Erinnerungen an Stacheldraht und Schießbefehl

24.03.2009 14:17
avatar  Angelo
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Ab 1952 begann die DDR mit einem zunehmenden Ausbau des Grenzbereichs, sie sicherte ihn mit doppelten Stacheldrahtzäunen oder einem Metallzaun, ein 10 Meter breiter, gepflügter "Kontrollstreifen", ein 500 Meter breiter "Schutzstreifen" und eine fünf Kilometer breite "Sperrzone" sollten Fluchtversuche von Ost nach West unmöglich machen. Auf rund 440 Kilometern Länge wurden Selbstschussanlagen installiert, der "Kontrollstreifen" war teilweise vermint. 872 Menschen - nach anderen Berechnungen waren es 1065 Opfer - wurden von den DDR-Grenztruppen beim Versuch erschossen, die Grenze nach Westen zu überschreiten, allein in Berlin 270 Menschen.20 Jahre nach dem Mauerfall ist der Schrecken des "Eisernen Vorhangs" verblasst, vieles aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden. Wie brutal diese Grenze einst war, daran erinnert die Ausstellung "Unüberwindbar? Die innerdeutsche Grenze und ihre Wahrnehmung 1945-1990". In Video-Interviews kommen Bewohner, Reisende und Fluchthelfer zu Wort, ein DDR-Major spricht über den Schießbefehl, man sieht Originaldokumente aus der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.
Landesvertretung Sachsen-Anhalt: Luisenstr. 18, Mitte. Bis 27. März, 9-19 Uhr, Eintritt frei


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