Fluchtversuch über DDR-Grenze

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26.02.2011 23:15 (zuletzt bearbeitet: 26.02.2011 23:15)
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#46
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Es gibt Themen , da ist es einfach besser man sagt nichts dazu. Ganz besonders wenn es nicht zu sagen gibt. Nimm dein Simson und fahr. Danke.

Mike59


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27.02.2011 06:34
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#47
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Zitat von S51

Zitat von glasi
wollen wir nicht vergessen das 871 menschen an dieser grenze gestorben sind. es ist doch egal ob die stiefel, handschuhe oder uniform nicht stimmt . spielt das denn bei dieser zahl eine rolle. ich hoffe ich habe jetzt nicht eure gefühle verletzt.aber ist das gedenken an die toten nicht wichtiger.



Nun, über die Zahlen streiten sie ja auch noch, unsere Forscher und nicht nur die.
Das Gedenken an die Toten wird nicht unterstützt, indem man aus der Sache einen Klamauk macht. Wenn dann durch Dritte (unsere Kinder zum Beispiel) Sachverhalte nachgefragt werden und die Antwort lautet: "Stimmt nicht, jedenfalls nicht so!" Dann dient das nicht dem Gedenken der Toten sondern dem Fazit "Alles Lüge - vielleicht auch die Toten?"
Das ist dann wie bei Ede früher. Wenn man die kleinen Lügen merkt, glaubt man letztendlich gar nichts mehr. Und sei es noch so wahr.





...................................Du magst es ja "Klamauk" nennen, für mich ist das "Unterhaltung mit geschichtlichem Hintergrund"
Was "unsere" Kinder betrifft, wer hindert sie denn daran die richtigen Schlußfolgerungen aus solch einem Film zu ziehen? Sind es letztendlich nicht die "Zeitzeugen, die wegen eines falschen "Knopfes" alles Andere am liebsten in Frage stellen?
In diesem Zusammenhang auch noch den "Schnitzler" als Beispiel anzuführen, läßt mich an der Ernsthaftigkeit Deiner Aussage zweifeln.
Schönen Gruß aus Kassel.


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27.02.2011 10:26
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#48
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Ja scheinbar sind Millitärberater oder Historiker bei Billigproduktionen zu teuer ;-)


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27.02.2011 10:50
#49
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Zitat von elessarix
Ja scheinbar sind Millitärberater oder Historiker bei Billigproduktionen zu teuer ;-)


Nein, das stimmt nicht. Es geht in einem Kinofilm um Stimmungsmache und Spannung, damit die zahlenden Zuschauer kommen. Ein einfaches Schwarzweissmuster (Gut-Böse) ist dazu geeignet. "Böse" Flüchtlinge und "gute" Grenzer würden den Zuschauer nur verwirren. Die DDR ist böse die BRD gut. Schon der alte Reagan demonstriert das eindrücklich in diesem US Filmchen aus dem 2. Weltkrieg: Eigene Flieger abschiessen machen den Piloten traurig, japanische herunterholen ist ein Hochgefühl...

Theo


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27.02.2011 15:26 (zuletzt bearbeitet: 27.02.2011 15:29)
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#50
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@eisenringtheo
Wenn an der innerdeutschen Grenze ein Republikflüchtling sein Leben lassen musste, dann waren die dafür Verantwortlichen in der DDR alles andere als traurig; anders herum, wenn ein DDR-Grenzsoldat an der innderdeutschen Grenze sein Leben lassen mußte, schäumte die DDR-Führung geradezu vor Wut. Fazit: Es kommt immer gerade darauf an, auf wessen Seite man steht.


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27.02.2011 16:39
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#51
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Bei allen -sicher überwiegend berechtigten- Kritikpunkten: Der Film war ziemlich realistisch aufgemacht und ging unter die Haut. Ich hab ihn mehrmals reingezogen.


