Räumung der Minenfelder

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02.03.2011 21:15 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2011 21:17)
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#76
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Zitat von Zermatt

Zitat von eisenringtheo
Das Bild zeigt anscheinend keine Minensperre 66 oder 83. Bei 501/701 hat der Agronom keine Probleme beim Arbeiten. Ist es möglich, dass in späteren Zeiten die Breite des gepflügten K Streifen auf eine einheitliche Breite "verschmälert" wurde?
Theo



Hier so ein Bereich wo der K Streifen gefühlte 2-3 m breit ist.Die Breite schwankte also ganz schön,je nach Örtlichkeit.



--------------------------
Wo ist das denn aufgenommen @ Zermatt?

Der Zaun hat Unterkriechschutzplatten wie sie eigentlich nur am GSSZ (GSZ) üblich sind.(waren)

Mike59


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02.03.2011 21:33
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#77
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Zitat von Mike59

Zitat von Zermatt

Zitat von eisenringtheo
Das Bild zeigt anscheinend keine Minensperre 66 oder 83. Bei 501/701 hat der Agronom keine Probleme beim Arbeiten. Ist es möglich, dass in späteren Zeiten die Breite des gepflügten K Streifen auf eine einheitliche Breite "verschmälert" wurde?
Theo



Hier so ein Bereich wo der K Streifen gefühlte 2-3 m breit ist.Die Breite schwankte also ganz schön,je nach Örtlichkeit.



--------------------------
Wo ist das denn aufgenommen @ Zermatt?

Der Zaun hat Unterkriechschutzplatten wie sie eigentlich nur am GSSZ (GSZ) üblich sind.(waren)

Mike59



ja Mike,immer mal wieder was neues...Aufnahme stammt aus dem Hochharz,im Bereich zwischen Braunlage und Schierke.


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02.03.2011 22:28
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#78
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hallo Zermatt,

deine aufnahme ist vom bt 9 im ehemaligen bereich der 7. gk- Schierke.
der bt 9 nannte sich damals dreieckiger pfahl, war jedoch recht des eigentlichen postenpunktes.
er war die eishölle im winter und die sauna im sommer, wenn es hochkommt war ich nur 3-4 mal dort oben.

das bild geht in richtung bodesprung (kalte bode) bzw. goethebahnhof.

gruß vs ... und danke für diese aufnahme!

ps: angefügt der ungefähre standort des bt9.


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02.03.2011 22:52 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2011 22:53)
#79
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Zitat von Zermatt

Zitat von Mike59

Zitat von Zermatt

Zitat von eisenringtheo
Das Bild zeigt anscheinend keine Minensperre 66 oder 83. Bei 501/701 hat der Agronom keine Probleme beim Arbeiten. Ist es möglich, dass in späteren Zeiten die Breite des gepflügten K Streifen auf eine einheitliche Breite "verschmälert" wurde?
Theo



Hier so ein Bereich wo der K Streifen gefühlte 2-3 m breit ist.Die Breite schwankte also ganz schön,je nach Örtlichkeit.



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Wo ist das denn aufgenommen @ Zermatt?

Der Zaun hat Unterkriechschutzplatten wie sie eigentlich nur am GSSZ (GSZ) üblich sind.(waren)

Mike59



ja Mike,immer mal wieder was neues...Aufnahme stammt aus dem Hochharz,im Bereich zwischen Braunlage und Schierke.





So Neu nicht. Diese Ausführung des GZ I mit Unterkriechschutz gabs bereits 1983.
Wurde auch beim Bau der MS83 so durchgeführt.
Schauste mal hier:
http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=5271
Beitrag vom 20.August 2006, 12:20 Uhr
und hier GZ I.
http://www.nva-forum.de/nva-board/index....topic=2238&st=0
11.Februar 2007, 10:02 Uhr

"Mobility, Vigilance, Justice"

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02.03.2011 23:04
#80
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Zitat von Zermatt

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Mike59
Na TH, ist ja ganz schön gemein, habe leider kein Bild. Aber von der heute schon mal in einem anderen Tread erwähnten GSä 1682 (Unterbreizbach) in Richtung süden war auf etlichen Kilometern weder Minen noch KFZ Sperrgraben. Das heißt ja nicht das es überall so war bzw. so gewesen sein muß. Das eine schließt ja das andere nicht aus.

