Alkohol im Grenzdienst?

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23.02.2011 21:44
avatar  Hans55
#1
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Hallo miteinander! In meiner Zeit an der Berliner Grenze möchte ich behaupten ,im Grenzdienst wurde nicht gesoffen! Das war viel zu gefährlich(Befehl 3074,kannte wohl jeder und ein Bein stand ja immer in Schwedt)! In der Kaserne haben wir öfters einen"gehnemigt" leckeren "Meldekorn" oder"Weinbrandverschnitt". Ich denke an der grünen Grenze,war es nicht viel anders.( die Offiziere konnten auch ganz schön einen"nehmen") Gruß Hans55


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23.02.2011 22:16
#2
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Kann nur soviel dazu sagen--mir ist aus meiner Zeit nie ein Fall zu gehör gekommen.Wo Alkohol wärend des Grenzdienstes getrunken wurde,sicherlich wurde hin und wieder mal ein Rohr ins Objekt geschmuggelt Aber das wurde nicht während des GD oder kurz davor geleert. Stelle Dir mal vor bei der Vergatterung 3/8 auf den Kessel-das wäre es dann gewesen. Gruß Rostocker


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23.02.2011 23:15
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#3
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auch hallo an alle..alkohol im grenzdienst das gabs auch in meiner zeit nicht...das hätte bestimmt folgen gehabt die man nicht unbedingt erzwingen wollte!in der kompanie war das etwas anderes..da wurde so manche pulle ins objekt reingeschmuggelt..wir hatten da im keller eine kleine kantine..die der schreiber unter sich hatte...wenn der gut drauf war dann bekam man dort was hochprozentiges!!!aber vorsicht war auch geboten..der pk hat öfter spindkontrollen in der zimmern gemacht...sein ziel war dann nachschub aufzuspüren..wenn er dann eine pulle gefunden hatte..dann zog er seine geldbörse raus und gab dem edlen spender die 5 mark55..für den blauen würger...gruß von icke


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23.02.2011 23:44
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#4
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hallo miteinander schließe mich an, im grenzdienst kein tropfen,aber auf der einheit wurde öfters mal eine flasche oder mehere geköpft,manch einer von den kumpels bekam ein packet mit bergmannsfussel o gott das war ein fussel,kann mich noch erinnern
die leeren flaschen wurden mitgenommen und über dem sechs meter zum feind geworfen, der grund dafür war das die gackels des öfteren die mülltonnen durchwühlten und nach alk- flaschen suchten,dadurch konnten wir eine spint kontrolle aus dem weg gehen


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24.02.2011 00:01
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#5
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Wir machten ja viel Blödsinn,aber eins ist Fakt ,auch zu meiner Zeit gab es bei uns im GD keinen Fusel,dass war absolut Tabu.
Dafür wurde in der Kompanie so manches "Rohr" entleert oder etliche "Granaten" vernichtet.
"Stoff/Keifuli" war immer im Objekt vorhanden.

Gruß ek40


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24.02.2011 00:07
#6
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hallo ja zu meiner Zeit gab es das auch nicht ist mir auch nichts bekannt im GD mit Alkohol.
Mir ist da mal was passiert das muss ich euch mal schreiben wir hatten Ausgang und nach dem Ausgang wollte ich mal eine Flasche Likör mit rein nehmen in die Gk.Leider ist sie mir unter dem Mantel raus gerutscht und mitten auf den Hof hin geknallt
Schnell Eimer und Schaufel geholt und zusammen gefegt hatte auch keiner mit bekommen zum Glück.


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24.02.2011 00:27
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#7
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lommelchen schade drum,aber da kann ich auch mitreden, war ja hundeführer und bin mit unseren gackels zur schutzhundprüfung gefahren , alle drei hatten wir bestanden und hatten einen mörderischen gesoffen drauf, da sagte der eine wir tauschen die uniform jacken,er möchte auch mal gefreiter sein gesagt getan,das gezeche ging weiter da sagte er was trinkt deine kumpels ,sagte bier ,da nahmen sie zwei kästen mit, wir drei total abgefüllt ,zur gk zurück,am uffz. D vorbei, auf meine bude stellten die zwei kästen ab die kumpels jodelten,am nächsten morgen lachten alle was ist los sagte ich,guck dich an gackel biste und ein hund haste schon bekommst noch eine esi zu, scheiß die jacke vom gackel noch an,ich hoch auf seine bude der pennte noch aber er wuste es auch nicht mehr, ja das waren so die geschichten die man nicht vergißt


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24.02.2011 00:32
#8
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@Alex02 ja das glaub ich dir ist auch eine lustige Geschichte und da gibt es bestimmt viele von die einige hier erlebt haben.

