Wieder mal ein alter "Neuer"

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12.03.2009 22:12
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#1
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Hallo,
durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestossen und bin regelrecht begeistert darüber, dass die "gute alte schlechte Zeit" noch nicht ganz in Vergessenheit geraten ist. Beim Lesen des Forums fühlt man sich in eine Zeit zurückversetzt, mit welcher man sowohl schreckliche als auch schöne und lustige Erinnerungen verbindet. So komisch das auch klingen mag ... ich habe die DDR und auch die Zeit bei den GT gehasst, aber ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen.

Aber zum eigentlichen Thema. Ich absolvierte meine Grundausbildung vom 06.11.85 bis zum 29.04.86 in Eisenach und "durfte" anschließend bis zum 30.04.87 (plus 5 Tage ) bei der GK Ecklingerode Dienst verrichten.

Ich freue mich schon darauf hier im Forum weiterhin viele interessante Beiträge zu lesen und vielleicht ab und zu auch meinen Senf dazu zu geben.

Mfg
Christian


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13.03.2009 00:51
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#2
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Hallo Spencer,
Willkommen,ich freue mich auf Deinen Senf! Grüße Peter(Turtle)


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13.03.2009 01:12
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#3
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Hallo Spencer,
willkommen hier im Forum
wir alle sind wie ein Blatt im Wind, aber zusammen können wir etwas Aufklärung geben, jeder einzelne mit seinem Puzzlestück.
Ich freue mich von dir mehr zu erfahren.

Gruß nf


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13.03.2009 06:19
avatar  Angelo
#4
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Hallo Christian,
Herzlich Willkommen im Forum DDR Grenze
Wir freuen uns auf deine Beiträge

Gruß Angelo


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13.03.2009 08:32
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#5
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Hallo Spencer.
Warum durftest Du denn 5 schöne Tage länger dienen?
Udo


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13.03.2009 15:03 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2009 15:06)
#6
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Zunächst ein herzliches Willkommen an Spencer, dann "senf" uns mal so richtig ein!

@Udo: Es wurde in den 80-er Jahren zum "Brauch", dass eine Arreststrafe "nachgedient" werden musste. Das war eigentlich das Schmerzhafteste an der Sache. Die Geschichte wurde noch dadurch verschärft, dass die Nachdienenden ihren "Nachschlag" nicht sofort ab dem Tag des Heimgangs antreten konnten, sondern diese Zeit erst ab dem Ersten des Folgemonats galt. So konnten aus 5 Tagen Arrest schonmal 7 oder 8 Tage Nachdienen werden. Die einzige Chance, dem Nachdienen zu entgehen, war eine Belobigung mit der "Streichung einer Strafe". Das kam aber bei Arrestbestrafungen, zumindest bei uns, nur sehr selten vor.

Hier ein Link zu einem Thread dieses Forums, in dem es um den Arrest ging ...

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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13.03.2009 15:11
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#7
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Dankeschön für all die netten Willkommensgrüße. Die ersten zwei Tage habe ich mir in Eisenach bei der Grundausbildung eingehandelt. War damals eine Gruppenbestrafung, da drei unseren Uffz verprügelt hatten, aber keiner sagen wollte wer es war. Die nächsten drei habe ich mir im Urlaub auf dem Leipziger Hbhf. eingehandelt. Der damals ewige Kampf zwischen "Orange" und "Grün" wurde mir zum Verhängnis, weil die Jungs mit dem weißen Koppel schneller waren als ich.


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13.03.2009 15:13 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2009 15:18)
#8
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Hallo Spencer,

Zwei Fragen:

Ihr habt wirklich eine "Kollektivstrafe" erhalten? Das war eigentlich verboten. Naja, mehrere aus einer Gruppe konnten gleichzeitig Einzelstrafen erhalten - das ging wohl. Aber als Kollektivstrafe durfte das nicht bezeichnet werden.

Kampf zwischen "Orange" und "Grün" ???

