Das Verhalten des Fritz Streletz alias IM Birnbaum

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28.03.2011 17:02
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#1
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Generaloberst Fritz Streletz (Jahrgang 1926) brachte es bei der NVA bis zum Vize-Verteidigungsminister. Er war nebenbei als IM "Birnbaum" 27 Jahre tätig, von 1954 bis 1981.

Die Akten des IM "Birnbaum" alias Streletz über Mitarbeiter bestehen aus 6 Ordnern (pro Ordner jeweils über 450 Seiten).

Als IM „Birnbaum“ bespitzelte er sogar seine Chefs, die Verteidigungsminister der DDR.

Als Genl Stechbarth 1975 als Nachfolger Hoffmanns gehandelt wurde, dokumentierte er: "Vom politischen Profil, aber auch von seinen Charaktereigenschaften ausgehend, glaube ich, daß Genosse Stechbarth noch nicht über die Reife verfügt, um die politische und staatliche Funktion eines Ministers für Nationale Verteidigung zu übernehmen." Bei Stechbarth seien "bestimmte Züge von Überheblichkeit und einer bestimmten Herschsüchtigkeit nicht zu übersehen. ...Wenn es um seine Belange geht, setzt er diese rigoros auch auf Kosten seiner Unterstellten durch.

Als Heinz Hoffmann 1973 vertrauensvoll Streletz mitteilte: "Genosse Mielke respektiert mich diesbezüglich überhaupt nicht." wurde das umgehend an Hern Mielke auf dem IM-Dienstweg weitergeleitet.

Nebenbei nahm er Einfluß auf das Grenzregime. 1974 ordnete er an, dass „bei Grenzdurchbruchversuchen von der Schusswaffe rücksichtslos Gebrauch gemacht werden“ müsse. Die Schützen seien zu belobigen.

1993 wurde er zu fünfeinhalb Jahren wegen Anstiftung zum Totschlag verurteilt, musste aber nur elf Monate absitzen.

Fritz


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28.03.2011 17:13
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#2
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so etwas braucht man nicht mehr kommentieren. Solche Menschen entlarven sich selbst und sind auch kennzeichnend für das System Stasi.
Das System zerstörte sich von innen heraus und brach dann bekanntermassen wie ein Kartenhaus zusammen.


Gruß gert


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28.03.2011 17:19
#3
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Wenn ich von dieser Kontroll Hysterie innerhalb der Spitze der Spitze staatlicher Organe lese, frage ich mich, wer hat eigentlich das Mfs überwacht? Der KBG? Hatte der auch IMs im MfS und anderen DDR Organen infiltriert? Müsste ja eigentlich...
Theo


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28.03.2011 17:56
avatar  Alfred
#4
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Fritz,

Du solltest aber auch die Quelle angeben, woher diese Sätze stammen, oder sind die alle von Dir ?

Streletz hat übrigens nicht 11 Monate abgessen, sondern hatte vorher 28 Monate in U - Haft in Moabit gesessen und wurde nach 65 Prozesstagen zu 5 1/2 Jahren verurteilt. Sollte man nicht vergessen.

Hast Du die rund 800 Seiten der IM - Akte gelesen ?

Man wollte Streletz auch im Prozess mit seiner Akte ein Ding machen. Am 41. Verhandlungstag wurde diese Akte dem Gericht,der Nebenklage und dem Verteidiger übergeben.

Am 43. Verhandlungstag nahm Streletz zu der Aklte Stellung und danach war Ruhe. Gerade 8 - acht - Seiten sind von Streletz persönlich verfasste Berichte aus der Strausberger Zeit.

Hättest Du am 43. verhandlungstag teilgenommen und die "Stellungnahme" von Streletz gehört, würdest Du dies ganz anders einschätzen.


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28.03.2011 19:22
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#5
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Zitat von eisenringtheo
Wenn ich von dieser Kontroll Hysterie innerhalb der Spitze der Spitze staatlicher Organe lese, frage ich mich, wer hat eigentlich das Mfs überwacht?



Es gab entsprechende Stellen innerhalb der DDR die für eine Kontrolle verantwortlich zeichneten, weiterhin gab es auch nach innen gerichtete DE innerhalb des MfS.


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28.03.2011 22:45
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#6
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Zitat von Feliks D.

Zitat von eisenringtheo
Wenn ich von dieser Kontroll Hysterie innerhalb der Spitze der Spitze staatlicher Organe lese, frage ich mich, wer hat eigentlich das Mfs überwacht?



Es gab entsprechende Stellen innerhalb der DDR die für eine Kontrolle verantwortlich zeichneten, weiterhin gab es auch nach innen gerichtete DE innerhalb des MfS.




