GT der DDR und Paßkontrolle an der GÜST Mbn./A.

  • Seite 1 von 6
01.12.2010 10:56
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Hallo

Um die an mich gestellten Fragen zum obigen Thema zu beantworten, hab ich versucht z.B. bei Google u.ä. etwas zum Zusammenwirken ( ZW ) der GT und PKE zu finden. Fehlanzeige. Wäre daher selber an eventuelle Hinweisen auf Quellen dankbar.
Auf der GÜST Mbn./A. war der Kommandant der GÜST der " oberste Kriegsherr " im Rang eines Oberst der GT. Ihm oblag die
militärische Sicherung der GÜST und das " Facility Management . Gegenüber den Mitarbeitern der PKE war er, bezüglich der Kontrolle und Abfertigung des grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehrs, nicht weisungsberechtigt. Er wurde von uns milit. gegrüßt und legte die Anzugsordnung ( Winter/Sommer) fest.
Das tägliche Dienstgeschehen auf der GÜST realisierte der Diensthabende Offizier des Kommandanten im 24 h Dienst. Auch er hatte
keine Weisungsbefugnisse zur Grenzabfertung. Dem DHO war ein Gehilfe aus der SIK zugeordnet.
Der Ansprechpartner des DHO war der Diensthabende Offizier der PKE. Zwischen beiden fand täglich (gegen 00.00 Uhr ) eine Abstimmung für den Tag statt.
Es erfolgte eine Abstimmung von Sofort/Eilfahndungen, Reinigungs- Reperatur- und Wartungsarbeiten
statt. War darüber hinaus ein ZW erforderlich z.B. Winterdienst, Verkehrsunfälle, Sachbeschädigung, Alkoholdelikte durch Reisende, med. Hilfeleistungen, Anforderung Abschleppdienst Einsatz der 'Betriebsfeuerwehr ' zur Brandbekämpfung erfolgte dies zeitnah und
gegenenfalls auch unter Einbeziehung des Gehilfen.
Die Mitarbeiter der PKE hatten auf der GÜST gegenüber den Angehörigen der GT ( auch Zoll oder DRK usw. ) keinerlei Weisungsbefugnisse oder Befehlsgewalt. Die in Anspruchname von Einrichtungen der GT z.B. MHO war nicht gestattet bzw.
nur nach Zustimmung des Kommandanten. ( Wer fragt schon gerne einen Oberst ?).
Mit den Angehörigen der SIK hatten die Mitarbeiter der PKE in der Dienstdurchführung praktisch keine Berührungspunkte. Mir ist z.B. nicht einmal der Name des Chefs der SIK oder der Zugführer bekannt gewesen. Warum auch?
Mehr möchte ich hier nicht " preisgeben". Beantworte jedoch gerne Eure Fragen.

Rabe


 Antworten

 Beitrag melden
01.12.2010 11:25
avatar  Jameson
#2
avatar

Ja schwarzer Vogel, ick hätte da n´paar Fragen. 1.Wie war das Verhältnis zu den Mitarbeitern der Zollverwaltung? Mit denen scheint ihr ja dann mehr Berührungspunkte gehabt zu haben. 2. Im Falle eines versuchten Grenzdurchbruchs hätte ja der DHO die Entscheidungsgewalt wer, was zu tun oder zu lassen hätte? Handelt der zu erst der am nähesten dran ist, nach dem Motto, wir haben das gleiche Ziel? Waffenträger waren ja alle.
Und zum heutigen Tag fällt mir noch eine Frage ein. Habt ihr den 1.12. mitgefeiert und/oder erst im Februar? Rein äusserlich hätte man euch ja auch gratulieren können.