Gruß Lommelchen


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24.02.2011 01:05
#9
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Zitat von icke-ek71
auch hallo an alle..alkohol im grenzdienst das gabs auch in meiner zeit nicht...das hätte bestimmt folgen gehabt die man nicht unbedingt erzwingen wollte!in der kompanie war das etwas anderes..da wurde so manche pulle ins objekt reingeschmuggelt..wir hatten da im keller eine kleine kantine..die der schreiber unter sich hatte...wenn der gut drauf war dann bekam man dort was hochprozentiges!!!aber vorsicht war auch geboten..der pk hat öfter spindkontrollen in der zimmern gemacht...sein ziel war dann nachschub aufzuspüren..wenn er dann eine pulle gefunden hatte..dann zog er seine geldbörse raus und gab dem edlen spender die 5 mark55..für den blauen würger...gruß von icke



Nun muß ich etwas stutzen--unter blauen Würger-verstand man damals den Kristall,Wodka und den Juwel Klaren .Bei den Wodka bekam man bei 10 Fl, einen Blindenhund dazu und bei den Klaren nach 10 Fl. einen Blindenstock. Aber nun zürück--kamen beide Sorten nicht erst Ende der 70 er Jahre auf den Markt? Oder liege ich da falsch?Gruß Rostocker


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24.02.2011 06:54
#10
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War bei uns wie bei meinen Vorrednern, im GD nicht, auf der Kompanie ja. Die Beschaffung war bei uns nicht so einfach, im Dorfkonsum kannte ja jeder jeden, aber bei einer Dienstfahrt nach außerhalb landete schon mal die eine oder andere Pulle im Batteriekasten vom LO. Als im Nov. 90 die GÜST Stapelburg geöffnet wurde wuchsen dort auch sehr schnell ein paar Imbissbuden aus der Erde und die haben leckeren Glühwein und Grog verkauft. Aber das war ja dann auch kein richtiger Grenzdienst mehr. Die beste Zeit einen zu heben war bei uns übrigens nach der Nachtschicht. Da konnte ma ziemlich sicher sein, daß man ungestört blieb.


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24.02.2011 07:22
avatar  Pit 59
#11
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Die Beschaffung von Alkohol war leicht.Das haben für uns die Bauern übernommen,meistens Traktor-Fahrer.Das zeug nach dem GD mit auf die Kompanie zu nehmen war kein Problem,das war dann immer ein schöner Schlummer Trunk.Aber währen des Dienstes ich Glaube nein.


