Dittrichshütte als Satire

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23.11.2010 19:33
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#16
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Winter 1982. Ein beliebter Spielplatz für kleine Grenzer war in der Nähe von Plauen. Irgendwas mit Grün und Schnecken, so genau weiß ich es nicht mehr. Besonders im Winter hatte dieser Wandertag für uns tolle Überraschungen parat, wie sich später zeigte. Wir brauchten nicht mal laufen, denn die " Bärenstarken aus Ludwigsfelde " , so nannten wir liebevoll unsere Pferdekutschen, brachten uns zu diesem lustigen Ort. Es war bitter kalt, aber wir waren so aufgeregt und gespannt auf die Spiele, die unsere Betreuer mit uns vorhatten, daß wir die Kälte vergaßen. Man hatte dort schon einiges vorbereitet, so viele tolle Spielgeräte. Da stand ein ganz alter Panzer. Man sagte, unsere sowjetischen Freunde haben den vergessen. Nun durften wir alle mal unter der Bodenwanne durchkriechen. Das hat fast allen Freunden riesig Spass gemacht, außer unserem Dickerchen, der blieb mit seinem Teil Eins in der Mitte des Panzers stecken. Das war erst lustig, doch dann haben wir ihm geholfen, er fand es nämlich gar nicht lustig, wir zogen ihn dann an den Füßen wieder hervor. Dann kam auch endlich die Sonne über dem Platz hervor und der anfangs harte Boden wurde weich und geschmeidig, zum Spielen ideal ! Die besondere Überraschung kam dann gegen Mittag. Ein richtiger Panzer stand für uns bereit ! Er fuhr immer im Kreis, ein lächender Onkel saß auf dem Turm. Da war so ein Loch, wie ein Brunnen, in das wir hineinhopsen mussten. Wir spielten also Panzer bekämpfen ! Nachdem der böse Panzer über das Loch rollte, sollten wir wieder rausgucken und eine Handgranate nach dem Panzer werfen. Da aber ein lächelnder Onkel auf dem Panzer saß, spielten wir nur Handgranate und warfen ein gedachtes Exemplar aus Luft nach dem Bösewicht ! Das hat übelst Spass gemacht ! So langsam weichte der Boden immer mehr auf, und das Loch füllte sich mit so gelben Schlamm. Mein Kumpel fand es auch nicht lustig, daß er stiefeltief im Schlamm steckte, es erwischte ihn auch noch die Kette vom bösen Panzer. So kam der Schlamm auch noch von oben, er tauchte völlig verschlammt aus dem Loch hervor und warf seine gedachte Handgranate. Sie war diesmal nicht aus Luft, sondern aus gelber Pampe. Sie traf den lächelnden Onkel auf dem Turm des Panzers, der sofort das Lächeln einstellte und einige böse Worte dem Werfer entgegen warf. Man konnte es nicht richtig verstehen, weil der Panzer so einen Krach machte, es müssen aber wirklich schlimme Worte gewesen sein, denn die schöne Uniform des Onkels auf dem Panzer war voller gelber Pampe. Er verstand halt keinen Spaß, obwohl wir zum Spielen gekommen waren. Zum Glück wurde die gelbe Pampe auf dem Heimweg schnell trocken und wir konnten dann den ganzen Abend auf der Hütte unsere Spielsachen ausbürsten und hatten damit bis zum Schlafengehen eine sinnvolle Beschäftigung.

Ein weiterer, schöner langer Wintertag auf der Hütte war vergangen und wir hatten so viel gelernt ! Besonders, wie man aus lächelnden Onkels auf Panzern, böse Onkels macht !

Gruß
P3


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13.01.2011 16:33
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#17
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Ja, so war dies mit diesen Kinder- und Jugenderholungsheimen.
Der erste Durchgang des Jahres begann immer Anfang Mai (meistens der 2.),
der zweite im um den 1.November. Abweichend die Ferienlager, die bestimmt unsere
Freunde Feliks D, Gilbert, Rabe etc besucht haben. Da begann es einen Monat früher.
Fing ein Durchgang am 1.April an, stand auf der Einladung: "Kein Aprilscherz !"


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08.09.2011 20:45 (zuletzt bearbeitet: 08.09.2011 21:02)
#18
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Hallo,

hier mal wieder etwas zum "Auffrischen". Durch diesen Thread bin ich ja wieder zurück zu einem Grenztruppenforum gekommen nachdem ich 2008 schon einmal kurze Zeit Zeitzeuge sein durfte. Damals war das Forum aber nach wenigen Wochen aus dem Netz "verschwunden" und ich hatte später andere Sorgen...

