25 Jahre Tschernobyl

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27.04.2011 05:35
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#1
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Gestern jährte sich zum 25. Male der Reaktor-Unfall von Tschernobyl.

Was mit einem harmlosen Test begann, endete in einem bisher nie dagewesenen GAU. Ganze Ortschaften wurden damals geräumt. Nur die Natur blieb da, wuchs und gedieh. Waldspitzmäuse werden so groß wie Wölfe und lehren eben diesen das Fürchten. Und auch Bäume schlagen kräftiger aus als bisher gewohnt.

Mit Festakten in der ganzen, damals zur Sowjetunion gehörenden Ukraine wurde gestern an die wunderbare Katastrophe gedacht. Eine Laienschauspielgruppe aus Prypjat stellte den Ablauf der Katastrophe nach. Der bekannte Komponist Wjatscheslav Switschselaitoff hat eine Hymne mit dem Namen "Strahle, mein Tschernobyl" komponiert, die gestern Uraufführung hatte. Zu den Feierlichkeiten waren auch Veteranen der Harrisburg-Katastrophe von 1979 geladen. Auch aus den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki wurden Vertreter entsandt.

Als deutscher Beitrag zu den Feierlichkeiten wurde von Vetretern der deutschen Kerkraftwerksbetreiber der Monolog "Sein oder Nichtsein" aus der Tragödie Hamlet, Prinz von Dänemark von William Shakespeare, 3. Aufzug, 1. Szene rezitiert.

Den größten Beitrag rund um dieses runde Tschernobyl-Jubiläum leistete jedoch ein japanischer Kernkraftwerks-Betreiber aus Fukushima, der als Reminiszenz an die Tschernobyl-Katstrophe pünktlich zum 25. Jubiläum selbst eine Katastrophe ähnlichen Ausmaßes produzierte.

Heute ist das strahlende Lächeln der ehemaligen Bewohner von Tschernobyl eine Synonym dafür, dass man auch mit Atomkraft (über-) leben kann.


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27.04.2011 09:47
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#2
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@Blanco , habe die Bilder gestern im TV gesehen. Bedrückende Szenarien und es wird zu unseren Lebzeiten kein Ende geben mit den "strahlenden" Bildern aus Tschernobyl.
Am meisten beeindruckt hat mich dass von den sog. Liquidatoren noch heute nach 25 Jahren Menschen leben. Ich hielt sie alle für tot. Negativ hat mich aber auch beeindruckt, wie die Sowjetunion und die Nachfolgestaaten es ihnen gedankt haben. Nämlich gar nicht. Ein Mann berichtete er habe weder eine Einmalzahlung/Prämie noch eine ordentliche Rente ( 80,00 € Rente) für den Einsatz seines Lebens bekommen. Das ist so etwas von armselig. Da kann man deutlich sehen, welche Kluft zwischen der kommunistischen Propaganda über die angeblich fürsorgliche Politik für den Menschen und der tatsächlich ausgeführten Politik ist. Die Nachfolgestaaten Russland und Ukraine sind aber kein Deut besser. Offenbar zählt in der russischen Volksseele ein Menschenleben nichts aber auch gar nichts.
Ein sehr traurige Geschichte.

Gruß Gert


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27.04.2011 11:55
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#3
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Ruhmreiche Sowjetrepuplik,und was ist davon Übrig geblieben? Eine Schande wie mit den Opfern Umgegangen wird,und wie die Leben müssen.Die Fördern Gold in Größenordnungen,das hat die Welt noch nicht gesehen.Kein Wunder das Wodka dort das wichtigste ist.
Die Vermarkten ja noch die Katastrophe als Attraktion.


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27.04.2011 11:56
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#4
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94

Schon bissel arg sarkastisch, aber mal nicht sooo unrealistisch ...

Zitat von Blanco
Eine Laienschauspielgruppe aus Prypjat stellte den Ablauf der Katastrophe nach.

Die Stadt ist ein beliebtes Touristenziel und im Dezember 2010 verkündete das ukrainische Katastrophenschutzministerium, die “Exclusion Zone” um den Reaktor Nr. 4 des Atomkraftwerkes Tschernobyl ab diesem Jahr dem Tourismus zu öffnen. Man hofft so bis zu einer Million Besuchern pro Jahr, die dieser Art von Extremtourismus nachgehen und dringend benötigtes Geld in der Region lassen.
Quelle: kotzendes-einhorn.de

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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27.04.2011 17:33
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#5
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Ich war in Kiew auf dem Friedhof wo sehr viele Opfer von Tschernobyl liegen. Es ist da üblich das auf dem Grabstein ein Bild des Verstorbenen ist. Lächelnde Menschen, hübsche Mädchen überhaupt viele junge Menschen und Kinder waren dabei. Vom Staat gab es nichts zur Beerdigung dazu! Es machte mich sehr betroffen. Für den Tourismus ist Tschernobyl jetzt geöffnet. Ich finde das Makaber.
Der Staat möchte damit Geld einnehmen,und die Opfer bekommen in der Mehrheit nichts! Die neue Betonhülle dürfen wir alle mit bezahlen.Hier hätte ich mir mehr Engagement von Russland gewünscht.


