Dienstgrad und Dienststellung

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10.10.2010 14:53
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#1
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Hallo,
ich lese hier immer öfter, das Uffz. als KGsi eingesetzt werden,
das Uffz. 10 Monate einen Fähnrichlehrgang machen etc. (dachte immer das sind 2 Jahre)

Jeder zweite Uffz. hatte eine GAKL Ausbildung etc. etc.

Wie lange gingen denn genau diese Ausbildungen und welchen Abschluß hatte man ?

Nicht zu vergessen "wer" konnte "was" machen ???

Oss`n


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10.10.2010 15:03
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#2
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Hallo Oss'n,

mal schaun ob ich Dir bei Deiner Frage helfen kann und was ich so nach all den Jahren noch zusammen bekomme. Die Tätigkeit als Kommandeur Grenzsicherung (KGSi) war keine Dienststellung, es war eine zusätzliche Ausbildung, die die Handhabung der entsprechenden Führungsstellentechnik sowie die Handlungen bei Lagen usw. im Grenzabschnitt beeinhaltete. Unteroffiziere, die einen Fähnrichlehrgang absolvierten, kamen meistens aus dem Bestand der Berufsunteroffiziere. Da war die Ausbildung entsprechend verkürzt, da ja schon eine entsprechende militärische Ausbildung vorhanden war und endete in der Regel nach einem Jahr mit einem Fachschulabschluß der sich widerum nach der Verwendung richtete.
Direkte Ausbildung zum Grenzaufklärer gab es für Unteroffiziere nicht, da das eine Fähnrichplanstelle war. Die Grenzaufklärer mit einem Unteroffiziersdienstgrad wurden meist aus dem Bestand der Einheit gewonnen und es folgte eine Qualifikation durch gezielte Lehrgänge wie Hundeausbildung, Ausbildung in Fototechnik, Nahkampfausbildung usw. Desweiteren wurde angestrebt, das die gewonnen Uffz.'e natürlich noch eine Fähnrichausbildung absolvieren, was ja auch mit einer längeren Dienstverpflichtung von 15 Jahren gekoppelt war.

VG exgakl

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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10.10.2010 15:13 (zuletzt bearbeitet: 10.10.2010 15:14)
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#3
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danke exgakl,
manchmal hat man eben so die Ansicht, das sich jeder gern mal GAKL (aus welchen Gründen auch immer ) nennt und das war ja nun wirklich nicht so.

Nochmals danke für die gute Auskunft.

Oss`n


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10.10.2010 16:06
#4
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Zitat von Oss`n
danke exgakl,
manchmal hat man eben so die Ansicht, das sich jeder gern mal GAKL (aus welchen Gründen auch immer ) nennt und das war ja nun wirklich nicht so.
Nochmals danke für die gute Auskunft.

Oss`n



................in Ergänzung der Ausführungen von @exgakl, ist noch folgendes anzufügen. 1982/83 wurden durchaus aus dem Bestand der Absolventen der US VI befähigte Unteroffiziere (UaZ und BU) als Grenzaufklärer gewonnen. Da ich zu diesen gehörte, kann ich also davon berichten. Drei Tage vor der Ernennung zum Unteroffizier, wurde ich ins Stabsgebäude befohlen. Dort wurde mir in einem Gespräch eröffnet, dass ich für die Verwendung als Grenzaufklärer vorgesehen bin. Nach meiner Versetzung in die Grenzkompanie, waren zusammen mit mir zu diesem Zeitpunkt fünf UaZ, drei BU und ein Fähnrich in der Dienststellung GAKl eingesetzt. Nach einem vierwöchigen Praktikum, erfolgte die Kommandierung zum BU Lehrgang in der Verwendungsrichtung GAKl und dem Qualifikationsabschluss als Meister für Organisation. An diesem Lehrgang nahmen sowohl UaZ (!) als auch BU teil. Beginnend ab ca. 1984 wurden verstärkt Berufsunteroffiziere der Dienststellung GAKl zu Fähnrichlehrgängen kommandiert (i.d.R. Suhl). Diese Lehrgänge endeten nach einem Jahr mit der Ernennung zum ersten Fähnrichdienstgrad. Während des Lehrganges, wurden die militärischen Dienstgrade beibehalten - d.h. die Lehrgangsteilnehmer waren keine Fähnrichschüler. Nach der Ernennung zum Fähnrich, erfolgte in zwei weiteren Jahren die praktische Ausbildung (Grenzdienst) sowie die Erstellung der Fachschularbeit, welche mit der Verteidigung dieser abschloss. Nach drei Jahren endete die Ausbildung mit der Qualifikation zum Staatswissenschaftler.
Gleichzeitig wurden in der zweijährigen Fähnrichausbildung GAKl ausgebildet. 1987/88 wurden zwei BU`s ohne eine entsprechende Fähnrichausbildung zum Fähnrich ernannt.

Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de


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10.10.2010 16:06
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#5
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Zitat von exgakl
Hallo Oss'n,


Direkte Ausbildung zum Grenzaufklärer gab es für Unteroffiziere nicht, da das eine Fähnrichplanstelle war. Die Grenzaufklärer mit einem Unteroffiziersdienstgrad wurden meist aus dem Bestand der Einheit gewonnen und es folgte eine Qualifikation durch gezielte Lehrgänge wie Hundeausbildung, Ausbildung in Fototechnik, Nahkampfausbildung usw. Desweiteren wurde angestrebt, das die gewonnen Uffz.'e natürlich noch eine Fähnrichausbildung absolvieren, was ja auch mit einer längeren Dienstverpflichtung von 15 Jahren gekoppelt war.

