Bau des Fernsehturmes in Berlin(Ost)

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27.02.2011 21:42
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#1
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Hallo miteinander! Ich stamme ja aus einer Gegend, wo früher viel Zement hergestellt wurde! Nienburg und Bernburg an der Saale,Sachsen-Anhalt.Meine Eltern waren beide im Zementwerk beschäftigt! 1969,als der Fernsehturm gebaut wurde,mußten sie viele Überstunden machen.Ich kann mich noch erinnern, wie Tag und Nacht die Zementtransporter durch unseren Ort fuhren und den Zement nach Berlin brachten.Damals schrieb auch die westdeutsche Presse,das der Fernsehturm nicht lange stehen wird,dja und er steht immer noch ,genau wie die Rappbodetalsperre und einige andere Dinge aus der DDR! Tschüß Hans55


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27.02.2011 23:41
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#2
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hallo hans 55 na und wirhaben auf euren zement gewartet..ich war da schichtelektriker an den weimar türmen...das waren zwei große mischanlagen die den beton gemischt haben..ich habe da 1968 angefangen und das ging rund um die uhr..überstunden wurden auch wie toll geschoben..die sind gut bezahlt worden..wenn du solchen kern in dieser bauweise schüttest kann man nicht einfach aufhören..das geht dann wirklich rund um die uhr...auf den mischanlagen war immer ein uns unbekannter kollege dabei..kannst dir denken von welcher fakultät der war..ja und wenn der transportbeton fertig war wurde er mittels mischfahrzeugen zur baustelle fernsehturm gebracht..mit schwingbetonpumpen wurde er dann dahin gepumt wo man schüttete..wenn es zu hoch wurde hatte man solche sogenannten bomben..in denen der beton mittels kran hochgehoben wurde!!gruß aus berlin von icke


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28.02.2011 00:29 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2011 00:36)
#3
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Hallo @all ,

einige Angaben zum Berliner Fernsehturm:

Fernsehturm

Berliner Fernsehturm

historische Bilder Fernsehturm

historische Bilder in Farbe

Fernsehturm-Speisekarte 1969

Bilder satt

Während unseres Aufenthaltes zur Ehrenparade im Oktober 1981 in Berlin habe ich auch die Gelegenheit genutzt,
im Cafe des Fernsehturms eine Runde zu drehen.

Gruß

Ricardo

____________________________________________________________
Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

.


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28.02.2011 07:54 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2011 08:02)
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#4
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Zitat von icke-ek71
hallo hans 55 na und wirhaben auf euren zement gewartet..ich war da schichtelektriker an den weimar türmen...das waren zwei große mischanlagen die den beton gemischt haben..ich habe da 1968 angefangen und das ging rund um die uhr..überstunden wurden auch wie toll geschoben..die sind gut bezahlt worden..wenn du solchen kern in dieser bauweise schüttest kann man nicht einfach aufhören..das geht dann wirklich rund um die uhr...auf den mischanlagen war immer ein uns unbekannter kollege dabei..kannst dir denken von welcher fakultät der war..ja und wenn der transportbeton fertig war wurde er mittels mischfahrzeugen zur baustelle fernsehturm gebracht..mit schwingbetonpumpen wurde er dann dahin gepumt wo man schüttete..wenn es zu hoch wurde hatte man solche sogenannten bomben..in denen der beton mittels kran hochgehoben wurde!!gruß aus berlin von icke



ich war zu derzeit zwar noch ein kind und bestaunte die große baugrube aber beton hat heute noch die selben eigenschaften wie früher.da ich beim wohnungabau arbeitete habe ich auch betongüten lernen müßen.man kann zwar für einige stunden verzögerer in den beton mischen,aber fängt er erst mal an abzubinden kannste das ganze fundament weg werfen,insofern war es nötig rund um die uhr zu schütten somal der spargel auf schwemmsand gebaut wurde was die sache noch erschwerte.mich würde mal interessieren welcher beton für das fundament verarbeitet wurde wenn wir im wohnungsbau schon sb-300 nahmen.
nicht das jemand sagt,beton ist beton.für gepflasterte autoeinfahrten kommt zb.in der regel b-15 zum einsatz.