Zur Hütte: Meine Vorredner haben schon vieles zum Besten gegeben. Die Erinnerung ist wieder voll da! Nun habe ich damals unter Beachtung aller Vorsichtsmassnahmen tatsächlich während meiner Hüttenzeit ein Tagebuch geschrieben! Das war nicht immer einfach es bei Tiefenkontrollen zu verstecken! Später am Kanten habe ich es dann nicht fortgesetzt. Das war mir doch zu riskant. Deshalb enden meine Aufzeichnungen am 5. 5.1981. Wer erinnert sich zum Bsp. noch an den "3 Tagekrieg" (Komandostabsübung) vom 24.2.-26.2 1981 wo wir durch ganz Thüringen gekarrt wurden, an die Spielwiesentage auf der Schabsheide ("Höhe 609"), an den Grenzausbau in Sparnberg/Hirschberg mit "Campingplatz"in Birkenhügel im März 1981 (9.3. - 27.3.81). Da müsste es sogar vom BGS von Rudolphstein aus noch alte Filmaufnahmen geben, die uns unten in Sparnberg an der Saale bei Zaunneubau zeigen. Vielleicht erinnert sich auch noch jemand nach 30 Jahren an die Schießausbildung in Ruppersdorf und bei Hibu und an die Wachen über Weihnachten/Neujahr 80/81 an verschiedenen Standorten.
Namen sind hier auch schon genannt worden. Einige waren mir auch bekannt " 007" der gute Onkel Of. Sch... mit dem wir als ABK 3 (?) glücklicherweise nur am Rande zu tun hatten. Oder Onkel Major ........ (wie "...hütte"). Dann Uffz. Gu...e -ihr wisst schon wen ich meine. Er hatte auch noch einen anderen Namen ich glaube "Spooky tu" oder so ähnlich. Fortsetzung folgt......

Gruß Fischerhütte (EK 82/1)

@ P3: "war in der Nähe von Plauen. Irgendwas mit Grün und Schnecken": Schneckengrün!


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15.09.2011 21:03 (zuletzt bearbeitet: 15.09.2011 21:04)
#19
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Hallo,
in meinem kleinen privaten Museum habe ich auch noch dieses gute Stück aus der Schleiferhüttenzeit gefunden. Man hatte wohl immer eine Ersatztasse parat zumal man ja nicht wußte, ob danach später in der Grenzkompanie gefragt wurde.(Was jedoch dann nicht der Fall war). Jedenfalls flog die eine in den Wachbereich bei Rausfahren aus der Hütte am 29.04.1981 um 5.30 Uhr und eine Zweite hatte man (mitunter) noch als Ersatz im Gepäck. Sie hat bis heute als Relikt überlebt. Eine Teil I Tasche besitze ich ebenfalls noch sowie eine Taschenlampe mit roter bzw. grüner Scheibe für den Kanten. Darauf war HG 82/1 eingeritzt. Beide Teile kommen dann später in die Galerie Ausrüstung......

Gruß von der Fischerhütte

27.09.2011 20:08 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2011 22:49)
#20
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Hallo,

hier jetzt eine Ereignis kurz beschrieben (oder mehr dokumentiert), das uns damaligen jungen Grenzsoldaten evtl. noch in Erinnerung ist. Kaum jemand wird aber diese Einladung heute noch besitzen.........

Es war wohl der erste Ausgang nach sehr stressiger Ausbildung in der Schleiferhütte mit allen seinen Schikanen etc.

Der 22.11.1980 war ein Samstag und auch ein vom Wetter her damals ein recht angenehmer Tag: "sehr mild, überwiegend hohe Bewölkung, niederschlagsfrei"......

Um 5.00 Uhr ging es los ! Anziehen und im Massentransport nach Rudolstadt zur Bleichwiese. An Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern. Mittags gab es wohl Suppe aus der Kanone........

Auch im Tagebuch finden sich keine weiteren Hinweise außer die eingeklebte Einladung.....

Wir wurden wohl gegen 18.00 Uhr wieder aus Bad Blankenburg zurück gefahren und mussten dann auf der Hütte um 21.00 ins Bett (lt. Tagebucheintrag).........

