Politische Schulung der Grenztruppen

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03.02.2011 21:54
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#1
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Ohne Kommentar zitiert aus einem Sonderheft von "WACHSAM UND KAMPFENTSCHLOSSEN" für die politische Schulung der Grenztruppen, aus dem Jahr 1981, Herausgeber: Politische Verwaltung der Grenztruppen der DDR.
Von einem namentlich nicht benannten Autorenkollektiv.

"Die massive ideologische Wühltätigkeit und die vielfältigen provokatorischen Anschläge auf die Staatsgrenze der DDR, die vom Territorium der BRD und Westberlins aus verübt werden, sind eng miteinander verknüpft. Beide gehören sie zum Instrumentarium der psychologischen Krieger des BRD-Imperialismus gegen die Grenztruppen der DDR. Den an Umfang, Schwere und Gefährlichkeit zunehmenden feindlichen Aktionen liegt die absicht zugrunde, an der Staatsgrenze der DDR gefährliche Spannungen zu schaffen und die Lage zu verschärfen. Damit erhofft er sich gleichzeitig eine spezielle psychologische Wirkung, gewissermaßen einen psychischen Dauerdruck auf die Angehörigen der Grenztruppen. Die fortwährende Versuche der Mißachtung der Hoheitsrechte und des Hoheitsgebietes unseres Staates, das anmaßende, beleidigende und herausfordernde Auftreten von verhetzten und aufgeputschten Elementen an der Staatsgrenze soll unsere Grenzposten zu unüberlegtem Handeln mit unabsehbaren Folgen provozieren. Davon erhoffen sich die ideologischen Krieger zugleich "neues Material"für ihren Hetz- und Verleumdungsfeldzug gegen die Grenztruppen. Die Morddrohungen und die gezielte Anwendung von Schußwaffen, Sprengstoffanschläge, das Werfen von Brandflaschen und von Pflastersteinen, all das sind nicht nur unverantwortliche Angriffe auf unser Leben und unsere Gesundheit, sondern auch Angriffe auf unser politisch kluges, besonnenes und konsequentes Handeln und Verhalten im Grenzdienst. Derartige anschläge zielen darauf ab, die Grenzsoldaten zu verunsichern und sie in Angst zu versetzen. Nicht das entschlossene aktive und überraschende Handeln sollen die Dienstdurchführung unserer Grenzposten prägen, sondern Unentschlossenheit, Passivität, Kopflosigkeit und Furcht.
Trifft diese Charakterisierung der Absichten des Gegners nur auf Grenzabschnitte zu, "wo immer was los ist"? Nein, selbst die Tatsache, daß sich der Gegner an einzelnen abschnitten unserer Staatsgrenze oftmals über längere Zeiträume verhältnismäßig ruhig verhält, ist Absicht, ist Bestandteil seiner Versuche, uns psychisch und moralisch zu beeinflussen. Bei den Grenzsoldaten sollen Gleichgültigkeit und Sorglosigkeit aufkommen, wir sollen veranlaßt werden, die Vorgänge an der Staatsgrenze lediglich passiv zu registrieren, fahrlässig und nicht wachsam zu handeln. Wir haben uns auch in der nächsten Zeit darauf einzustellen, daß die Anschläge des Gegners auf die Staatsgrenze zunehmen und noch brutaler und raffinierter werden. Sie sind nicht nur darum so außerordentlich gefährlich, weil bei ihnen der skrupellose Mord an Grenzsoldaten mit eingeplant ist, sondern auch, weil derartige Aktionen, aus denen jederzeit größere Provokationen entstehen können, dem Konzept des Imperialismus zur Auslösung von militärischen Konflikten entspringen. Von unserem politisch verantwortungsbewußten, besonnenen, taktisch klugen und aktiven Handeln hängt entscheidend ab, wie schnell und mit welcher Wirksamkeit provokatorische Handlungen und Angriffe des Feindes zerschlagen werden können.
Natürlich sind all diese Methoden nicht neu. solange wir die Grenze unseres sozialistischen Staates zuverlässig schützen, solange versucht der Klassenfeind bereits, mittels seiner Massenmedien, mit Kontaktversuchen und provokatorischen Anschlägen unser Denken, Handeln und Verhalten im Interesse seiner subversiven Absichten zu beeinflussen.Wie in der Vergangenheit, so werden diese Versuche heute und auch künftig an unserer ideologischen Standhaftigkeit scheitern."

Wer erinnert sich noch an solche Töne?

Schönen gruß aus Kassel.


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03.02.2011 22:00
avatar  PF75
#2
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diese veranstaltungen wurden meistens zur erholung(abnicken) genutzt und der größte teil der anwesnden hatte sowieso seine eigene meinung,man hat halt auf durchgang geschalten ,interessiert geschaut und so hatte man seine ruhre.