gruß andy


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28.02.2011 08:14
avatar  Jameson
#5
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Andy, Du bist der erste Berliner, den ich das Wort Spargel im Zusammenhang mit unseren Fernsehturm nennen höre (lese). Der Berliner findet für alles in der Stadt liebevolle Kosenamen aber Telespargel habe ich jedenfalls niemanden in meinem Umfeld sagen hören.
Man kann viel Schönes auf dem Fernsehturm machen, ich habe z.B. 2000 da oben meine mir Zugewiesene geheiratet.

Ahoi Jameson

PS: Wat bin ick im Nachgang froh, dass ein "unbekannter Mitarbeiter" damals den Mischprozess im Betonwerk überwachte.


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28.02.2011 08:19 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2011 08:21)
avatar  GZB1
#6
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Jameson, bekommt man heute seine Holde bereits zugewiesen??? Ich hoffe du hattest Glück!


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28.02.2011 08:22
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#7
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Und ein Teil der Gebäudeleittechnik des Fernsehturmes kam von eienr Firma aus Neckarsulm.....


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28.02.2011 08:40 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2011 08:46)
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#8
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hallo jameson,
was?telespargel haste noch nie gehört?den begriff kenne ich schon seit dem er gebaut ist.es gibt noch andere begriffe die weniger geläufig sind wie "wiener" "polizeifinger"und bestimmt einige mehr,aber telespargel setzte sich so durch das den begriff sogar das ddr-fernsehen sagte.jameson ,in welcher ecke wohnst du?berliner gibt es ja fast keine mehr.die meisten sind zugereiste,die nennt der berliner übrigens rucksacktouristen weil sie länger bleiben aber nie berliner werden.
übrigens hattest du echt glück eine aus berlin zu finden,nahmst mir sicher das einzige freie anständige mädel weg,darum mußte ich mir eine aus thüringen suchen.

gruß andy


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28.02.2011 08:48
avatar  werner
#9
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Zitat von SET800
Und ein Teil der Gebäudeleittechnik des Fernsehturmes kam von eienr Firma aus Neckarsulm.....



Beim Bau oder bei der Rekonstruktion nach 1990?

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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28.02.2011 08:56
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#10
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Zitat von werner

Zitat von SET800
Und ein Teil der Gebäudeleittechnik des Fernsehturmes kam von eienr Firma aus Neckarsulm.....



Beim Bau oder bei der Rekonstruktion nach 1990?



schade,die verlängerung nach der wende um 3 meter nahm das gesicht des fernsehturms weg.mit sinn betrug die höhe genau 365 meter wie tage im jahr.heute ist es nur noch ein turm.das wastliche firmen daran beteiligt waren beim bau erscheint mir logisch.fairnis sollte bleiben und so hatte die brd ebend bessere technik als die ddr.in meiner lehrzeit wurde das SEZ gebaut und wir staunten als angehende kranführer immer über die hubgeschwindigkeit und feinheit der pendellast des kranes.es war ein kran aus schweden und eine schwedische firma die es baute.dagegen kamen unsere krane nicht mit obwohl der uk240 der beste war.

gruß andy


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28.02.2011 08:59
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#11
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Zitat von EK 82/2

Zitat von icke-ek71
hallo hans 55 na und wirhaben auf euren zement gewartet..ich war da schichtelektriker an den weimar türmen...das waren zwei große mischanlagen die den beton gemischt haben..ich habe da 1968 angefangen und das ging rund um die uhr..überstunden wurden auch wie toll geschoben..die sind gut bezahlt worden..wenn du solchen kern in dieser bauweise schüttest kann man nicht einfach aufhören..das geht dann wirklich rund um die uhr...auf den mischanlagen war immer ein uns unbekannter kollege dabei..kannst dir denken von welcher fakultät der war..ja und wenn der transportbeton fertig war wurde er mittels mischfahrzeugen zur baustelle fernsehturm gebracht..mit schwingbetonpumpen wurde er dann dahin gepumt wo man schüttete..wenn es zu hoch wurde hatte man solche sogenannten bomben..in denen der beton mittels kran hochgehoben wurde!!gruß aus berlin von icke



