Hochwasser Alarm in Deutschland

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07.01.2011 13:24
avatar  Angelo
#1
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Pegel steigen bedrohlich an
Leipzig/Wiesbaden (RPO). Tauwetter und Regen haben am Freitagmorgen die Pegel vieler Flüsse stark ansteigen lassen. Innerhalb weniger Stunden vervielfachten sich die Wasserstände und die Durchflussmengen.Mancherorts wurden bereits Straßen wegen Hochwassers oder Überflutungsgefahr gesperrt. Vereinzelt wurde bereits die erste Alarmstufe ausgerufen. In Sachsen stiegen die Wasserstände von Pleiße, Chemnitz und Freiberger Mulde bis zum Vormittag um das Doppelte beziehungsweise Dreifache der normalen Werte an. Das Landeshochwasserzentrum ging davon aus, dass im Laufe des Tages an den ersten Flüssen Alarmstufe 1 und 2, örtlich auch 3, erreicht wird.Sorge in NRWDie Pegelstände der Ruhr haben am Freitagvormittag die Hochwassermeldegrenze erreicht. In Wetter wurde am Morgen ein Wasserstand von 4,08 Meter gemessen, wie ein Sprecher vom Ruhrverband in Essen sagte. Die entscheidende Marke liege bei 4,04 Meter. Seit Donnerstagnachmittag sei der Wasserstand der Ruhr stellenweise um bis zu zwei Meter angestiegen. Radwege entlang des Flusses seien zum Teil schon überflutet.Für die kommenden Tage rechnet der Ruhrverband mit weiter steigenden Pegeln. Für Samstag und Sonntag seien Niederschläge von jeweils bis zu zehn Litern pro Quadratmeter angekündigt, sagte zur Strassen. Auch das anhaltende Tauwetter werde zu einem Anstieg beitragen. Um die Flüsse zu entlasten, würden die Talsperren weiterhin Wassermassen aufstauen.

Die Lage am Rhein

Auch in Nordrehin-Westfalen wächst die Angst. Das Hochwassermeldezentrum Rhein prognostiziert für Anfang kommender Woche bedenkliche Pegelstände. Besonders der Düsseldorfer Süden, der von Hochwasser besonders stark betroffen wäre, bereitet sich bereits darauf vor. Noch geben die Pegelstände des Rheins zwar keinen Anlass zur Sorge. Das Mainzer Hochwassermeldezentrum Rhein meldete aber, dass durch Regenfälle und Tauwetter zu Wochenbeginn die Hochwassermeldehöhe von acht Metern am Pegel Duisburg-Ruhrort überschritten werden könnte. An einem Tag Mitte Dezember kletterte der Pegel binnen 24 Stunden um 2,40 Meter – zehn Zentimeter pro Stunde. Vom möglichen Hochwasser wären auch der Niederrhein entlang des Rheins bis hoch zur niederländischen Grenze und das Bergische Land betrofffen.

Gefahr in Hessen

Hohe Wasserstände wurden auch aus Hessen, unter anderem am Oberlauf der Fulda, und aus Rheinland-Pfalz gemeldet. Dort wiesen vor allem Rhein, Mosel, Lahn und Nahe stark steigende Pegel auf. In Koblenz richtet sich die Berufsfeuerwehr auf das größte Hochwasser seit zehn Jahren ein. Mehrere Bundesstraßen im Raum Cochem wurden gesperrt.

Die Situation wird sich in den kommenden Tagen wahrscheinlich verschärfen. Laut Deutschem Wetterdienst regnet und taut es weiter.

Quelle
http://www.rp-online.de/panorama/deutsch...aid_950068.html


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07.01.2011 15:35
avatar  werner
#2
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In einigen Ecken in Brandenburg haben Menschen immer noch das Wasser des letzten Hochwassers in den Kellern und diese Keller werden beim neuerlichen Frost den Rest bekommen haben, da kräht kein Hahn . . .

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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07.01.2011 15:44
avatar  Pit 59
#3
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Werner, ist es denn nicht aber so das jeder der am Wasser gebaut hat auch damit rechnen muss das so was passiert ?Ich habe schon sehr viele Berichte gesehen wo auch Gastronomen am Wasser das lieber in Kauf nehmen,weil Ihre Umsatzzahlen das alles wieder Wett machen,die würden nirgends wo anders hin gehen.


