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#1

Nationalitätenrestaurants in Berlin

in Leben in der DDR 25.02.2011 11:26
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 32 Punkte
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In Berlin als Hauptstadt der DDR gab es früher die Nationalitätenrestaurants: Budapest, Bukarest, Warschau, Sofia, Praha, Morawa und Moskau. Hier konnte man einmal die landestypischen Spezialitäten unserer sozialistischen Bruderstaaten kennenlernen und die gehobene Gastronomie erleben.

Das Restaurant Moskau war auch bei ausländischen Gästen sehr beliebt. Durch die Nähe zum Hotel Berolina, dem Kinopalast International und der Mokka Milch und Eis Bar sollte es eigentlich das bekannteste sein und daher auch hier einigen bekannt sein.

Wer kann sich noch erinnern bzw. hat sich selbst einmal durch eines oder alle Restaurants "gefuttert"....


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
zuletzt bearbeitet 25.02.2011 11:32 | nach oben springen

#2

RE: Nationalitätenrestaurants in Berlin

in Leben in der DDR 25.02.2011 12:20
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
In Berlin als Hauptstadt der DDR gab es früher die Nationalitätenrestaurants: Budapest, Bukarest, Warschau, Sofia, Praha, Morawa und Moskau. Hier konnte man einmal die landestypischen Spezialitäten unserer sozialistischen Bruderstaaten kennenlernen und die gehobene Gastronomie erleben.

Das Restaurant Moskau war auch bei ausländischen Gästen sehr beliebt. Durch die Nähe zum Hotel Berolina, dem Kinopalast International und der Mokka Milch und Eis Bar sollte es eigentlich das bekannteste sein und daher auch hier einigen bekannt sein.

Wer kann sich noch erinnern bzw. hat sich selbst einmal durch eines oder alle Restaurants "gefuttert"....




.......................................Ja Feliks, ich erinnere mich sehr gut, kann aber selber mit meinen Erinnerungen nur auf das "Moskau" zurückgreifen, in dem ich ein paar Mal (wurde immer von meinem in Ost-Berlin wohnenden Bruder dahin geschleppt)zu Gast war und immer wieder auf´s Neue von der Art Einlaß zu gewähren abgeschreckt wurde, Wohl hatte ich mich lediglich im Restaurant "Ganymed" am Schiffbauerdamm gefühlt, in dem man spitzenmäßig speisen- und mit Ostmark bezahlen konnte, aber um keine langen Wartezeiten für einen Tisch erdulden zu müssen, das erwartete Trinkgeld in Form von D-Mark oder US-Dollar´s zu geben hatte. Mag jetzt auch von irgendwoher ein Dementi kommen, ich hatte eine Telefonnummer und aufgrund eines Anrufes bekam ich beim erscheinen in diesem Lokal sofort meinen Platz zugewiesen. Ohne den vereinbarten Zehner " West" und beim Besuch mit mehreren Personen auch schon mal 20 "West" wäre das in dem Staat, indem angeblich Alle gleich waren, nicht üblich gewesen. Ich denke mal Feliks, dieses Restaurant wirst auch Du gekannt haben, denn es war ein Treffpunkt, der auch vom MfS zur Kenntnis genommen wurde und mehr oder weniger auch von ihm, sagen wir es mal so: betreut wurde. Und zum allgemeinen Nachtleben in der DDR könnte man auch einige Seiten füllen, mit DM-West konnte man sich so ziemlich alle Träume erfüllen und der Kontakt mit dem Besucher aus dem "nichtsozialistischen Ausland" endete meistens am nächsten Morgen mit einem Besuch eines Intershops und dem Versprechen daß man ab und zu ein Paket schicken würde. Viele haben sich an solche Versprechen gehalten, viele wohl aber auch nicht. Ich jedenfalls immer!!! Aber Du sprachst ja von den verschiedenen Restaurant´s der Bruderstaaten und deren Köstlichkeiten, ich bin dagegen abgewichen und war bei dem Lokal, in dem sich selbst der Ami in der Uniform des Klassenfeindes wohlfühlt, wenn man davon absah, daß er bei seinen Gesprächen darauf achten mußte nicht "zu laut" zu reden.
Bei meinem letzten Besuch in Berlin besuchte ich dieses Lokal wieder. Jetzt gibt es sogar eine Bewirtung gegenüber, direkt am Spreeufer mit Sicht auf die Stelle wo der "Tränenpalast" stand, nur die Preise haben jetzt ein anderes Niveau!
Schönen Gruß aus Kassel.

