Die 10 Gebote des Sozialismus

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11.11.2010 12:04
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#1
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Zum V. Parteitag der SED im Jahr 1958 erfand Walter Ulbricht die

Zehn Gebote der sozialistischen Moral und
Ethik:

1. Du sollst Dich stets für die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und aller Werktätigen sowie für die unverbrüchliche Verbundenheit aller sozialistischen Länder einsetzen.

2. Du sollst Dein Vaterland lieben und stets bereit sein, Deine ganze Kraft und Fähigkeit für die Verteidigung der Arbeiter- und Bauern-Macht einzusetzen.

3. Du sollst helfen, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen.

4. Du sollst gute Taten für den Sozialismus vollbringen, denn der Sozialismus führt zu einem besseren Leben für alle Werktätigen.

5. Du sollst beim Aufbau des Sozialismus im Geiste der gegenseitigen Hilfe und der kameradschaftlichen Zusammenarbeit handeln, das Kollektiv achten und seine Kritik beherzigen.

6. Du sollst das Volkseigentum schützen und mehren.

7. Du sollst stets nach Verbesserung Deiner Leistungen streben, sparsam sein und die sozialistische Arbeitsdisziplin festigen.

8. Du sollst Deine Kinder im Geiste des Friedens und des Sozialismus zu allseitig gebildeten, charakterfesten und körperlich gestählten Menschen erziehen.

9. Du sollst sauber und anständig leben und Deine Familie achten.

10. Du sollst Solidarität mit den um ihre nationale Unabhängigkeit verteidigenden Völkern üben.


Quelle:aus Nordkurier, Kurier am Wochenende, 4./5. Juli 2009


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11.11.2010 12:48
avatar  Pit 59
#2
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Ja das mit dem Volkseigentum,ich war ja auch das Volk,habe aber bei der Auflösung nichts bekommen,naja gut war ja auch nicht viel wertvolles da.


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11.11.2010 16:38
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#3
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Unlängst gehört:
Wer nicht reich ist, der war in der DDR zu faul zum Klauen.
Ich war faul.


.


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11.11.2010 17:12
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#4
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Ich kann nichts unehrenhaftes in ihnen erblicken, manch einer sollte sie sich zu Herzen nehmen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote...Moral_und_Ethik


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11.11.2010 17:35 (zuletzt bearbeitet: 11.11.2010 17:35)
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#5
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oooaacch Pit59 - das haben die vielen Aasgeier, die uns damals überschwemmten, ganz anders gesehen.

Damit meine ich nicht diejenigen, die endlich wieder die Früchte ihrer Arbeit und Anstrengungen wiedererlangen wollten mit dem Ziel, diese erfoglreich fortzuführen.

Im Gegensatz zur Mehrzahl des eigenen Volkes, denen eine Zeitlang ihre eigene Heimat wertlos erschien, wussten gewiefte Geschäftemacher sehr wohl, was da für Perlen zu finden waren.


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11.11.2010 18:26
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#6
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Hallo, dann werde ich auch einmal meinen ersten Beitrag starten.
Auch Ulbricht wusste, daß Papier geduldig ist und ich finde, wer das Gebot: Du sollst nicht lügen ,wie er mißachtete in dem er sagte: Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen, der hat kein Recht anderen Menschen Gebote vorzugeben.

Als Beispiel der Verlogenheit nur Punkt 1:
Die Verbundenheit zu den sozialistischen Bruderstaaten war so groß, daß man in diese Staaten mit Panzern einmarschierte und unzählige sozialistische Brüder und Schwestern verletzte und tötete.
Letztendlich und gottseidank konnte selbst das den Lauf der Dinge nicht aufhalten.


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11.11.2010 19:04 (zuletzt bearbeitet: 11.11.2010 20:54)
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#7
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@ Angelo,

die von Dir veröffentlichten Gebote belegen leider negativ sehr eindrucksvoll, wie die Menschen der damaligen DDR auf das SED-Regime eingeschworen werden sollten, und so hat es sich ja auch mit gewissen Variablen ereignet.

Hinter diesen Geboten war der gesamte, sich förderlich von der SED weiterentwickelte Machtapparat versammelt. Und dies tat sein Übriges.

Es war verlogene, demagogische Volksverdummung, um das auch heute leider verfassungsmäßig verbotene Wort hier nicht zu gebrauchen.

Hinter dieser demagogischen Szenerie entwickelten sich im sicher geglaubten Schatten Institutionen, die durch fehlende parlamentarische Kontrolle ungebremste Macht von kleinbürgerlich motivierten Denunzianten und Anschei°°ern.

Die Perversion im Detail besteht darin, dass die SED-Oberen sich angemaßt haben, ihre Gebote einem Buch abzukupfern, dass schon über tausende von Jahren den zu Unrecht im Dreck lebenden Menschen das Lebensheil verkünden sollte.

Aber das ist ein anderes Thema.