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27.02.2011 16:52
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#52
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S51

Zitat von wosch
...
Was "unsere" Kinder betrifft, wer hindert sie denn daran die richtigen Schlußfolgerungen aus solch einem Film zu ziehen? Sind es letztendlich nicht die "Zeitzeugen, die wegen eines falschen "Knopfes" alles Andere am liebsten in Frage stellen?
In diesem Zusammenhang auch noch den "Schnitzler" als Beispiel anzuführen, läßt mich an der Ernsthaftigkeit Deiner Aussage zweifeln....
Schönen Gruß aus Kassel.



Hast du Kinder, die exakt so denken, wie du es wünscht? Meine Lütte verblüft mich immer wieder.
Es ist ein bischen OT. Man hatte ihr früher von Mauern und Minen im Harz erzählt, von zahlreichen Toten dort oben. Zu der Zeit war die Grenze bei uns eigentlich kein Thema. Sie weiß jedoch wo ich war und hat also gefragt. Als ich ihr wahrheitsgemäß erzählte dass es dort nie Minen und auch keine Mauer gab, war die Grenze bei ihr unter "alles Lüge" abgehakt. Kinder sind da schnell mit ihrer Meinung. Umgekehrt ja auch. Es war ein wenig aufwändig, wenn auch im Nachhinein betrachtet nicht schlecht, das durch Fahrten aber eben auch Teilnahme an Grenzertreffen im Harz zu revidieren. Ich hatte diese Zeit meines Lebens eigentlich bis dahin auch abgehakt.
Muss ich dir wirklich ausklamüsern, in welcher Kategorie sich seitdem die offizielle Geschichtsvermittlung an der Schule oder sonstwo bei ihr befindet?
Solche Filme haben ihren Anteil daran und deshalb reagierte ich so sauer. Der Vergleich mit "Ede" mag wehtun aber er stimmt durchaus.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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27.02.2011 19:50 (zuletzt bearbeitet: 27.02.2011 19:52)
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#53
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Zitat von S51
[quote="wosch"]...
Was "unsere" Kinder betrifft, wer hindert sie denn daran die richtigen Schlußfolgerungen aus solch einem Film zu ziehen? Sind es letztendlich nicht die "Zeitzeugen, die wegen eines falschen "Knopfes" alles Andere am liebsten in Frage stellen?
In diesem Zusammenhang auch noch den "Schnitzler" als Beispiel anzuführen, läßt mich an der Ernsthaftigkeit Deiner Aussage zweifeln....
Schönen Gruß aus Kassel.




Muss ich dir wirklich ausklamüsern, in welcher Kategorie sich seitdem die offizielle Geschichtsvermittlung an der Schule oder sonstwo bei ihr befindet?


...............................................Nein S51, mich würde eher interessieren, was die Kinder "Ehemaliger" von ihren Eltern zu Hause für eine "Geschichtsvermittlung" offeriert bekommen. Komme mir aber bitte nicht mit "die reine Wahrheit"!
.............................................................................


Solche Filme haben ihren Anteil daran und deshalb reagierte ich so sauer. Der Vergleich mit "Ede" mag wehtun aber er stimmt durchaus.


.......................................................Es soll Fälle geben, daß es auch Väter gibt die "sauer" deswegen sind, weil ihre Lütten in Schule und in den Medien (Kinofilme eingeschlossen) eine ganz andere "Aufklärung" bekommen als sie es von Zuhause gewohnt waren und deswegen die ehemaligen Tätigkeiten und deren Rechtfertigungen ihres Vaters in einem ganz anderen Licht sehen- und sich fragen könnten, von wem sie die ganze Zeit denn nun belogen wurden. ??. So etwas hatte es nach 45 auch schon mal gegeben.
Es geht im Film und auch ansonsten nicht um Mauern und Minen im Harz, es geht um die Tausend MENSCHEN, die durch Mauer, Minen und Schußverletzungen an der innerdeutschen Grenze zu Tode kamen und in diesem Film durch ein dargestelltes Beispiel dazu führen soll daß es auch bei der Jugend von Heute (den Erwachsenen von Morgen) nicht in Vergessenheit gerät. "Künstlerische" Freiheiten bei der Inszenierung des Filmes machen an der Tatsache, daß Tod und unreperabele Schäden an der Gesundheit der Flüchtlinge billigend in Kauf genommen und sogar beabsichtigt war keine Abstriche, denn den Verantwortlichen war mit absoluter Sicherheit bekannt, was so ein Tritt auf eine Mine für Folgen hat und deswegen wurden sie ja auch extra gelegt: Um Tod, schwere Verletzungen und nach Innen "Angst und Schrecken" hervorzurufen! Wenn mal wieder die "Lütte" diesbezüglich Fragen stellen sollte, erzähle ihr ruhig mal davon, daß auch heute noch Menschen "rumlaufen" , die"Glück" im Unglück hatten und nur mit bösen Verletzungen der Gliedmaßen "davongekommen" sind, statt sich über nicht korrekte Uniformen zu mokieren.
Schönen Gruß aus Kassel.