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27.04.2011 20:05
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#6
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Ich finde, alle diese Menschen haben sowohl Ehrung als auch Anerkennung verdient! Waren sie es doch , die danach Schlimmeres auch für uns verhindert haben!
Gezeigt hat diese Katastrophe jedoch nichts Neues, nur wieder einmal bestätigt, daß der Mensch fehlbar ist! Besonders tragisch ist
diese Tatsache im Zusammenhang mit den besonderen Umständen in einem AKW.
Wir werden an den Auswirkungen ein Leben lang zu tragen haben und andere nach uns...
Jedoch bin ich getröstet durch die Tatsache, es hier mit einem Unfall zu tun zu haben und nicht mit dem Ergebnis kriegerischer Handlungen der damaligen Machtblöcke.
Und es ist trotz dieses Ergeignisses und auch den jüngsten Vorkommnissen in Japan meine Meinung: Forschung zur Erzeugung der sauberen Atomenergie darf nicht zum Luxus werden, sondern muß zur Pflicht gedeihen! Die Alternativen nämlich von denen
manche reden ("erneuerbare Energien" , ein Widerspruch in sich..)) sind keine!

Das kann man sich schön reden , wie man will....da geht es um Physik! Und erfahrungsgemäß läßt sich die Physik der Dinge nunmal nicht überlisten...wie leider auch das Beispiel des eigentlichen Threads beweist....


mit freundlichem Gruß!
SEG15D


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27.04.2011 22:48
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#7
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Zitat
Waldspitzmäuse werden so groß wie Wölfe und lehren eben diesen das Fürchten. Und auch Bäume schlagen kräftiger aus als bisher gewohnt.



Klar, und Flugzeuge fliegen rückwärts....


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29.07.2014 23:49
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30.07.2014 08:07
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#9
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Ich weiß noch, wie sich meine Ost-Freunde damals gefreut haben, als es plötzlich guten Salat in der Kaufhalle gab. Den haben die Westler nämlich damals nicht gegessen und er blieb "übrig".


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30.07.2014 08:17
avatar  Pit 59
#10
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Ist doch alles vergessen,es redet doch auch keiner mehr von der Nuklearkatastrophe von Fukushima


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30.07.2014 08:27
#11
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #9
Ich weiß noch, wie sich meine Ost-Freunde damals gefreut haben, als es plötzlich guten Salat in der Kaufhalle gab. Den haben die Westler nämlich damals nicht gegessen und er blieb "übrig".


http://www.ariva.de/forum/Atomlobby-muss...-zittern-439226
Die DDR war nur wenig von der Tschernobyl Wolke betroffen, im Gegensatz zum Südosten der BRD.
Bei der politischen Führung in Bayern sind die Spätfolgen der Caesium Belastung in den Gehirnen noch heute spürbar
Theo


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30.07.2014 11:36
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#12
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Bei der politischen Führung in Bayern sind die Spätfolgen der Caesium Belastung in den Gehirnen noch heute spürbar Zitat Theo





Theo ,You made my Day !


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30.07.2014 14:39 (zuletzt bearbeitet: 30.07.2014 14:44)
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#13
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Ehhh, m@ Fritze ihr provitiert doch alle von den Spätfolgen der Caesium Belastung , sonst hättet ihr doch alle noch hier im Osten festgessen ,

Die DDR war nur wenig von der Tschernobyl Wolke betroffen,ne aber das meiste von den Lebensmittel haben wir zum Fres.... bekommen

ratata

Soooooo schlimm war es doch nicht ,


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30.07.2014 14:51
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#14
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Zitat von ratata im Beitrag #13
Ehhh, m@ Fritze ihr provitiert doch alle von den Spätfolgen der Caesium Belastung , sonst hättet ihr doch alle noch hier im Osten festgessen ,

Die DDR war nur wenig von der Tschernobyl Wolke betroffen,ne aber das meiste von den Lebensmittel haben wir zum Fres.... bekommen

ratata

Soooooo schlimm war es doch nicht ,


Ja ,die Nachfrage an Spürgeräten ist immer noch ganz gut !


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02.08.2014 13:16
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#15
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Zitat von FRITZE im Beitrag #14
Zitat von ratata im Beitrag #13
Ehhh, m@ Fritze ihr provitiert doch alle von den Spätfolgen der Caesium Belastung , sonst hättet ihr doch alle noch hier im Osten festgessen ,

Die DDR war nur wenig von der Tschernobyl Wolke betroffen,ne aber das meiste von den Lebensmittel haben wir zum Fres.... bekommen

ratata

Soooooo schlimm war es doch nicht ,






Achja?!

Dann solltest Du Dich mal näher mit dem Thema beschäftigen.
Ich für meinen Fall weiß jedenfalls, woran ich ( mal den Straßenverkehr als Ursache ausgenommen), krepiere.

Gerade die Gegend um Magdeburg und die Altmark waren aufgrund der Wetterlage stark betroffen.
Und wir "Deppen" haben uns noch jedes Wochenende auf dem Rasen im Objekt gesonnt, bei ca 40000 facher Strahlenbelastung
durch den Fallout als sonst.
Wußte ja auch keiner was....woher auch!

Zitat

Rund um Magdeburg sind die Folgen von Tschernobyl heute kaum noch messbar. Kurz nach dem Unglück wurden dort jedoch Werte um 75.000 Becquerel in Wiesenkräutern gefunden. Wenige Tage zuvor waren es höchstens 400.
Zitat Ende

Quelle http://www.rp-online.de/politik/strahlen...d-bid-1.2229389


SEG15D


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