Eine Frage des Vertrauens?

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19.03.2011 17:50
#16
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Zum Thema Vertrauen eine Geschichte von mir (habe ich glaube ich schon mal in einem anderen Zusammenhang zun Besten gegeben) .
Im Sommer 89 wurde ich (13/81 bestätigt) für 1 1/2 Wochen als Kraftfahrer zum Stab des 3. GB in Ilsenburg kommandiert. Offizielle Begründung: ein Instandsetzungstrupp braucht ein Fahrzeug mit Fahrer. Danach ging es wieder zurück auf die GK und alles war wie vorher, einschl. "Feindwärts"schichten. Mehrere Jahre später habe ich herausgefunden, daß zu genau dieser Zeit mein Schwiegervater zu Besuch bei Verwandten in Ostfriesland war. Ich habe es zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst, "Andere" offensichtlich schon, denn an Zufall glaube ich in diesem Zusammenhang nicht.


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19.03.2011 18:11
avatar  sentry
#17
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Ich schließe mich mal der recht knappen Antwort von 94 an. Besser hätte ich es auch nicht formulieren können. Es gab zwar Situationen, die nach Vertrauen rochen, aber letztendlich waren sie wohl immer Produkt einer tiefgehenden Risikoabwägung für ein notwendiges Übel (Grenzsicherung), das mit großen Personalproblemen in den sensiblen Bereichen zu kämpfen hatte.


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21.03.2011 14:03 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2011 14:03)
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#18
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94

Zitat von GZB1
da hätteste ja, als ewiger Füst-Posten, den Abschnitt schon alleine führen können!

Ist zwar jetzt grüne Grenze, aber den Alltag, also Tor auf, Tor zu und auch mal 'nen K2 mit Paula Anton, also das war ja wohl das Mindeste was ich von einem Hüttenpaula erwarten durfte, odär? Kannte und hatte auch mal ½Jahr lang so einen Nicht-PF-Gefreiten. Eigentlich konnte der auch eine Einzelauslösung mit Wild selbstständig führen.
Ein blickiger Hüttenpaula war besonders bei komplexeren Lagen, also eigentlich alles mit Dauerauslösung, als 'Schriftführer' von unschätzbarem Wert.

P.S. Übrigens @Gert, in der SU war ich auch nie *grins*

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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21.03.2011 17:12
avatar  VNRut
#19
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Zitat von GZB1
@VNRut

da hätteste ja, als ewiger Füst-Posten, den Abschnitt schon alleine führen können!

Für frische KSiA manchmal bestimmt nicht schlecht.




Meinen damaligen Zugführer Sfw Th.... (Thommi) bin ich als FÜST-Posten immer mal zur Hand gegangen. Der war manchmal viel zu Lustlos (faul) die Leute im Abschnitt in Gange zu halten. Er ging lieber unsere VP-Leute und andere Kräfte mit dem Funkgerät auf dem S...k. Da er aus Magdeburg stammte und FCM-Fan war, waren wir ein gutes Gespann. Manchmal mussten wir ablachen, wenn seine "KaMa" wieder zum Vorschein trat. Soviel "Schlamm" (z.B. Einkaufen während des Grenzdienstes wenn er von einen Abschnitt zum anderen) wie er gemacht hatte, hätte durchaus auch für Schwedt gereicht und er stand immer zu seinen Leuten, notfalls nahm er´s auf seine Kappe. Er war einer unser Besten vom Führungspersonal gewesen. Und Trinkfest war er auch.

Gruß VN_Rut

GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle

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21.03.2011 18:19 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2011 18:19)
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#20
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@VN_Rut von einem Abschnitt zum anderen?? Du meinst bestimmt einen geteilten Abschnitt (durch Güst o.ä.).


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21.03.2011 18:45 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2011 18:49)
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#21
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( gelöscht )

Wenn ich mich recht erinnere gabs im Abschnitt des GR 34 5 Tore, in Sacrow(nicht der Schlagbaum),am Groß-Glienicker See(1POP Karpfenteich,1Potsdamer Chaussee),Güst Grenzübergang Heerstraße B5,Finkenkruger Weg.Dann noch eins Niederneuendorfer Weg am Eiskeller,wurde aber meines Wissens nicht zum Einlass für den Grenzdienst genutzt,wohl aber für Agentenaustausch(Schneewittchen-in einem anderen Thread schon beschrieben)und/oder auch als Alarmtor?
VN_Rut,berichtige mich bitte wenn es anders war.Es ist schon so lange her

Gruß bendix


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21.03.2011 18:49 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2011 18:50)
avatar  GZB1
#22
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Und ein KSiA oder sein Stelli ist während des GD durch die verschiedenen SiA 1-4? gefahren?


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22.03.2011 16:54 (zuletzt bearbeitet: 22.03.2011 17:01)
avatar  VNRut
#23
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Zitat von GZB1
Und ein KSiA oder sein Stelli ist während des GD durch die verschiedenen SiA 1-4? gefahren?