Mike59



Habs auch nicht ausgeschlossen, guckste mein letzter Beitrag.
Einen Abschnitt ohne Kfz-Sperrgraben und Kolonnenweg (Geländebedingt) gabs im SiA 10 - SiA 11 des GR3 (GK Frankenheim - GK Erbenhausen), war so 3 km lang.

Und Minenfelder (Boden oder am Zaun) gabs in den 80er Jahren eh nicht mehr in dem Umfang wie in den 60er oder 70er Jahren.
Gutes Beispiel dafür, der Bereich im Heldburger Unterland. Räumung der Bodenminen zw. 1977 - 1980 und Bau GZ I,
jedoch keine Anlagen SM70.
Und dies über, grob geschätzt, etwa 30 km Länge.

Na vielleicht kann Zermatt ja dass Jahr der Aufnahme angeben?



Bitteschön,es war Spätsommer 1989,genauer gesagt September.




Danke, ist dies im Bereich vom Harz oder etwas südlicher?

TH

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02.03.2011 23:09
#81
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Zitat von Roland 87
1986/87 muß auf dem Gelände der Pik Pferdsdorf sich ein Lager mit Minen befunden haben. Das Lager war durch eine Hundetrasse abgesichert.1987 wurden die Minen abtransportiert, unsere Kompanie mußte einen Kradmelder für diese Aktion abstellen.
Beim Bau einer Flußsperre (GSZ) im Ulstersack, wurde vor Baubeginn nach Minen gesucht. Obwohl es von da bis zum 6-Meter bestimmt 300 Meter waren. Vermutlich aus Sicherheitsgründen. Wie mir damals ein GAKl erzählte, gab es im Abschnitt der 2.GK keine Minen.
Ich hoffe das die Angaben stimmen, ist ja schließlich viel Wasser die Ulster runtergeflussen!
Gruß Roland 87



In den 60er Jahren waren im Raum Wenigentaft, Minensperren angelegt worden.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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03.03.2011 08:07
#82
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Als ehemaliger Angehöriger der PIK 4 im GR 4 von I 81 bis II 82 kann ich bestätigen, dass keine Häftlinge oder Strafgefangene Mienen räumen mussten.
Erst einmal was zu den Uniformen. Wir PIOs hatten wie alle normale graue Felddienst, aber sobald es ums arbeiten ging, hatten wir schwarzgefärbte Felddienst mit Schulterstücken.
Bei Regen gab es die berühmten Gummijacken und Hosen ( Lederol ).
Bei großer Hitze durften wir, allerdings nur einheitlich mit Oberkörper frei arbeiten, auch am GZ 1.
Aus den jeweiligen PIK wuden Freiwillige gesucht, die bereit waren sich entsprechend schulen zu lassen und dann auch zu räumen.
Ich wollte heiraten und hatte auf diese freiwillige Soldaufbesserung verzichtet.
Je Tag in den Mienen gabs dann ich Glaube 70 DDR Mark Zuschlag.
Das Suchen der Mienen erfolgte mit einer sogenannten Minenschaufel ( 5 Meter lang ) knieend.
Bei einer eventuellen sogenannten Auslösung war der Splitterwinkel dann noch über einen und es sollte nichts passieren.
Zu meiner Zeit wurde nur einmal einer bei einer Auslösung an der Schulter verletzt weil er stehend gebuddelt hatte.
War so ein kleiner 100 kg Mann den dann irgendwann die Kniee wehtaten.
Stehend zu arbeiten war aber absolut verboten.
Schutzbekleidung der Räumer bestand aus normaler grauer Felddienst mit dick eingearbeiteten Schutzgewebe.
Mit solchen Sachen an ähnelten die Bewegungen denen der Tiefsehtaucher.
Auf den Kopf der berümte weiße 30 DDR Mark Motorradhelm mit Plexiglasklappvisier.
An warmen Sommertagen fingen die Räumer auch schon nach Sonnenaufgang an und arbeiteten nur bis Mittag.
Alle freigebuddelten Mienen wurden dann mit der Mienenschaufel zu Sammelplätzen gebracht und dann dort unter einen extra umgebauten Raupenschild gesprengt.
Dieses Raupenschild war ein viereckiger Kasten mit dick Streckmetall drauf, dass der Druck nach oben wegkonnte und die Splitter drin blieben. Splitter durften auf keinen Fall rumfliegen.
Die Raupenfenster waren auch mit Streckmetall gesichert.
Bei allen Mienenarbeiten stand immer daneben der B 1000 und ein LO mit Sani in Bereitschaft.

