Das Leben im Grenzturm

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04.04.2011 10:50von Angelo
Frage
Das Leben im Grenzturm

Sicherlich haben wir bestimmt schon mal darüber geschrieben aber wie war das Leben im Grenzturm wirklich. Es gab ja nunmal einen Unterschied zwischen einem BT 9 und 11 und der Führungsstelle. Durfte jeder von euch auch mal in den Genuss kommen in einer Führungsstelle Dienst zu machen oder war das nur Offizieren vorbehalten ? Die Führungsstelle war ja nun ein wenig besser ausgestattet als so ein Grenzturm.....Was war im BT 9 und BT 11 überhaupt möglich ? Und was durfte mann alles mit rein nehmen in den Turm ? Gut Toilette gab es schon mal keine da mußte wohl der Wald herhalten. Aber es gab nicht überall Wald teilweise war auch nur ödes Land im Umkreis von ein paar Kilometer, was war dann wenn man mal dringend Kacken mußte ? Ja hört sich vielleicht ein bisschen blöde an meine Frage aber das sind alles so Gedanken die mir durch den Kopf gehen. Auch stelle ich mir die Frage, wie war das bei Gewittern ? Sicherlich war der Turm aus Beton gewesen aber die Lampe oben auf der Kanzel war reines Metall, hat von euch mal jemand einen Blitzeinschlag mitbekommen ? Was war zu beachten bei Blitz und Donner im Turm ?

05.04.2011 15:55von ( gelöscht )
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Oh ja Chris du hast vollkommen recht! Auf den Hahneberg hatte ich mal ne Schicht mit einen Reservisten, kommt ja auch nicht all zu häufig vor. Der Resi war ja schon mitte 30 und ich so ein Grünschnabel von anfang 20. Aber der Resi war schon in Ordnung. Du weißt sicherlich noch, daß es in der Gegend ziemlich kalt werden konnte vor allem, wenn man am blanken Mast stand. Also war Resi und ich auf den BT, schließlich mußten die Altgedienten geschont werden.

Gruß Hartmut

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05.04.2011 16:44von S51
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Zitat von glasi
und wie weit konnte mann von denn euren wachtürmen nach westen schauen. ...



Im Harz konnte man den K 6 (K10) überschauen, den Zaun 1, das vorgelagerte Gebiet soweit da keine Bäume standen und den westlichen Bereich bis zu Horizont. Das konnten 10 Meter bis zur Waldkante sein aber auch viele Kilometer bis nach Goslar hinein.
Je weiter um so weniger langweilig. Natürlich haben wir nur den eigenen und den unmittelbaren Grenzbereich beobachtet. Vorschrift war heilig...
Einer hat jedoch immer aufgepasst, ob auch keiner guckt. Wäre schließlich peinlich gewesen, sich von der BGS-Streife, dem Zoll oder den eigenen Batzen aufklatschen zu lassen. Vom GV ganz abgesehen.

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S51
05.04.2011 17:00von Stabsfähnrich
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Zitat von utkieker
Oh ja Chris du hast vollkommen recht! Auf den Hahneberg hatte ich mal ne Schicht mit einen Reservisten, kommt ja auch nicht all zu häufig vor. Der Resi war ja schon mitte 30 und ich so ein Grünschnabel von anfang 20. Aber der Resi war schon in Ordnung. Du weißt sicherlich noch, daß es in der Gegend ziemlich kalt werden konnte vor allem, wenn man am blanken Mast stand. Also war Resi und ich auf den BT, schließlich mußten die Altgedienten geschont werden.

Gruß Hartmut



............jau Hartmut, da kommen Erinnerungen auf. Hahneberg.............Mechau.........auf dem BT 11 habe ich zwar nicht Dienst verrichtet, konnte jedoch seinen Abriss beobachten. Wegen dem Thurauer Berg mußte doch mindestens vier Stunden am Postenpunkt 1052 eine Beobachtung (aufklärung) durch geführt werden. Dies obwohl auch GSSD anwesend - wenn auch zu unregelmäßigen Zeiten - war-.
Frage: kennst du noch die alte Führungsstelle Schramper Straße?