Gruß von der Fischerhütte

28.09.2011 17:23
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#21
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Stichwort Erinnerungen - Kinderferienlager in Truggental - so ´war der Name, glaube ich zumindest! Da wollten doch alle hin, oder?


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28.09.2011 23:33
#22
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Hallo Lupo ,

Du meinst bestimmt Truckenthal?

Da war die Kompanie Holzeinschlag Herbst 1984 untergebracht. Ich war dabei.

Gruß

Ricardo


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15.10.2011 10:42
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#23
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Hallo EK,

jetzt die Geschichte mit UF F. Ich kenne sie nur aus der abendlichen Erzählung auf der Bude. War selbst nicht dabei. Da sie aber gleich mehrere erzählt haben, habe ich keinen Zweifel an der Richtigkeit. Lediglich die Ironie ist dazu gedichtet:

Es war mal wieder Adventure-Day in der Schabsheide. Solche Tage begannen meist mit einer Wanderung durch den Wald. Dabei wurden verschiedene Formen der Erlebnis Pädagogik ausprobiert. U.a. das Wandern mit reduzierter Sauerstoffzufuhr und gleichzeitig angelaufenen Glasscheiben vor den Augen. Die Dose der Klarsichtscheiben steckte bei den meisten als Tauchsieder im braunen Becher.

Bis in die Schabsheide waren es vielleicht 6 oder 7 km. Mit TSM auf den Kopf gefühlte 20. Bei 30 Grad im Schatten gefühlt unendlich.

Einer, der keine Lust mehr hatte mitzuspielen, taumelte plötzlich aus der Wandergruppe heraus und sank an einer kleinen Fichte in sich zusammen. Zu unserem Unterfeld F. sagte er, „ich kann nicht mehr, bitte lassen sie mich hier liegen, ich will sterben“. Nachdem er die Maske abgesetzt hatte, war klar, dass das nicht stimmt. Er war von der Lüge ganz dunkel-rot im Gesicht. Unser Unterfeld blieb gewohnt ruhig: „Aufstehen, Maske aufsetzen! Filter aus der Tasche nehmen und in den Fahrtwind halten! Je schneller sie laufen, desto mehr Luft kommt vorne rein.“ Und zum Rest: „wir müssen etwas schneller laufen, damit der Genosse X mehr Luft bekommt.“

UF F...´s Placebo-Effekt wirkte Wunder. Und wieder einmal war ein schöner Tag in der Schabsheide gerettet.


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17.10.2011 21:13 (zuletzt bearbeitet: 17.10.2011 21:59)
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#24
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ja so lieb war unser geliebter ufw.fi...er lies niemanden im stich, gab gute ratschläge und legte sich mit sanis an die einen krank melden wollten. ehrlich, damlas dachte ich: du arsch bist aus berlin? wir sehen uns in berlin und dann zeige ich dir mal wie ein bauarbeiter mit beton umgeht. ich traf ihn nie und heute bin ich reifer. kann nur sagen, der kerl hatte sicher ein schweres leben, wer so eingestellt ist findet wenig freunde und wenn er diese seiten lesen sollte erkennt er sich.
die sache mit der gasmaske hätte dir sonst niemand geglaubt, aber hier gehört sie hin weil so kennen wir den ar....undenkbar heute solche schikanen. aber er hatte ja deckung, die kc sagten immer "selber klären" und "das gehört zur selbsterziehung".
wenn wir beim ihm ausbildung hatten weil unser uffz. gu... nicht durch kam hatten wir programm pur. toll und das gesicht frass sich in unser hirn falls wir ihn später im leben mal treffen.
damit hat der fi... nichts zu tun, aber ich erinnere mich auch an gruppenbestrafungen die eigentlich verboten waren, aber wo wollte man sich beschweren.
die einzelnen gründe kenne ich nicht mehr, aber 2 oder 3 mal geschah es in 6 monaten das unser zug auf den apellplatz antreten durfte bis der schuldige sich meldete. er meldete sich nie und keiner hat ihn verraten aber still stehen durften wir jedesmal eine stunde und danach gab es zum aufwärmen unkraut zupfen auf dem apellplatz. dazu hatten die ja schöne eimer die voll werden mußten. irgendwann traute sich ein soldat zu erwähnen das gruppenbestrafungen nicht erlaubt sind, daraufhin durften wir abtreten und unkraut zupfen. ich weis nicht mehr ob der soldat noch eine extra belobigung erfuhr, zu lange her. wäre es ein einzelfall, hätte ich mich erinnert, aber schikane war die tagesordnung in der hütte.

wenn jemand schikane kennt, dann die hüttenkumpels und selbst uffze wurden von oben drangsaliert worüber wir soldaten natürlich lachten. geteilter schmerz ist halber schmerz.

traurig ist nur, das schlechtes fett oben schwimmt und heute in diesem kinderferienlager wieder aktiv ist.

ek 82/2


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18.10.2011 12:14
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#25
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Hallo EK,

wen meinst Du denn mit "heute in diesem kinderferienlager wieder aktiv ist"? Kenne ich den auch?