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27.02.2011 20:54
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#54
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S51

Zitat von wosch
[...
...Nein S51, mich würde eher interessieren, was die Kinder "Ehemaliger" von ihren Eltern zu Hause für eine "Geschichtsvermittlung" offeriert bekommen. Komme mir aber bitte nicht mit "die reine Wahrheit"!
.............................................................................
....Es soll Fälle geben, daß es auch Väter gibt die "sauer" deswegen sind, weil ihre Lütten in Schule und in den Medien (Kinofilme eingeschlossen) eine ganz andere "Aufklärung" bekommen als sie es von Zuhause gewohnt waren und deswegen die ehemaligen Tätigkeiten und deren Rechtfertigungen ihres Vaters in einem ganz anderen Licht sehen- und sich fragen könnten, von wem sie die ganze Zeit denn nun belogen wurden. ??. So etwas hatte es nach 45 auch schon mal gegeben.
....Wenn mal wieder die "Lütte" diesbezüglich Fragen stellen sollte, erzähle ihr ruhig mal davon, daß auch heute noch Menschen "rumlaufen" , die"Glück" im Unglück hatten und nur mit bösen Verletzungen der Gliedmaßen "davongekommen" sind, statt sich über nicht korrekte Uniformen zu mokieren.
Schönen Gruß aus Kassel.



Am Anfang gar nichts. Sie wußte nur, dass ich dabei war.
Als sie mit ihren Fragen kam, bekam sie von mir erst Album und Bilder und dann habe ich ihre Fragen beantwortet. Damit sie ncht dachte, ich hintergehe sie, habe ich eben auch über das Forum hier an Treffen teilgenommen, wo sie, was das Schöne war und ist, genauso mit ehemaligen Grenzern wie Flüchtlingen in´s Gespräch kam.
Ganz unaufgeregt doch hiermit um so eindrucksvoller
Weil ich es vorziehe, dass wer zu mir gehört auch Bescheid weiß, kennt sie auch jene Abschnitte meiner damalgen Geschichte, die ich hier eher selten ausbreite. Wie sie auch Menschen kennt, die dazu gehören. Es gibt nichts, was ihr jemand erzählen könnte und was sie nicht schon weiß, soweit es nicht irgend welche vielleicht sensiblen Bereiche Dritter betrifft.
Lügen gar über Jahrzehnte war in unserer Familie nie üblich.
Sie weiß auch, dass es Opfer gegeben hat, dass so mancher ein Opfer bis heute ist. Sie kennt auch den Kontext dazu.
Sie weiß aber deshalb auch, dass es die Grenze als zu verallgemeinerndes überall gleich gültiges System so eben nicht gab. Anders, als es ihr offiziell erzählt wird. Das diese Pauschalisierung, wie du sie gerne hast, eben so ncht stimmt. So wenig, wie dies mit anderen Pauschalisierungen egal ob vor 45 oder danach je gestimmt hat.
Und das es deshalb richtig ist, immer mal zu sagen: Im Prinzip richtig, nur eben so nicht!
Und wenn sie dadurch kein "typisch deutsches" williges Kanonenfutter werden sollte, so bin ich deshalb gewiß nicht traurig.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
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27.02.2011 20:57 (zuletzt bearbeitet: 27.02.2011 20:59)
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ABV

