FDGB-Urlaubsort Fritz Heckert Heim

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23.11.2010 15:24 (zuletzt bearbeitet: 23.11.2010 15:25)
avatar  Angelo
#1
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Nach der Gründung der DDR 1949 wurde im Jahre 1952 eine Verwaltungsreform durchgeführt. Die Hauptteile des 1947 gegründeten Landes Sachsen-Anhalt wurden auf die zwei Bezirke Magdeburg und Halle aufgeteilt. Die Stadt Gernrode kam zusammen mit dem Landkreis Quedlinburg zum Bezirk Halle.In Gernrode wurde mit dem Aufbau des FDGB-Feriendienstes begonnen, was zu rasch steigenden Übernachtungszahlen führte. Das Hotel Stubenberg wurde 1948 eines der ersten FDGB-Ferienheime. Im Jahr 1952 begann der Bau des Ferienheimes Fritz Heckert, dem ersten neu gebaute Ferienheim der Gewerkschaft. Daneben gab es noch das Ferienheim Freundschaft, ein ehemaliges Töchterheim. Während dieser Zeit wurden von den Betrieben zahlreiche Betriebsferienheime errichtet, zumeist in den ehemaligen Töchterheimen, die inzwischen überflüssig geworden waren. Diese zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten führten zu einer enormen Anzahl von Urlaubern.1961 wurde in Gernrode die 1000-Jahrfeier festlich begangen und im Jahr 1989 die (nicht erfolgte) Verleihung des Stadtrechtes vor 450 Jahren gefeiert.

Obwohl der Tourismus dominierte, siedelten sich auch Industriebetriebe an. So wurde 1960 der VEB Harzer Uhren gegründet, der aus einer enteigneten privaten Uhrmacherfirma hervorging. Der Betrieb begann 1969 mit der Produktion von Kuckucksuhren. Sie werden noch heute unter dem Namen Harzer Uhren produziert. Daneben gab es in Gernrode Betriebe zur Produktion von Polstermöbeln sowie zur Herstellung von Getränken und Spirituosen. In der Landwirtschaft wurden die Flächen der Bauern zu einer LPG zusammengefasst, die das ganze Spektrum vom Obstanbau über Viehzucht bis zum Ackerbau abdeckte. In Gernrode hatte es vor dem Krieg schon eine Baumschule Teickner gegeben. Diese wurde 1972 zusammen mit einer Baumschule in Blankenburg zum VEG Saatzucht, Baumschulen und Landschaftsgestaltung Gernrode zusammengeschlossen.

Die Umwälzungen beim Niedergang der DDR im Herbst 1989 brachten das Ende des Feriendienstes der Gewerkschaften und der Ferienheime der meisten Betriebe. Auch die Zahl der Urlauber ging deutlich zurück. Die ehemaligen Ferienheime wurden bis auf den „Stubenberg“ geschlossen. Nur einige der in Gernrode angesiedelten Betriebe überstanden die so genannte Wende, allerdings nur stark verkleinert. Mit dem Wegbleiben der Urlauber und der Schließung der Betriebe kam es zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit. Trotz etlicher Nutzungskonzepte für die ehemaligen Ferienheime stehen diese bisher leer, wie die Heime Fritz-Heckert und Freundschaft. Sie sind stark verfallen und müssen wahrscheinlich abgerissen werden. Der Stubenberg konnte 1992 an einen privaten Investor verkauft werden und wurde als Hotel wiedereröffnet. Quelle wikipedia


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26.11.2010 14:32
avatar  Krempe
#2
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Hier mal 2 Fotos aus den "guten" Zeiten des Ferienheimes Fritz Heckert 1975 und 1980.
Ich selbst durfte dort 1984 Urlaub machen.


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26.11.2010 14:40 (zuletzt bearbeitet: 26.11.2010 14:42)
avatar  Krempe
#3
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26.11.2010 14:44
avatar  Krempe
#4
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08.04.2016 20:51
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#5
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Zitat von Krempe im Beitrag #4
Und die auch noch:

Ist es nicht eine Schande, wie in diesen Staat BRD mit dem Vermögen einer Gewerkschaft umgegangen wird?
Die Finanzen hat man ja auch eingesteckt !
Es waren ja immerhin auch Beitragsgelder dei einfachen Mitglieder !


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08.04.2016 21:30
avatar  GKUS64
#6
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Zitat von Jawa 350 im Beitrag #5
Zitat von Krempe im Beitrag #4
Und die auch noch:

Ist es nicht eine Schande, wie in diesen Staat BRD mit dem Vermögen einer Gewerkschaft umgegangen wird?
Die Finanzen hat man ja auch eingesteckt !
Es waren ja immerhin auch Beitragsgelder dei einfachen Mitglieder !


Ach so Klaus, du würdest lieber wieder mit dem FDGB reisen?


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08.04.2016 21:44
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#7
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Es gibt sogar im Westen Gewerkschaftsheime, und ob nun DGB oder FDGB, ... egal.


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08.04.2016 21:44
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#8
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( gelöscht )

Zitat von GKUS64 im Beitrag #6
Zitat von Jawa 350 im Beitrag #5
Zitat von Krempe im Beitrag #4
Und die auch noch:

Ist es nicht eine Schande, wie in diesen Staat BRD mit dem Vermögen einer Gewerkschaft umgegangen wird?
Die Finanzen hat man ja auch eingesteckt !
Es waren ja immerhin auch Beitragsgelder dei einfachen Mitglieder !


Ach so Klaus, du würdest lieber wieder mit dem FDGB reisen?