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07.01.2011 16:26
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#4
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Nicht nur in Fluß -oder Seenähe muss man damit rechnen @Pit,je nach Beschaffenheit des Untergrundes kann sich Staunässe bilden und über die Erdoberfläche ansteigen,vor allem bei solchen Witterungen wie sie momentan vorherrschen.Einige Kollegen von mir wohnen sogar auf einer Anhöhe von schätzungsweise 4 qkm,sie haben auch seit August Wasser im Keller.
Bedingt durch eine starke Schicht von Tonerde kann das Wasser nicht abfließen und sammelt sich natürlich in der Senke auf dem "Berg".
Ich denke ihr könnt euch vorstellen wie ihm zumute ist,er wohnt nun schon höher als andere und säuft dennoch ab.
Hier mal ein Foto von heute morgen von den Spreewiesen.Die Spree fließt an der weiter entfernten Baumreihe entlang.


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07.01.2011 16:45
avatar  werner
#5
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Zitat von Pit 59
Werner, ist es denn nicht aber so das jeder der am Wasser gebaut hat auch damit rechnen muss das so was passiert ?Ich habe schon sehr viele Berichte gesehen wo auch Gastronomen am Wasser das lieber in Kauf nehmen,weil Ihre Umsatzzahlen das alles wieder Wett machen,die würden nirgends wo anders hin gehen.




Klar Pit, gelegentlicher Rheinblick nach allen Seiten hat ja auch was. Soweit ich weiß, sind diese regelmäßig gefluteten Gebäude auch kaum oder überhaupt nicht zu versichern, da können doch aber unsere Rheinländer sicher sachkundig was dazu sagen.

Und mit dem Bauen am Wasser ist das ja so eine Sache. Wenn laut Statistik so ein Hochwasser in 50 Jahren nur alle 5 oder 6 Jahre kommt (nagel mich nicht auf die Jahre fest), werden auch die Bauämter das Baurecht vergeben und die Versicherer zunächst mitspielen. Der statistische Schnitt schließt aber eben auch nicht aus, dass in einem Jahr mehrmals Hochwasser kommt und wenn jemand genau in diesen Zeitraum der Häufung reinbaut, Gute Nacht. Dann kündigt die Versicherung nach der zweiten Regulierung den Vertrag und schon haste eine unverkäufliche Ruine stehen und möglicherweise eine Finanzierung. Daraus aber jetzt zu machen - selber schuld - ich weiß nicht.

Kenne einen, der hat vor ein paar Jahren am Neckar einen großen Acker gekauft, weil er hat leuten hören, dass das künftig als Baugebiet ausgewiesen werden soll. Hat aber mit Zitronen gehandelt, der Acker ist nach den großen Hochwassern vor ein paar Jahren als Flutungsgebiet festgeschrieben worden. Das Bäuerlein, welches ihm das Stückchen verkauft hat, kommt vermutlich heute noch vor Lachen nicht in den Schlaf.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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07.01.2011 17:40 (zuletzt bearbeitet: 07.01.2011 17:41)
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#6
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Hier in Südbrandenburg ist man auf das nächste Hochwasser vorbereitet. Nachdem im letzten Jahr im September ein Rekordpegelstand der Schwarzen Elster gemessen wurde, konnten die Wassermassen in der Zwischenzeit nicht richtig auflaufen. Die Felder und Wiesen sind seitdem voller Wasser und Mitte Dezember, nach einem kurzen Tauwetter wurde wieder Hochwasseralarmstufe 3 ausgerufen. Seitens der Landesregierung wurden Maßnahmen zwar angekündigt, aber die Planungsphase werde wohl drei Jahre in Anspruch nehmen. Also heisst es für uns noch lange Zeit mit der Gefahr leben. Als noch vor vier Jahren die Versteppung und Austrocknung weiter Teile Brandenburgs beklagt wurde, geht man heute davon aus, daß die Wettersituationen mit hohen Niederschlagsmengen in nächster Zeit anhalten wird. Arg betroffen ist davon die Landwirtschaft, viele Felder konnten im Herbst nicht mehr abgeerntet werden, da die Technik die Äcker nicht befahren konnte. Auch die Wintersaat konnte nicht ausgebracht werden. Die Privathaushalte kämpfen mit Wasser in den Kellern, die oftmals in den vergangenen trockenen fünfzehn Jahren aus Wohn- oder Hobbyraum ausgebaut wurden. Ganze Heizungsanlagen mussten in höhere Räume verlegt werden.
Ich schicke mal zwei Bilder mit, aufgenommen am 13. Dezember 2010. Der Pegelstand der Schwarzen Elster führte mit knapp drei Metern zum Ausrufen der Hochwasser-Alarmstufe 3.

