eid

  • Seite 2 von 3
20.05.2011 09:28
avatar  moreau
#16
avatar

Für mich war am 3.Oktober 0.00 Uhr der Eid erledigt/hinfällig. Weil schlicht und einfach der Eidnehmer nicht mehr existierte. Da muß mich niemand extra entpflichten. Das hat das "Ableben" der DDR auotmatisch gemacht. Natürlich kann jeder der möchte sich weiterhin dem Eid verpflichtet fühlen, aber das ist seine ganz persönliche Agenta und ist Dritten gegenüber völlig irrelevant (außer den ihm Gleichgesinnten natürlich).
Für ganz Hartgesottene: Stellt euch mal vor ihr habt abgelebt und der Staat verlangt von euch die Erfüllug eueres Eides.
Ich schätze mal, ab diesen Punkt wird es extrem problematisch. ODER!!??

Gruß
Moreau


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 09:33
avatar  ( gelöscht )
#17
avatar
( gelöscht )

Es geht mir gar nicht so sehr darum Eid oder nicht Eid, es geht mir um die persönliche Wertschätzung, derer die sich entschlossen auch weiterhin als Soldat Dienst zu verrichten. Das fing mit der Degradierung an und hörte mit der unterschiedlichen Besoldung in Ost und West noch lange nicht auf.
Nehmen wir den hippokratischen Eid der in Ost und West gleichermaßen verbindlich ist. Auch Prof. Dr. Horst Klinkmann hat diesen Eid geleistet, als weltweit geschätzte Koryphäe der Medizin wird er von einer "Ehrenkommission" aus dem Hochschuldienst der Universität Rostock entlassen. Klinkmann ist ein explizites Beispiel, wie es um die Wertschätzung ostdeutscher Biografien Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts bestellt war.

Gruß Hartmut


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 09:39
avatar  ( gelöscht )
#18
avatar
( gelöscht )

Für mich war der Fahneneid erzwungen ( angedrohte Sanktion - Gefängnis ) daher von Anfang an nicht rechtsgültig. Außerdem war er eine Zumutung, nämlich so wie die Wehrmachtsangehörigen auf eine Person, Adolf Hitler vereidigt wurden, wurde ich auf unter anderem eine ausländische Macht ( SU) vereidigt. Beides illegitim.


Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 09:55
avatar  moreau
#19
avatar

@utkieker
Das betrifft nicht nur Soldaten. Im öffentlichen Dienst und dem ihm angelehnten Zweigen erhalten die Beschäftigten auch zwei Gehaltgruppen tieferen Lohn als im Westen bei der gleichen Karriere üblich. Dabei wird geschrien die Gehälter wären angeglichen. In ihren Sinn haben die Schreier schon recht, denn in den 90zigern wurden die Gehaltgruppen an sich nochmals um Prozentsatz X gekürzt.

Gruß
Moreau


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 11:45
avatar  ( gelöscht )
#20
avatar
( gelöscht )

Zitat von utkieker
Es geht mir gar nicht so sehr darum Eid oder nicht Eid, es geht mir um die persönliche Wertschätzung, derer die sich entschlossen auch weiterhin als Soldat Dienst zu verrichten. Das fing mit der Degradierung an und hörte mit der unterschiedlichen Besoldung in Ost und West noch lange nicht auf.
Nehmen wir den hippokratischen Eid der in Ost und West gleichermaßen verbindlich ist. Auch Prof. Dr. Horst Klinkmann hat diesen Eid geleistet, als weltweit geschätzte Koryphäe der Medizin wird er von einer "Ehrenkommission" aus dem Hochschuldienst der Universität Rostock entlassen. Klinkmann ist ein explizites Beispiel, wie es um die Wertschätzung ostdeutscher Biografien Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts bestellt war.

Gruß Hartmut




Hartmut da lese ich aber in google etwas anderes, nämlich eine einzige Erfolgsgeschichte bis heute. Da ist die Entlassung wg ang. Stasimitarbeit nur eine Randepisode, für die sich Minister sogar bei dem Prof. entschuldigt haben.
Hier weiterlesen :www.zeit.de/2001/22/Gestern_gefeuert_-_heute_gefeiert


Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 13:01
#21
avatar

Zitat von Gert
Für mich war der Fahneneid erzwungen ( angedrohte Sanktion - Gefängnis ) daher von Anfang an nicht rechtsgültig. Außerdem war er eine Zumutung, nämlich so wie die Wehrmachtsangehörigen auf eine Person, Adolf Hitler vereidigt wurden, wurde ich auf unter anderem eine ausländische Macht ( SU) vereidigt. Beides illegitim.


Gruß Gert



Ja heute schwören sie einen Fahneneid auf die Bundesrepublik Deutschland und stehen am Hindukusch um angeblich die Freiheit Deutschlands dort zu verteidigen.Das haben sie vor 20 Jahren nicht getan aber nun wo das neue Feindbild in etlichen 1000km Entfernung steht ist wieder alles möglich.


