Schwere Tage in der Kaserne

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17.02.2011 21:14
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#1
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Hallo alle zusammen! ImJahr 1979 bekamen wir in der Kaserne Groß-Glienicke hohen Besuch,Generaloberst B hatte sich angesagt! An für sich nichts besonderes,ich war Gefreiter war ja fast das gleiche(grins). Aber was sich die Tage vorher abgespielt hat,kann man nur als Irrenhaus bezeichnen. Das pinseln der Bordsteine(weiß), Steine sammeln auf dem Explatz,die Reifen der SPW und LKW mit Altöl einpinseln, damit sie ja schön glänzen usw. Man war dann froh,wenn man Grenzdienst hatte.Der Lamettaträger ist durch die Kaserne zum Stabsgebäude gefahren und ward nicht mehr gesehen. Tagelang ein Theater und wofür? Manchmal waren die total bekloppt! Gruß Hans 55


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17.02.2011 22:26 (zuletzt bearbeitet: 17.02.2011 22:28)
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#2
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Gab ja sowieso nur zwei Dienstgrade Gefreiter oder General


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17.02.2011 22:47
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#3
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bei uns im abb nordhausen hatte sich mal der chef der grenztruppen angesagt..tagelang vor diesem ereignis wurde das ganze kasernengelände auf vordermann gebracht...alles mußte glänzen..genauso wie hans55 das beschrieben hat..man konnte sich nur noch wundern auf was die vorgesetzen gekommen sind...was tut man nicht alles um zu glänzen!!da im herbst die blätter von den bäumen fallen..mußten wir vor unserem kompaniegebäude die blätter die noch an den bäumen waren runterschütteln...es war halt herbst und dem chef der gt hätte das vielleicht missfallen können...jedenfalls war mittagspause angesagt.(der sollte erst am nachmittag kommen)und wir lagen in unseren kojen..plötzlich ging die tür auf und son mann mit biesen an der hose stand mit unserem spieß und kc im zimmer und keiner sprang auf und grüßte den generalmajor..boh..danach war sackstand angesagt..kohlenschippen war noch das leichteste von der bestrafung..gruß icke


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17.02.2011 23:14
#4
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Ich hatte immer das Gefühl während meines GWD und beim Resevistendienst. Ab Dienstgrad Major aufwärts wurden die Leute ruhiger,sie hatten das erreicht was sie in ihrer Laufbahn als Berufssoldat erreichen konnten.Sie hatten ihren Dienstgrad und Dienststellung und waren zufrieden.Am geilsten waren die Berufssoldaten von Unterleutnant bis Hauptmann--die waren auf jede Beförderung scharf, naja ist ja auch zu verstehen -war halt ihr Job.


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17.02.2011 23:30 (zuletzt bearbeitet: 17.02.2011 23:32)
#5
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Hallo Rostocker ,

die Beförderungen kamen von allein, man konnte sich fast nicht dagegen wehren.
Nach der Ernennung zum Leutnant (zu meiner Zeit im August) erfolgte die Beförderung
zum Oberleutnant nach gut 2 Jahren im Oktober. Nach drei weiteren Jahren war man
Hauptmann. Das alles natürlich mit der Maßgabe, dass man sich nicht was 'hemmendes'
eingehandelt hat. Zum Major mussten dann wohl vier Jahre vergehen - aber das weiß ich
nicht so genau, da ich 'nur' Zugführer im GAR war und mit dem Dienstgrad Hptm. die Dienst-
stellung ausgereizt war.

Warum waren manche so 'scharf'? Da könnte es einige Gründe geben, wie wenig entwickeltes
Selbstbewusstsein, Angst, nicht für voll genommen zu werden oder um nach oben zu zeigen,
was für ein toller durchsetzungsfähiger Vorgesetzter man war? Oder einfach nur, weil es das
eigene Verständnis von Militär war?

Gruß

Ricardo

in Antwort auf

Zitat von Rostocker
... Am geilsten waren die Berufssoldaten von Unterleutnant bis Hauptmann--die waren auf jede Beförderung scharf, naja ist ja auch zu verstehen -war halt ihr Job. ...


