Letzter Interflug-Start vor 20 Jahren

  • Seite 1 von 6
03.05.2011 07:52
avatar  Angelo
#1
avatar

Ein halbes Jahr nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung kam das Aus für die frühere DDR-Fluggesellschaft Interflug. Vor 20 Jahren flog Flugkapitän Klaus Petzold den letzten Flug der Airline von Berlin nach Wien und zurück.Bis heute erinnert sich Klaus Petzold mit großer Wehmut an den 30. April 1991: Vor 20 Jahren steuerte er als Kapitän den letzten Flug der DDR-Airline Interflug von Berlin-Schönefeld nach Wien und zurück - da gab es die DDR längst nicht mehr. Bereits am 7. Februar 1991 hatte die Treuhandanstalt die Liquidation der Interflug beschlossen und am Tag darauf das Auslaufen des Geschäftsbetriebes verkündet. 81 Tage später - am 30. April 1991 - endete dann der Flugbetrieb der DDR-Airline.

Hier weiter lesen
http://www.n-tv.de/panorama/Letzter-Inte...cle3230176.html


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 08:03
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

Wär ja auch schei*e gewesen sich damals schon Konkurrenz ins Haus zu holen. Lufthansa und andere konnten da noch ganz unbedrängt von Linien wie AirBerlin wirtschaften, da hätte Interflug nur gestört.


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 08:17
avatar  Pit 59
#3
avatar

Interflug hätte mit seiner Flotte doch gar nicht mehr mithalten können.Standartflugzeug bot 80Passagieren Platz,und hatte Tanks für Kurzstrecken,was ja auch Sinn machte,wo und wer wollte auch vorher wohin Fliegen.Viel Auswahl war da nicht.


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 08:39
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Auf meinen Flügen in die SU (Il62) waren weitaus mehr als nur 90 Mitreisende an Bord.

Angeblich sollen ja auch moderne Airbus im Bestand gewesen sein.


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 09:11
avatar  Pit 59
#5
avatar

Ja sollen 3 Stück gehabt haben.Ich würde auch die Flüge in die SU niemals schlecht machen,war selbst dort,gibt sehr schöne Urlaubsgebiete.Ich hatte aber an ganz andere Strecken gedacht,denn die Welt ist Gross.


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 09:12
avatar  ( gelöscht )
#6
avatar
( gelöscht )

Und wie war die Kapitalausstattung der Interflug? Konnte sie profitabel weiterbetrieben werden ?
In Wiki las ich, dass der letzte Chef der Interflug einen Generalsrang hatte, wie das ? Das war doch eine zivile Gesellschaft.


Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 09:14 (zuletzt bearbeitet: 03.05.2011 09:14)
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Zitat von Feliks D.
Auf meinen Flügen in die SU (Il62) waren weitaus mehr als nur 90 Mitreisende an Bord.

Angeblich sollen ja auch moderne Airbus im Bestand gewesen sein.



nicht nur angeblich sondern tatsächlich, die waren geleast. Hat Erichs Freund, der Franz-Josef eingefädelt das Geschäft.
Die Airbusse fliegen heute in der Flugbereitschaft der Luftwaffe für die Regierung

Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 09:18 (zuletzt bearbeitet: 03.05.2011 09:33)
avatar  moreau
#8
avatar

Zitat von Pit 59
Interflug hätte mit seiner Flotte doch gar nicht mehr mithalten können.Standartflugzeug bot 80Passagieren Platz,und hatte Tanks für Kurzstrecken,was ja auch Sinn machte,wo und wer wollte auch vorher wohin Fliegen.Viel Auswahl war da nicht.



Ist so nicht korrekt!

Laut Wiki: TU-154: 150-180 Passagiere je nach Version; Reichweite von 4000 km (Erstflug 1968)
(erfüllt die z.Z. gültigen europäischen Lärmrichtlinien)

IL-62: 168-186 Passagiere je nach Version; Reichweite von 10.000 km (Erstflug 1963)

Boeing 737-400: 146-162 Passagiere je nach Version; Reichweite von ca.5000 km (Erstflug 1988)

MD 11: 323-410 Passagiere je nach Version; Reichweite von ca. 13.000km (Erstflug 1990)
(wird aber nur noch im Frachtdienst eingesetzt)


Gruß
Moreau


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 09:36
#9
avatar

Zitat von Gert
Und wie war die Kapitalausstattung der Interflug? Konnte sie profitabel weiterbetrieben werden ?
In Wiki las ich, dass der letzte Chef der Interflug einen Generalsrang hatte, wie das ? Das war doch eine zivile Gesellschaft.


Gruß Gert



Es ist in vielen Staaten nicht unüblich, dass Mitarbeiter von Polizei und Transportgesellschaften Armeeangehörige sind (meist aber nur der PersonalReserve), um im Ernstfall einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. So hat sich mein Fahrer bei der Kantonspolizei beworben, weil er genug vom Komiss hatte. Hat auch geklappt. Ist aber nicht zur PersonalReserve gekommen, sondern zur "richtigen" Reserve bei der Heerespolizei. Die ist sehr unbeliebt. Wenn sie kommt, ist Ärger angesagt.
Theo


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 11:11
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

...."die" wollten natürlich keine billigere Konkurrenz zur LH, man hätte es ja versuchen können, aber dies war definitiv nicht gewollt!