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 14:46
avatar  ( gelöscht )
#22
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rostocker

Zitat von Gert
Für mich war der Fahneneid erzwungen ( angedrohte Sanktion - Gefängnis ) daher von Anfang an nicht rechtsgültig. Außerdem war er eine Zumutung, nämlich so wie die Wehrmachtsangehörigen auf eine Person, Adolf Hitler vereidigt wurden, wurde ich auf unter anderem eine ausländische Macht ( SU) vereidigt. Beides illegitim.


Gruß Gert



Ja heute schwören sie einen Fahneneid auf die Bundesrepublik Deutschland und stehen am Hindukusch um angeblich die Freiheit Deutschlands dort zu verteidigen.Das haben sie vor 20 Jahren nicht getan aber nun wo das neue Feindbild in etlichen 1000km Entfernung steht ist wieder alles möglich.




Richtig Rostocker, was sie dort zu suchen haben, erschliesst sich mir auch nicht. Ich bin dafür , sie sofort heimzuholen.

Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 16:31
avatar  ( gelöscht )
#23
avatar
( gelöscht )

Zitat von Gert

Zitat von utkieker
Es geht mir gar nicht so sehr darum Eid oder nicht Eid, es geht mir um die persönliche Wertschätzung, derer die sich entschlossen auch weiterhin als Soldat Dienst zu verrichten. Das fing mit der Degradierung an und hörte mit der unterschiedlichen Besoldung in Ost und West noch lange nicht auf.
Nehmen wir den hippokratischen Eid der in Ost und West gleichermaßen verbindlich ist. Auch Prof. Dr. Horst Klinkmann hat diesen Eid geleistet, als weltweit geschätzte Koryphäe der Medizin wird er von einer "Ehrenkommission" aus dem Hochschuldienst der Universität Rostock entlassen. Klinkmann ist ein explizites Beispiel, wie es um die Wertschätzung ostdeutscher Biografien Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts bestellt war.

Gruß Hartmut




Hartmut da lese ich aber in google etwas anderes, nämlich eine einzige Erfolgsgeschichte bis heute. Da ist die Entlassung wg ang. Stasimitarbeit nur eine Randepisode, für die sich Minister sogar bei dem Prof. entschuldigt haben.
Hier weiterlesen :www.zeit.de/2001/22/Gestern_gefeuert_-_heute_gefeiert


Gruß Gert




Hallo Gert,

Ich wüßte nicht, daß sich auch nur ein einziger Minister für Klinkmann stark gemacht hätte als dieser aus dem Hochschuldienst entfernt wurde und so viel ich weiß wurde er auch nie wieder an der Universität Rostock angestellt. Seine Forschungen wurden massiv behindert. Ja, wenn man erfolgreich ist, ist man interessant, attraktiv und sexy und man genießt es in seinem Glanze sich zu sonnen. Den Erfolg, den Professor Klinkmann für sich verbuchen konnte, hat er nicht den Ministerien zu verdanken, sondern vor allem seinen eigenen Charisma, die Frau an seiner Seite und hochgeschätzten Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland besonders der Universität Nanking (China), der Universität Bologna (Italien) und der Utah-Universität (USA).
Übrigens war der "Ehrenkommission" durchaus bekannt, daß Klinkmann mit dem MfS nie etwas zu tun hatte. Der vorgeschobene, wie lächerliche Grund, weshalb er aus dem Hochschuldienst entfernt wurde ist der, daß Klinkmann mit dem Rotbannerorden der sowjetischen Armee ausgezeichnet wurde.
Das die Minister sich heute bei ihn entschuldigt haben ist ein Minimum von Anstand.

Gruß Hartmut!


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 19:39
avatar  S51
#24
avatar
S51

Zitat von schweinegefreiter
mich würde mal intressieren ob ihr euren eid den ihr geschworen habt mit der ddr begraben habt oder für euch auf deutschland erweitert habt



Ein Eid gilt für mich demjenigen gegenüber, dem ich geschworen habe. Dann geh ich nicht daran vorbei. Ein Schwur ist so ziehmlich das massivste Versprechen, dass man geben kann. Hätte ich dies nicht gekonnt, hätte ich nicht geschworen. Dafür muss es "ihn" aber noch so geben.
Die DDR gibt es nicht mehr. Vom Eid ihr gegenüber wurde ich seinerzeit als Offiziersschüler der VP/K entpflichtet. Er gilt also für mich nicht mehr. Ihn aber für die Vergangenheit nicht herunter zu machen gebietet aber schon die Selbstachtung.
Ich habe danach auch einen Eid auf das Grundgesetz und auf das Land Berlin geschworen. Das hat sich so zwar inzwischen ebenfalls erledigt aber auch hier gilt das schon zuvor Geschriebene.
Seitdem gab oder gibt es Verträge oder Contracte. Keine Eide, nein aber sie gelten durchaus analog.
Aus einem früheren Eid aber begründen sich nie nachträglich noch irgendwelche Handlungen, jedoch werden Daten entsprechend behandelt. Ein Brötchengeber könnte mir nicht vertrauen, würde er riskieren, dass ich alte Rechnungen begleiche. Ich würde also niemals einen alten Befehl ausführen, wenn der Dienstgrund weggefallen ist. Das wäre für mich einfach sinnlos.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 20:46
avatar  glasi
#25
avatar

Zitat von Feliks D.