Gruß
P3

07.01.2011 17:53
avatar  Pit 59
#7
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Ja P3 sowie der Winterdienst,die waren auch vorbereitet.


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07.01.2011 18:06 (zuletzt bearbeitet: 07.01.2011 18:11)
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#8
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Nee Pit, so isses nich ! Man hat schon gelernt, Sandsäcke und Sand sind diesmal gebunkert.
Ob das im E-Fall reicht, wissen nicht mal die Götter.


Gruß
Ralf


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07.01.2011 18:09 (zuletzt bearbeitet: 07.01.2011 18:09)
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#9
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Zitat von Pit 59
Ja P3 sowie der Winterdienst,die waren auch vorbereitet.


@Pit,gestern im rbb gesehen.
Die Deiche werden täglich überwacht,sprich,begangen von eingewiesenen Personen,in höheren Alarmstufen rund um die Uhr.
Sandsäcke sind vorsorglich schon aufgeschichtet worden an besonders gefährdeten Stellen.
Evakuierungspläne sind fertig für die momentan bedrohlichen Eisbarrieren in der Oderregion.
Schau einfach mal rein heute abend um 19.30 Uhr,so Du den rbb empfangen kannst.

Gruß bendix


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07.01.2011 18:18
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#10
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Zitat von werner
In einigen Ecken in Brandenburg haben Menschen immer noch das Wasser des letzten Hochwassers in den Kellern und diese Keller werden beim neuerlichen Frost den Rest bekommen haben, da kräht kein Hahn . . .



Das versteh ich nicht, da sitzen doch ne Menge Kommunisten im Landtag. Die müssten es doch richten, oder ?

Und dann solche Zustände, ts, ts, t s, t s,


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07.01.2011 18:20
avatar  Pitti53
#11
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Zitat von Gert

Zitat von werner
In einigen Ecken in Brandenburg haben Menschen immer noch das Wasser des letzten Hochwassers in den Kellern und diese Keller werden beim neuerlichen Frost den Rest bekommen haben, da kräht kein Hahn . . .



Das versteh ich nicht, da sitzen doch ne Menge Kommunisten im Landtag. Die müssten es doch richten, oder ?

Und dann solche Zustände, ts, ts, t s, t s,





gert dieser Beitrag ist völlig daneben


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07.01.2011 18:26
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#12
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( gelöscht )

Von Gert habe ich auch nichts anderes erwartet, echt niveaulos solche Beiträge.


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07.01.2011 18:42
avatar  Pit 59
#13
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Klar haben Sie alle gelernt,und es wird sich auch vorbereitet,aber Wasser hat einen kleinen Kopf.


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07.01.2011 19:09
avatar  josy95
#14
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Hier taut es zwar wie Hulle, geregnet hast`s heut kaum und habe mir eben unten in der Stadt mal den Lauf der Ilse anfeschaut:

Wasserstand normal...

Hoffentlich bleibt`s auch dabei, denn einige andere in tiefe gelegenen Regionen haben schon genug Wasser....

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

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07.01.2011 19:18
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#15
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Hallo Leute,

das Thema "Hochwasser" löst bei mir gedanklich Alarmglocken aus, seit dem wir 2002 auch bei uns eine extreme Hochwassergefahr an der Elbe hatten.
Heute gehen meine drückenden Daumen an die Oder und vorgelagerten kleineren Zuflüsse und an die Menschen in Südwestdeutschland, die möglicherweise schwere Tage vor sich haben.

@Gert, wir stimmen vermutlich in vielen Überzeugungen überein, das Thema Hochwasser o.ä. Naturkatastrophen sind jedoch denkbar ungeeignet, politische Schuldzuweisungen oder ähnliche Statements abzugeben.

Ich erinnere mich genau, wie Lokal-, Landes- und auch Bundespolitik eingreifen, wenn derartige Gefahr droht! Das gab es definitiv zu DDR-Zeiten nicht! Die entsprechende Logistik fehlte!

Am meisten beeindruckt war ich damals von der Solidarität und dem Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen, die erkannt hatten, dass nur gemeinsame Kraftanstrengung zum Abwenden der Katastrophe führen kann.

So ist es heute auch noch, an der Oder, an der Elbe, am Rhein, und in den kleineren Flüssen Süddeutschlands.
Lasst uns zusammenhalten und helfen, wo wir können, entweder vor Ort, oder im E-Fall mit Spenden für Betroffene, denn ich selbst bin davon überzeugt, dann wird man die Katasrophe, wenn sie denn kommt, bewältigen!

In diesem Sinne Grüße von der vollen Elbe in alle Himmelsrichtungen!

VG Huf


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