Hand auf´s Herz - träumt Ihr noch von der Grenze?

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24.01.2011 22:09
avatar  Greso
#16
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Von der Grenze habe ich noch nicht geträumt,da war es für mich zu unwichtig.Ich wurde von meiner jungen Familie getrennt und das war für mich wichtiger.Ich habe meine Zeit einfach abgerissen und das Beste daraus gemacht.Und wenn ich sage das Beste,dann war es auch so.Als ich zur Wende mal an der Grenze die Soldaten sah,dachte ich-Leute wenn ihr wüsstet,wie es zu meiner Zeit an der Grenze war.
Gruß Greso ## einer der noch vom Zöllner eine Schachtel Zigaretten bekam#


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24.01.2011 23:14
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#17
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also das ich viel von dieser grenze geträumt habe kann ich nicht sagen..wenns träume waren dann eher alpträume wo man zufrieden war wieder wachgeworden zu sein!!das hat einen doch ganz schön mitgenommen dort am strich!!aber mit der zeit hat sich das gegeben!erst 1987 kam das wieder hoch...ich durfe zu verwandten in die( politisch selbständige einheit westberlin) reisen..also von ost nach westberlin...aber in meinem antrag mußte ich diese bezeichnung benutzen..man waren die behörden bekloppt..also da habe ich dann von der anderen seite diese grenze gesehen..ich war viel unterwegs habe mir viel von der mauer aus der freiheitsperspektive angesehen..nee war das ein bauwerk!!! ehrlich gesagt ich habe mich geschämt!!zu was menschen in der lage waren!!ich bin dann wieder zurück und wurde kontrolliert als wenn ich ein schwerverbrecher war!zum glück dauerte dieser spuk dann nicht mehr lange!!und heute bin ich froh das in berlin nicht mehr viel von diesem schandmahl zu sehen ist!!übrigens war ich auch noch zu einer zeit am strich..wo man sich mit dem bgs oder mit dem zöllner unterhalten hat..zigarretten flogen oft von west nach ost!!!


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25.01.2011 00:54
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#18
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Zitat von Krelle
Hand auf´s Herz - seid Ihr in Euren Träumen noch manchmal an der Grenze? Ich kann das für meine Person jedenfalls bejahen.
Habe hierzu mal ein kleines Gedicht verfasst. Ihr findet es ganz unten auf
http://www.grenze-luebeck.de/13707.html



ich antworte ja nur auf deine frage.
ja und es ist eigentlich traurig.

gruß vs


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25.01.2011 01:10
avatar  Mike59
#19
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Nein, mache ich nicht. Ich erinnere mich oft daran, keine Frage.

Mike59


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25.01.2011 09:16 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 09:17)
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#20
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Als Grenzer hatten wir häufig Träume, wie es ausschauen würde, wenn das Schandmal des kalten Krieges nicht mehr von Nöten ist. Gefr. H. und ich waren häufig zusammen auf Posten, meistens am Wirl - ein schönes Stück Natur. Und wir waren "privelegiert" dieses Stück Natur zu genießen, sollten wir das der Menschheit vorenthalten? Es ist erstaunlich wie nahe der heutige Zustand der einstigen Grenze, mit unseren Visionen übereinstimmt. Der Kolonnenweg als Flaniermeile, und da wo unsere alte "Butze" stand, stünde dann ein Ausflugslokal, wo man gemütlich Kaffee trinken kann, wenn man müde ist vom wandern. Der BT 11 sollte dann eine Aussichtsplattform bilden, wo man einen herrlichen Blick über die waldreiche Gegend genießen könnte. Überhaupt hätten wir uns eine nachhaltige Nutzung der Beobachtungstürme gewünscht, welche als markante Punkte auch der Orientierung dienen. Bei all unseren schwärmerischen Visionen kam dann meistens ein kleiner Seufzer: "Wir werden das wohl nicht mehr erleben..."


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25.01.2011 10:04
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#21
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Zitat von Mike59
Nein, mache ich nicht. Ich erinnere mich oft daran, keine Frage.

Mike59




...genauso gehts mir auch.
Zum träumen gibts schöneres


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25.01.2011 10:26
avatar  exgakl
#22
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Moin Manfred,

jetzt mal von mir "Hand aufs Herz"... ich bin wirklich kein Fan von Gedichten, aber Deins habe ich mir mehrmals durchgelesen und ich muss sagen, es gefällt mir.
Ich kann mich persönlich nicht erinnern jemals von der Grenze geträumt zu haben, wohl aber daran, während meiner aktiven Dienstzeit des öfteren im Zug aufgewacht zu sein um festzustellen, dass ich im "Dienst" gepennt habe
Na gut.... unsere Dienstgestaltung war auch etwas anders als bei Euch!
Schön fand ich den Satz "Wir halten Wacht für unser Land".... bei uns hätte man "Friedenswacht" geschrieben.... nun gut, ich bekomme kaum einen Text ohne meine humorigen Einlagen hin.
Tja, wir haben eben damals, natürlich für andere Dienstherren, jeder auf seiner Seite seine Dienst gemacht.
Aus heutiger Sicht ist es gut, dass das Gebilde verschwunden ist und wir uns ganz normal darüber unterhalten und austauschen können.
Dieses Forum hat daran einen nicht unerheblichen Einfluß.....