Zitat von Pitti53

Zitat von glasi
klar wurden die soldten der nva von ihren eid entbunden. ich glaube das war der tagesbefehl am 2 oktober 1990. so mit sind die sodaten die von der nva in die bundeswehr wechseln keine veräter.sie können stolz auf sich sein das sie diesen schritt gewagt haben. wenn es auch nicht viele waren. und auch noch einen dienstgrad abgestuft. leider.



bischen zu einfach glasi...eine Eid kann man nur einmal schwören...entweder oder




Richtig und ich denke die Entpflichtung durch einen oppositionellen Kirchendiener (Knecht verkneif ich mir mal) hat kein Offizier mit Anstand und Ehre wirklich ernst genommen. Auf dem Papier erledigt, im Kopf und im Herzen noch lange nicht.
Zum Glück blieb uns wenigstens dies erspart.



fahneneid. so ein blödsinn. das ist doch alles nur politik die ihre spielchen mit uns treibt. und das wißt ihr auch. ich habe auch einen fahneneid geschworen. der BRD treu zu dienen und ihre bürger bla bla bla tapfer zu verteidigen. also auch gegen euch. und 1990 war das hinfällig. so schnell geht das. wißt ihr was der richtige eid war. mit seinen neuen kamaraden aus dem osten mit einer büchse spar bier anzustoßen. und sich freuen das wir nach 40 jahren so gut aus der sache rausgekommen sind. das war und das ist meine meinung.


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 21:05
#26
avatar

Zitat von S51
[quote="schweinegefreiter"]mich würde mal intressieren ob ihr euren eid den ihr geschworen habt mit der ddr begraben habt oder für euch auf deutschland erweitert habt



Wie soll ich das so sagen,ich wurde nie von meinen Eid entbunden und so ebenfalls Tausende nicht die mal in der NVA - bei den GT gedient haben. Ich wurde als Reservist entlassen aber nicht vom Eid entbunden. Ob es nun die DDR noch gibt oder nicht und sie gibt es nicht mehr.Soll nun nicht heißen,das ich mich nun durch einen neuen Eid jemand anderen verpflichtet fühlen soll.Ein bischen Stolz ist schon dabei.Mal so gesagt,begraben wurde viel-aber meinen Fahneneid hab ich mit Sicherheit nicht erweitert auf Deutschland und werde es auch nicht tun. Sicher würde nun jemand fragen warum nicht.Darauf kann man sagen--Deutschland befindet sich in einen militärischen Konflikt weit ab der Heimat--wo es nichts zu suchen hat.Und wenn man sich die Politik anschaut,geht es doch für die Bundeswehr dahin an Auslandseinsätzen dran teil zu nehmen.Naja wer es braucht,sollte den Toten später nicht nach trauern.
Aber wie gesagt--das ist meine persönliche Meinung--wie es jeder für sich handhaben tut--ist seine Sache.


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 21:22 (zuletzt bearbeitet: 20.05.2011 21:24)
avatar  ( gelöscht )
#27
avatar
( gelöscht )

Amtseid des Bundeskanzlers:

"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe)." @ Art. 64 GG

Kann man eigentlich auch wegen Meineides bestraft werden?
oder gilt das nur vor Gericht?


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 21:26
avatar  ( gelöscht )
#28
avatar
( gelöscht )

Zitat von utkieker
Amtseid des Bundeskanzlers:

"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe)." @ Art. 64 GG

Kann man eigentlich auch wegen Meineides bestraft werden?
oder gilt das nur vor Gericht?





Zielst du mit der Frage darauf ab, , dass der/die Bundeskanzler/in eine Meineid leistet ?


Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 21:31
avatar  ( gelöscht )
#29
avatar
( gelöscht )

Tja Gert die Interpretation überlasse ich dir, aber man wird ja wohl mal fragen dürfen - oder?


 Antworten

 Beitrag melden
20.05.2011 21:50
#30
avatar

Mir ist es schnuppe-was ein Kanzler oder eine Kanzlerin da predigt--die toten deutschen Soldaten die in Afganistan gefallen sind, gibt selbst Gott ihren Familien nicht zurück.Und wer da sagt--das von Afganistan eine Bedrohung für Deutschland aus ging--der lügt.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!