Natürlich wären modernere Muster dazu gekauft worden, hoch qualifiziertes Personal hatte die IF ohne jeden Zweifel. So waren meine Eltern damals wie viele anderen auch arbeitssuchend und mussten sich neu orientieren...


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 11:40
avatar  Pit 59
#11
avatar

Die Interflug hätte auch nicht mehr billiger Fliegen können als alle anderen.Schon allein wegen der Neuen Anschaffungen wäre dies mit Sicherheit nicht möglich gewesen.das gutes personal da war steht hier ausser Frage,aber für gutes Personal ist es kein Problem sich Neu zu Orientieren.


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 11:52
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

...Pit, ich denke so ganz einfach isses dann doch nicht einen neuen Job zu finden...und auch bei der IF haben sich dabei bestimmte Leute in der Führungsriege ne goldene Nase verdient!


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 12:27
avatar  ( gelöscht )
#13
avatar
( gelöscht )

Zitat von Pit 59
Interflug hätte mit seiner Flotte doch gar nicht mehr mithalten können.Standartflugzeug bot 80Passagieren Platz,und hatte Tanks für Kurzstrecken,was ja auch Sinn machte,wo und wer wollte auch vorher wohin Fliegen.Viel Auswahl war da nicht.


Das ist Unsinn!
Natürlich war eine TU-134A und auch eine IL-62M zu klein und zu unwirtschaftlich. Die TU-134 sollten auch schnell raus und gegen zeitgemäßes Material in Form von B737-300/400/500 ausgetauscht werden. Nur bis zur abgeschlossenen Einflottung der 737 wären die TU-134 geblieben. Die IL-62M wäre auch noch 1,2 Jahre geflogen. Übrigens waren die ja auch Bezahlt. Die letzten IL-62M(k) der IFsind Baujahr 1989! Übrigens gabs es schon sehr weitreichende Gespräche der IF mit Boeing bereits 1987 bezueglich der Ablösung der seit 1983 nicht mehr produzierten TU-134 durch B737. Diese wurden im Jahr 1988 zunächst abgebrochen.
TU-154M waren bereits bestellt aber wurden durch die Wende nicht mehr übernommen. Die NVA hat ja letzendlich auch nur 2 Exemplare erhalten. Allerdings flogen ab 1989 die drei A310-303 und ab 1990 auch eine Dash-8, die im Wetleasing von Tyrolian übernommen wurde.

Übrigens waren die damaligen b737-230 adv der LH damals auch ein uraltes Gefährt.


Leider wurden IL-96 (IL-86D), TU-204 nicht mehr rechtzeitig flügge. Und auch die Jak-42 hatte Strukturprobleme, weshalb sie sehr verspätet auf den Markt kam.

Übrigens gabs auch für die TU-134 eine Modernisierung namens TU-134M, allerdings wurde diese durch die bekannten politischen Veränderungen und das Überangebot an westlichen Jets nicht mehr realisiert.

Ein ganzes Teil der Interflug-Flotte ist übrigens noch immer am Fliegen.


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 12:29
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

Zitat von Gert
Und wie war die Kapitalausstattung der Interflug? Konnte sie profitabel weiterbetrieben werden ?
In Wiki las ich, dass der letzte Chef der Interflug einen Generalsrang hatte, wie das ? Das war doch eine zivile Gesellschaft.


Gruß Gert


Tja, ein nachrichtenmagazin schreibt vom anderen Ab - meist Unsinn. Der letzte IF-Chef war der Herr Andreas Kramer, heute Russlandchef von Airbus!


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2011 12:30
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

Zitat von moreau

Zitat von Pit 59
Interflug hätte mit seiner Flotte doch gar nicht mehr mithalten können.Standartflugzeug bot 80Passagieren Platz,und hatte Tanks für Kurzstrecken,was ja auch Sinn machte,wo und wer wollte auch vorher wohin Fliegen.Viel Auswahl war da nicht.



Ist so nicht korrekt!

Laut Wiki: TU-154: 150-180 Passagiere je nach Version; Reichweite von 4000 km (Erstflug 1968)
(erfüllt die z.Z. gültigen europäischen Lärmrichtlinien)

IL-62: 168-186 Passagiere je nach Version; Reichweite von 10.000 km (Erstflug 1963)

Boeing 737-400: 146-162 Passagiere je nach Version; Reichweite von ca.5000 km (Erstflug 1988)

MD 11: 323-410 Passagiere je nach Version; Reichweite von ca. 13.000km (Erstflug 1990)
(wird aber nur noch im Frachtdienst eingesetzt)


Gruß
Moreau



So nicht korrekt. Gilt nur für TU-154M, NICHT für die vorhergehenden Baureihen. Allerdings besass IF keine TU-154.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!