Ahoi Jameson


 Antworten

 Beitrag melden
01.12.2010 15:50 (zuletzt bearbeitet: 01.12.2010 15:54)
avatar  ( gelöscht )
#3
avatar
( gelöscht )

@ Jameson

Danke für Deine Fragen.
Zum 01.12., den Tag der GT, haben wir nicht gefeiert, aber wohl gratuliert. Gehört sich doch so!
Du hast recht, wenn Du sagst, daß die PKE zum Zoll mehr Berührungspunkte hatte. Die ergaben sich auch daraus, daß der Zoll
auf der GÜST das" Betriebsessen "( Mittag/Nacht ) versorgte und die Mitarbeiter der PKE dort gegen Bezahlung am Essen teil-
nehmen konnten. Im Ernst, auch der Zoll war ein selbstständiges Organ. Zur Durchführung der Zollkontrollen war die PKE nicht be-
fugt und auch nicht qualifiziert. Dies schließt jedoch nicht aus, daß bei bestimmten Kontrollfeststellungen des Zoll die PKE informiert
werden mußte z.B. nichtangemeldete Waffen und Munition, Gifte oder auch bei der versuchten ungesetzlichen Einfuhr größerer
Mengen Literatur.
Zum Handeln bei einem versuchten gewaltsamen Grenzdurchbruch, war nicht derjenige befugt, der ein Waffe trug. Die Angehörigen des
Zoll waren ja auch Waffenträger. Es stimmt, daß auf dem Kontrollterritorium zuerst die PKE handelte. Außerhalb des Kontrollterritoriums ( im sogenannten Grenzstreckenabschnitt ) waren zunächst
die Angehörigen der GT ( SIK ) zuständig.

Rabe


 Antworten

 Beitrag melden
01.12.2010 18:08
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Hallo Rabe.

schön wäre es ,wenn du das erste mal die Abkürzungen ausschreiben könntest,also z.b. PKE(Passkontrolleinheit),Güst(Grenzübergangstelle),SIK(Sicherungskompanie).

Manch einer kennt sich damit weniger aus,deshalb dieser allgemeine Hinweiss.


 Antworten

 Beitrag melden
01.12.2010 18:33
avatar  Mike59
#5
avatar

Zitat von Zermatt
Hallo Rabe.

schön wäre es ,wenn du das erste mal die Abkürzungen ausschreiben könntest,also z.b. PKE(Passkontrolleinheit),Güst(Grenzübergangstelle),SIK(Sicherungskompanie).

Manch einer kennt sich damit weniger aus,deshalb dieser allgemeine Hinweiss.


-------------------------------
Dafür sollte eigentlich die Suchfunktion ausreichen. Schade das unser Wiki futsch ist.
Mike59


 Antworten

 Beitrag melden
01.12.2010 20:32 (zuletzt bearbeitet: 01.12.2010 20:33)
avatar  ( gelöscht )
#6
avatar
( gelöscht )

Hallo
mit den Abkürzungen tut mir leid. Hatte die Abkürzungen in anderen Beiträgen von anderen Usern auch schon gelesen.Bessere mich.

Rabe


 Antworten

 Beitrag melden
01.12.2010 21:05
avatar  Pitti53
#7
avatar

Hallo @rabe,

kann ich nur alles so bestätigen.der Oberst M. in Marienborn ließ sich schon nicht die butter vom Brot nehmen...

aber es gab doch die Einlaßkontrollen an den Güst'en Autobahn und Bahnhof,diese wurden doch durch Posten der Sik besetzt.Dort soll es manchmal zu kontroversen gekommen sein.die Sik hat dort seeehr übereifrig kontrolliert,die PKE hat sich öfter beim Kommandanten beschwert.Aber es kam nie zu Maßreglungen.ganz im gegenteil,Belobigungen wegen guter Dienstdurchführung.der Oberst ließ auf seine Leute nie was kommen.Selbst erlebt.Mir hat er auch mal einen Stern gerettet.und das war hart an der grenze...welcher junge Hauptmann wird gerne wieder zum Oberleutnant

Da hatte er echt bei mir(und nicht nur bei mir)einen Stein im Brett,auch wenn er manchmal als schrullig verschrien wurde(ich sage nur Zigarillos)

ich hörte vor kurzem er soll noch in Magdeburg leben?