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03.02.2011 22:05
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#3
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Zitat von PF75
diese veranstaltungen wurden meistens zur erholung(abnicken) genutzt und der größte teil der anwesnden hatte sowieso seine eigene meinung,man hat halt auf durchgang geschalten ,interessiert geschaut und so hatte man seine ruhre.




................................Laß das man nicht den Pitti hören, der war doch für so´n "Schmarr´n " zuständig, oder irre ich mich da, Pitti?
Schönen gruß aus Kassel.


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03.02.2011 22:08
avatar  PF75
#4
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dein artikel stammt ja auch aus der zeit nach meinem dienst bei den GT und es gab ja auch leute die eine vernünftige meinung vertreten hatten und nicht nur die offizielle linie propagiert hatten (genau wie heute)


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03.02.2011 22:10 (zuletzt bearbeitet: 03.02.2011 22:14)
avatar  Backe
#5
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Ein Graul diese Gelaber. Aber wir waren doch ALLE WuK.Oder etwa nicht?
Manch einer hat daran geglaubt,an diesen Müll.

"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing


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03.02.2011 22:14
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#6
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Zitat von Backe
Ein Graul diese Gelaber. Aber wir waren doch ALLE WuK.Oder etwa nicht?





...................................WuK ?????
SGaK.


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03.02.2011 22:16
avatar  Backe
#7
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Zitat von wosch

Zitat von Backe
Ein Graul diese Gelaber. Aber wir waren doch ALLE WuK.Oder etwa nicht?





...................................WuK ?????
SGaK.



Wachsam und Kampfentschlossen.
Bei uns in der GK hieß es nur bist du Wuk?

"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing


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03.02.2011 22:17
avatar  Pit 59
#8
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Das war ein Gelabere.Man musste sich fragen ob die das selber Glauben was für Schwachsinniger Kram da erzählt wurde.


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03.02.2011 22:18
avatar  Hans55
#9
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Unfug das Geplapper!


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03.02.2011 22:19
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#10
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( gelöscht )

Zitat von Backe

Zitat von wosch

Zitat von Backe
Ein Graul diese Gelaber. Aber wir waren doch ALLE WuK.Oder etwa nicht?





...................................WuK ?????
SGaK.



Wachsam und Kampfentschlossen.
Bei uns in der GK hieß es nur bist du Wuk?




......................................Ich dachte schon es wär was Schlimmeres.
Danke und schönen Gruß aus Kassel.


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03.02.2011 22:24
avatar  Annakin
#11
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Haben wir uns jeden Samstag Vormittag angehört. Meistens vom Polit, manchmal kam auch ein Stabsoffizier von der Politabteilung im Regiement.


Gruß Annakin

_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.


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03.02.2011 22:27
avatar  Mike59
#12
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Zitat von Annakin
Haben wir uns jeden Samstag Vormittag angehört. Meistens vom Polit, manchmal kam auch ein Stabsoffizier von der Politabteilung im Regiement.


Gruß Annakin


------------------------------------
..Samstag Vormittag .. ??????

Habt Ihr Nachsitzen müssen?

Mike59


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03.02.2011 22:38 (zuletzt bearbeitet: 04.02.2011 00:16)
avatar  Annakin
#13
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hallo Mike

Das war eine Zusatz - API zu der herkömmlichen Rotlichtbestrahlung. Als Pioniere im Grenz Ausbau mussten wir natürlich besonders abgehärtet gegen die ideologische Verseuchung sein.
Muss mich zum erst geschriebenen Beitrag etwas korrigieren , die zusätzlichen Schulungen fanden nur während des Grenzausbaus statt. Aber nicht jeden Samstag. Sorry, wollte hier keine Geschichten erfinden.

gruß Annakin

_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.


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03.02.2011 22:44
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#14
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1mal die woche gabs doch diese rotlichtbestrahlung aber nicht samstags..ich glaube immer wie der zug im dienstplan stand..ja ja der pk ,oder wie der hieß hat das gemacht!..alles döste nur rum und zugehört hat da auch keiner!!hießen die hefte nicht wissen und kämpfen???die waren ja zum piepen..!!!gruß icke


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03.02.2011 23:22
#15
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Ja das war Politunterricht pur--aber war genommen haben es die wenigsten bis zum nächsten Grenzdienst.
Aber mal ne gegen Frage--was bleut man den Soldaten heute ein--die nach Afganistan gehen--doch nicht etwa das sie die westliche Welt dort verteidigen--wo doch gerade im nahen Osten---die westliche Welt an Einfluß verliert.


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