1983 mußte ich zu einer Untersuchung wegen Erdgastrasseneinsatz ins Krankenhaus von Nordhausen.
Auf den Parkplatz vor der Tür stand ein B 1000 und LO was in mir Erinnerungen weckte.
Ein Teil der dabei rumstehnden Soldaten erkannten mich ( waren unsere ehemaligen " Glatten " 1. DHJ )
und kamen glein angelaufen.
Ganz geheim wurde mir dann erzählt, dass unser KC den Früh auf ne Miene getreten und ausgelöst hatte.
Irgendwo im Bereich Weilrode, kurz vor Mackenrode Ellrich. Die PIOs schliefen in Zelten während des Sommerausbaus in der Kompanie Weilrode.
Während der TAPI und den damit verbundenden 2. Frühstück ist er allein schon losgegangen und hatte sich auf die Minenpläne verlassen.
Aber Minen spülts auch mal weg.
Deshalb wurde nach dem Suchen immer Trassenband gezogen und sogenannte Trassen freigegeben.
Von da an war der KC Zivielangestellter in der Werkstatt in Heiligenstadt.

Ich glaube er wird sich aus heitiger Sicht fragen wofür.
Zu DDR Zeiten wird er finanziell schön abgesichert gewesen sein, heute ????????

Wer weitere Fragen hat, melden.


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03.03.2011 08:27
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#83
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Danke @kirsche.ndh, wirklich ein schöner und lesenswerter Bericht. Wieder was gelernt was ich so bisher nicht kannte.


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03.03.2011 11:03
#84
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Gibt es eigentlich eine Statistik der Minenopfer (inkl. der Invaliden)? Ich finde im Netz nur Listen von verstorbenen Opfer. Gerade bei Antipersonen-Minen stirbt man meist nicht, wird aber invalide, da oft ein Bein amutiert werden muss.
http://www.welt.de/print-welt/article597...DR_Grenzer.html
Theo


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03.03.2011 20:00
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#85
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von Zermatt

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Mike59
Na TH, ist ja ganz schön gemein, habe leider kein Bild. Aber von der heute schon mal in einem anderen Tread erwähnten GSä 1682 (Unterbreizbach) in Richtung süden war auf etlichen Kilometern weder Minen noch KFZ Sperrgraben. Das heißt ja nicht das es überall so war bzw. so gewesen sein muß. Das eine schließt ja das andere nicht aus.

Mike59



Habs auch nicht ausgeschlossen, guckste mein letzter Beitrag.
Einen Abschnitt ohne Kfz-Sperrgraben und Kolonnenweg (Geländebedingt) gabs im SiA 10 - SiA 11 des GR3 (GK Frankenheim - GK Erbenhausen), war so 3 km lang.

Und Minenfelder (Boden oder am Zaun) gabs in den 80er Jahren eh nicht mehr in dem Umfang wie in den 60er oder 70er Jahren.
Gutes Beispiel dafür, der Bereich im Heldburger Unterland. Räumung der Bodenminen zw. 1977 - 1980 und Bau GZ I,
jedoch keine Anlagen SM70.
Und dies über, grob geschätzt, etwa 30 km Länge.

