andere aufgaben als grenzer

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05.02.2008 17:24
avatar  Angelo
#1
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bei den grenzern gab es außer wache schieben, noch zig andere aufgaben. ich war in der glücklichen lage, mit vier anderen grundwehrdienstlern und einen uffz. ,als übungsleiter (wir hatten alle die übungsleiter stufe 4)eine abkommandierung für fast 15 monate in der tasche zu haben. das hieß: wir durften von 8 uhr vormittags bis 19 uhr abends außer am mittwoch und samstag dem leistungssport der armeesportvereinigung unter die arme greifen. fast täglich hatten wir ausgang um mit den kindern und jugendlichen einer asg (armeesportgemeinschaft) sport zu treiben. war ne super sache zumal wir immer mit sportsachen die kompanie verlassen durften und auch so nicht ständig dienst hatten. da wir alle regulär nicht der kompanie zugeteilt waren, nutzte man uns aber vorwiegend für dienste, für die man keine leute aus der truppe verheizen wollte (wir wahren keine grenzkompanie). sicherung im hinterland(nachts), als sipo (sicherungsposten) bei arbeiten im abschnitt oder als objektwache (erster aufzug 20 bis 00 uhr). bei den kameraden waren wir natürlich nicht gern gesehen, was für uns verständlich war, denn wir hatten fast täglich ausgang und überwiegend am vormittag auch noch frei, da die kinder ja in der schule waren. bei den vorgesetzten waren wir dadurch auch für immer unten durch und ich kann mich erinnern das wir im ersten halbjahr die toilette unser eigen nennen durften. aber insgesamt waren wir und alle anderen unserer kompanie ein klasse diensthalbjahr mit vielen positiven aber auch negativen erinnerungen.
viel erfolg bei der weiteren arbeit mit diesem forum, was sehr ausgeglichen ist. wer einmal am kanten war der wird sich sicherlich immer damit beschäftigen. gruß

Anonymer Eintrag aus dem alten Forum


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03.04.2009 13:58
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#2
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S51

Ich habe im Sommer 84 in Ilsenburg eine Woche lang in der Werkstatt des Stahlwerkes Fotostützen gebaut. Die dienten dazu, Fotoausrüstungen ohne extra Stativ im BT zu montieren.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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03.04.2009 16:02 (zuletzt bearbeitet: 03.04.2009 16:04)
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#3
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und ich durfte einmal als treiber
durch die wälder huschen
und den buckels das wild vor die flinte
zu scheuchen.
sudel ede soll da auch dabei gewesen sein.
sudel ede war angeblich ganz scharf auf burg
hanstein, das sollte wohl sein jagdschloss werden.

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03.04.2009 16:34
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#4
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zu diesem thema will ich euch schreiben,dass täglich ein bus aus stendal voll mit grenzsoldaten in einen lvo-betrieb 35km entfernt, zum arbeiten als schweisser oder schlosser gebracht wurden.dies über ein jahr lang.es wurden auch tanzveranstaltungen für diese soldaten organisiert.
wohnungen hat man für sie auch reserviert.sie sollten nach ihrer nva zeit im ort bleiben.


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03.04.2009 18:19
#5
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Die Stabskompanie in Dermbach hatte eine Art Kooperation mit dem Schwimmbad in Dermbach. Unsere Soldaten halfen bei Auf- und Umbauarbeiten. Dafür bekamen sie ein Abendbrot und ein paar Bier, konnten baden gehen und mussten nicht in der Kaserne hocken. Dafür konnten wir als Einheit einen Tag im Jahr das Schwimmbad ganz allein haben für unser "Schwimmbadfest". Es war zumindest ein schöner Tag. Ob er die Arbeit das Jahr über wert war, wage ich zu bezweifeln. Aber das Schwimmbad galt als eines der schönsten in der Region. Die Arbeitseinsätze waren grundsätzlich freiwillig. Aber wenn nicht genügend Leute zusammen kamen, konnte die Freiwilligkeit auch schon mal das Ergebnis einer internsiveren Überzeugungsarbeit durch den Kompaniechef sein. Die Arbeit hat nicht immer allen Spaß gemacht, aber wie gesagt: Einen Abend aus der Kaserne raus und weg von uns "Buckels" und dazu noch Bier - da macht man schonmal Konzessionen.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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04.04.2009 06:43
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#6
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Ich will mal meinen Kumpel aus Dermbach fragen, ob das Bad noch existiert...


