Freya Klier stellt in Perleberg Buch über Gegner des DDR-Regimes vor

08.10.2010 11:50
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#1
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PERLEBERG - 1976. In der Nacht zum 1. Mai verliert Michael Gartenschläger an der innerdeutschen Grenze sein Leben. Ein vierköpfiges Sonderkommando der Staatssicherheit erschießt den 32-Jährigen.Zwei Tage nach dem 20. Jahrestag der Deutschen Einheit stellte die Autorin und Regisseurin Freya Klier ihr 2009 erschienenes Buch „Michael Gartenschläger. Kampf gegen Mauer und Stacheldraht“ im Perleberger DDR-Geschichtsmuseum vor. Die 60-Jährige ist als Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung eine Symbolfigur der Bürgerrechtsbewegung.Ihr Engagement trug der Regisseurin im Jahr 1985 ein Berufsverbot ein. Drei Jahre später wurde sie ausgebürgert. Geschichte sei wichtig, sagte Klier. „Mein elftes Gebot lautet: „Du sollst Dich erinnern!“ Ohne die Vergangenheit könne man die Gegenwart nicht verstehen.Der 1971 von der Bundesrepublik freigekaufte Gartenschläger war von der Westseite an den Zaun gegangen, um eine Selbstschussanlage zu demontieren. Gleiches war ihm zuvor bereits zweimal gelungen. Die abmontierten Geräte vom Typ SM 70 hatte er der westdeutschen Öffentlichkeit präsentiert, um das SED-Regime zu entlarven, das den Einsatz von Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze bestritt. Stasi-Chef Erich Mielke soll daraufhin außer sich gewesen sein und Gartenschlägers Liquidierung beschlossen haben.

hier weiter lesen
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/b...eberg-Buch.html


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08.10.2010 13:18
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#2
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Zitat von Angelo
Die abmontierten Geräte vom Typ SM 70 hatte er der westdeutschen Öffentlichkeit präsentiert, um das SED-Regime zu entlarven...



Eine schöne Umschreibung für einen Verkauf an den Meistbietenden zum eigenen Voreil.


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08.10.2010 17:02 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2010 19:52)
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#3
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Der Spiegel hat ihm doch für 12000 DM das Geräte abgekauft und den Lesern Röntgenaufnahmen und Schnittzeichnungen vom Innenleben des SM70 präsentiert.
Ob der Preiss gut war,ist schwer zu sagen.Einen Markt dafür gab es ja nicht.


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08.10.2010 20:30 (zuletzt bearbeitet: 08.10.2010 20:31)
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#4
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meine ganz persönliche meinung,der gartenschläger war entweder super geldgeil oder stockdoof.ich kann mich an das thema im fernsehen noch erinnern und das es selbstschußanlagen gab war mir durch westliche fernsehberichte auch bekannt.wie blöd muß man sein um beweise unter lebensgefahr zu demontieren auf fremden territorium wo fotos reichten.
einige abteilungen des mfs reagierten schon auf solche leute mit mord,(denke ich),der fall des fußballspielers eigendorf war ja auch etwas ungeklärt.
solche taten verstehe ich bis heute nicht wie die von gartenschläger und setze sie einfach für mich unter dem motto strohdoof.hatte der eigentlich eine schulbildung oder war er auf sozialhilfe das er dachte leicht kohle zu machen?


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08.10.2010 20:47
avatar  Mike59
#5
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Aua, EK82/2 das gibt bestimmt böse Haue. Der "Huf" ist heute besonders gut drauf. Das Thema Gartenschläger haben wir schon zur genüge und sehr wiedersprüchlich.
Aber wie immer bei solchen Personen war er für die einen ein Freiheitskämpfer und für die anderen ein Verbrecher.

Seinen Intelekt kann und mag ich nicht beurteilen, das sollte jeder für sich selber machen.

Mike59


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08.10.2010 21:09
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#6
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Zitat von Mike59
Aua, EK82/2 das gibt bestimmt böse Haue. Der "Huf" ist heute besonders gut drauf. Das Thema Gartenschläger haben wir schon zur genüge und sehr wiedersprüchlich.
Aber wie immer bei solchen Personen war er für die einen ein Freiheitskämpfer und für die anderen ein Verbrecher.

Seinen Intelekt kann und mag ich nicht beurteilen, das sollte jeder für sich selber machen.

Mike59


jo,ich achte den gartenschläger für seinen mut,aber soviel dummheit?ich war damals 16 jahre alt und es brauchte keine überzeugung mehr das die grenze gefährlich ist.so meine ich das,wozu dann noch seine aktion?auch das die stasi überwacht war mir mit 16 klar,also lernte man zu reden das man leben kann.
abschließend lebte ich damit früher besser,ruhiger und sicherer,aber solche sm70 abbauen war doch blöd.


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08.10.2010 21:55
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#7
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@mike,

eigentlich bin ich fast immer gut drauf, aber lassen wir das!

Huf


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08.10.2010 22:14
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Zitat von EK 82/2
meine ganz persönliche meinung,der gartenschläger war entweder super geldgeil oder stockdoof.ich kann mich an das thema im fernsehen noch erinnern und das es selbstschußanlagen gab war mir durch westliche fernsehberichte auch bekannt.wie blöd muß man sein um beweise unter lebensgefahr zu demontieren auf fremden territorium wo fotos reichten.
einige abteilungen des mfs reagierten schon auf solche leute mit mord,(denke ich),der fall des fußballspielers eigendorf war ja auch etwas ungeklärt.
solche taten verstehe ich bis heute nicht wie die von gartenschläger und setze sie einfach für mich unter dem motto strohdoof.hatte der eigentlich eine schulbildung oder war er auf sozialhilfe das er dachte leicht kohle zu machen?


Meinst du der hat das Teil wegen der Knete geklaut ? Wohl kaum,aber ein "schöner" Nebenefekt.


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08.10.2010 22:33
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#9
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zermatt,
keine ahnung warum er das ding abbaute.aber für mich ist es aus heutiger sicht vergleichbar als wenn ich aus einer kaserne eine mpi klaue um zu beweisen das die bw bewaffnet ist.man,ich war 16 und war durch ard und zdf aufgeklärt,da bedarf es doch nur solche taten für überdumme.
naja gibt ja immer verrückte die sich ins licht stellen wollen.mein ding wäre es nicht.


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