Der Duft der DDR

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08.06.2012 23:04
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#106
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Zitat von Feliks D.

Zitat von grenzgaengerin




LG von der grenzgaengerin



Solche Gläschen finden sich heute bei Bundesbehörden


Zitat von Feliks D.

Zitat von grenzgaengerin


War es eine Erfindung des MFS?

LG von der grenzgaengerin



Solche Gläschen finden sich heute bei Bundesbehörden



War das eine Erfindung des MFS?


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08.06.2012 23:17
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#107
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Nein!


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09.06.2012 00:20
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#108
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Zitat von Ari@D187
Evtl. passt das hier ins Thema:
Wenn ich heute in den neuen Bundesländern unterwegs bin, treffe ich häufig auf einen "sauren", mir unangenehmen Geruch, fast immer in Gewässernähe. Extrem war es letztens z.B. bei der Durchfahrt durch Tanne/Harz. In Eisenach findet man den Geruch auch an vielen Stellen und z.B. am Stadthafen in Rostock. In "Westdeutschland" ist mir dieser Geruch noch nie begegnet.

Kennt jemand diesen Geruch und kann etwas zu der Ursache sagen?

Danke
Ari

Nein,ich kenn ihn nicht....schon seltsam....deine Wahrnehmungen....ohne diese anzuzweifeln .


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09.06.2012 06:52
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#109
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Ich frage mich , wie es wohl in Leuna heute aussehen würde, wenn die Wende nicht gekommen wäre@Glasi

Nicht nur dort Glasi,nicht nur dort.Es ist vieleicht auch besser man weiss es nicht.


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09.06.2012 09:50
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#110
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Zitat von glasi

Zitat von GeMi

Zitat von vs1

Zitat von S51

Zitat von Backe
der Duft der DDR war besonders aromatisch im Raum Halle,Merseburg,Bitterfeld ...



Halle? Da fällt mir sofort Buna/Schkopau ein. Das war ein richtig beißender Geruch und Geschmack nach schmorendem Gummi.
Merseburg? Ging eigentlich. Verwandte von mir wohnen westwärts von Merseburg. Wir konnten nicht klagen. Nur den Lärm der Tagebaue konnte man halt zu fast jeder Zeit hören.
Bitterfeld? Das war eigentlich noch harmlos. Nur dieser merkwürdige Staub hatte etwas deprimierendes. Grauer als grau. Binnen kurzem sah alles gleich aus. Als ob die Welt mit einem Mal nur noch schwarz-weiß wäre. Pouch, ganz in der Nähe von Bitterfeld war geruchsmäßig viel schlimmer. Vor allem so undefinierbar, fast wie Entwicklerbad aber ungleich intensiver.
Den Braunkohlegeruch gibt es immer noch und auf dem Lande irgendwie immer mehr. Der ist nicht wegzukriegen.




ich damals oft an der raststätte "Bäumchen" ne pause eingelegt und konnte dort gutes essen genießen.
nach der pause ging es weiter in richtung halle, auf der 91.
leuna war aus meiner sicht die hölle. entlang der 91 verlief ja auch das werk und alle hundert meter gab es einen anderen undefinierbaren geruch, echt übel.
wenn ich früh mal dort in richtung leipzig fuhr, standen in buna ab und an leuchtfeuer (brennende tonnen) an den kreuzungen und einmal war ich zum anliefern in buna.
am tor bekam ich nen helm verpasst, den ich auch bis zur abmeldung nicht abnahm. überall zischte und dampfte es, standen pfützen mit flüssigkeiten ... mir war nicht wohl dabei.

guter duft der ddr?
patras und den gab es nur im exquisit laden.

gruß vs




Sieh mal an, da bin ich also in der Hölle (Leuna) aufgewachsen. Der Gestank auf der F91 war aber noch die leichte Variante.
Die Stadt Leuna liegt auf der Ostseite des Werkes und hat also immer die volle Breitseite abbekommen.
Manchmal war die Luft extrem schwefelhatig und die Staubbelastung war auch enorm - 10l Dreck auf 10m beim Straßekehren.
Einem Pfarrer sollen mal die Kanarienvögel von der Stange gefallen sein.
Ich frage mich auch wohin die "guten" Brikettes gegangen sind. Wir hatten bei 100 Zentnern Kohle einen riesigen Haufen Kohlenstaub dabei. Die Dinger zerfielen schon beim Anschauen. Also nix da mit schwarz und glänzend.
Trotzdem war die Jugend in der "Hölle" toll - Leuna und Umgebung hatte eine Menge zu bieten.