 Antworten

 Beitrag melden
01.12.2010 22:47
avatar  ( gelöscht )
#8
avatar
( gelöscht )

@Rabe, ich war ja nicht nur Grenzsoldat sondern später auch "Kunde" bei den PKE. Ich reiste überwiegend über die die GüSt Wartha Autobahn nach Thüringen in die DDR ein. Da habe ich zur Abfertigung eine Frage : Es wurde einem zuerst Reisepass, Visum und Zählkarte abgenommen. Der MA der PKE sass in einem Häuschen mit Milchglasscheiben, man konnte nicht verfolgen, was der mit einem Pass machte. Er gab den Pass dann auf ein Förderband ( eingehaust) und ca. 50 - 100 m weiter war ein weiteres Häuschen ebenso gebaut, dass man nichts einsehen konnte und dort bekam man den Pass zurück. So habe ich es in Erinnerung. Was wurde mit dem Pass so angestellt ? Was wurde alles kontrolliert vor der Rückgabe ? Ich bin neugierig , ne ? Ich denke aber heute kann man darüber etwas sagen.

Gruß aus dem Rheinland


 Antworten

 Beitrag melden
02.12.2010 15:08 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2010 15:08)
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

@Pitti53 Hallo

Von solchen Kontroversen, wie Du es nennst, habe ich keine Kenntnis. Wirklich nicht. Ich hätte so etwas auch nicht geduldet.
Wenn ich mal kontrolliert wurde ( sehr selten ), war es immer korrekt.

Rabe


 Antworten

 Beitrag melden
02.12.2010 15:22 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2010 09:46)
avatar  GZB1
#10
avatar

Also wenn wir mal als SiP1 oder 2 auf der Güst Sonnenallee vom einem DHO rund gemacht wurden, wegen angeblich mangelnder Anzugsordnung oder Dienstdurchführung oder so haben sie oft durchblicken lassen, den Tip hätte er von der PKE bekommen. Ob das wirklich so war oder ob er es auf seinen Monitoren gesehen hat oder mit dem DF geschraubt hat, weiß ich nicht. Vielleicht war es auch Absicht um die Konkurrenz zu schüren? Auch hat der Güst-Kommandant manchmal etwas gebrubbelt über Entscheidungen der PKE, die ihm nicht so passten, war meist im Bereich Wartung/ Sicherstellung o.ä.

Ansonsten war es wie überall, es gibt Solche und Solche!


 Antworten

 Beitrag melden
02.12.2010 16:19
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

@ Hallo Gert

Aus zweierlei Gründen beantworte ich Deine Fragen gern:
1. Du fragst nicht nach dem Sinn oder Unsinn dieser Veranstaltung.
2. Bezeichnest Du Dich als " Kunde ". Es war auch meine persönliche Auffassung, daß der oder die Reisenden Kunden waren.
Mein Motto war: Der Paßkontrolleur wird vom Reisenden als uniformierter Vertreter des Staates wargenommen, den er be-
suchen wollte. Also der erste Eindruck ist entscheidend( meist auch bleibend ) vom Staat.