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18.02.2011 06:50 (zuletzt bearbeitet: 18.02.2011 07:40)
avatar  a1 otti
#6
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1986 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen. Mann, war da was los. Tage vorher wurden die K2/K6 geharkt, sämtliche Steinchen und Gegenstände, die größer als 5 cm waren, mussten eingesammelt werden. Überall wurde geputzt und geschrubbt (auch die Postenbereiche!!!). Es hieß, der Minister komme mit dem Hubschrauber, und von da oben kann mann alles sehen (also auch die "großen" Steinchen auf den Spurenstreifen)
Am Tag des Besuches ist der mit der Aufbringung des weißen Streifens für die Paradeeinheit zur Begrüßung des Armeegenerals beauftrage Soldat/Gefreite bald verzweifelt, denn er hat diesen Streifen mindestens 4 - 5 mal erneuert, weil ständig irgendwelche Fahrzeuge, Kradmelder oder sonstwas drüberbrausten
Am schönsten waren die Aktionen des Oberst Mxxxx, dem GÜSt-Kommandanten, welcher meinte, die Bestuhlung im Saal der Gaststätte nach seinen Ansichten ändern zu müssen. Die Bestuhlung war durch das Vorauskommando des Ministers bereits konkret gestellt worden, aber das gefiel dem Obst. wohl nicht, er hat sie eigenhändig umgestellt. Als er aus dem Saal raus war, wurde natürlich alles wieder in die richtige Position gebracht
War jedenfalls ganz schöner Trubel, sogar das Fernsehen war da, es gab einen kurzen Bericht in der AK....

Ralf


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18.02.2011 06:59
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#7
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( gelöscht )

Zitat von Büdinger
Hallo Rostocker ,

die Beförderungen kamen von allein, man konnte sich fast nicht dagegen wehren.
Nach der Ernennung zum Leutnant (zu meiner Zeit im August) erfolgte die Beförderung
zum Oberleutnant nach gut 2 Jahren im Oktober. Nach drei weiteren Jahren war man
Hauptmann. Das alles natürlich mit der Maßgabe, dass man sich nicht was 'hemmendes'
eingehandelt hat. Zum Major mussten dann wohl vier Jahre vergehen



Junge junge, da kann man ja neidisch werden... andererseit war es dadurch bei 2 Oltn. oder Hauptm. auf einem Haufen immer ganz leicht den MA vom MfS zu identifizieren.


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18.02.2011 07:38 (zuletzt bearbeitet: 18.02.2011 07:48)
avatar  GZB1
#8
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Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte also AG Heinz Keßler gewesen sein.


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18.02.2011 07:45
avatar  a1 otti
#9
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Zitat von GZB1

Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte als AG Heinz Keßler gewesen sein.




Dann kann es auch 1985 gewesen sein, muss ich noch mal nachsehen. Das Gedächtnis halt....
Soweit ich mich recht erinnere, war es auf jeden Fall AG Hoffmann, denn ich habe von ihm das Buch "Mannheim-Madrid-Moskau" erhalten, sogar noch eine Signierung ergattert.... (Weiß jetzt natürlich nicht, ob das was ist, wo man stolz drauf sein kann....)

Ralf


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18.02.2011 09:59 (zuletzt bearbeitet: 18.02.2011 13:27)
avatar  Gohrbi
#10
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Selbst für das "Stammpersonal" gab es schwere Tage.
AG Keßler und alle in der DDR vorhandenen Militärattaches kamen zur Uffz-Schule zu Besuch.
Es war Winter und kein schlechter. Alle Schneeberge am Wegesrand und auf den Freiflächen
wurden auf 20 cm runtergefräst. Alle Wege und Straßen im Objekt wurden schnee- und eisfrei
gemacht. Wir hatten ja genug US. Mit Spaten und Brechstangen ging es ans Werk, die
5 - 10 cm starke Schnnee/Eisschicht zu entfernen.
Die Protokollwege in den Gebäuden wurden mit frischer Farbe versehen. Und wo noch ein Nagel
"leer" war, kam ein schönes Bild von Erich dran. Da wir aber trotz aller Bemühungen nicht so viele hatten,
wurden die aus den schon besuchten Gebäuden umgehangen.
Wir hatten dann 4 Stunden Bambule in der Kaserne. Ich durfte mir dann 4 Wochen die
Hände nicht mehr waschen, weil da so viel Generalität gedrückt hat.
Da stand ich endlich mal dem "Gegner" Auge in Auge gegenüber.