Ich für meinen Teil plädiere aber auch dafür, dass Geschichtsdarstellung möglichst real und detailgetreu erfolgen sollte. Schon deshalb, um den Geschichtsverdrehern und Leugnern keine Argumente zu liefern. Ganz sicher stehen die Toten und Verletzten an erster Stelle, diese Tatsache darf niemals verleugnet werden. Aber wenn die filmische Darstellung von Fehlern nur so strotzt, kann es durchaus passieren das die Grundaussage des Films in Frage gestellt werden könnte. Ich erinnere nur an das "Leben der Anderen". Die Überwachung der Opposition durch das MfS wird niemand bestreiten. Aber so wie es uns der Herr Donnersmarck weismachen möchte, konnte das ganze niemals ablaufen. Und prompt meldeten sich Leute zu Wort, die auf Grund dieses Films die gesamte Repression bestritten.

Gruß an alle
Uwe

27.02.2011 21:24
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S51

Zitat von ABV
Ich für meinen Teil plädiere aber auch dafür, dass Geschichtsdarstellung möglichst real und detailgetreu erfolgen sollte. Schon deshalb, um den Geschichtsverdrehern und Leugnern keine Argumente zu liefern.
... Und prompt meldeten sich Leute zu Wort, die auf Grund dieses Films die gesamte Repression bestritten.
...



So sehe ich das auch. Denn genau dies war in Bezug auf die Grenze dann plötzlich ganz ähnlich unser Problem damals. Der als absolut allgemeingültig dargestellte Aufbau und Ablauf stimmte nicht. Also stimmt gar nichts...?

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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28.02.2011 09:11
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Mittlerweise weiß doch Jedermann, der sich so einen Film interessehalber anschaut, wie es an der Grenze ausgeschaut hatte auch wenn er persönlich seinerzeit nicht mit ihr konfrontiert wurde. Spielt es in diesem Zusammenhang überhaupt eine Rolle für den "Otto-Normalverbraucher", der sich einen Film mit historischem Hintergrund als reine Unterhaltung ansieht ob die Kleiderordnung der beteiligten Grenzsoldaten auf´s "i-Tüpfelchen" genau den damaligen Gegebenheiten entsprach? Nein!!! Und für mich als "Republikflüchtling" spielt das sowieso keine Rolle, ich wurde in der DDR mit ganz anderen "Unwahrheiten" konfrontiert. Sie finden immer wieder einen sprichwörtlichen "Knüppel" um einen Hund zu schlagen, einige Herren hier im Forum, zumindesten Diejenigen, die hier jeden Film, der sich kritisch mit den Grenzthemen befaßt, "zerreißen" und damit versuchen dessen Grundaussage in Frage zu stellen. Als ob eine im Film detailgetreue Wiedergabe von ein Paar "Fußlappen" an der Aussage des Filmes etwas ändern würde.
Ich wünschte mir mehr solcher Filme, sie helfen in jedem Falle mit, daß nicht vergessen wird daß Menschen getötet wurden nur weil sie sich nach etwas mehr Freiheit sehnten und das hier mitten in Deutschland und von Denen, die ihren "eingesperrten" Landsleuten weißmachen wollten, sie lebten in dem besseren Teil des geteilten Landes. Wie hieß es nicht so schön im Film "Ernst Thälmann, Sohn seiner Klasse" sinngemäß? "Das größte Gut was der Mensch besitzt ist das Leben, es wird ihm nur einmal gegeben....usw, usw.!!"
Na ja, war ja nur ein Ausspruch in einem Film, ich laß ihn trotzdem mal stehen... zum Nachdenken!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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28.02.2011 09:23 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2011 09:29)
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Zitat von wosch
"...Das größte Gut was der Mensch besitzt ist das Leben, es wird ihm nur einmal gegeben....usw, usw.!!..."