Zur Abwechslung mal was Lustiges von der Hütte:

Besonders viel Spaß hatten wir im Winter 81/82. Die Hütte war ein Wintermärchen - saukalt und jede Menge Schnee.

Kann sich noch jemand an diese grünen Folienumhänge erinnern, die man uns geschenkt hat, damit wir rodeln können? Das Teil war der schnellste Schlitten, den ich je hatte. Lustig war vor allem, dass er nicht einfach nur schnell war. Er lies sich auch nicht lenken. Und bremsen sowieso nicht. Denn bei gebrauchsgemäßer Anwendung steckten die Füße im Kopfteil fest.

Unsere erste Bahn war die Abraumhalte hinter dem Veranstaltungssaal. Noch besser aber war der steile Kolonnenweg links am Eingang zur Schabsheide. Er verlief genau auf die Bahngleise zu, die sie gebaut hatten, damit wir beim Autofahren mehr Spaß haben. Eigentlich sollten wir dort Nahkampf spielen. Aber die Schneeverhältnisse waren einfach zu perfekt. Beste Bahnbedingungen auf dem Kolonnenweg. Dazu hatten wir unsere super Ausrüstung dabei: die grünen Schlitten, weise Rennanzüge an, die „Oma“ bis zu den Augen gezogen und die Klappen der „Fotze“ runter. Also haben wir gespielt, wer am weitesten oben startet. Voll grazy fun war, wenn einer die Spur nicht halten konnte und nen Abflug zwischen die Bäume machte. Je mehr Fahrer runter kamen, desto schneller wurde die Bahn. Der Sieger ist unten auf den „Bahndamm“ gerauscht. Ungebremst! Leider hat er sich das Schlüsselbein im Schotterbett gebrochen.

Das blöde an der Sache war, dass sich einer aus meiner Gruppe schon im Sommer vorher tatsächlich bei der Nahkampfausbildung das Schlüsselbein gebrochen hatte und ich in Erklärungsnot war. Gepetzt hat aber keiner.

Vor zwei Jahren war ich dann das erste mal wieder auf der Hütte. Da steht jetzt ne Sommerrodelbahn. An dem langweilig flachen Hang Richtung Döschnitz runter. Weil es genieselt hat durften wir aber nicht fahren. Der am Kassenhäuschen meinte: „ist viel zu gefährlich.“ Da musste ich lachen.


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18.10.2011 16:46
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Zitat von Uffz
Hallo EK,

wen meinst Du denn mit "heute in diesem kinderferienlager wieder aktiv ist"? Kenne ich den auch?

Zur Abwechslung mal was Lustiges von der Hütte:

Besonders viel Spaß hatten wir im Winter 81/82. Die Hütte war ein Wintermärchen - saukalt und jede Menge Schnee.

Kann sich noch jemand an diese grünen Folienumhänge erinnern, die man uns geschenkt hat, damit wir rodeln können? Das Teil war der schnellste Schlitten, den ich je hatte. Lustig war vor allem, dass er nicht einfach nur schnell war. Er lies sich auch nicht lenken. Und bremsen sowieso nicht. Denn bei gebrauchsgemäßer Anwendung steckten die Füße im Kopfteil fest.

Unsere erste Bahn war die Abraumhalte hinter dem Veranstaltungssaal. Noch besser aber war der steile Kolonnenweg links am Eingang zur Schabsheide. Er verlief genau auf die Bahngleise zu, die sie gebaut hatten, damit wir beim Autofahren mehr Spaß haben. Eigentlich sollten wir dort Nahkampf spielen. Aber die Schneeverhältnisse waren einfach zu perfekt. Beste Bahnbedingungen auf dem Kolonnenweg. Dazu hatten wir unsere super Ausrüstung dabei: die grünen Schlitten, weise Rennanzüge an, die „Oma“ bis zu den Augen gezogen und die Klappen der „Fotze“ runter. Also haben wir gespielt, wer am weitesten oben startet. Voll grazy fun war, wenn einer die Spur nicht halten konnte und nen Abflug zwischen die Bäume machte. Je mehr Fahrer runter kamen, desto schneller wurde die Bahn. Der Sieger ist unten auf den „Bahndamm“ gerauscht. Ungebremst! Leider hat er sich das Schlüsselbein im Schotterbett gebrochen.