Was geschah nun mit den Reisedokumenten?
Um den Kontroll- und Abfertigungsprozeß optimal zu gestalten, wurde dieser im " Taktstraßen -System " gestaltet. Es gab also mehrere
Arbeitsplätze und die Reisedokumente wurden über Bänder und Rutschen von einem Platz zum anderen Platz transportiert. Der 1. Platz war der Paßannehmer/Kassierer. Er forderte vom Reisenden, den Reisepaß, den Fahrzeugschein, die ausgefüllte Zählkarte und
den Berechtigungsschein zum Empfang des Visum. Überprüft wurde hier die Gültigkeitsdauer des Reisepasses und der Berechtigungsschein zum Empfang des Visum. Die entsprechende Gebühr wurde erhoben und die Gebührenmarke als Quittung in den Paß geklebt. Alle Reisedokumente wurden für den nächsten Arbeitsplatz vorsortiert in eine Transporttasche gesteckt. Auf der Transporttasche befand sich ein Plasteschild. Auf diesem Plasteschild erfolgte mit einem Fettstift der sogenannte Personenschlüssel,
d.h. die Anzahl der Reisenden im PKW. Bei einem Einzelreisenden 1/0, zwei Erwachsene und ein Kind 2/1 usw. Die Tranporttaschen waren nummeriert, wegen der Reihenfolge der PKW und Abfertigung. Die Transporttasche wurde auf das Band zum Weitertransport gelegt.
Ich denke, daß die Milchglasscheiben an dieser " Hütte " ( Paßannehmerhäuschen ) nichts verdecken sollten. Bisher war nix geheim.Es handelte sich um einen einfachen Wärme- und Blendschutz. Klimaanlage gabs nicht.
Vom Paßannehmer gelangte die Transporttasche über das sichtbare Transportband ( je länger das Transportband, umso mehr
PKW standen in der Spur, desto besser war die kontinuierliche Abfertigung ) zum nächste Arbeitsplatz - dem Fahnder. Dieser
Paßkontrolleur überprüfte das Fahrzeugkennzeichen und die Personalien des Reisenden in der Fahndungskartei. Hieran schloß
sich die Echtheitsbeurteilung des Reisepasses an. Fälschungen, Verfälschungen, Fingierungen, Nachahmungen und Licht-
bildauswechslungen sollten festgestellt werden. ( Die DDR - Paßkontrolle hatte in der gesamten Welt eine große Wertschätzung. Ein DDR - Paßstempel war so etwas wie ein Gütesiegel für den Reisepaß ) Die Reisedokumente wurden wieder eingetütet in die Transporttasche
und gelangten schließlich zum Visaerteiler. Durch den Visaerteiler waren folgende Arbeitsgänge zu erledigen: Überprüfung der Reisedokkumente - Sachfahndung ( Vergleich der Reisepaß-Nr. mit Paßnummern von in den Meldeämtern der BRD in Verlust oder
geklauten Reisepässen. Abhandengekommene oder entwendete Fahrzeugscheine und Siegel, sowie die Realisierung der
Lichtbildfahndungen u.a.m. ) Nun wurde die Visaerteilung vorgenommen. Die Zählkarte und der Reisepaß gestempelt. Einreiseteil der
Zählkarte und Berechtigungschein zum Visaempfand wurden in entsprechende Ablagefächer abgelegt. Die Reisedokumente wurden
wieder eingetütet und an den Identitätskontrolleur weiter geleitet. Durch den Identitätskontrolleur wurde der PKW abgerufen, nachdem der Vergleich
des PKW - Kennzeichens mit dem Fahrzeugschein erfolgt war. Die Reisedokumente wurde noch einmal auf Vollständigkeit ( Anzahl der Reisenden und Anzahl der Pässe ) und auf fehlerfreie Abfertigung überprüft. Letztendlich erfolgte dann die Identitätskontrolle und der
Reisende konnte endlich seine Fahrt zum sehnsüchtig wartenden Zoll fortsetzen.
Nun ist es ein Roman geworden. Kürzer hab ich es nicht gepackt. Sorry !

Rabe


 Antworten

 Beitrag melden
02.12.2010 21:04
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rabe
@ Hallo Gert

Aus zweierlei Gründen beantworte ich Deine Fragen gern:
1. Du fragst nicht nach dem Sinn oder Unsinn dieser Veranstaltung.
2. Bezeichnest Du Dich als " Kunde ". Es war auch meine persönliche Auffassung, daß der oder die Reisenden Kunden waren.
Mein Motto war: Der Paßkontrolleur wird vom Reisenden als uniformierter Vertreter des Staates wargenommen, den er be-
suchen wollte. Also der erste Eindruck ist entscheidend( meist auch bleibend ) vom Staat.