War das nicht Nikolai Ostrowski mit "Wie der Stahl gehärtet wurde" und seiner Romanfigur Pawel Kortschagin?

http://de.wikiquote.org/wiki/Nikolai_Alexejewitsch_Ostrowski

http://de.wikipedia.org/wiki/Wie_der_Sta...C3%A4rtet_wurde


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28.02.2011 09:26 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2011 09:35)
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man stelle sich geschichtfälschung mal so vor,es wird ein film über die nazizeit gedreht und alle häftlinge im kz laufen mit schlips und anzügen rum.wer glaubt denn da noch an die warheit das es das schlimmste verbrechen an der menscheit war.die grenze war keine sache die nur die ddr zu verantworten hat,hier ist auch der ursprung zu betrachten,aber filme sollten deshalb schon korrekt sein.grade deutsche filme wo es heute noch leicht ist zeitzeugen zu befragen,in 50 jahren steht ein geändertes bild in den köpfen und niemand ist mehr da der sagen könnte so war es oder so war es nicht.
zu dem besseren teil deutschlands hast du recht,heute hat keiner mehr die pflicht zur arbeit und verhungern darf keiner in deutschland,so genießen ca.12 mio.menschen ein ernährungsleben weil der staat so sozial ist und ihnen von keiner arbeit bis zur aufstockung sogar das tafelessen bietet.in der ddr war man gezwungen jedes jahr zu überlegen wohin man in den urlaub fährt(sicher,die auswahl war klein,aber man konnte es)heute bleibt diesen an der armutsgrenze lebenden menschen wenigstens diese qual der wahl erspart.wäre ich jung ginge ich weg,ich kann es nur jedem empfehlen der jung ist und mut hat.

gruß andy


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28.02.2011 09:40
#60
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Zitat von wosch
Mittlerweise weiß doch Jedermann, der sich so einen Film interessehalber anschaut, wie es an der Grenze ausgeschaut hatte auch wenn er persönlich seinerzeit nicht mit ihr konfrontiert wurde. Spielt es in diesem Zusammenhang überhaupt eine Rolle für den "Otto-Normalverbraucher", der sich einen Film mit historischem Hintergrund als reine Unterhaltung ansieht ob die Kleiderordnung der beteiligten Grenzsoldaten auf´s "i-Tüpfelchen" genau den damaligen Gegebenheiten entsprach? Nein!!! Und für mich als "Republikflüchtling" spielt das sowieso keine Rolle, ich wurde in der DDR mit ganz anderen "Unwahrheiten" konfrontiert. Sie finden immer wieder einen sprichwörtlichen "Knüppel" um einen Hund zu schlagen, einige Herren hier im Forum, zumindesten Diejenigen, die hier jeden Film, der sich kritisch mit den Grenzthemen befaßt, "zerreißen" und damit versuchen dessen Grundaussage in Frage zu stellen. Als ob eine im Film detailgetreue Wiedergabe von ein Paar "Fußlappen" an der Aussage des Filmes etwas ändern würde.
Ich wünschte mir mehr solcher Filme, sie helfen in jedem Falle mit, daß nicht vergessen wird daß Menschen getötet wurden nur weil sie sich nach etwas mehr Freiheit sehnten und das hier mitten in Deutschland und von Denen, die ihren "eingesperrten" Landsleuten weißmachen wollten, sie lebten in dem besseren Teil des geteilten Landes. Wie hieß es nicht so schön im Film "Ernst Thälmann, Sohn seiner Klasse" sinngemäß? "Das größte Gut was der Mensch besitzt ist das Leben, es wird ihm nur einmal gegeben....usw, usw.!!"
Na ja, war ja nur ein Ausspruch in einem Film, ich laß ihn trotzdem mal stehen... zum Nachdenken!!
Schönen Gruß aus Kassel.


Das mag ja alles stimmen, aber was spricht gegen mehr Realitätstreue? Doch nur die Absicht des Regisseurs, den GV einen Turm umfahren zu lassen, ihn dann von der SM 70 beschiessen zu lassen, von den GT gefunden zu werden und dann letztlich ohne Hilfe der staatlichen Organe einsam und alleine verbluten zu lassen. So ein Handlungsablauf ist nun mal sehr dramatisch.
Hätte man eine naturgetreue Grenze nachgebaut, wäre eben eine ähnliche Dramaturgie nicht möglich..
Theo


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