Die Sprache der Sachsen

  • Seite 1 von 19
12.02.2011 18:32 (zuletzt bearbeitet: 12.02.2011 18:34)
avatar  Angelo
#1
avatar

Ich habe auch zum Thema Sachsen wieder was dazu gelernt, so dachte ich immer das in Sachsen alle Sächsisch reden aber das stimmt ja gar nicht ! Wir haben einen neuen Kollegen auf meiner Rettungswache bekommen der ganz normal spricht dennoch fragte ich ihn aus welchem Bundesland er kommt....er meinte er kommt aus Sachen, da mußte ich anfangen zu lachen da ich zu ihm sagte du kannst nicht aus Sachsen kommen da ich deine Sprache verstehe....
Er meinte aber er kommt von der Ober-Lausitz und da sprechen alle Sachsen ein normales Deutsch........warum ist das so ?


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 18:47
avatar  VNRut
#2
avatar

Zitat
Einwohner
In der Oberlausitz leben heute etwa 780.000 Menschen, knapp 157.000 davon im polnischen Teil östlich der Neiße. Ein Teil des Landes gehört zum Siedlungsgebiet der Sorben. Zwischen Kamenz, Bautzen und Hoyerswerda sprechen etwa 20.000 Menschen Sorbisch. Aber auch die deutsche Bevölkerung vor Ort ist kulturell nicht homogen, die kulturellen Grenzen lassen sich recht gut an den unterschiedlichen Dialektregionen ausmachen. Während im Bautzener Becken ein recht gutes Hochdeutsch gesprochen wird, spricht der Süden die Oberlausitzer Mundart, einen alten fränkischen Dialekt. Im Osten hingegen wird teilweise noch Schlesisch gesprochen. Die größte Verdichtung der Bevölkerung weist die deutsch-polnische Doppelstadt Görlitz-Zgorzelec auf. Hier leben zur Zeit 91.000 Einwohner, davon 33.000 im polnischen Teil. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Oberlausitz



Gruß VN_Rut

GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle

 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 18:48
avatar  PF75
#3
avatar

was ist normales Deutsch


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 18:50
avatar  Mike59
#4
avatar

Also Don,
wenn ich bedenke, das Martin Luther dem deutschen eine einheitliche Sprache gab und Martin Luther vom Kurfürst von Sachsen gefördert wurde.
Somit gab er dem deutschen Volk eine Sprache die sich Ostmittelhochdeutsch (Kein Witz) nennt.
Der Rest sind dann wohl nur Dialekte.
Ich habe eine gute Freundin die lebt in Hannover, sie sagt, bei uns sprechen die Menschen wie im Fernsehen.

Mike59


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 18:57
avatar  PF75
#5
avatar

noch eine anmerkung,vor vielen jahren(so mitte/ende 90) hab ich mal einen beitrag gelesen,das die meisten Callcenter hier in MV geschaffen wurden weil hier die " Eingeborenen" das verständlichste deutsch sprechen.


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 18:59
avatar  Angelo
#6
avatar

Zitat von PF75
was ist normales Deutsch



Na Deutsch das jeder versteht

Aber um die Sachsen jetzt nicht ins schlechte Licht zurücken......

Schwäbisch und Bayrisch ist auch keine einfache sprache


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 19:02
avatar  PF75
#7
avatar

@ Angelo
die sachsen sind kummer gewohnt,das war auch schon zu Ostzeiten so,aber manche sind lernfähig


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 19:05
avatar  Angelo
#8
avatar

Also ich hatte ja jetzt schon mit einigen Kontakt hier im Forum auch Telefonsich....es war halt so das ich bei einigen schon so das ich genau hin hören mußte um was zu verstehen Aber da waren auch Thüringer dabei


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 19:07
avatar  Pitti53
#9
avatar

Zitat von Angelo
Also ich hatte ja jetzt schon mit einigen Kontakt hier im Forum auch Telefonsich....es war halt so das ich bei einigen schon so das ich genau hin hören mußte um was zu verstehen Aber da waren auch Thüringer dabei



da mußt du erstmal echte Vogtländer hören.verstehste kein Wort


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 19:26
avatar  Mike59
#10
avatar

Zitat von Angelo
Also ich hatte ja jetzt schon mit einigen Kontakt hier im Forum auch Telefonsich....es war halt so das ich bei einigen schon so das ich genau hin hören mußte um was zu verstehen Aber da waren auch Thüringer dabei


--------------
naja Goethe soll mal sinngemäß gesagt haben, dass er das schlimmste sächsisch zwischen Gera und Weimar gehört habe. Und die beiden Orte liegen ja nun mal in Thüringen.