Die 10 Gebote des Sozialismus sind in ihrem Inhalt und ihrer Form unter Beachtung der Zeitschiene ihrer Propagierung ein menschenverachtender Hohn auf die Menschen in der damaligen DDR, die an den Folgen des 2. Weltkrieges einen sehr hohen Zoll zahlen mußten, bis 1989, und z.T. darüber hinaus.

VG Huf


Und nun wieder mächtig rauf auf den Huf


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11.11.2010 19:05
avatar  TOMMI
#8
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Naja, der Ulbricht.
Dieser Stalinist hatte ja zwangsläufig ein gestörtes Verhältnis zur Religion. Dies zeigt
sich nicht zuletzt in der Zerstörung einer Kirche in seiner Heimatstadt Leipzig.
Dann versuchte er so eine Art Ersatzreligion zu installieren.
Das Ergebnis waren die oben zu lesenden 10 Gebote. Dass er damit diese durchaus
positiv zu nennende Sachen zur Karikatur machte, merkte er offenbar nicht, genauso, wie er sich
oft selbst zur Karikatur machte. Beispiele sind die berühmte Mauerlüge oder auch Sprüche,
wie diese: "Wir danken Gott, dass wir im Sozialismus leben..."
Vielleicht hat er ja wirklich etwas aus der Bibel abgeschaut. Denn ein Gebot aus dem Alten Testament
erfüllte er wirklich mit Leben: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!"

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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11.11.2010 19:17
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#9
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@Tommi, so wie Du es beschreibst, war es auch.

Das Thema Religion ist sehr sensibel, und sollte auch so von den Regierenden gehandhabt werden.
Dabei meine ich es ohne Angst.

Aber das wäre sehr OT!

VG Huf


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11.11.2010 19:17
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#10
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Zitat von UNGEDIENTER
Hallo, dann werde ich auch einmal meinen ersten Beitrag starten.
Auch Ulbricht wusste, daß Papier geduldig ist und ich finde, wer das Gebot: Du sollst nicht lügen ,wie er mißachtete in dem er sagte: Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen, der hat kein Recht anderen Menschen Gebote vorzugeben.

Als Beispiel der Verlogenheit nur Punkt 1:
Die Verbundenheit zu den sozialistischen Bruderstaaten war so groß, daß man in diese Staaten mit Panzern einmarschierte und unzählige sozialistische Brüder und Schwestern verletzte und tötete.
Letztendlich und gottseidank konnte selbst das den Lauf der Dinge nicht aufhalten.




Hallo Ungedienter!
Nun habe ich mir die 10 sozialistischen Gebote von vorne bis hinten ein paar Mal durchgelesen und keinen Passus gefunden in dem geschrieben steht, daß man nicht lügen durfte. Man kann also davon ausgehen, daß , weil nicht ausdrücklich darin enthalten, der Gebrauch der Lüge zum Wohle des Sozialismus und dessen Machterhaltes, ein legitimes Mittel war und zumindestens über viele Jahre Gültigkeit hatte!. Man kann mich jetzt natürlich der Lüge bezichtigen, mit dieser Lüge hingegen kann ich wiederum gut leben!

Schönen Gruß aus Kassel.


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11.11.2010 19:27
avatar  94
#11
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94

Zitat von Huf
Das Thema Religion ist sehr sensibel, und sollte auch so von den Regierenden gehandhabt werden.



„Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nuhr das Auge darauf haben, das keine der andern abrug Tuhe, den hier mus ein jeder nach seiner Fasson Selich werden.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%...on_selig_werden.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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11.11.2010 19:34
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#12
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@94, zugegeben verstehe ich häufig Deinen Humor, oder besser Deinen Zynismus nicht.
Das Thema Religion ist aus meiner Sicht hierfür denkbar ungeeignet.
Nichts für ungut, wikiphiloman!

VG Huf


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11.11.2010 19:38 (zuletzt bearbeitet: 11.11.2010 19:47)
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#13
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94

Nun, das war eigentlich nicht humoristisch gedacht, sondern wollt nur darauf hinweisen das Friedrich der Große eine Haltung zu dem Thema Religion hatte, an der sich heute ALLE Regierenden (und die, die sich dafür halten) eine Scheibe abschneiden dürfen.

P.S. @Huf, den Zynismus übersehe ich jetzt mal. Ein Anderer hätte das auch als Beleidigung auffassen können. Aber ICH doch nicht. Ansonsten *plonk* und einen schönen Abend noch.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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11.11.2010 19:59
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#14
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@94, aus meiner Sicht besteht kein Grund, mich mit Dir zu verhaken. So war mein Statement auch nicht gemeint!
Ich achte Dich in diesem Forum als stets ernstzunehmenden User, dessen Beiträge für mich oft sehr aufschlussreich sind!

Ohne plonk, aber mit besten Grüßen!

VG Huf


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12.11.2010 07:39
avatar  Pit 59
#15
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Vor allen Punkt 6 wurde missachtet.Weil mal einer gesagt hat das aus unseren Betrieben noch mehr raus zu holen ist,nahm man das wörtlich,und das teilweise in Größenordnungen.


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