Ich frage mich , wie es wohl in Leuna heute aussehen würde, wenn die Wende nicht gekommen wäre




Ich denke mal, die Arbeiter in Leuna und Umgebung wären irgendwann mal vergiftet aufgefunden worden.
Orwo hatte ja schon in der Nachbarschaft einen großen Giftsee errichtet ( Silbernitrat AgNO3 , lat.Lapis infernalis, auch Höllenstein genannt )


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09.06.2012 17:54
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#111
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Zitat von Gert

Ich denke mal, die Arbeiter in Leuna und Umgebung wären irgendwann mal vergiftet aufgefunden worden.
Orwo hatte ja schon in der Nachbarschaft einen großen Giftsee errichtet ( Silbernitrat AgNO3 , lat.Lapis infernalis, auch Höllenstein genannt )




Schau mal bitte auf die Karte, Leuna liegt nicht in der Nachbarschaft von Bitterfeld.


Sicher erklärt die saubere Luft die Zunahme der Allergien im Osten.


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09.06.2012 18:15
avatar  GeMi
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Zitat von Gert

Zitat von glasi
[quote="GeMi"][quote="vs1"][quote="S51"][quote="Backe"]der Duft der DDR war besonders aromatisch im Raum Halle,Merseburg,Bitterfeld ...




Ich denke mal, die Arbeiter in Leuna und Umgebung wären irgendwann mal vergiftet aufgefunden worden.
Orwo hatte ja schon in der Nachbarschaft einen großen Giftsee errichtet ( Silbernitrat AgNO3 , lat.Lapis infernalis, auch Höllenstein genannt )





Hallo,

so leicht war ein Leuna-Pelzer nicht umzubringen. Das hat nicht mal das Kantinenessen und die rote Faßbrause geschafft.
Es gab in Leuna zwar nicht den "Silbersee", doch unterirdisch waren einige tausend Kubikmeter giftige und ätzende Brühe gespeichert.
Bei der Bombardierung 1945 ist einiges versickert und danach kamen noch ein paar Leckerlis dazu.
In einem Neubaugebiet haben die Pumpenschläuche keine 14 Tage durchgehalten.

Die Leuna-Laboranten und Chemiker waren auch nicht so zimperlich wie heute. Als Lehrling musste ich Schrott brennen. Da kamen 2 Laborantinnen um die Ecke und haben einen großen Ballon (ca. 20l im Tragekorb) in die Kanalisation entsorgt. Da ich in Windrichtung stand, hat es mich fast umgehauen. Man fängt nicht alle Tage solch eine Prise Ammoniaklösung.


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09.06.2012 18:26
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Espenhain war auch nicht ohne, wenn du da durchgefahren bist standen die Schilder "Industrienebel" und oft war da wirklich so dicke Luft das die Sonne keine Chance hatte.
Es stank fürchterlich nach Schwefel.


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10.06.2012 12:35
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#114
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Zitat von Pit 59
Ich frage mich , wie es wohl in Leuna heute aussehen würde, wenn die Wende nicht gekommen wäre@Glasi

Nicht nur dort Glasi,nicht nur dort.Es ist vieleicht auch besser man weiss es nicht.


Doch Pit. Das konnte mann nach der Wende und noch bis heute sehen. Gott sei Dank bezieht sich das heute nicht mehr auf das ganze Land.Aber auch im Westen gibt es Schandflecken. Z.B das Ruhrgebiet.


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10.06.2012 15:23
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#115
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Zitat von glasi

Zitat von Pit 59
Ich frage mich , wie es wohl in Leuna heute aussehen würde, wenn die Wende nicht gekommen wäre@Glasi

Nicht nur dort Glasi,nicht nur dort.Es ist vieleicht auch besser man weiss es nicht.


Doch Pit. Das konnte mann nach der Wende und noch bis heute sehen. Gott sei Dank bezieht sich das heute nicht mehr auf das ganze Land.Aber auch im Westen gibt es Schandflecken. Z.B das Ruhrgebiet.





glasi
Wann warst du das letzte mal im Ruhrgebiet `?


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10.06.2012 16:15
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Naja--kann mich nicht beklagen--in Warnemünde--war meistens immer frische Luft und wenn man im Winter an der Außenhaut des Schiffes saß und schweißte.Hat man sich den A....abgefroren vor klarer Luft die von der Ostsee her --rein drücke.


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10.06.2012 20:21
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#117
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Zitat von Gert

Zitat von glasi

Zitat von Pit 59
Ich frage mich , wie es wohl in Leuna heute aussehen würde, wenn die Wende nicht gekommen wäre@Glasi

Nicht nur dort Glasi,nicht nur dort.Es ist vieleicht auch besser man weiss es nicht.