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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13.03.2009 15:23
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#9
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Genau, der Arrest war nicht weiter schlimm, brachte sogar etwas Abwechslung. Ich zum Beispiel "durfte" 2 Tage Autos putzen und dann 3 Tage Kartoffeln schälen. Das man Arrest hatte, merkte man eigentlich nur daran, dass man in der Nacht eingeschlossen wurde und die Offiziere noch ein bisschen unfreundlicher waren als sonst schon. Allerdings habe ich schon von anderen Grenzern (auch aus Eisenach) gehört, dass es bei ihnen nicht so locker war. Vermutlich hat das an dem jeweiligen Regimentskommandeur gelegen. Mit dem Nachdienen hatte ich Glück, da mein eigentlicher Entlassungstag der 30. April war und es somit tatsächlich nur bei 5 Tagen geblieben ist.

Abgesehen mal davon, weiss vielleicht jemand von Euch warum die nachgedienten Tage nicht im Wehrdienstausweis vermerkt wurden und warum man die Tage nicht in der eigenen Kompanie nachdienen durfte? War das überall so oder nur an der Grenze?


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13.03.2009 15:28
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#10
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Hallo Rainman,

Da habe ich mich wahrscheinlich falsch ausgedrückt. Als Kollektivstrafe wurde das auch nicht bezeichnet. Praktisch wurde gesagt, dass es drei aus der Gruppe gewesen sein müssen und wenn diese nicht herausgefunden werden können, dann wird jeder einzeln als Täter bestraft. Selbstverständlich kam auch nicht die ganze Gruppe gleichzeitig in Arrest ... immer schön einer nach dem anderen. Und jedesmal die gleiche Frage ... "ist jemanden eingefallen wer die Drei waren?"


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13.03.2009 15:33
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#11
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Sorry, habe die zweite Antwort auf Deine Frage vergessen.

Der Kampf zwischen "Orange" und "Grün" waren die kindischen Schlägereien zwischen Falschirmjägern und Grenzern, die es eigentlich immer gab, wenn sich solche Truppen während des Urlaubs trafen.


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13.03.2009 16:15
#12
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Hallo Spencer,

danke für die Antworten. Ihr habt Euch mit den "Fallies" geprügelt?! Mein lieber Schwan - Respekt! Von solchen Animositäten zwischen den beiden Waffengattungen wusste ich garnichts. An der Militärpolitischen Hochschule hatten wir als Grenzer eigentlich immer ein gutes Verhältnis zu den Jungs.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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13.03.2009 16:47
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#13
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Hallo Rainman,

Respekt muss man da wirklich nicht haben. Aus heutiger Sicht war es einfach nur dumm und so weit mir bekannt ist, haben die Grünen immer verloren. Wir waren eben noch sehr jung und dachten wahrscheinlich das wir nach 3 Monaten Grundausbildung unbesiegbar seien.

Was mich wundert ist, dass Du als Offizier nichts davon mitbekommen hast. In Eisenach wurden wir zumindestens durch die Unteroffiziere vor dem Urlaub regelrecht dazu animiert die Orangen endlich mal zu besiegen.

Allerdings glaube ich, dass diese Kämpfe von beiden Seiten wohl mehr als ein Spiel angesehen wurden.

Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Waffengattungen gab es ja zum Beispiel auch bei der Volksmarine. Ein damaliger Freund von mir war Kampfschwimmer und bei jedem Ausgang mussten die sich mit den Marinefliegern prügeln, obwohl die auch niemals eine Chance hatten.

lg
Christian


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18.05.2014 18:52
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#14
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Nach der Grundausbildung 1986 in Halberstadt, wurde ich zur 13 Gk -3 GB in Rothesütte versetzt, 87 wurde ich dann wieder versetzt, ich glaube es war nach Papstdorf. Eingesetzt wurde ich oft in Schierke, damals 7. GK.


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18.05.2014 18:53
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#15
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Nach der Grundausbildung 1986 in Halberstadt, wurde ich zur 13 Gk -3 GB in Rothesütte versetzt, 87 wurde ich dann wieder versetzt, ich glaube es war nach Papstdorf. Eingesetzt wurde ich oft in Schierke, damals 7. GK.


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