ich war zu derzeit zwar noch ein kind und bestaunte die große baugrube aber beton hat heute noch die selben eigenschaften wie früher.da ich beim wohnungabau arbeitete habe ich auch betongüten lernen müßen.man kann zwar für einige stunden verzögerer in den beton mischen,aber fängt er erst mal an abzubinden kannste das ganze fundament weg werfen,insofern war es nötig rund um die uhr zu schütten somal der spargel auf schwemmsand gebaut wurde was die sache noch erschwerte.mich würde mal interessieren welcher beton für das fundament verarbeitet wurde wenn wir im wohnungsbau schon sb-300 nahmen.
nicht das jemand sagt,beton ist beton.für gepflasterte autoeinfahrten kommt zb.in der regel b-15 zum einsatz.

gruß andy



Hab mal nachgegurgelt ,weil mir diese Bezeichnungen nun garnichts sagen wie ein Bteon wofür beschaffen sein muss.
Also hier mal für alle Wissbegierigen:
http://www.ibs-cottbus.de/Betonklassenvergleich_IBS.pdf

Ich kenne den "Telespargel" auch unter diesem Namen und war schon einige male oben.Seit lagem ist es mit langen Wartezeiten verbunden,dort hoch zu kommen,aber es lohnt sich.Vorausgesetzt die Sicht ist gut.

Gruß bendix


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28.02.2011 09:05 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2011 09:08)
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#12
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vielen dank bendix,mir sagt die tabelle durchaus etwas,aber welche güte wurde nun für das fundament genommen?ich denke sogar das das prinzip sich einmal bewärte wurde der selbe beton auch beim palast der republik verwendet.das fundament konnte ja nicht mal nach der wende abgetragen werden,es wurde dann zugeschüttet.
übrigens ist b-300 korrekt,das sb bezeichnet nur das es stahlbeton ist.dies beinhaltet wieder das es gewisse stahlgütenormen gibt und beides im zusammenhang berechnet werden muß.

gruß andy


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28.02.2011 09:17
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#13
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Keine Ahnung EK82/2,was die Betongüte des Fundaments angeht.Ich habe von einem Mitarbeiter eines LBK(Landbaukombinat) gehört das Röhrenfundamente gesetzt wurden,so wie es jetzt bei den Fundamenten für Windkraftanlagen gemacht wird.


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28.02.2011 09:37 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2011 07:45)
avatar  GZB1
#14
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Zitat von EK 82/2
der selbe beton auch beim palast der republik verwendet.das fundament konnte ja nicht mal nach der wende abgetragen werden,es wurde dann zugeschüttet.
gruß andy



Das Fundament des Palastes der Republik wurde, weil unmittelbar an der Spree gelegen, als Betonwanne gegossen. Nach dem Abriss bestand die Gefahr, dass sich die Wanne durch den Wassergegendruck hebt und durch diese Bewegung auch Schäden u.a. am Berliner Dom oder Marstall entstehen könnten. Deshalb wurde die Wanne nicht abgerissen, sondern mit Sand verfüllt. Interessant ist jetzt die Frage wie der geplante Wiederaufbau des Berliner Schlosses an dieser Stelle mit der Problematik klar kommt.


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28.02.2011 09:43
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#15
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danke GZB1,das war für mich jetzt sehr interessant.das neue schloß stellt ein problem dar weil es auf selben grund gebaut werden muß und ob heutige ingeneure dazu in der lage sind?siehe neuen hauptbahnhof,beim ersten sturm fallen die träger ab.wenig lohn bietet wenig qualität.billigjobber und schwarzarbeiter zerstörten eben den ruf der deutschen wertarbeit und hier war die brd mal sehr führend,gepart mit den guten ingeneuren der ddr hätten wir heute weltklasse denke ich.

gruß andy


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