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24.02.2011 08:56
#12
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Es ist offenbar auch in der DDR wie hier in der Schweiz gewesen. In der Stadt ist die Armee unbeliebt gewesen, auf dem Lande aber nicht. Zum Teil haben die Leute gleich von sich aus Schnäpse zu den Soldaten gebracht, meist ältere Leute, die ihre Geschichten und Sprüche an den Mann gebracht haben: "Sechs Tage produzieren wir für Hitler, am siebenten Tag beten wir für die Alliierten!" Oder dass sie auf Wunsch der US und britischen Regierung ab 1943 nachts alles Licht brennen lassen mussten, damit die Piloten die Reichsgrenze ausmachen könnten. Geholfen hats nichts, die Briten haben die Rüstungsfabriken in Schaffhausen und anderswo dennoch zerstört. Ziemlich genau getroffen. Natürlich versehentlich und sich bei der Schweizer Regierung entschuldigt.
Saufen konnte schon ein Problem sein. Einmal so etwa 1980 habe ich eine Wache nahe der deutschen Grenze ziemlich beduselt und wütend gesehen. Und wurde immer wütender. Zur Rede gestellt, hat er eine Riesentüte gepackt, den Posten verlassen, ist ins Kompaniebüro marschiert und nach fünf Minuten ohne wieder rausgekommen. "Jetzt ist mir wohler!!!" Der Fall nahm dann doch ein gutes Ende, nachdem uns der senfverschmierte Kompaniechef ins Büro holte. Weil er zum Glück zufällig alleine war.
Was hat sich ereignet. Bei uns gibt es ab und zu "normalen Ausgang". Abendessen mit der Truppe und dann Ausgang. Oder seltener "Ausgang mit Fak. Essen". Das Hauptverlesen ist früher und wer keinen besonderen Dienst hat, der kann noch was essen (Faultatives Essen) oder sofort weg. Weil das die meisten machen, gibt es nur Suppe und Schnitten oder sonstwas Einfaches. Das war am Vorabend auch so. Kurz nach dem Zimmerverlesen um 24.00 Uhr wurde BG4 ausgelöst (der höchste Bereitschaftsgrad) und die Truppe bezog die Stellungen. Der oben erwähnte Soldat und sein Kollege war gegen Morgen durchgefroren und als einige Kinder zur Schule gingen, rief er ihnen zu, gab ihnen Geld, sie sollen Essen organisieren. Nach einiger Zeit kamen sie mit einer Tüte und belegten Brote. "Seit wann gibt es im Laden frühmorgens belegte Brote und warum sind das soviele? Wo sind die denn her?" Die Kinder sagten, die sind doch von euch, da trägt einer welche raus. Dann hat er das Fernglas gesehen und siehe da, da kam der Kollege aus dem Küchenpersonal raus und hat Schnitten in die Tonne geworfen. Als ich ihn zur Rede gestellt hatte, nahm der die Tüte, schnurstracks ins Büro: "Wir frieren uns den Arsch ab fürs Vaterland! Wir hungern fürs Vaterland! Wir machen das gerne fürs Vaterland! - Aber was macht ihr Nudel- und Spagettiträger? Feiert Partys und stopft euch voll. Und wenn ihr vollgefressen seid, dann werft ihr gutes Essen in die Tonne. Dann hat er die Tüte ausgeleert. Eine Schnitte genommen und dem Kompaniechef den Senf links und rechts aufs Gesicht geschmiert.
Im Büro sagte der KC: "Ich werde den Fall flach halten. Dass Sie den Posten verlassen haben, das gibt Arrest, die Schnitten und der Senf sind geschenkt. Das waren die Schnitten von gestern, die wollte keiner und jetzt sind sie schlecht und müssen entsorgt werden. Dass Sie sich geärgert haben, als sie gesehen haben, wie man sie wegwirft, kann ich verstehen...
Ich denke, in ganz nüchternem Zustand würde niemand seinem KC Senf ins Gesicht schmieren.
Theo


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24.02.2011 11:26
avatar  moreau
#13
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Alkohol im GD ist mir völlig unbekannt, ist mir auch bei anderen nie auch nur ansatzweise aufgefallen. In der GK dagegen schon, aber auch nur im Rahmen eines Schlummertrunks. Also nix mit 3,8 auf Kessel. Im Dienstfrei allerdings, wurde die Welt zur Zentrifuge gemacht. So schnell drehte die sich.

Gruß
moreau


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24.02.2011 12:30
avatar  Greso
#14
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Ja Leute,nun macht der Greso wieder eine Extrawurst.
Gesoffen ,wurde bei uns nicht im Grenzdienst,aber wir bekamen ja noch Schnaps in den Tee.Ab bestimmte -Grade.
Aber wir hatten ja noch die Caroliene,das war eine kleine Siedlung und da war die Ehemalige GK.Da wohnte eine Frau,die hatte immer so kleine Flaschen Pfefferminzlikör hinterm Fensterladen.Kasse des Vertrauens
Einige hatten auch an manchen Postenplätzen ein Versteck.
Das war 1966 und Gruß Greso


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24.02.2011 12:36
avatar  Mike59
#15
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Im Grenzdienst Alk kenne ich auch nicht. Das heißt aber nicht, dass es nur nüchtern zum Dienst ging. Wenn kurzer Hand der Ausgang abgebrochen wurde und die Züge zurück in die Einheit und in die Abriegelung mussten - waren schon ein paar dabei, die sich in der Abriegelung eingetroffen, gleich niederlegten und nicht mehr zu sich gekommen sind. Der Rest war im allgemeinen stink Sauer aber trotz allem guter Dinge - weil total besoffen.

Mike59


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