Wann wird die Wand des Schweigens durchbrochen?Kann sie beseitigt werden?

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02.03.2011 18:35 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2011 18:36)
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#16
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Was wollt ihr beide eigentlich @Wosch und Ungedienter? Reicht es nicht wenn einzelne Fehlentwicklungen und auch die persönliche Schuld daran mitgewirkt zu haben eingestanden wird? Soll man zu Kreuze kriechen und sich am besten gleich komplett dafür entschuldigen jemals dem MfS angehört zu haben? Wenn das eure Ansicht von Versöhnung oder Verstehen ist, na dann kein Wunder wenn die meisten sagen "Nein Danke"... mehr dazu verkneif ich mir jetzt!


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02.03.2011 18:38
avatar  Pit 59
#17
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Es wird niemals eine Versöhnung geben,schon deshalb nicht weil doch alle nur "IHRE" Pflicht getan haben.Ich kenne keinen der sagt,ja ich habe Bürgern geschadet und dafür Entschuldige ich mich,ganz im Gegenteil die haben heute noch nichts gelernt.


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02.03.2011 18:42 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2011 18:42)
#18
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Zitat von SET800
Nicht vergessen, die meisten die sich heute als Opfer stilisieren waren Täter, machten sich nach dem Recht der DDR strafbar.





Mal wieder die typische allumfassende Einstufung/Klassifizierung.


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02.03.2011 18:50
avatar  PF75
#19
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Wie schrieb doch vor ein paar Tagen ein User ,bei einigen Schreibern ist die Einstellung 1989 eingefroren (oder so),bloß er vergaß zu erwähnen, das man das auf beide Seiten der Diskussionsfront beziehen kann(und muß?).


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02.03.2011 19:36
avatar  exgakl
#20
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Zitat von Pit 59
Es wird niemals eine Versöhnung geben,schon deshalb nicht weil doch alle nur "IHRE" Pflicht getan haben.Ich kenne keinen der sagt,ja ich habe Bürgern geschadet und dafür Entschuldige ich mich,ganz im Gegenteil die haben heute noch nichts gelernt.



Pit ehrlich... ich liebe Deine wirklich fundierten Beiträge!


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02.03.2011 19:48 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2011 19:58)
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#21
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Folgender Beitrag ist eigentlich OT, aber ernstliche Fragen sollen ja dem Verständnis des Forums nach beantwortet werden. Wenn ein Admin der Meinung sein sollte, dann können die beiden Beiträge gern in ein eventuell neu zu eröffnendes Thema "Rechtliche Fragen" oder so ähnlich verschoben werden.

Zitat von SET800

Galt auch in der DDR Aussage- und Zeugnisverweigerung gegenüber Familienmitgliedern? Beispiel: Sohn versuchte unerlaubt über die Grenze, folgte auf das Bekenntnis des Vaters in der Vernehmung es gewußt aber nicht unterstützt zu haben eine Strafe?



Deine Frage ist etwas unsauber formuliert, denn du vermischst hier mit dem Recht zur Aussageverweigerung nach der StPO und der Anzeigepflicht nach dem StGB zwei verschiedene Rechtsnormen. Ich denke dies liegt am mangeldem Fachwissen und will daher gerne versuchen mit meiner Antwort deiner Frage trotzdem gerecht zu werden.

Die Rechtsvorschriften der DDR orientierten sich zum Teil an denen der Sowjetunion und diese kannte kein Aussageverweigerungsrecht. Dort folgte man dem Grundsatz dass im Gerichts- und Ermittlungsverfahren alle möglichen Beweismittel umfassend gewürdigt werden müssen, um so die objektive Wahrheit zu ermitteln. Das berechtigte gesellschaftliche Interesse, in diesen Verfahren die Wahrheit zu ermitteln, ging nach dieser Ansicht also den Einzelinteressen der betroffenen Personen zur Aussageverweigerung vor. Eine vernüftige Ansicht der ich heute noch folge, allerdings gehen ja heute in allen Bereichen die Einzelinteressen vor.