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04.04.2009 09:32
#7
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Hi manudave!

Oh ja, mach das. Das würde mich auch interessieren!

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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04.04.2009 16:30
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#8
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Hallo zusammen,
ich hatte knapp ein halbes Jahr die Zivilplanstelle des Regimentselektrikers inne.
Das war die schönste Zeit meines Wehrdienstes, wenn man überhaupt von schönen Zeiten reden kann.

Gruß nf


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05.04.2009 06:54
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#9
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@Rainman

War dein Vorgesetzter eigentlich der Rauschenbach oder schon der Bock ?


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06.04.2009 19:03
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#10
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Ja, mein lieber Rainman, dein Schwimmbad existiert noch und ist sehr gut in Schuss.


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06.04.2009 19:24
#11
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Hallo manudave,

das freut mich für Dermbach. Von den Schwimmbadfesten habe ich noch Bilder, die ich aber nicht posten will, da dort viele Unterstellte von mir abgebildet sind.

Zur Kommandeursfrage im GR3 habe ich Dir eine private Mail geschickt. Verzeih, aber ich mag es nicht, wenn hier Namen offen genannt werden. Es ist nunmal ein weltweites Netz. Rauschenbach, der als Legende gelten darf, weswegen sein Name hier von mir aus offen stehen kann, war zu meiner Zeit schon durchgerauscht. Kommandeur war ein Oberstleutnant S. aus Berlin. Oberstleutnant B. war Stabschef.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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23.04.2009 15:50
#12
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Da ich aus Gesundheitlichen Gründen nicht lange in den Grenzdienst gehen konnte, wurde ich zum Innendienst verdonnert und was soll ich sagen, da der Spieß und der KC wussten, dass ich Maler von Beruf war, konnte ich erstmal den Offizierspeißeraum und sämtliche Hocker und Stuhlbeine streichen, als das erledigt war kamen die Rasenkanten an die Reihe und als es nicht mehr "Gab",haben sie mich in die Küche gesteckt und ich war bis zur Entlassung 10/89 der Küchenbulle!Es gab viel zu tun, hatte aber auch seine guten Seiten, den wenn es traußen Mistwetter gab, habe ich mir immer gedacht, du hast es hier in der Küche gut und die anderen stehen bei solchem Mistwetter traußen!


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02.07.2009 15:58
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#13
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Zum Beispiel Gras mähen im Gleisbereich Dankmarshausen. Einmal um den Bewuchs kurz zu halten und andererseits für den Fahrdienstleiter der Reichsbahn der Schafe hatte. Mein Posten und ich sind in ländlicher Gegend aufgewachsen und konnten ziemlich gut die Sense schwingen- das haben wir aber erst nicht verraten. Wir haben uns das also zeigen lassen, dann die Sense in die Hand genommen und ein paar mal rumgestümpert.
"Mist, das Ding ist doch stumpf!" Also den Wetzstein rechts, die Sense links und dann zack-zack-zack geschliffen. Da hättet ihr aber ein paar Augen rausfallen sehen können...

Er hat das aber gut aufgenommen und uns anschließend mit frisch gebratenen Schnitzeln aus der Dorfkneipe belohnt. Wirklich sehr nett. Wir hatten öfter Spaß miteinander...


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02.07.2009 16:05
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#14
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( gelöscht )

Zitat von NPKCA
Wir hatten öfter Spaß miteinander...


achja...


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02.07.2009 19:53
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#15
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( gelöscht )

Zitat von bruno
Zitat von NPKCA
Wir hatten öfter Spaß miteinander...


achja...


Uii, wenn man mal nicht aufpasst

Selbst nach acht Wochen ohne Urlaub...

Aber zurück zu den Späßen: Er hatte seine Schafe auch ab und zu im Postenbereich angepflockt. Da konnte man prima drauf reiten - aber jetzt ohne Hintergedanken Nur die FD roch etwas streng.


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