Aber fränkisch, hessisch und bayrisch können auch übel sein.

Mike59


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 19:46 (zuletzt bearbeitet: 12.02.2011 19:50)
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

Ich bin froh das es noch Mundarten gibt! Es wäre schade wenn die nach und nach verschwinden würden. Ich habe zwar auch ungläubig geschaut,aber manchmal liegt das sächsische nicht einmal so schlecht! Mir gefällt natürlich als ehemaliger Leipziger sächsisch !
Der beliebteste Dialekt in Deutschland ist Bayerisch.
Dies ging aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin "Daheim" Deutschland hervor.
Dem zufolge wird Bayerisch von 44 Prozent der Deutschen sehr geschätzt. Mit weitem Abstand folgt auf Platz zwei, nämlich 32 Prozent, Nieder- und Plattdeutsch. In der Rangliste der Dialekte kommt Berlinerisch mit 29 Prozent auf Platz drei, gefolgt von Schwäbisch mit 25 Prozent und Sächsisch mit 20 Prozent. Schlusslicht ist Pfälzisch mit nur sieben Prozent.

62 Prozent der Befragten finden, dass Dialekte die deutsche Sprache sehr bereichern. Aus Sicht von 34 Prozent sorgen die landsmannschaftlich unterschiedlichen Sprachweisen hingegen für eine erschwerte Kommunikation. Vor allem die Mehrheit der 14-bis 29-Jährigen (51 Prozent) sieht das so.

Grundsätzlich empfinden es aber 78 Prozent der Deutschen als "positiv", wenn jemand einen Dialekt spricht.
Eine knappe Mehrheit von 54 Prozent hält es für gut, wenn in bundesweiten Fernsehprogrammen auch regionale Dialekte gesprochen werden. 44 Prozent lehnen das hingegen ab und wollen ein klares Hochdeutsch!

Hier alle Ergebinisse der Umfrage:

1. Bayerisch 44%
2. Nieder-/Plattdeutsch 32%
3. Berlinerisch 29%
4. Schwäbisch 25%
5. Sächsisch 20%
6. Rheinländisch 19%
7. Hessisch 16%
8. Ruhrpott-Dialekt 13%
9. Fränkisch 12%
10. Westfälisch 9%
11. Badisch 9%
12. Pfälzisch 7%
13. keinen davon 4%


Dazu noch folgendes !!


Sächsisch ist eine der deutschen Hochsprachen und keinesfalls einfach nur ein Dialekt. Im Mittelalter war es absolut in und auch Martin Luther hat es sehr gemocht. Später war es nach etlichen militärischen Niederlagen der sächsischen Könige und Dominanz Preußens nicht mehr so in. Den Rest an Popularität hat es gekostet, das Walter Ulbricht aus Leipzig stammte und seine vielen Reden in unverkennbarem Leipziger Sächsisch hielt.
Nach der Wende wurde von vielen Westdeutschen Ostdeutschland mit Sachsen assoziiert, weil die Sachsen einfach fixer als die anderen waren und überall viel eher aufgetaucht sind als die anderen Ossis.
Aber mittlerweile ist das lange vorbei. Viele Sachsen sind jetzt stolz auf ihre Sprache und dumme Witze darüber fechten niemand mehr an.
Lene Voigt ist eine berühmte Leipziger Mundartdichterin und gibt ein sehr gutes Beispiel für die Sprache
(aus einem Reiseführer)

Nu guggd nisch so blede,man lernd nie aus!
Gruß Peter (turtle)


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 20:03
#12
avatar

meine Frau ist aus Sachsen ,lebt aber nun schon 22 Jahre in Bernau b.Berlin da hörste kaum noch Dialekt. Aber wenn sie mit ihrer Fam.
in Aue telefoniert kommts gleich wieder durch.

Als wir uns kennenlernten und ich das erste mal der Familie vorgestellt wurde ,da haben die Ohren geschlackert.Ich musste mich sehr konzentrieren beim Zuhören.,dennalle haben ja wegen mir kein Hochdeutsch gesprochen.

Also im Erzgebirge sind die Dialekte sehr vielfältig ,manchmal genügen da schon 20-30 Kilometer Ortsveränderung.
Aber Sachsen ist das Land wo die schönen Mädchen an den Bäumen wachsen.