05.04.2011 21:46von sentry
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Zitat von glasi
konnte mann vom a1 wachturm,( was von euch schiff genannt wird) zb nach helmstedt schauen.



Willst Du ernsthaft erzählen, dass Du bis heute noch nicht einmal auf dem Schiff warst, um das selbst rauszufinden?
Bei gutem Wetter hatte man vom Schiff weit über 50 km Sicht. Man konnte in südlicher Richtung den Brocken sehen. Von Helmstedt war nicht allzu viel sehen, weil die Stadt ein bisschen in einer Senke liegt.
Als Postenpunkt war das Schiff jedenfalls einer der coolsten Türme, die man sich vorstellen konnte. Ich war immer gerne da oben...natürlich hauptsächlich bei schönem Wetter.

17.04.2011 22:17von glasi
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Zitat von sentry

Zitat von glasi
konnte mann vom a1 wachturm,( was von euch schiff genannt wird) zb nach helmstedt schauen.



Willst Du ernsthaft erzählen, dass Du bis heute noch nicht einmal auf dem Schiff warst, um das selbst rauszufinden?
Bei gutem Wetter hatte man vom Schiff weit über 50 km Sicht. Man konnte in südlicher Richtung den Brocken sehen. Von Helmstedt war nicht allzu viel sehen, weil die Stadt ein bisschen in einer Senke liegt.
Als Postenpunkt war das Schiff jedenfalls einer der coolsten Türme, die man sich vorstellen konnte. Ich war immer gerne da oben...natürlich hauptsächlich bei schönem Wetter.



nee,war ich nicht. ich war seit jahren nicht mehr in marienborn. steht der turm noch???. damals sah er schwer mitgenommen aus. lg glasi

18.04.2011 00:20von 254Spielregel
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Zitat von glasi
...steht der turm noch???. damals sah er schwer mitgenommen aus...


Letzten Samstag stand er jedenfalls noch.
Schwer mitgenommen ist er in der Tat. Und auch in seinem Inneren ist es erheblich zugiger, als früher.

Anbei Aufnahmen vom Oktober 2009.

Gruß,254Spielregel

18.04.2011 05:09von Harsberg
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Na Jungs,

ihr hattet Sorgen auf euren BT 9 und 11. Da waren wir mit unseren Holztürmen besser dran, keine Fenster , keine Türen, keine Heizung, von "TOI" ganz zu schweigen, auch wir mussten bei Gewitter und starkem Wind runter.

18.04.2011 18:53von glasi
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Zitat

Zitat von 254Spielregel

Zitat von glasi
...steht der turm noch???. damals sah er schwer mitgenommen aus...


Letzten Samstag stand er jedenfalls noch.
Schwer mitgenommen ist er in der Tat. Und auch in seinem Inneren ist es erheblich zugiger, als früher.

Anbei Aufnahmen vom Oktober 2009.

Gruß,254Spielregel



danke 254 spielregel. mit denn fotos hast du mir eine große freude gemacht. lg glasi

18.04.2011 23:04von ( gelöscht )
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Der BT war auch so was wie unsere "Küche". Wir haben so manches mal unsere Postenstullen mit Käse überbacken oder die Buletten, die uns die Kompanieküche uns mitgegeben hat aufgewärmt. Wenn wir wußten, daß wir die "Küche" nutzen werden, haben wir uns auch manchmal etwas Butter Salz und Pfeffer in die Postentasche gepackt, haben dann Pilze gesammelt und ein Pilzragout hingezaubert. In der Kombination Bahnheizkörper und Hosentaschengrill mit Spiritustablette hatten wir gute Kochgelegenheiten aber fragt nur nicht, wie hinterher die Stullenbüchse aus sah. Und wenn dann noch Zeit war und zufälliger Weise eine Hundetrasse in der Nähe war, haben wir Zungen- und Presskopfwurst an unsere vierbeinigen Lieblinge verteilt.

