Patriot eines untergegangenen Landes

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07.10.2010 09:55
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#1
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Egon Krenz, der Ex-Staatschef, trauert 20 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch seiner DDR nach.Ganz Deutschland feiert diese Woche 20 Jahre Wiedervereinigung. Ganz Deutschland? Eine kleine Gruppe Ewiggestriger wird am 3. Oktober den Krimsekt wohl im Keller lassen. Darunter Egon Krenz, 73, letzter Staatsratsvorsitzender der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Er war derjenige gewesen, der gegen den greisen Erich Honecker geputscht hatte – und das sozialistische Regime mit sanften Korrekturen retten wollte. Später sass Krenz drei Jahre im Gefängnis. Er war mitverantwortlich, dass die DDR-Armee an der Grenze die Gewehre auf die eigenen Landsleute – Flüchtlinge – gerichtet und geschossen hatte.

hier weiter lesen
http://bazonline.ch/ausland/europa/Patri.../story/16654369


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07.10.2010 10:32
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#2
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Das Egon Krenz der DDR nachtrauert, kann ich sehr gut verstehen. Könnte er doch auch heute noch SED-Generalsekretär, Staatsratsvorsitzender und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates sein, wenn er nicht vorher, wie seine Vorgänger, wegen Altersstarrsinn oder der Gesundheit wegen, von einem Jüngeren (Reformorientierten) "gestürzt" worden wäre. Nun ja, gesund ist er ja heute noch. Die Macht zu haben ist süß wie der Honig. Aber die Macht abgeben (zu müssen) schmeckt sehr bitter.


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07.10.2010 10:58
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#3
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Zitat von Angelo
.Ganz Deutschland feiert diese Woche 20 Jahre Wiedervereinigung. Ganz Deutschland?



Wir befinden uns im Jahre 20 n. DDR. Die ganze DDR ist von den Westgermanen besetzt und feiert...Also ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Ossis bevölkerter Teil hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die deutschen Politiklegionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Bonn und Berlin liegen...

Toller Stoff für eine Story würde Rainer jetzt sagen...

Die kleine Gruppe "Ewiggestriger" (was für ein gewaltiges Wort) wird wohl nicht die einzige Gruppe gewesen sein die den Sekt im Keller ließ und lieber heute in stillem Gedenken eine Flasche köpft. Dazu kommen sicher noch die Wendeverlierer, die denen es heute nur unwesentlich besser geht, die die wegen Arbeit und Geld die Heimat verlassen mußten, die denen ständig ihr Leben im "Unrechtsstaat" erklärt wird und nicht zu vergessen der große Kreis der "Täter" und sonstigen staatsnahen Persönlichkeiten.


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07.10.2010 11:04
avatar  Alfred
#4
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Dafür wird der EINE oder ANDERE heute den Sekt aus dem Keller holen ....


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07.10.2010 11:07
#5
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Zitat von Alfred
Dafür wird der EINE oder ANDERE heute den Sekt aus dem Keller holen ....



Denk an deine Leber Alfred, du bist nich mehr der Jüngste.....

Salute

Mara


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07.10.2010 12:57
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#6
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Angelo
.Ganz Deutschland feiert diese Woche 20 Jahre Wiedervereinigung. Ganz Deutschland?



Wir befinden uns im Jahre 20 n. DDR. Die ganze DDR ist von den Westgermanen besetzt und feiert...Also ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Ossis bevölkerter Teil hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die deutschen Politiklegionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Bonn und Berlin liegen...

Toller Stoff für eine Story würde Rainer jetzt sagen...

Die kleine Gruppe "Ewiggestriger" (was für ein gewaltiges Wort) wird wohl nicht die einzige Gruppe gewesen sein die den Sekt im Keller ließ und lieber heute in stillem Gedenken eine Flasche köpft. Dazu kommen sicher noch die Wendeverlierer, die denen es heute nur unwesentlich besser geht, die die wegen Arbeit und Geld die Heimat verlassen mußten, die denen ständig ihr Leben im "Unrechtsstaat" erklärt wird und nicht zu vergessen der große Kreis der "Täter" und sonstigen staatsnahen Persönlichkeiten.