PS: Ich erwähnte das "Ganymed" deswegen, weil es zwar nicht als internationales Spezialitätenrestaurant ausgewiesen war, aber weil es zu einem großen Teil von internationalen Besuchern frequentiert wurde, die sich durchaus durch spitzenmäßige Küche verwöhnen lassen wollten!


zuletzt bearbeitet 25.02.2011 13:00 | nach oben springen

#3

RE: Nationalitätenrestaurants in Berlin

in Leben in der DDR 25.02.2011 12:33
von GZB1 | 3.345 Beiträge | 186 Punkte
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Bukarest war meiner Meinung das Schlechteste der benannten Restaurants, Moskau das Beste. Warschau und Budapest gleichwertig im Mittelfeld. Ein gutes war auch das unten am Fernsehturm (war glaube ein Ausbildungsrestaurant).


zuletzt bearbeitet 25.02.2011 12:35 | nach oben springen

#4

RE: Nationalitätenrestaurants in Berlin

in Leben in der DDR 25.02.2011 13:28
von Annakin | 534 Beiträge | 14 Punkte
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Woran ich mich noch erinnern kann ist der Matthias Keller im Haus Budapest. Da waren wir mal im Ausgang essen gewesen, nicht schlecht für DDR Verhältnisse. Und alles original ungarisch.

Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.


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#5

RE: Nationalitätenrestaurants in Berlin

in Leben in der DDR 25.02.2011 16:49
von grenzergold | 189 Beiträge | 7 Punkte
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Auch ich habe öfters das"Ganymed" besucht,ohne Telefonat und DM-West.

grenzergold


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#6

RE: Nationalitätenrestaurants in Berlin

in Leben in der DDR 25.02.2011 17:20
von utkieker | 2.947 Beiträge | 51 Punkte
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Rostock wurde häufig von Touristen und Seeleuten aus aller Welt heimgesucht. So entstand mitte der 1980er Jahre, der größte Intershop der ehemaligen DDR. Im Stile eines Supermarktes wurden Waren gegen Devisen feilgeboten. Im Rostocker Jargon wurde dieser Intershop auch als "Deutschlandhalle" tituliert. Für die Einwohner Rostock's, war die Deutschlandhalle eine Provokation, in den Läden und Kaufhallen gähnende Leere und Ladenhüter und in der Deutschlandhalle konnte man sich die Nase platt drücken und bekam mangels Devisen doch nichts. Zur Deutschlandhalle gehörte auch eine Cafeteria, wo man eine Tasse Kaffee für 1,50 Westmark bekam. Meinen Onkel wurmte das mächtig wild entschlossen suchte er die Cafeteria auf und bestellte sich einen Kaffee, beim bezahlen mimte er den Ahnungslosen und legte 1,50 Mark der DDR hin nach langen palavern einigte man sich schließlich auf fünf Mark Ost und der Kaffee war getrunken. Der Spaß war's ihm wert, hätte ihn aber auch seinen Job im öffentlichen Dienst (Feuerwehr) kosten können.

*****

Der Kurort Warnemünde hatte vier Spezialitäten- Restaurants in einem Haus, die Schillerstraße 11 beherbergte neben einem russischen Spezialitäten- Restaurant auch asiatische und mediterrane Kost sowie Spezialitäten vom Balkan. Das Restaurant gehörte zur "gehobenen" Gastronomie der Preisklasse S+ 100% hier wurde allerdings auch einheimische Währung in Zahlung genommen. Immerhin konnte ich, die mir bis dahin verschlossene asiatische Küche kennen lernen, war ebend mal was anderes als der übliche Standard.

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


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#7

RE: Nationalitätenrestaurants in Berlin

in Leben in der DDR 25.02.2011 20:54
von wosch (gelöscht)
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Zitat von grenzergold
Auch ich habe öfters das"Ganymed" besucht,ohne Telefonat und DM-West.

grenzergold




.........................................Schade @grenzergold, daß Du so wenig in Deinem Profil zu stehen hast, hat zwar nur indirekt mit dem "Ganymed" zu tun, aber ein normaler DDR-Bürger brauchte in der Regel schon etwas- oder manchmal sehr viel "Geduld" um einen Platz im Ganymed zu bekommen. Die bevorzugte Behandlung der Menschen mit frei konventierbarer Währung willst Du doch allen Ernstes nicht bestreiten, oder?
Schönen Gruß aus Kassel.


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