VG exgakl

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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25.01.2011 11:19
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#23
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Exgakl, so sehe ich das auch! Jeder von uns hat das gemacht, was man ihm aufgetragen hat. Keiner hat sich etwas vorzuwerfen. Und deswegen gibt es für mich auch keine "Verlierer-Seite"! Gewonnen haben wir alle: nicht nur die Freiheit! Und "verloren" haben wir auch auf beiden Seiten. Keine Frage! Das unbedeutendste daran ist sicherlich der Verlust meines Traumberufes, auch wenn ich persönlich daran noch hin und wieder zu knabbern habe. Dann "arbeite" ich auf.... z.B. in Form dieses Gedichtes (schön, dass es Dir gefällt!) und es befreit mich irgendwie von Lasten, die auf meiner Seele liegen.
Gruß aus Lübeck!


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25.01.2011 11:34
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#24
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Ja ich träume manchmal noch vom Kanten, aber ich muß genau so sagen wie icke es sind nicht immer gute Träume. Aber dran denken tue ich oft. Und das Forum ist da auch ein bischen mit schuld. Krelle Dein Gedicht ist nicht schlecht. An Dir ist ja ein kleiner Goethe verloren gegangen. Ansonsten kann ich den Zusammenhalt und die Kameradschaft draußen am Kanten nicht vergessen.
Joachim



Wer das Gute vergißt wird böse, aber wer das schlimme vergißt wird dumm!
(Erich Kästner)


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25.01.2011 14:32
#25
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@ Krelle Ja, auch ich träume noch gelegentlich von der Grenze. Ist zwar meistens Blödsinn und zusammenhangloses Zeug, aber es ist für mich der Beweis dafür, wer das mitgemacht hat vergisst es sein Leben lang nicht. Für Deinen Beitrag habe ich mir extra Zeit genommen um ihn in Ruhe zu lesen. Meinen allergrößten Respekt und das Gedicht kann ich mit ganzem Herzen unterschreiben.


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25.01.2011 14:46
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#26
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DANKE joachim wolter und DANKE LO-Fahrer! (In einem Robur LO wollte ich schon immer gern mal fahren. Vielleicht habe ich ja bald mal Gelegenheit dazu....)


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25.01.2011 19:55
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#27
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Hey Krelle,

meine Dienstzeit ist zwar nahezu 30 Jahre her, aber ab und zu wache ich nachts schweißgebadet auf , weil ich davon geträumt habe, als Resi eingezogen worden zu sein und laufend meine Unterkunft suche (wie war das mit den Murmeltier?). Vermissen möchte ich die Zeit nicht, man hat doch was für das Leben mitgenommen. Nach Studium und neuer Lebensgestaltung ist natürlich viel verschüttgegangen, aber 2 x Reserve am grauen Kanten ließ alles wieder aufleben. Dein Gedicht läßt Dich als einen unserer größten Poeten erscheinen, fein gemacht.

bis bald


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25.01.2011 20:23
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#28
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Zitat von Krelle
Hand auf´s Herz - seid Ihr in Euren Träumen noch manchmal an der Grenze? Ich kann das für meine Person jedenfalls bejahen.
Habe hierzu mal ein kleines Gedicht verfasst. Ihr findet es ganz unten auf
http://www.grenze-luebeck.de/13707.html



Habe mir das Gedicht durchgelesen, und ich finde es klasse und wie wir von euch ausgesehen "drüben" geträumt haben steht ja schon in diesen Thread....


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25.01.2011 20:56
#29
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Möchte mal sagen oder anders herum--ich habe festgestellt,das bei vielen die bei den GT gedient haben oder auch beim BGS und ZGD, von damals sehr viel hängen geblieben ist. Ich meine damit die Erinnerungen aus dieser oder jener Zeit.Und das ist das,was dieses Forum am Leben erhält, was der Name dieses Forums aussagt.Sicherlich sind es noch andere Themen,die zum Erhalt dieses Forums beitragen. Sicher ,hat jemand noch Träume aus dieser Zeit und der andere nicht. Aber was bei jeden bleibt,sind die Erinnerungen. Die durch dieses Forum wieder mal aufgefrischt werden. Das wollte ich hier nur mal anbringen. Gruß Rostocker

PS:Ob GT-BGS-ZGD-wir haben zu Zeiten des kalten Krieges,wie man so sagen darf.Da vorne am Kanten nur ein kleines Rädchen gespielt, Politik wurde woanders gemacht. Und so ist es heute noch, der Soldat ist nur ein Werkzeug der Politik.


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25.01.2011 23:19
avatar  S51
#30
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S51

Von der Grenze träumen? Nein, ist zu lange her. Das muss letztmals irgendwann auf der Polizeischule gewesen sein. Dort gab es bei Alarm die gleiche Trillerpfeiffe wie in Schierke bei Bergalarm (Abriegelung feindwärts). Und da soll ich, statt anzutreten, den Diensthabenden angemotzt haben, er könne mich mal, "Berg" sei für mich gegessen.
Ob es stimmt, weiß ich selber nicht mehr so genau, denn davor werde ich wohl etwas länger im Kulturhaus zugebracht haben. Weiß noch, Ute und Jean sind dort aufgetreten und danach war Feiern angesagt.
Wenn ich heutzutage nach den vielen Jahren noch mal an der alten Linie bin und wie vor zwei Jahren noch Reste unserer alten Beobachtungs"-bunker" finde oder spätabends nach Schierke hereingehe, dann kommt so manches mal noch die Erinnerung. Dann denkt man, die Hunde von den Zwingern zu hören. Denkt, wofür nun das Alles? Ist aber nur Illusion.
Wenn dann die Lütte sagt, sie sehe hier gar nichts und wie ich das alles noch wissen könne, dann atmet man tief durch und merkt, dass die Zeit eben doch nicht stehen geblieben ist.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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