In unseren Grenzabschnitt gab es vier SiA und der 3. SiA wurde durch GÜST Straße (Heerstraße*) und GÜST Bahn (Eichholzbahn**) mehrfach unterbrochen, dadurch mussten unsere fahrbaren SiK mehre Tore befahren. Teilweise ging es wegen der Bahn-Sicherungsanlagen auch durch Ortschaften (z.B. Staaken/Ost). Ähnlich war es auch im 1. SiA Groß-Glienicke ***(Bereiche KP Sacrow, PoP am Glienicker See, Luisenberg/Meedehorn)

*http://maps.google.de/maps?ll=52.523782,...&z=15&t=h&hl=de (Heerstraße)
**http://maps.google.de/maps?ll=52.538329,...&z=16&t=h&hl=de (Eichholzbahn)
***http://maps.google.de/maps?ll=52.446589,...&z=13&t=h&hl=de (Groß-Glienicke)

Normaler Weise war Vorschrift nur in den vorgeschriebenen SiA zu bleiben, aber manchmal kutschiert mein Zugführer auch in andere SiA herum. Mit einer guten Verständigung/Vorabsprache unter den GP und einer mitspielenden FÜST des jeweiligen SiA (Zugführer/Stelli) konnten unser fahrbaren Kräfte viel unternehmen. Und in der Nacht erkannte man noch nicht mal die Personen die im Trabi saßen (wenn man nicht gerade schlief), so dass auch mal zwei andere SiK den SiA abfuhren. Handlung gab´s nur bei plötzliche Kontrollen GP, aber die mussten teilweise frühzeitig bei der FÜST des SiA angemeldet werden. Unser KSiA (KC oder Stelli KC, Polit) der alle vier SiA überwachte bekam von solchen Aktionen nichts mit.

Gruß VN_Rut

PS: an manchen Tagen war im Abschnitt so viel Verkehr ... das man Schweißperlen auf der Stirn hatte und sich fragte: "Und wer war das jetzt?"

GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle

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23.03.2011 12:53 (zuletzt bearbeitet: 23.03.2011 14:14)
avatar  GZB1
#24
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Ausflüge des KSiA oder seines Stellis in andere Anschnitte gab es zu meiner Zeit im 33er eher selten, eigentlich fast garnicht. Wenn, dann meist nur zur zusätzlichen Flankenabsicherung bei Handlungen, wenn die Grenzstreife nicht rechtzeitig hinkommen konnte. Da hat man sich dann in beide GMN-Schleifen der SiA am letzten Flankenpostenpunkt eingeklinkt um im Nachbarabschnitt mithören zu können, für den Notfall. Bei uns war bei 3 SiA nur der SiA2 durch die Güst Sonnenallee und den Britzer Zweigkanal getrennt. Darum ist der Stelli meist mit P601A im SiA 2a und die Grenzstreife mit Krad im SiA 2b gefahren. Allerdings hatte der KSiA die Flankenposten seines Abschnittes und die Flankenposten rechts und links der Güst selbst einzuweisen. In diesem Zeitraum führte sein Stelli den SiA. Der Wechsel von SiA 2a zu SiA 2b durch die Abschnittstore hat ca. 8 Minuten gedauert, manchmal auch länger mit Umweg über die Kaufhalle an der Baumschulenstr., allerdings mußte man vorsichtig sein, weil der Bereich im Hinterland gut beobachtet wurde (VP u.a.) Wimre hat´s da mal einen Stelli aufgeklatscht. Es durfte auch nicht zu lange dauern, weil Toröffnung und -schließung ja auch protokolliert wurde (der KGSi hatte auf seiner Füst auch eine Auslöseanzeige aller GSZ-Felder und -Tore der verschiedenen SiA des GR).


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29.03.2011 09:43
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#25
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( gelöscht )

Hallo, nach langer Abstinenz mal ein Lebenszeichen von mir .
Die Frage Vertrauen...
Wer war denn am Kanten ? Vorbestrafte ?? Leute mit mehr West -als Ostverwandschaft ? Wohl eher nicht. Schon die Vorauswahl : Genossen ( waren aber nicht so viele ) , Verheiratete, Leute die bei der Marine ( Handeldmarine oder Hochseefischerei ) waren- also alles Leute, die bereits durch ein gewisser Raster gepasst haben. Die Vorauswahl hat sich dann selbst am Kanten (In Berlin) fort gesetzt. Es gab bestätigte ( U-Bahn, oder Türme direkt auf der Mauer) und unbestätigte Türme ( B-Stelle, oder Türme die es sehr weit bis zur Mauer hatten und von allen Seiten gut einsehbar waren.) Das war dann noch die Härte- eine Differenzierung der Bestätigungsgrade...


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29.03.2011 10:26 (zuletzt bearbeitet: 29.03.2011 10:26)
#26
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Was hatten diese GT Angehörige für Berechtigungen??

10. Nov. 1989
Quelle: http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/...epage/home.html
Im Grunde genommen haben die Deutschen einen sehr friedlichen Charakter, auch wenn in der Welt oft ein anderer Eindruck besteht...
Theo


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29.03.2011 10:49
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#27
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( gelöscht )

Theo zu diesem Zeitpunkt spielte das nun sicherlich keine Rolle mehr


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29.03.2011 10:52
avatar  Pit 59
#28
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Was hatten diese GT Angehörige für Berechtigungen??

Oder:Wie haben sich diese zum Affen gemacht.


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29.03.2011 11:04
#29
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Zitat von Feliks D.
Theo zu diesem Zeitpunkt spielte das nun sicherlich keine Rolle mehr


das waren wohl die schwierigsten Stunden. Auf die Leute, die da standen kam es an!! Flüchtende Grenztruppenangehörige unter den Augen der Weltpresse?? Eine Schiesserei am Brandenburgertor?? Wie in Londonderry??
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutsonntag_(Nordirland_1972)


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29.03.2011 13:16
#30
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Zitat von eisenringtheo

Zitat von Feliks D.
Theo zu diesem Zeitpunkt spielte das nun sicherlich keine Rolle mehr


das waren wohl die schwierigsten Stunden. Auf die Leute, die da standen kam es an!! Flüchtende Grenztruppenangehörige unter den Augen der Weltpresse?? Eine Schiesserei am Brandenburgertor?? Wie in Londonderry??
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutsonntag_(Nordirland_1972)





Hallo Theo

Siehst Du auf dem Bild Waffen?

Theo 85/2


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