VG exgakl



Dabei ist die Zeitschiene zu beachten!
Alle Sicherungskompanien der GT hatten UaZ als Grenzaufklärer - zu jeder Zeit.
Dieses Personal wurde direkt an der U-Schule ausgesucht.

Fähnriche als GAKL gab es nicht immer (Zeitschiene).
Bevor es Fähnriche als GAKL gab, waren die Aufklärer-Planstellen mit BU und UaZ besetzt.
BU gab es bis zur Auflösung der GT als GAKL.
UaZ gab es bis zuletzt als Aufklärer im Hinterlandeinsatz-meist als ausgebildete Hundeführer.


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10.10.2010 17:29
avatar  Mike59
#6
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Die Fachschulausbildung für Fähnriche ging entweder 2 Jahre direkt, vorgesehen für Neueinsteiger und Uffz. unter 5 Dienstjahren oder 1 Jahr Direktstudium mit 2 Jahren Fernstudium. Danach musste die Fachschulabschlusssarbeit eingereicht werden.

Mike59


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10.10.2010 17:44
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#7
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Danke für diese Auskünfte.
Bin mir sicher (oder hoffe) das es auch andere User hier nicht so kannten.
Vielen Dank.


Oss`n


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15.10.2010 21:25
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#8
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Ich meine, mich zu erinnern, daß einer der UaZ (51er?) mal erwähnte, daß er anfänglich eine Gakl-Planstelle im Gakl-Zug und auch mit dem entsprechenden höhren Sold belegt hatte, aber irgendwann als Hundeführer-Uffz. als stellvertretender Gruppenführer mit wesentlich weniger Geld in einem normalen Grenzdienstzug eingesetzt wurde. In gewisser Weise eine deutliche Rückstufung.

Gruß
ek53


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16.10.2010 10:50
avatar  Mike59
#9
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Da hier so viel über die Bezüge, sprich den Sold gesprochen wird, kennt denn noch jemand die höhe für den Sold ? Wichtig wäre ja mal sowohl der für den Dienstgrad als auch der für die Dienststellung.
Ich kann mich weder an das eine noch das andere erinnern. Entweder hat es mich schon damals nicht besonders interessiert oder der Unterschied zwischen den Dienstsellungen war nicht so erheblich. Wie schon gesagt, wäre mal von Interesse wenn da noch jemand ein paar Zahlen bringen könnte.

Mike59


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16.10.2010 11:17 (zuletzt bearbeitet: 16.10.2010 11:26)
#10
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kann jetzt bloss von mir schreiben.was ich für dienstbezüge bekam.

dienstgrad: feldwebel(UAZ)
dienststellung :gruppenführer

machte 950 mark im monat.

davon waren glaube 100 oder 150 mark grenzdienstzuschlag.

mfg heiko


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16.10.2010 11:40
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#11
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@feldwebel88
Ich nehme an, daß sich dein Nick auf dein Entlassungsajhr bezieht. Meins war 9 Jahre früher und es scheint sich einiges in der Zeit geändert zu haben. Bei uns gab es z.B. keinen GF im Dienstgrad Feldwebel. Damit wär`s du bei uns mindestens StFZ, bzw. sogar ZF
gewesen. Als UAZ wurde man kaum Feldwebel, höchstens als solcher in die Reseve versetzt. Auch finanziell muß es kräftige
"Lohnerhöhungen" gegeben haben. Ich war als Ufw. zeitweise sogar ZF und hatte glaube ich um die 800.- MdDDR, keinesfalls mehr.


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16.10.2010 11:59
avatar  Mike59
#12
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@ Ludwig

zum Ende hin gab es jede Menge Gehaltserhöhungen, besonders auch im GWD.
Aber wie du schon geschrieben hast, so um 1979 rum war ich StZF als Uffz.(BU) und kann mich dunken an ca. 700 MdDDR erinnern.
Zu dieser Zeit wurde ein UaZ wenn überhaupt dann als Ufw. entlassen.

Mike59


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16.10.2010 12:51
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#13
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Zitat von Ludwig
@feldwebel88
Ich nehme an, daß sich dein Nick auf dein Entlassungsajhr bezieht. Meins war 9 Jahre früher und es scheint sich einiges in der Zeit geändert zu haben. Bei uns gab es z.B. keinen GF im Dienstgrad Feldwebel. Damit wär`s du bei uns mindestens StFZ, bzw. sogar ZF
gewesen. Als UAZ wurde man kaum Feldwebel, höchstens als solcher in die Reseve versetzt. Auch finanziell muß es kräftige
"Lohnerhöhungen" gegeben haben. Ich war als Ufw. zeitweise sogar ZF und hatte glaube ich um die 800.- MdDDR, keinesfalls mehr.


Ich war in der 12.Gk r 4 Zugführer vom 1.Zug,war auch nur Fw,als ich ihn übernommen hab.


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16.10.2010 13:26 (zuletzt bearbeitet: 16.10.2010 13:29)
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#14
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@mic44

Ok, ist ja nu nischt besonderes, oder?
Von interresse wäre jetzt, in welchem Jahr dies war und was du am 1. auf die Kralle bekommen hattest.

Mike59


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16.10.2010 13:32
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#15
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Zitat von Mike59
@mic44

Ok, ist ja nu nischt besonderes, oder?
Von interresse wäre jetzt, in welchem Jahr dies war und was du am 1. auf die Kralle bekommen hattest.

Mike59


Übernommen hab ich den Zug 88 und hatte ihn bis zum bitteren Ende,es waren zum Schluß so 1200 Ostmark


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