Im ersten Teil deiner Frage fragst Du ob es das Recht zur Aussageverweigerung für Familienmitglieder gibt und dies ist grundsätzlich mit ja zu beantworten. Geregelt war das Aussageverweigerungsrecht für die Familie in §26 StPO und das für besondere Berufsgruppen in § 27 StPO. Wie oben beschrieben orientierten sich die Rechtsvorschriften an denen der UdSSR und daher gab es eine Einschränkung in dem Sinne, dass bei Straftaten die nach §225 StGB anzeigepflichtig waren kein Aussageverweigerungsrecht nach den §§26, 27 StPO gab. Somit hing es auch immer von der Straftat ab ob das Recht zur Aussageverweigerung in Anspruch genommen werden konnte.

Jetzt zum zweiten Teil deiner Frage.

1. Wäre der Vater schon recht dumm gewesen dies freiwillig zuzugeben. Die Frage zu möglichen Mittätern bzw. Mitwissern zu klären war Aufgabe des Untersuchungsführers im nun gegen den Sohn zu eröffnenden Ermittlungsverfahren. Mit der richtigen vernehmungstaktischen Grundlinie wurde dieser Kampfauftrag in der Regel auch erfüllt, ergänzend gab es jedoch zur Klärung dieser Frage auch immer Befragungen der Angehörigen.

2. Die versuchte Republikflucht des Sohnes war eine Straftat nach § 213 (1), (4) StGB und war daher nach § 225 (1) Nr. 5 StGB anzeigepflichtig. Aus § 26 (1) S. 2 ergibt sich dass der Vater in diesem Fall also kein Recht zur Aussageverweigerung hat. Wird nun auch noch das Wissen des Vaters um die Flucht, bzw. die Fluchtvorbereitungen seines Sohnes bekannt, dann liegt bei ihm eine strafbare Handlung nach § 225 StGB vor. Mögliche Folgen: Öffentlicher Tadel, Geldstrafe, max. 5 Jahre Freiheitsstrafe oder Verurteilung auf Bewährung.

Frage zufriedenstellend und verständlich beantwortet?


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02.03.2011 20:41 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2011 22:47)
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#22
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Zitat von Feliks D.
Was wollt ihr beide eigentlich @Wosch und Ungedienter? Reicht es nicht wenn einzelne Fehlentwicklungen und auch die persönliche Schuld daran mitgewirkt zu haben eingestanden wird? Soll man zu Kreuze kriechen und sich am besten gleich komplett dafür entschuldigen jemals dem MfS angehört zu haben? Wenn das eure Ansicht von Versöhnung oder Verstehen ist, na dann kein Wunder wenn die meisten sagen "Nein Danke"... mehr dazu verkneif ich mir jetzt!




...............................................Feliks, Deine Frage ist ja so gestellt, als ob Du mir unterstellen würdest, daß ich Dir etwas "Schlimmes" anhängen möchte. Dein "eigentlich" hört sich schon sehr vermessen an, Du bringst meiner Meinung nach damit zum Ausdruck, daß ich Dir zuliebe mal besser meinen "Mund" halten sollte. Nein Feliks, dafür habe ich mich in diesem Forum nicht angemeldet und ich nehme mir genauso wie Du das Recht heraus, so zu schreiben wie es aus meiner Sicht angemessen ist. Wenn es auch nicht in Deinem Sinne ist, glaube mir, lieber Feliks, ich ertrage etliche Deiner und einige Anderer Beiträge auch nur mit einem flauen Gefühl in der Magengegend und wenn meine Antworten Dir ebenso unerträglich sein sollten, dann wären wir diesbezüglich quitt. Wegen mir mußt Du nicht "zu Kreuze" kriechen, aber dann sei wenigsten so "tapfer" und vertrage auch das "Echo". Wir sind doch hier um miteinander zu reden, deswegen müssen wir doch nicht die "gleiche" Sprache sprechen! Jeder aus seiner Sicht, ohne daß man sich anpöbelt, daß sollte Jedermann mit und trotzt seiner eigenen Vergangenheit noch hinkriegen. Ich wüßte auch nicht, wieso Du Dich bei mir entschuldigen solltest, mir hast Du nichts getan und mir geht es auch nicht um Deine Person. Mir geht e s um das Regime, in dem Du nur ein kleines "Rädchen" warst. Es gab viele kleine "Rädchen", in ihrer Vielzahl ergaben sie aber das große "Getriebe" und das muß man wohl noch sagen dürfen!
Schönen Gruß aus Kassel.