Feliks, wenn du morgens erwachst, kontrollierst du auch ob du noch eine linke und eine rechte Hand hast ?
Gruß Gert


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28.03.2011 22:50 (zuletzt bearbeitet: 28.03.2011 22:52)
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#7
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Wahrscheinlich hat es bei der Bundeswehr nie einen General gegeben, der für den MAD oder BND gearbeitet hat.


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28.03.2011 22:53
avatar  Alfred
#8
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Gert,

Dein Beitag zeigt, dass Du von einigen Themen wirklich keine Ahnung hast.

Alles mögliche gab es nur in der DDR, in anderen Lädern nie ... träum weiter.


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28.03.2011 23:04 (zuletzt bearbeitet: 29.03.2011 00:24)
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#9
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Vier-Sterne-General der Bundeswehr Günter Kießling, Befehlshaber der NATO-Landstreitkräfte und Stellvertreter des Obersten Alliierten Befehlshabers Europa (Deputy Supreme Allied Commander Europe, DSACEUR):


"...1983 wurde aufgrund von Aussagen anderer Militärangehöriger und des Amtes für Sicherheit der Bundeswehr (ASBw) behauptet, Kießling sei homosexuell, zusammen mit der Unterstellung, er sei deswegen erpressbar. Er wurde daraufhin als „Sicherheitsrisiko“ eingestuft, was am 23. Dezember 1983 zu seiner vorzeitigen Pensionierung führte. Im Zuge der Aufarbeitung der Wörner/Kießling-Affäre im Jahre 1984 wurden diese Behauptungen, die sich als haltlos erwiesen hatten, zurückgenommen. Kießling wurde ab 1. Februar 1984 wieder in Dienst gestellt und am 26. März 1984 mit dem Großen Zapfenstreich in den ehrenhaften Ruhestand versetzt..."

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Kie%C3%9Fling

http://www.welt.de/politik/deutschland/a...und-siegte.html


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28.03.2011 23:11
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#10
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Zitat von Feliks D.

Es gab entsprechende Stellen innerhalb der DDR die für eine Kontrolle verantwortlich zeichneten, weiterhin gab es auch nach innen gerichtete DE innerhalb des MfS.



Das ist so korrekt. Osl. Por. ist mir als einer der Mitarbeiter seit fast 24 Jahren bekannt.

Weichmolch


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29.03.2011 07:11
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Zitat von GZB1
Wahrscheinlich hat es bei der Bundeswehr nie einen General gegeben, der für den MAD oder BND gearbeitet hat.



Sicher nicht, denn in westlichen Ländern ist es Militärangehörigen wahrscheinlich bei Strafe verboten mit ihren nationalen Sicherheitsorganen zusammen zu arbeiten.


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29.03.2011 15:02
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#12
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Mich erstaunt einfach wie bestimmte Menschen es als völlig legitim und normal erachten, dass früher in der DDR im Dienst- und Privatleben anderer Menschen herumgeschnüffelt wurde. Dabei ist es doch völlig gleich ob 8 oder 500 Seiten dokumentiert wurden.
Vermutlich gilt wohl auch nach mehr als 20 Jahren noch die Devise: Einmal Schnüffler immer Schnüffler.
Selbst ein geringes Maß an Unrechtsbewußtsein scheint da wohl nicht möglich zu sein.

Schöne Grüße an die Privatsphäre


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29.03.2011 15:14
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#13
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...und mich erstaunt immer wieder, wie einseitig mancher bürger diese angelegenheiten heute so sieht. ist dieses verhalten als ein klein wenig naiv zu bezeichen ?

fragt

gw


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29.03.2011 15:20 (zuletzt bearbeitet: 30.03.2011 11:12)
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Zitat von UNGEDIENTER
Mich erstaunt einfach wie bestimmte Menschen es als völlig legitim und normal erachten, dass früher in der DDR im Dienst- und Privatleben anderer Menschen herumgeschnüffelt wurde. Dabei ist es doch völlig gleich ob 8 oder 500 Seiten dokumentiert wurden.
Vermutlich gilt wohl auch nach mehr als 20 Jahren noch die Devise: Einmal Schnüffler immer Schnüffler.
Selbst ein geringes Maß an Unrechtsbewußtsein scheint da wohl nicht möglich zu sein.

Schöne Grüße an die Privatsphäre






Ich befürchte heute wird noch viel mehr geschnüffelt. "Befürchten" ist vielleicht das falsche Wort, ich bin sicher, dass geschnüffelt wird. Nur schon "Google". Gibt einer meine ID "eisenringtheo" bei "Google" ein:
http://www.google.ch/images?hl=de&source...=f&aqi=&aql=&oq=
weiss er schon ziemlich viel von mehr...
Theo


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29.03.2011 16:50
#15
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Zitat
Als IM „Birnbaum“ bespitzelte er sogar seine Chefs


Ich könnte mir vorstellen, dass er auch eine Akte über sich selbst angelegt hat.

Komm'se mal zurück Genosse Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?


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