Gruß Hartmut!

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19.04.2011 09:56von Grete85
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Hallo zusammen,
auf dem B-Turm mußte man sich ja beschäftigen. Die "Essenszubereitung" war ja etwas ganz besonderes, vorallem wenn mal wieder nüscht los war. Am schönsten waren die Schichten auf dem B-Turm, bei schönem Wetter und wenn man, anstelle von "Flugwurscht", frische Brötchen und eine schöne große Büchse Rind-und Schweinefreisch dabei hatte. Und den "Dienst"Erpritspirituskocher! Der war ja vererbt worden, denn der orginale war ja im Teil 1.Die Büchse geöffnet, aber das der Deckel noch dran ist, das Fleisch in der Büchse gewürfelt und rauf auf den Kocher. Dann das flüssige Fett aus dem Fenster abgeschüttet, aber erst schauen ob keiner unten steht. Und dann guten Appetit!
Ich glaub ich krieg schon wieder Hunger.

Gruß Grete

26.05.2011 11:57von ( gelöscht )
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Blick in ein BT-11


im Sommer zu warm und im Winter zu kalt und viel Platz war dort nicht;da fühlte ich mich als KGSi schon besser...viel Licht und Platz

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27.05.2011 01:23von EK76/1
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DresdnerEK89,
interessantes Foto. Es war immer ein Spass, wenn sich jemand im Turm befand und man hat oben die Holzklappe mit Schwung geschlossen. Da konnte man immer neue Schimpfwörter lernen
Aber bei der Frage zum Leben im Grenzturm fällt mir ein ganz bestimmter Turm ein. Der stand in Berlin in Höhe Ostbahnhof. Der Postenpunkt hiess, glaub ich, "Filter und Vergaser" wegen gleichnamigen Betrieb nebenan. Das war 1981.
In dem Turm war diagonal ein Vorhang gespannt, der ständig geschlossen sein sollte. Auf einer Seite saß also der Postenführer, auf der anderen Seite der Posten. Dadurch wollte man unnötige Unterhaltungen vermeiden . Wehe, man hatte den Vorhang nicht zugezogen hatte. Die Nachbartürme waren von der sogenannten Bootskompanie besetzt und die meldeten es sofort weiter. Man konnte darauf warten dass kurz darauf ein Patrolienboot mit dem Zugführer erschien. Und dann gab es einen Anschiss.
Die Bootskompanie von Rummelsburg war sowieso etwas anders. Aber das wäre wieder ein anderes Thema
viele Grüße

27.05.2011 10:17von GZB1
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@EK76/1

dann mach doch einfach mal nen Thema auf zur BK in Rummelsburg. Turm mit Vorhang??? Hab ich ja noch nie gehört!

27.05.2011 11:14von moreau
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Zitat von GZB1
@EK76/1

dann mach doch einfach mal nen Thema auf zur BK in Rummelsburg. Turm mit Vorhang??? Hab ich ja noch nie gehört!



Ja doch! Das gab es. Auf "meinen Lieblingsturm" in Görsdorf war so ein Vorhang auch installiert. Gegenüber war eine Anfahrtstelle wo immermal eine Busladung Neugieriger erschien. In dem Fall wurde der Vorhang zugezogen damit die nicht erkannten ob und wieviel Leute auf dem Turm waren. Auf den anderen BT´s gab es sowas nicht

Gruß
Moreau

28.05.2011 00:00von EK76/1
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Ich war zum Glück 1981 nur 3 Monate zur Reserve in Rummelsburg. In dieser Zeit auch nur 2x im Abschnitt der Bootskompanie eingeteilt.
Sicher gibt es aber Mitleser, die in dieser Kompanie gedient haben und mehr berichten können.
Auch mich würde das interessieren. Das Leben in dieser Kompanie muss kein Zuckerlecken gewesen sein. Der Kompaniechef war ein ganz Harter.
viele Grüße

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