PS: Feliks, ich habe übrigens nie behauptet, daß ich mich mit Dir und ehemaligen Mitarbeitern des MfS versöhnen will, dafür besteht für mich auch überhaupt kein Anlaß, ich bin hier um die verschiedensten Ansichten zur Kenntnis zu nehmen und die Meine in den Raum zu stellen. Nicht Mehr und nicht Weniger!


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02.03.2011 20:58 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2011 21:00)
avatar  Backe
#23
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Zum Beitrag Heute 19:48
2. Mögliche Folgen Wiedergutmachung an der Gesellschaft käme doch auch in Betracht


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02.03.2011 20:59
avatar  Pitti53
#24
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Zitat von Backe
Zum Beitrag Heute 19:48
2. Wiedergutmachung an der Gesellschaft käme doch auch in Betracht



und was genau stellst du dir da so vor?


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02.03.2011 21:02
avatar  Backe
#25
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Zitat von Pitti53

Zitat von Backe
Zum Beitrag Heute 19:48
2. Wiedergutmachung an der Gesellschaft käme doch auch in Betracht



und was genau stellst du dir da so vor?



Erpressung zum IM,Sorry Wiedergutmachung an.......


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02.03.2011 21:08
avatar  Mike59
#26
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Zitat von Backe

Zitat von Pitti53

Zitat von Backe
Zum Beitrag Heute 19:48
2. Wiedergutmachung an der Gesellschaft käme doch auch in Betracht



und was genau stellst du dir da so vor?



Erpressung zum IM,Sorry Wiedergutmachung an.......



---------------------------
Hatte auch schon Überlegt, aber jetzt hat's bei mir auch click gemacht. Danke.
Wie war das bei dir, überwogen die Vor- oder die Nachteile? Sorry, interessiert mich nur persönlich.

Mike59


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02.03.2011 21:08
avatar  Pitti53
#27
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Zitat von Backe

Zitat von Pitti53

Zitat von Backe
Zum Beitrag Heute 19:48
2. Wiedergutmachung an der Gesellschaft käme doch auch in Betracht



und was genau stellst du dir da so vor?



Erpressung zum IM,Sorry Wiedergutmachung an.......




sprich ruhig weiter


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02.03.2011 21:18
avatar  Backe
#28
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Thema: welche Beweggründe gab es, als IM tätig zu werden vom 11.02.11 ab 17:14 bis 20:21
mal lesen.Da geht es um "Wiedergutmachung"
VG


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02.03.2011 21:24
avatar  Mike59
#29
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Zitat von Backe
Thema: welche Beweggründe gab es, als IM tätig zu werden vom 11.02.11 ab 17:14 bis 20:21
mal lesen.Da geht es um "Wiedergutmachung"
VG


-----------------
Ok habs gelesen,
ich hoffe du hast das beste daraus gemacht. Damit meine ich für dich persönlich und nichts anderes.

Mike59


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02.03.2011 23:20
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#30
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( gelöscht )

Ich weiß nicht so richtig: sollte man nicht irgendwo mehr als 20 Jahre danach seinen Frieden machen können?
Vielleicht sich auch mal privat drüber unterhalten über das wieso und warum....
und einfach respektieren und akzeptieren, wieso damals Sachen so gelaufen sind wie sie sind....

Hier steht immer so was wie konträre Meinungen aber immer der Dialog im Vordergrund... Wieso das nicht auch mal so leben?!


mfG SEG15D


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