Na vielleicht kann Zermatt ja dass Jahr der Aufnahme angeben?



Bitteschön,es war Spätsommer 1989,genauer gesagt September.




Danke, ist dies im Bereich vom Harz oder etwas südlicher?

TH



Der Blick geht südlich in Richtung Hohegeiß,das etwa 2-3 Km entfernt ist.


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03.03.2011 20:04
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#86
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Zitat von vs1
hallo Zermatt,

deine aufnahme ist vom bt 9 im ehemaligen bereich der 7. gk- Schierke.
der bt 9 nannte sich damals dreieckiger pfahl, war jedoch recht des eigentlichen postenpunktes.
er war die eishölle im winter und die sauna im sommer, wenn es hochkommt war ich nur 3-4 mal dort oben.

das bild geht in richtung bodesprung (kalte bode) bzw. goethebahnhof.

gruß vs ... und danke für diese aufnahme!

ps: angefügt der ungefähre standort des bt9.


Leider nicht ganz korrekt.Dieser BT stand im Bereich Kaffehorst,etwa 1,5 km von der B27 entfernt.Der Blick geht in Richtung Wurmberg.


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03.03.2011 22:50
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#87
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Zitat von Zermatt

Zitat von vs1
hallo Zermatt,

deine aufnahme ist vom bt 9 im ehemaligen bereich der 7. gk- Schierke.
der bt 9 nannte sich damals dreieckiger pfahl, war jedoch recht des eigentlichen postenpunktes.
er war die eishölle im winter und die sauna im sommer, wenn es hochkommt war ich nur 3-4 mal dort oben.

das bild geht in richtung bodesprung (kalte bode) bzw. goethebahnhof.

gruß vs ... und danke für diese aufnahme!

ps: angefügt der ungefähre standort des bt9.


Leider nicht ganz korrekt.Dieser BT stand im Bereich Kaffehorst,etwa 1,5 km von der B27 entfernt.Der Blick geht in Richtung Wurmberg.




stimmt leider.
aus dieser sicht hätte es jedoch zu dem von mir genannten ort gepasst.

gruß vs


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04.03.2011 12:10
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#88
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Bei uns im Abschnitt wurde mit Minenräumpanzer geräumt aber auch per Hand.
Die Jungs mit ihren Haken und Visierhelmen machten es auf die für mich gefährliche Art.
Dabei passierte dann auch in unserem Abschnitt ein schwerer Unfall,es rumste riesig.
Das war Im Bereich der GK Riebau bei Volzendorf/Jahrsau.
Einen Robur mußte ich dann unter hektischen Umständen durch ein Gassentor raus lassen.
Darüber berichtete ich schon mal.

Anmerkung: Wegen diesen hässlichen Lederol?-Anzügen hießen die PIO- Minenräumer bei uns auch "Gummifuffziger"


ek40


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05.03.2011 12:34
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#89
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Hab da mal einen Link zum Minenräumkommando mit einigen interessanten Fotos.
http://www.wolfgangroehl.de/Grenzbilder/...zkommission.htm

Gruß bendix


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05.03.2011 17:42
avatar  LO-Paul
#90
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hallo leute, also ich habe solche mienenräumarbeiten bewacht ,als normaler grenzposten in meien abschnitt. es waren pioniere der gt und es wurden raupenschlepper mit kettenkasten eingesetzt. allerdings habe ich miterleben müssen wie ein pionier den fuß dabei verloren hat, weil sich da eine miene noch ,,versteckt" hatte. dies hat auch der bgs miterlebt, der unweit davon war. ich denke auf grund der unmittelbaren grenznähe sind es mit sicherheit keine strafgefangende gewesen. GR 9 6. grenzkompanie einöd 82/2 bis 83/2.
gruß an alle


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