Doch Pit. Das konnte mann nach der Wende und noch bis heute sehen. Gott sei Dank bezieht sich das heute nicht mehr auf das ganze Land.Aber auch im Westen gibt es Schandflecken. Z.B das Ruhrgebiet.





glasi
Wann warst du das letzte mal im Ruhrgebiet `?



HALLO GERT erstmal. Es ist schon was her.Aber ich glaube nicht das aus z.b Gelsenkirchen blühende Lanschaften geworden sind. Du mußt außerdem zugeben das wir uns in 70 und 80 Jahren auch in der BRD nicht viel um Umweltschutz gekümmert haben.


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10.06.2012 20:32
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#118
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Zitat von glasi

Zitat von Gert

Zitat von glasi

Zitat von Pit 59
Ich frage mich , wie es wohl in Leuna heute aussehen würde, wenn die Wende nicht gekommen wäre@Glasi

Nicht nur dort Glasi,nicht nur dort.Es ist vieleicht auch besser man weiss es nicht.


Doch Pit. Das konnte mann nach der Wende und noch bis heute sehen. Gott sei Dank bezieht sich das heute nicht mehr auf das ganze Land.Aber auch im Westen gibt es Schandflecken. Z.B das Ruhrgebiet.





glasi
Wann warst du das letzte mal im Ruhrgebiet `?



HALLO GERT erstmal. Es ist schon was her.Aber ich glaube nicht das aus z.b Gelsenkirchen blühende Lanschaften geworden sind. Du mußt außerdem zugeben das wir uns in 70 und 80 Jahren auch in der BRD nicht viel um Umweltschutz gekümmert haben.




Dann würde ich dir einen Auffrischungskurs Ruhrgebiet empfehlen, und zwar Auffrischung in mehrfacher Hinsicht, denn dort gibt es inzwischen auch frische Luft und schöne Natur,
ebenso wie im Chemiedreieck Leuna-Halle- Bitterfeld.


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10.06.2012 20:43
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Zitat von Gert

Zitat von glasi

Zitat von Gert

Zitat von glasi

Zitat von Pit 59
Ich frage mich , wie es wohl in Leuna heute aussehen würde, wenn die Wende nicht gekommen wäre@Glasi

Nicht nur dort Glasi,nicht nur dort.Es ist vieleicht auch besser man weiss es nicht.


Doch Pit. Das konnte mann nach der Wende und noch bis heute sehen. Gott sei Dank bezieht sich das heute nicht mehr auf das ganze Land.Aber auch im Westen gibt es Schandflecken. Z.B das Ruhrgebiet.





glasi
Wann warst du das letzte mal im Ruhrgebiet `?



HALLO GERT erstmal. Es ist schon was her.Aber ich glaube nicht das aus z.b Gelsenkirchen blühende Lanschaften geworden sind. Du mußt außerdem zugeben das wir uns in 70 und 80 Jahren auch in der BRD nicht viel um Umweltschutz gekümmert haben.




Dann würde ich dir einen Auffrischungskurs Ruhrgebiet empfehlen, und zwar Auffrischung in mehrfacher Hinsicht, denn dort gibt es inzwischen auch frische Luft und schöne Natur,
ebenso wie im Chemiedreieck Leuna-Halle- Bitterfeld.



OK alter Freund. . Aber nochmal zum Thema 70 und 80 Jahre. Bei uns wurde der Umweltschutz auch nicht ganz genau genommen.


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10.06.2012 20:56
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[/quote]
OK alter Freund. . Aber nochmal zum Thema 70 und 80 Jahre. Bei uns wurde der Umweltschutz auch nicht ganz genau genommen.[/quote]

Zitat


glasi das ist richtig, deswegen ist die Partei der Grünen so groß und mächtig geworden und das zu recht, wie ich finde,denn ohne Druck hätte die Industrie keine Kläranlagen, Filteranlagen und ähnliches gebaut. Ich habe selbst in einem Unternehmen der Großchemie im hessischen gearbeitet und habe da einen guten Überblick aus den 70er, 80er und 90 er Jahren. Allerdings in den Werken war es sehr ordentlich und auch sauber, was sie natürlich in die Flüsse kippten war nicht immer gesund. Und so Sachen wie der Silbersee bei Orwo oder dass Ammoniak in den Gulli gekippt wird(Leuna), wie hier berichtet wurde, das gab es auch bei uns nicht.


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