Das blöde an der Sache war, dass sich einer aus meiner Gruppe schon im Sommer vorher tatsächlich bei der Nahkampfausbildung das Schlüsselbein gebrochen hatte und ich in Erklärungsnot war. Gepetzt hat aber keiner.

Vor zwei Jahren war ich dann das erste mal wieder auf der Hütte. Da steht jetzt ne Sommerrodelbahn. An dem langweilig flachen Hang Richtung Döschnitz runter. Weil es genieselt hat durften wir aber nicht fahren. Der am Kassenhäuschen meinte: „ist viel zu gefährlich.“ Da musste ich lachen.


hi uffz.
die grüne folie war ja die erste abdeckung unter der man den gummi anziehen sollte und nahkampf war eh ein beliebtes ausbildungsthema auf der hütte. da hatten sie ihre freude wenn wir die schnauze voll hatten. die strohpuppen waren lustig, aber gelernt haben wir auch vieles wie fesseln ohne hilfsmittel an einem mast nur durch das eigene körpergewicht im schneidersitz.
mein fazit heute: die hütte war extremausbildung für gesunde. kranke hatten problem und verletzte bis brandwunden auf der feuerbahn in plauen gab es genug.


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18.10.2011 17:11
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#27
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Ja genau, die Folie, unter die man zuerst kriechen sollte, wenns einen chemischen Angiff gab. Wenn es mir richtig im Gedächtnis ist: abknien (gegen oder zum Wind?), dabei Folie aus der Tasche, umhängen, auf eine Ecke treten und umfallen lassen. Oder so ähnlich.

Nahkampf hatte zumindest den Vorteil, dass die Ausbildung immer Gruppenweise verteilt im Gelände stattfand. So war man die meiste Zeit unbeobachtet (bilde ich mir jedenfalls ein) und hatte Ruhe.


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18.10.2011 19:39
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Zitat von Uffz
Ja genau, die Folie, unter die man zuerst kriechen sollte, wenns einen chemischen Angiff gab. Wenn es mir richtig im Gedächtnis ist: abknien (gegen oder zum Wind?), dabei Folie aus der Tasche, umhängen, auf eine Ecke treten und umfallen lassen. Oder so ähnlich.

Nahkampf hatte zumindest den Vorteil, dass die Ausbildung immer Gruppenweise verteilt im Gelände stattfand. So war man die meiste Zeit unbeobachtet (bilde ich mir jedenfalls ein) und hatte Ruhe.


bei uns ging es so ab. sturmbahn danch brandflaschen auf t-34 und imigranaten, zurück nach vorne wo die strohpuppen standen seitengewehr rein und um 180 grad drehen. danach mit holzgewehr mann gegen mann üben. ich hasste diese ausbildung.


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22.10.2011 22:24 (zuletzt bearbeitet: 22.10.2011 22:34)
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auch mal was gutes von der hütte. ich war heute beim schießen dabei und es war zwar nicht meine ausbilddung aus stehender position zu schießen, aber mit der waffe kannte ich mich aus wie vor 30 jahren. anders sah es mit allen anderen waffen aus, die ich nie hatte, wie makarow-pistole. ich stellte mich zu blöd an, das magazin auszuführen. waffenkunde an den waffen die wir benutzen mussten, lernten wir dort im schlaf, das ich erstaunt war heute noch den satz zu kennen: "waffe entladen und gesichert" und die patronenkammer zeigte.
das steckte so drinn im hirn.
zumindest lernten wir mit waffen respektvoll umzugehen, auch vor dem menschen den es treffen könnte. dies glaubt heute auch keiner der es nicht kennt oder will es nicht war haben. dittrichshütte war ein drillbatallion, aber auch dort wurde nie vom töten an der grenze geredet, sondern auf den e- fall trainiert. heute kamen viele erinnerungen zurück als ich wieder eine waffe in der hand hatte und kann deutlicher sagen als vorher. grenzer waren menschen.

ek 82/2


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23.10.2011 00:07
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#30
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Du warst heute beim Schießen?


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