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18.02.2011 12:09
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#11
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( gelöscht )

In der "Knollenburg" Halberstadt gab es diesen Unsinn auch.
Es war entweder im Herbst 81' oder im Frühjahr 82.
Kann den Zeitpunkt nicht mehr genau einordnen.
Dort kam auch ein hoher "Sacki", ich glaube es war Generaloberst Baumgarten.
Da wurden auch die Bordsteine weiß gestrichen und der totale Sackstand abgezogen.
Am liebsten hätten sie noch grüne Blätter an die Bäume geklebt........
Zum Glück blieben wir von dieser "Maßnahme" als KFZ-Kompanie verschont.

ek40


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18.02.2011 12:49 (zuletzt bearbeitet: 18.02.2011 12:49)
#12
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Hallo ek40 ,

lt. der Zeittafel im Sachbuch zum GAR-7 von Werner Neumann (StabPL)
erfolgte am 12.10.1981 ein wirklich hoher Besuch im Truppenteil:

AG Hoffmann,
Gen.oberst Keßler,
Gen.ltn. Baumgarten,
Gen.mj. Lorenz,
Oberst Fritsche,
Ernst Goldenbaum (Vorsitzender DBD),
Dr. Keil (vorsitzender der CDU),
Dr. Gerlach /Vorsitzender LDPD),
Prof. Dr. Homann (Vorsitzender der NDPD).

Das muss ja richtig Stress im Vorfeld gewesen sein.

Besichtigt hat man dann wohl die 4., 5., 6. und 7. AbK mit - ich zitiere -
'herzlichen Begegnungen in den Klubräumen'.

Gruß

Ricardo

in Antwort auf

Zitat von ek40
In der "Knollenburg" Halberstadt gab es diesen Unsinn auch.
Es war entweder im Herbst 81' oder im Frühjahr 82.
Kann den Zeitpunkt nicht mehr genau einordnen.
Dort kam auch ein hoher "Sacki", ich glaube es war Generaloberst Baumgarten.
Da wurden auch die Bordsteine weiß gestrichen und der totale Sackstand abgezogen.
Am liebsten hätten sie noch grüne Blätter an die Bäume geklebt........
Zum Glück blieben wir von dieser "Maßnahme" als KFZ-Kompanie verschont.

ek40


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18.02.2011 13:06
#13
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Zitat von a1 otti

Zitat von GZB1

Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte als AG Heinz Keßler gewesen sein.




Dann kann es auch 1985 gewesen sein, muss ich noch mal nachsehen. Das Gedächtnis halt....
Soweit ich mich recht erinnere, war es auf jeden Fall AG Hoffmann, denn ich habe von ihm das Buch "Mannheim-Madrid-Moskau" erhalten, sogar noch eine Signierung ergattert.... (Weiß jetzt natürlich nicht, ob das was ist, wo man stolz drauf sein kann....)

Ralf




Dann ist sicher sein Geist durchs Objekt geschlichen


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18.02.2011 13:08
avatar  Greso
#14
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Habe ich auch mal erlebt,1966 im Sommer da hatte sich ein General angemeldet,und unser KC,kam raus zur Grenze und brachte einen
Elektrorasierer und Schuhputzzeug mit.
Gruß Greso


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18.02.2011 13:51
avatar  exgakl
#15
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Zitat von a1 otti

Zitat von GZB1

Zitat von a1 otti

1987 oder 1987 schickte sich der damalige Armeegeneral Heinz Hoffmann an, die GÜSt Marienborn zu besuchen.




AG Heinz Hoffmann ist am 2. Dezember 1985 verstorben. Könnte als AG Heinz Keßler gewesen sein.




Dann kann es auch 1985 gewesen sein, muss ich noch mal nachsehen. Das Gedächtnis halt....
Soweit ich mich recht erinnere, war es auf jeden Fall AG Hoffmann, denn ich habe von ihm das Buch "Mannheim-Madrid-Moskau" erhalten, sogar noch eine Signierung ergattert.... (Weiß jetzt natürlich nicht, ob das was ist, wo man stolz drauf sein kann....)

Ralf




Hallo Ralf,

der Besuch von Hoffmann muß 1985 gewesen sein. Die von Dir genannten Aktionen kenne ich auch noch... wir haben ebenfalls die größeren Steine vom K6 gesammelt und über den Zaun feindwärts geschmissen 2 Wochen später haben wir den Mist drüben wieder eingesammelt, weil die LPG auf dem Vorgelagerten mähen wollte.
Toll war auch mit der TS und einem Eimer weißer Wandfarbe am K2 langzufahren und die Pfosten der Schutzstreifenschilder neu anzupinseln.... in dieser Zeit hätte man denken können die Grenzaufklärer der 7.GK Sommersdorf sind nur noch als Malerbrigade eingesetzt.

VG exgakl


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