Freiwillige Helfer der DDR-Grenztruppen (FHG)

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25.02.2009 16:51von Angelo
Frage
Freiwillige Helfer der DDR-Grenztruppen (FHG)

In den 80er Jahren wurde eine Einheit der freiwilligen Helfer der DDR Grenztruppen gegründet. Man kann sich das so vorstellen mit dem heutigen Freiwilligen Polizeidienst. Diese Einheiten der Freiwilligen Helfer wurden an der Innerdeutschen Grenze eingesetzt. Hauptsächlich in den Ferien und an den Wochenenden. Diese FHG waren zwar in Uniform unterwegs trugen aber in der Regel keine Waffen und auch keine Rangabzeichen. Die freiwilligen Helfer der DDR-Grenztruppen wurden hauptsächlich in der Zeit von 18.00 bis 23.00 Uhr eingesetzt. Sie agierten als so genannte Doppelposten in zusammenarbeit mit den Grenzaufklärern,Grenzposten. Die Hauptaufgabe dieser freiwilligen Helfern war es, die Ortskundig waren, Grenzverletzer zu erkennen und fest zunehmen. Die Grenztruppenführung hatte die Absicht im Rahmen der Einführung der "Struktur90" die Anzahl der Freiwilligen Helfer der DDR-Grenztruppen noch zu erhöhen. Es wurden im Rahmen der Erhöhung dieser Freiwilligen Helfer eine Art Belohnung System eingerichtet. Eine Art Materielle Anreize.

Etwa 6 Prozent der Grenzbevölkerung der DDR war dazu bestimmt dieser Freiwilligen Einheit bei zu treten. Die Freiwilligen Helfer wurden auch an der Waffe ausgebildet obwohl sie in ihrem Dienst an der Innerdeutschen Grenze eigentlich keine Waffe mit sich führten. Es gab aber Ausnahmen wo die Freiwilligen Helfer auch in den Regulären Grenz-Dienst aufgenommen worden sind. Und da hatten die Helfer natürlich auch eine Waffe.

Diese Freiwilligen Helfer waren aus einem Grund sehr gefragt, denn als Ortskundige Bevölkerung wußten die genau wer was machen wollte und natürlich auch wo die besten Möglichkeiten einer Flucht bestanden.

28.10.2017 15:02von Schlutup
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Mich

Danke für deine Beiträge im Forum @berndk5 .

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28.10.2017 16:22von Fred.S.
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gelöscht

29.10.2017 09:07von henning194902
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War es nicht möglich diesen freiwilligen Helfern zu entkommen,da sie ja nicht bewaffnet waren?
Wenigstens die Flucht abzubrechen?

29.10.2017 14:36von ( gelöscht )
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zu #153 Der Einsatz der FHG, ich sage mal unterschiedlicher Katagorie, hatte mehrere Ziele. Dabei war, wimre, von Anfang an klar, dass nicht jedes Ziel auch tatsächlich erreichbar war- hing ja auch immer von der jeweiligen Situation ab.
Also der FHG im sog. "operativen Streifendienst" war für Einsatzzeit und Einsatzort geplant und eingewiesen. Bei uns war er als FHG-Postenpaar sogar im Grenzdienstbuch, im täglichen Befehl zum Grenzdienst (immer für 24 Std.) eingetragen. Kann mich an einen Fall der späten 80èr Jahre erinnern, dass mehrere FHG eine (wimre) 5èr Gruppe von GV nach Auslösung des GSZ und Zurückweichen am Rand des Schutzstreifens festgenommen haben. Bin mir auch sicher, dass das Festnahmeprotokoll noch in meinem Besitz ist. Denke, dass da auch eine Frau dabei war (würde zu einem anderen Komplex auch passen)- müsste den alten Kram mal ´raussuchen. Dieser "Erfolg" war aber eher die Ausnahme, meist ging es darum "offensive Bewegung" im Hinterland zu haben und dadurch potentielle GV in andere, durch GP gesicherte Bereiche abzudrängen. Man nannte das auch Tiefenstaffelung des Kräfteeinsatzes.

Der FHG auf dem Traktor, gehörte entweder zur LPG-Tierproduktion und musste die Weideversorgung der Herden im Schutzstreifen zwischen GSZ und Kolonnenweg gewährleisten. Zur Vermeidung der sonst üblichen , großen und sinnlosen Wartezeiten am GSZ-Tor, hatte diese FHG manchmal einen GMN-Hörer oder `ne PSE . Bei Lage konnte man dem Mann sagen, dass es jetzt nicht geht, oder anderenfalls die nächste Mot-Streife, manchmal auch GAK zum Tor-öffnen schicken. Der "FHG-Traktor"(willihn mal jetzt so nennen), konnte dann relativ ungesichert seiner Arbeit nachgehen. Er wusste ja auch nie, wo die nächsten GP am KOW eingesetzt waren. Gab da in meinem Bereich nie ein Problem, im Gegenteil- alle waren froh. Klar war die Absicht, dass der FHG auf seinem Traktor auch die Augen offen hält und ggf. Probleme der Grenzgefährdung über seinen GMN-Hörer/PSE meldet. Gab es aber in der Praxis wimre nicht. Hauptziel hier also, maximale Ermöglichung der Arbeitsdurchführung bei minimalem Kräfteeinsatz. Jeder realistisch denkende Grenzoffizier hätte m.M. nach so etwas auch von keinem FHG erwartet, bzw. verlangt. Auch hier ging es im Nebeneffekt um die Absicherung durch Beobachtung von Geländestreifen, die mit den normalen GP nicht dauerhaft unter Beobachtung gehalten werden konnten. In der Praxis sind aber in keinem Fall ikrgendwelche Beobachtungsergebnisse gekommen, bzw. mir bekannt geworden.

Die anderen 2 Arten von FHG ( FHG-Informant und FHG lt. AO 15 ) waren schon wieder was anderes.

Hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten. berndk5

Nachsatz: Ohne die Ehre der FHG angreifen zu wollen, eine gezielte Absicht, sie auf GV mit dem Ziel der Festnahme zu hetzen, bestand eigentlich nicht. Wenn nach Alarm wegen einer konkreten Lage dazu FHG gezielt zum Einsatz kamen, wurden GAK oder andere bewaffnete GP mitgegeben. Hatte ja auch was mit Eigensicherung der FHG zu tun. Dazu warst Du ja als KC persönlich verantwortlich.

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01.11.2017 19:58von ( gelöscht )
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...und viele wussten nicht einmal wer so alles auf Tour war....da fehlen noch die Jagdteilnehmer...immerhin bewaffnet,natuerlich nur zur Jagd...(inklusive Gastjaeger der GRs oder GARs)
die nach Job heimfahrenden Zivilbeschaeftigtigten....
die in Bauwagen wachenden Bauarbeiter oder eben Waldarbeiter...
die in Bauwagen wachenden Strassenarbeiter,die heimreisenden Ausbildungskompanien...durchs Grenzgebiet,natuerlich auch in der Nacht....
die Stellwerker der deutschen Reichsbahn....(natuerlich nicht Alle)
nach 40 Jahren,so viel Phantasie kann ein eventueller Fluechtling ueberhaupt nicht haben,wem er da so alles begegnen kann!!!

Bingo und Gruessli EX BO

P.S. FHG s das eine ...selbst der Wirt in Unterellen konnte FHG sein!

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01.11.2017 23:48von ( gelöscht )
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Hallo EX BO, wun Du im PS Unterellen erwähnst, kennst Du vielleicht auch Oberellen, Böller oder "Lauchdorf-City" ?
Beste Grüße, berndk5 .

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