VG
der küchenbulle


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 20:14
avatar  ( gelöscht )
#13
avatar
( gelöscht )

ich bin bekennender Sachse und hab mich stets über die Geschichte Sachsens kundig gemacht. Der Dialekt hat einen Ursprung, den keiner vermuten würde. Ich als Zuzugsdresdner spreche Ostosterländisch, ein Dialekt, der vorwiegend in und um Leipzsch gesprochen wird. Hier in Dresden spricht man Meißnisch. Ein Stück weiter gen Osten spricht man Oberlausitzisch und Sorbisch, rund um Görlitz Schlesisch (sag nie einem Görlitzer, er sei Sachse, da brennt die Luft! [heartt). Dann gibt es noch Erzgebirgisch und Vogtländisch, welche man den ostfränkischen und nordbairischen Dialekfen zuordnen kann. Der Dialekt rund um Halle/Sa. ist vom Rotwelschen geprägt, die Sprache der kleinen Gauner und Juden aus vergangener Zeit. Deswegen klingt er so gewöhnlich, nahezu vulgär . Als vor ca. 1000 Jahren die Ottonen die Osterweiterung des Ostfränkischen Reiches einläuteten und später das "Berggeschrey" begann, zogen vorwiegend Bauern aus Franken, Nordbayern, Schwaben, Sachsen aus dem Harzgebiet (Bergbau!) u.a.m. in das Miriquidi, um es urbar zu machen und Silber zu schürfen. Das ist die Grundlage für unseren Volksstamm, dessen Dialekte im Gesamtumfang obersächsisch genannt werden und in großen Teilen Mitteldeutschlands gesprochen wird.

Gruß aus dem "belagerten" Dresden


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 20:52
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

Zitat von Matscher
ich bin bekennender Sachse und hab mich stets über die Geschichte Sachsens kundig gemacht. Der Dialekt hat einen Ursprung, den keiner vermuten würde. Ich als Zuzugsdresdner spreche Ostosterländisch, ein Dialekt, der vorwiegend in und um Leipzsch gesprochen wird. Hier in Dresden spricht man Meißnisch. Ein Stück weiter gen Osten spricht man Oberlausitzisch und Sorbisch, rund um Görlitz Schlesisch (sag nie einem Görlitzer, er sei Sachse, da brennt die Luft! [heartt). Dann gibt es noch Erzgebirgisch und Vogtländisch, welche man den ostfränkischen und nordbairischen Dialekfen zuordnen kann. Der Dialekt rund um Halle/Sa. ist vom Rotwelschen geprägt, die Sprache der kleinen Gauner und Juden aus vergangener Zeit. Deswegen klingt er so gewöhnlich, nahezu vulgär . Als vor ca. 1000 Jahren die Ottonen die Osterweiterung des Ostfränkischen Reiches einläuteten und später das "Berggeschrey" begann, zogen vorwiegend Bauern aus Franken, Nordbayern, Schwaben, Sachsen aus dem Harzgebiet (Bergbau!) u.a.m. in das Miriquidi, um es urbar zu machen und Silber zu schürfen. Das ist die Grundlage für unseren Volksstamm, dessen Dialekte im Gesamtumfang obersächsisch genannt werden und in großen Teilen Mitteldeutschlands gesprochen wird.

Gruß aus dem "belagerten" Dresden





Schön erlärt @Matscher.....und wenn Luther die Biebel in seiner Muttersprache übersetzt hätte....wer weiss, vieleicht wäre heute Sächsisch deutsche Amtssprache.

Wieso Dresden belagert?
Habe ich etwa die Mobilmachung bei uns in Preussen verschlafen?


 Antworten

 Beitrag melden
12.02.2011 21:01
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

hey Stutz,

morgen ist Demo wegen dem 13. Februar, man bildet eine Menschenkette rund um die Innenstadt zum Gedenken an die 30000 Toten bei der Zerstörung Dresdens. Und wie jedes Jahr wollen die Neonazis aus ganz Europa ebenfalls mitmachen, d.h. den Anlaß für sich vereinnehmen. Da ihre Demo auf die Neustädter Seite verwiesen wurde und dort sich die linke Szene etabliert hat, gibt es garantiert wieder mal Kloppe. Heute kreisten Helis über der Stadt, an den wichtigsten Einfallstraßen stehen Kontrollen. Bloß weg morgen!


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!