Was geschah nun mit den Reisedokumenten?
Um den Kontroll- und Abfertigungsprozeß optimal zu gestalten, wurde dieser im " Taktstraßen -System " gestaltet. Es gab also mehrere
Arbeitsplätze und die Reisedokumente wurden über Bänder und Rutschen von einem Platz zum anderen Platz transportiert. Der 1. Platz war der Paßannehmer/Kassierer. Er forderte vom Reisenden, den Reisepaß, den Fahrzeugschein, die ausgefüllte Zählkarte und
den Berechtigungsschein zum Empfang des Visum. Überprüft wurde hier die Gültigkeitsdauer des Reisepasses und der Berechtigungsschein zum Empfang des Visum. Die entsprechende Gebühr wurde erhoben und die Gebührenmarke als Quittung in den Paß geklebt. Alle Reisedokumente wurden für den nächsten Arbeitsplatz vorsortiert in eine Transporttasche gesteckt. Auf der Transporttasche befand sich ein Plasteschild. Auf diesem Plasteschild erfolgte mit einem Fettstift der sogenannte Personenschlüssel,
d.h. die Anzahl der Reisenden im PKW. Bei einem Einzelreisenden 1/0, zwei Erwachsene und ein Kind 2/1 usw. Die Tranporttaschen waren nummeriert, wegen der Reihenfolge der PKW und Abfertigung. Die Transporttasche wurde auf das Band zum Weitertransport gelegt.
Ich denke, daß die Milchglasscheiben an dieser " Hütte " ( Paßannehmerhäuschen ) nichts verdecken sollten. Bisher war nix geheim.Es handelte sich um einen einfachen Wärme- und Blendschutz. Klimaanlage gabs nicht.
Vom Paßannehmer gelangte die Transporttasche über das sichtbare Transportband ( je länger das Transportband, umso mehr
PKW standen in der Spur, desto besser war die kontinuierliche Abfertigung ) zum nächste Arbeitsplatz - dem Fahnder. Dieser
Paßkontrolleur überprüfte das Fahrzeugkennzeichen und die Personalien des Reisenden in der Fahndungskartei. Hieran schloß
sich die Echtheitsbeurteilung des Reisepasses an. Fälschungen, Verfälschungen, Fingierungen, Nachahmungen und Licht-
bildauswechslungen sollten festgestellt werden. ( Die DDR - Paßkontrolle hatte in der gesamten Welt eine große Wertschätzung. Ein DDR - Paßstempel war so etwas wie ein Gütesiegel für den Reisepaß ) Die Reisedokumente wurden wieder eingetütet in die Transporttasche
und gelangten schließlich zum Visaerteiler. Durch den Visaerteiler waren folgende Arbeitsgänge zu erledigen: Überprüfung der Reisedokkumente - Sachfahndung ( Vergleich der Reisepaß-Nr. mit Paßnummern von in den Meldeämtern der BRD in Verlust oder
geklauten Reisepässen. Abhandengekommene oder entwendete Fahrzeugscheine und Siegel, sowie die Realisierung der
Lichtbildfahndungen u.a.m. ) Nun wurde die Visaerteilung vorgenommen. Die Zählkarte und der Reisepaß gestempelt. Einreiseteil der
Zählkarte und Berechtigungschein zum Visaempfand wurden in entsprechende Ablagefächer abgelegt. Die Reisedokumente wurden
wieder eingetütet und an den Identitätskontrolleur weiter geleitet. Durch den Identitätskontrolleur wurde der PKW abgerufen, nachdem der Vergleich
des PKW - Kennzeichens mit dem Fahrzeugschein erfolgt war. Die Reisedokumente wurde noch einmal auf Vollständigkeit ( Anzahl der Reisenden und Anzahl der Pässe ) und auf fehlerfreie Abfertigung überprüft. Letztendlich erfolgte dann die Identitätskontrolle und der
Reisende konnte endlich seine Fahrt zum sehnsüchtig wartenden Zoll fortsetzen.
Nun ist es ein Roman geworden. Kürzer hab ich es nicht gepackt. Sorry !

Rabe











Ausgezeichnet Rabe, hast du sehr gut und verständlich dargestellt. Überrascht bin ich vom Umfang des Prüfungsverfahrens. Wenn ich zurückdenke, ging das Ganze, gemessen an den einzelnen Arbeitsschritten, doch recht zügig voran. Besten Dank.

Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
02.12.2010 21:30
avatar  ( gelöscht )
#13
avatar
( gelöscht )

Hallo Rabe und Gert, ich möchte euch nur schnell den User PKE, seine Website und seine Veröffentlichungen zu eurem Thema nahelegen.

u12_PKE.html
http://www.passkontrolle-ddr.de/


 Antworten

 Beitrag melden
03.12.2010 12:27
avatar  Zkom IV
#14
avatar

Hallo miteinander,
kann zu den hier gestellten Fragen auch nur auf die Publikationen vom User PKE verweisen. Habe gerade sein Buch "Guten Tag, Paßkontrolle der DDR" gelesen.
Viele neue und interssante Erkenntnisse. Eine Sache ist mir besonders aufgefallen. Im Buch, wie auch jetzt von @ Rabe wurde immer besonderer Wert auf das Erscheinungsbild sowie auf den Umgang mit den Reisenden gelegt.
Als geborener Westberliner ist man ja sehr häufig Transit gefahren oder auch mal in den Ostsektor eingereist. So weit ich zurückdenken kann, erfolgte die Abfertigung immer extrem korrekt. Aber von Freundlichkeit konnte da leider keine Rede sein. Ich fühlte mich immer extrem unerwünscht in diesem Staat.
Erst gegen Ende der 80iger Jahre wurde es etwas lockerer. Da konnte man sogar mal ein paar Worte wechseln, die nicht unmittelbar mit der Abfertigung zu tun hatten. Ein Erlebnis ist mir bei einer Einreise nach Ostberlin in Erinnerung geblieben.
Auf der Einreisekarte hatte ich unter Beruf nur "Beamter" eingetragen. Bei der Zollkontrolle fragte mich der dort eingesetzte Kollege dann: "Was für ein Beamter sind Sie denn ?" Ich antwortete: "Ich bin Zöllner, so wie Sie" . Er antwortete nur "Das ist schön" und entließ mich aus der Kontrolle.
Seitdem habe ich unter Beruf immer "Zollbeamter" eingetragen und damit auch nie Schwierigkeiten gehabt.
Noch eine Frage zum Verhältnis PKE/GT zum Zoll.
Als ich in der Wendezeit (Dez.1989 bis Sommer 1990) recht gute Kontakte zum Ostzoll bekam, hatte ich immer den Eindruck dass das Verhältnis zwischen diesen beiden Verwaltungen nicht so gut war. Ich selbst habe das im Fruühjahr 1990 an der neu errichteten GÜSt Kleinmachnow erfahren müssen. Ich weilte an diesem Tag etwa 50m auf DDR Gebiet, in "voller Montur" bei den dortigen Kollegen der DDR Zollverwaltung als der Kommandant der GÜSt, ein Major M., zu mir trat und mich recht unmißverständlich aufforderte das Terretorium der DDR zu verlassen, es gäbe hier noch kein "Verbundzollamt"!!
So trabte ich "befehlsgemäß" wieder Richtung Westsektor. Einige Tage später sagten mir die Ostkollegen, dass sie diese Aufforderung recht unhöflich fanden, aber das Zusammenarbeiten mit der PKE/GT sei schon immer schwierig gewesen.
Wie war den nun aus eurer Sicht das Verhältnis zwischen Zoll und PKE. Wir haben, so glaube ich, hier keinen ehemaligen DDR-Zöllnern im Forum?
Gruß Frank


 Antworten

 Beitrag melden
03.12.2010 12:39 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2010 12:39)
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

Zitat von Zkom IV
Wir haben, so glaube ich, hier keinen ehemaligen DDR-Zöllnern im Forum?



Was den Zeitraum von 1990 bis zum Aussortieren von "belasteten" Kadern betrifft zumindest einen. Allerdings weiß ich nicht wieviel @Gilbert zu deiner Frage beitragen kann, da es ab 1990 ja quasi schon eine vollkommen andere Zeit war. Zum Verhältnis Zoll/PKE sollte aber auch @Drewitz etwas sagen können.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!