Die Stasi und der Panikrocker

05.01.2011 13:58
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#1
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Propagandasieg für die SED? Udo Lindenberg und Reinhold Beckmann stellen ihre Doku über das DDR-Konzert des Musikers vor.

Der 13. Januar wird für Udo Lindenberg ein wichtiger Tag. Nicht nur, weil in Berlin die Weltpremiere seines Musical „Hinterm Horizont“ über selbst erlebte deutsch-deutsche Geschichte gefeiert wird. Sondern auch die ARD widmet sich dem Rockstar und seinem Verhältnis zur DDR: Um 23 Uhr 30 zeigt sie die Dokumentation „Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR“, die Reinhold Beckmann und Falko Korth über Lindenbergs Kampf für ein Konzert in der DDR gedreht haben.

Am Dienstag stellten Beckmann und Lindenberg den Film in Berlin vor. Es seien viele Dinge zutage gefördert worden, von denen er nichts gewusst habe, sagte Lindenberg. Beispielsweise die extreme Überwachung durch die Stasi oder die zahlreichen Festnahmen von Fans vor dem Palast der Republik.

Damals habe er sich von den DDR-Oberen „in keinster Weise“ ausgenutzt gefühlt, sagte Lindenberg. „Wichtig war mir nur, für die vielen Menschen in der DDR zu singen.“

Seit den 70er Jahren hatte Lindenberg vergeblich um eine Tournee durch die DDR gekämpft. Kritische Stücke wie „Mädchen aus Ostberlin“ und „Sonderzug nach Pankow“ verstärkten die Ablehnung im Politbüro. Anfang der 80er Jahre, während der Auseinandersetzungen um Atomraketen, lässt die DDR einen Auftritt zu – bei einem sogenannten Friedenskongress am 25. Oktober 1983.

Reinhold Beckmann hat Lindenberg damals als Kamera-Assistent eines ARD-Teams nach Ost-Berlin begleitet. Mit Hilfe von Stasi-Akten sowie Interviews mit beteiligten früheren DDR-Offiziellen oder Zeitzeugen rekonstruieren Beckmann und Korth nun die Zusammenhänge und Hintergründe von damals.

Die SED erhoffte sich von dem kleinen Konzert eines BRD-kritischen West-Künstlers einen Propagandasieg. Vier Lieder durfte Lindenberg vor ausgesuchten staatstreuen FDJ-Jugendlichen spielen, derweil vor dem Palast der Republik die tatsächlichen Fans von der Stasi in Schach gehalten wurden. Einige landeten im Gefängnis und wurden zusammengeschlagen, sagt ein Augenzeuge im Film.

Sein „dicker Vertrag“ für eine an das Konzert anschließende Tournee durch die DDR sei vier Monate später gebrochen worden, sagte Lindenberg. In der DDR habe „die Angst in der Luft“ gelegen. Die Verantwortlichen hätten sich vor der Rock'n'Roll-Welt gefürchtet.

Der Film sei ein Stück Zeitgeschichte, meinte Lindenberg. Gerade für die jungen Leute sei er wichtig, weil diese dächten, „Honecker ist eine Knackwurstfirma“. Quelle:sop/dapd/dpa


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05.01.2011 14:23
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#2
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Ach Mensch, Udo. Mach gute Musik, dann brauchst'e auch keine Stasi als Verkaufsförderer.


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05.01.2011 14:24
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#3
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S51

Den Sonderzug nach Pankow haben wir in der Schuldisko hoch und runter gespielt. Das Lied war wirklich gut aber ansonsten war er uns zu abgehoben. Da ähnelte er schon ein bischen dem, was er verulkte.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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05.01.2011 15:30
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#4
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94

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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05.01.2011 15:53
avatar  Pit 59
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Ach Mensch, Udo. Mach gute Musik, dann brauchst'e auch keine Stasi als Verkaufsförderer@E/H

Da ist doch aber die Stasi wenigstens für was gut.


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05.01.2011 18:33
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#6
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( gelöscht )

Die Firma war bestimmt erleichtert,das Lindenberg doch keine Tour machen durfte....Ob er tatsächlich die wahren Fans erreicht hätte ?

Na ja,sein Obercooles geht einem schon mal auf den Keks....egal,in den 70igern war er am stärksten.


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05.01.2011 21:22
#7
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Ich bin am 01.02.2011 in Berlin am Potsdamer Platz, bei Udos Musical

Gruß RF

"Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdfleckens so innerlichst berührt worden wäre."
Theodor Storm über das Eichsfeld (1856)


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05.01.2011 21:33
#8
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Zitat von Zermatt
Die Firma war bestimmt erleichtert,das Lindenberg doch keine Tour machen durfte....Ob er tatsächlich die wahren Fans erreicht hätte ?

Na ja,sein Obercooles geht einem schon mal auf den Keks....egal,in den 70igern war er am stärksten.





Danke, Zermatt.


So sehe ich das auch!

Theo 85/2


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