Gakl im Hinterland

08.10.2010 20:31
#1
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hab da mal ne frage.

gab es ,,angriffe,, auf gakl im hinterland?

mfg feldwebel88


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08.10.2010 20:40
avatar  exgakl
#2
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Hallo Heiko,

klar gabs die, das weißt Du doch......

VG exgakl

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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08.10.2010 20:56
#3
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karsten,aber es gibt bestimmt noch mehrere die was dazu berichten können.
eine kenne ich und zwar deine.


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08.10.2010 20:56
avatar  exgakl
#4
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also Heiko, Du warst auch schon freundllicher

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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08.10.2010 21:03
#5
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Beleidigung der DDR mit einer Unterhose
http://www.grenze-luebeck.de/13707.html
zum Schutz der Gakl Problem erst nachts erledigt.
Theo


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17.10.2010 21:38 (zuletzt bearbeitet: 17.10.2010 21:44)
avatar  S51
#6
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S51

Also verbal bei Kontrollen im Hinterland, das kam oft vor. Da half nur drüber weghören, denn man hatte keine Zeugen. Mancher hat es aber auch übertrieben.
Ungefähr Sommer 1985 hatte ich eine Kontrollstreife im Bereich Ahrensklint (eine von vielen..., siehe Avatar.) Oberhalb von Schierke. Beim Vorbeifahren habe ich ein Mädchen, vielleicht 10 Jahre, gesehen, welches sich in einem Baum zu verstecken suchte. Sonst niemand zu sehen. Also habe ich angehalten und mal so nach dem Grund gefragt. Es stellte sich heraus, dass Vater und Mutter nahe bei waren, sich nur besser versteckt hatten. Natürlich hatte keiner einen Passierschein oder wohnte auch nur in der Nähe. Was half es - eine Festnahme VGO (Verletzer Grenzordnung) und der Feierabend war mal wieder Geschichte.
Mit dem "VGO" habe ich ihnen sicher einen Gefallen getan, denn welcher Wanderer schleppt schon einfach so mal 1500,- DDR-Mark mit sich herum und versteckt sich hinter Bäumen? Aber friedlich war der Vater deswegen kein bischen. Hat krakeelt, dass er nicht oder nur unter Anwendung von Gewalt mitkommen wolle und wieso er nicht am Ort abgeholt werde.
Nun konnte ich ihm ja schlecht sagen, dass dort kein Grenzfahrzeug fahren könne und ich sowieso niemanden erreichen konnte, da es dort kein Grenzmeldenetz und auch keine Funkverbindung gab.
Also hat er weiter wie ein Rohrspatz geschimpft und wollte keinen Schritt mehr gehen, es sei denn ich würde ihn mit der Waffe zwingen. Kein Zureden half, kein Hinweis auf Frau und Kind und eine mögliche Gefahr. Schließlich habe ich die Pistole durchgeladen und wieder weggesteckt. Jetzt war er friedlich, hat zwar weiter noch alle möglichst unangenehmen Zoobewohner bemüht, kam aber mit.
Meine mehr friedlich gemeinte Bemerkung, so sähe er wenigstens mal den Schierker Bahnhof, ist mir freilich übel bekommen. Dort habe ich die Leute zwecks Verbindung zu Polizei hingeführt und über diese Bemerkung hat er sich promt beschwert. Das brachte mir den üblichen Anpfiff vom KC (.. sie kriegen wir auch nicht mehr groß...) ein.
Tätliche Angriffe jedoch habe ich nicht erlebt. Allerdings habe ich durch die entsprechende Belehrung immer bei Notwendigkeit für klare Verhältnisse gesorgt.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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17.10.2010 23:22
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#7
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( gelöscht )

Hallo Karsten,

hast Du über Deine Geschicht schon mal berichtet, würde mich sehr interessieren.
Steht sie schon hier irgendwo im Forum - Link?

Grüße Thomas

P.S. Ich hoffe es geht Dir Gesundheitlich wieder gut!


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18.10.2010 10:28
#8
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die Tätigkeit des Grenzaufklärers im "Hinterland" bestand neben verschiedenen Aufgaben zur Grenzsicherung (z.B. Kontrolle USM, Kontrollen zum Befahren und Betreten) auch in der Zusammenarbeit mit der Grenzbevölkerung. Im Bereich unserer GK befanden sich fünf Ortschaften (Mechau, Kaulitz, Schrampe, Friedrichsmilde, Ziemendorf) für welche je ein GAKl zuständig war. In der Dienstplanung wurden diese GAKl speziell zu den Tageszeiten für durchschnittlich vier bis acht Stunden pro Woche in "ihrem" Dorf eingesetzt. Die zu erfüllenden Aufgaben waren unterschiedlich. Zusammenarbeit mit den örtlichen Staats- und Parteiorganen, Zusammenarbeit mit den Leitern der LPG (T) und LPG (P), Forstwirtschaft, Versorgungseinrichtungen etc.. Aber auch das Gespräch mit dem Bewohner der Ortschaft zu suchen. Was sollte erreicht werden? Rechtzeitiges Erkennen von Problemen in der Versorgung der Grenzbevölkerung, Erkennen von Problemen bei Zusammenarbeit mit den Grenztruppen der DDR, Stimmungs- und Meinungsberichte erstellen, Gewinnung von freiwilligen Helfern der Grenztruppe, Förderung der Arbeit mit der AG der jungen Freunde der Grenztruppe etc..
Im weiteren bestand die Arbeit eines GAKl u.a. auch, auf die gemeinsame Durchführung von Streifen mit den FHG`s. Kontrolle der Verschlusssicherheit an Objekten, Fahrzeugen und Einrichtungen im Grenzgebiet innsbesondere zur Nachtzeit, Kontrolle der Zufahrtswege und Straßen von und zum Grenzgebiet, zu bestimmten Zeiten auf Entschluss KGSi die Kontrolle K2 und GSZ (hier insbesondere Feststellen von Mängeln), die Beobachtung von besonderen Objekten im einsehbaren Gebiet der BRD (z.B. Thurauer Berg), Einsatz als Posten bei besonderen Grenzlagen usw. usw.
In den acht Jahren meiner Tätigkeit als GAKl sind mir tätliche Angriffe auf GAKl oder andere AGT in Ausübung des Dienstes im "Hinterland" nicht bekannt geworden. Private Rangeleien sind hier nicht beachtet. Gewiss waren nicht alle Bewohner des Grenzgebietes unsere Freunde, aber auch nicht unsere Feinde.
Gewiss gab es Unzufriedenheiten. So kann ich mich daran erinnern, dass ein GAKl im Bereich Zufahrtsstraße Kaulitz den Kraftfahrer der Brauerei mit einer Lieferung von Getränken als VGO festgenommen hat. Ergebnis: Im Dorfkonsum gab es dann bald kein Bier und sonstige Getränke zu kaufen, die Unzufriedenheit wuchs - da auch der örtlichen Lokalität das Bier ausging. Es wurde jedoch kurzfristig eine Lösung geschaffen und der "Dorffriede" wieder hergestellt. Es gab auch mal dass eine oder andere Wortgeplänkel, wenn z.B. die LPG am GSZTor trotz Anmeldung bis zu drei oder vier Stunden warten mußte. Aber alles hielt sich in Grenzen...............

Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de


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