Na Bernd nun haste danebengehauen - denn ich war in einer Genossenschaft beschäftigt- damit konnte ich kein FDGB Mitglied sein !
Da ich als Ralyefahrer viele Auslandkontakte hatte, habe ich für den FDGB in unseren Betrieb den Ferienaustausch aufgebaut !
Übrigens der Preis für einen FDGB Ferienplatz war ein Witz:!


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08.04.2016 21:51
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#9
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nicht überall war Gewerkschaft drin, wo Gewerkschaft drauf stand


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08.04.2016 22:33
#10
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Zitat von Gert im Beitrag #9
nicht überall war Gewerkschaft drin, wo Gewerkschaft drauf stand


Na Du musst es ja wissen.


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08.04.2016 22:39
#11
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #6
Zitat von Jawa 350 im Beitrag #5
Zitat von Krempe im Beitrag #4
Und die auch noch:

Ist es nicht eine Schande, wie in diesen Staat BRD mit dem Vermögen einer Gewerkschaft umgegangen wird?
Die Finanzen hat man ja auch eingesteckt !
Es waren ja immerhin auch Beitragsgelder dei einfachen Mitglieder !


Ach so Klaus, du würdest lieber wieder mit dem FDGB reisen?


Also ich würde sagen--das heute sehr sehr viele die an der Armutsgrenze leben müssen--doch noch für den Preis,den man beim FDGB bezahlte, fur 14 Tage in den Urlaub fahren würden. Aber das bleibt ebend für viele ein Traum.


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08.04.2016 23:17
avatar  Pitti53
#12
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Zitat von Gert im Beitrag #9
nicht überall war Gewerkschaft drin, wo Gewerkschaft drauf stand


@Gert betrachte es nicht als Beleidigung....aber dein neuer Avatar sieht echt Scheiße aus


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09.04.2016 07:40 (zuletzt bearbeitet: 09.04.2016 08:13)
#13
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Zitat von Jawa 350 im Beitrag #5
Zitat von Krempe im Beitrag #4
Und die auch noch:

Ist es nicht eine Schande, wie in diesen Staat BRD mit dem Vermögen einer Gewerkschaft umgegangen wird?
Die Finanzen hat man ja auch eingesteckt !
Es waren ja immerhin auch Beitragsgelder dei einfachen Mitglieder !


Das würde mich mal wirklich interessieren, wieviel von den Mitgliedsbeiträgen in den FDBG - Feriendienst geflossen sind. Musste doch davon ne ganze Menge bezahlt werden. Vom Apparat mit ca. 17.000 hauptamtlichen Mitarbeitern, von Gewerkschaftsschulungen bis zur eigenen Hochschule, Betriebssportgemeinschaften, kulturelle Angebote usw. usf.

Nach dem Krieg konnte der FDGB auf zahlreiche enteignete Immobilien zurückgreifen. Mit der "Aktion Rose" kamen in den 50-ern noch einige hinzu. Eine Menge Verantwortung und je älter die DDR wurde, immer weniger im Bereich Werterhaltung wahr genommen wurde. Der Verfall hat also nicht erst nach 1990 begonnen. Woher sollten die Mittel auch kommen, wenn die Preise für die Reisen im Verlaufe der Jahre kaum gestiegen sind.

Na und vor, während und nach der Wende sind auch dem FDGB die Mitglieder scharenweise weg gelaufen. So sind nicht nur die Beitragseinnahmen geschrumpft, sondern auch das Interesse an den FDGB - Reisen.

Bemerkenswert ist aber die Neubewertung der Immobilien des FDGB 1990. Wobei da wahrscheinlich alle Immobilien eingeflossen sind und nicht nur die Ferienheime - 830 Mio. DM

Nach einer Neubewertung betrug der Buchwert des Immobilienvermögens 828,9 Millionen DM. Sie wurden von der Treuhand verkauft. Mitmischte auch die Unabhängige Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR. Sie legte am 24.08.1998 ihren Abschlussbericht vor. Die Abwicklung erfolgte im Wesentlichen bis zum 30.09.1999. Bereits zum 01.07.1999 wurde eine F.D.G.B. GmbH in Liquidation gegründet. Sie übernahm die restlichen Aufgaben.

http://www.ddr89.de/fdgb/FDGB.html

Ein interessantes Thema, wenn man nicht gleich wieder das gestern mit dem heute vergleichen würde.

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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09.04.2016 07:50 (zuletzt bearbeitet: 09.04.2016 07:52)
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#14
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Hat die Schnapsdrossel ihr lustiges Gewerkschafterleben auch auch von den Beiträgen finanziert?
Ich befürchte mal ja, man, er hätt mir wenigstens mal ne Rehkeule abgeben können


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09.04.2016 07:53 (zuletzt bearbeitet: 09.04.2016 08:20)
#15
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Zitat von Gert im Beitrag #9
nicht überall war Gewerkschaft drin, wo Gewerkschaft drauf stand


Ach @Gert Du hast recht und auch nicht. Waren doch alle Berufstätigen in der DDR gewerkschaftlich organisiert. Der FDGB war eine Dachorganstation, wie der DGB, unter dem sich alle versammelt haben. Auch die Mitarbeiter der Staatsorgane.

Zu Ostern sind mein Bruder und ich bei einem Ausflug im Berliner Umland einfach mal einem Hinweis am Straßenrnd gefolgt - Schloß Dammsmühle. Auch dem Verfall preis gegeben. Ohne zu wissen wo wir waren, tippten wir auf ein Erholungsheim der Staatsorgane. Zu hause angekommen erst mal gegoogelt und richtig



http://www.berliner-kurier.de/berlin/bra...e-spukt-4885502

Das ist so versteckt, dass man damals nicht FDGB ran schreiben musste

Moskwitschka

Edit Die wechselvolle Geschichte von Schloß Dammsmühle https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Dammsm%C3%BChle

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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