer mal wieder etwas anders erzählt. Ich war nicht dabei und verbürge mich nicht dafür.
Noteinsatzfahrten wurden durch die Polizei nach oben zum Grenzgebietsposten gemeldet und durch die Polizei per Funkwagen bis vor den Schutzstreifen begleitet. Dort haben/hätten wir übernommen. Entweder wurde aufgesessen oder mit dem Krad begleitet.

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S51
01.06.2009 10:37von ( gelöscht )
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Hallo S51 !

Du beschreibst vieles sehr ausführlich. Ich will dich aber darauf hinweisen, in der Geschichte
der Grenzentwicklung, hat sich so viel verändert ,.Die Beiträge sehen oft widersprüchlich aus.
Es gab Zeiten ,da haben Feuerwehrleute der FFW ohne Passierschein , ihren Dienst im Grenzabschnitt versehen. Die Sperranlagen wurden zu diesem Zweck ebenfalls zerstört .Das Grenzgebiet wurde auch ohne Grenzer nach Schwelbränden abgesucht. Dies aber lange vor den 80 er Jahren. Vieles , was in den 60er und 70er Jahren noch möglich war, wurde später unmöglich. Aber einiges wurde erst möglich , so z.B. Absprachen mit dem BGS oder dem Zoll. Es gab auch die Zeit, da hat ein Grenzoffizier schon einmal ein Auge zugedrückt und eine Person mal für kurze Zeit über die Grenze gelassen.

Tiroler

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01.06.2009 12:10von Pitti53
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in der sik marienborn hatten wir unsere eigene feuerwehr(tanklöschfahrzeug)besetzt mit soldaten

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