Feliks es ist schon bezeichnend und es stimmt mich nachdenklich, dass dir zu diesem fiktiven Feiertag nichts besseres einfällt als Panzer zu zeigen. Es ist offenbar unabdingbar, dass Kommunismus und Waffen stets eine enge Partnerschaft bilden. Waffen sind ein äußeres Zeichen von Gewaltbereitschaft und Repression. Die hatte der Kommunismus in seiner realen Erscheinungsform immer dringend nötig, da er politisch die Menschen nicht erreichte. Trotzdem ist es für mich ein Grund heute Abend ein Fläschchen zu trinken mit einem Prost auf die Tatsache, dass es einen 41. und folgenden Jahrestag der Gründung der DDR nicht mehr gegeben hat. Ich hoffe du hast Verständnis für diese, meine Einstellung dazu.
Viele Grüße aus dem Rheinland


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07.10.2010 13:25
avatar  Alfred
#7
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Gert,

wie soll man denn z.B. die Parade in Frankreich werten ?


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07.10.2010 13:37
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#8
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Wer Herrn Krenz als Patriot bezeichnet, soll mal darüber nachdenken, wie es im Herbst 1989 in der DDR gekommen wäre, wenn sich dieser Herr durchgesetzt hätte!
Seine Sympathie für die Vorgänge auf dem Platz des Himmlischen Friedens dürften ja überall bekannt geworden sein!

Huf


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07.10.2010 13:47
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#9
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94

Hallo FED, eine Photographie ohne Quellenangabe, wenn die mal nicht gefälscht ist *grins*
IMHO sind die Kettenfahrzeuge etwas zu alt, schau mal hier http://www.google.de/images?q=t-90

@Huf meinst Du etwa diese Szenen? Naja ...


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07.10.2010 13:51
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#10
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stop @huf !!! er war zu dieser zeit der oberste befehlshaber und er hat einen schusswaffengebrauch untersagt. daher ist dein "...gekommen wäre" völlig deplatziert.
seine aussagen zu den ereignissen in china, zum platz des himmlischen friedens, sind bekannt. er entschied jedoch als oberster befehlshaber in der ddr völlig anders.


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07.10.2010 13:57
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#11
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Und vermutlich war Herr Krenz der Anführer der friedlichen Revolution in der DDR, oder was? Es ist unerträglich, wie Leute wie Du, @Gilbert, die Geschehnisse von damals verklärend darstellen!
Die Waffen kamen nicht zum Einsatz, weil ihre Träger größtenteils am Regime zweifelten und Deine Befehlshaber den Frack voll hatten bis zum get no!

Huf


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07.10.2010 14:08
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#12
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94

@Huf, nein.
Und die Waffen kamen nicht zum Einsatz, weil es keinen Befehl dazu gab! Nun, Einer erwähnte hier mal im Forum in diesem Zusammenhang die Abwesenheit eines kompletten Satz Testikels in den Beinkleidern der Vorgesetzten. Ganz knapp war es übrigens nochmal am 9.11. an der Bornholmer Straße. Ein anderer DHO an diesem Abend, und die jüngere deutsche Geschichte hätte auch etwas anders laufen können.


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07.10.2010 14:08
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#13
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wenn du für sachliche antworten und aussagen bereit bist @huf, kannst du dies gerne wieder tun. deinen letzten beitrag würde ich mit "peinlich" umschreiben. auch du solltest dich an den fakten halten und nicht orakeln....


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07.10.2010 14:23
avatar  Alfred
#14
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HUF,

Du hast anscheinend keine Ahnung was im Herbst 89 lief.

Den ersten Befehl dass keine Schusswaffen eingesetzt werden unterzeichnete Herr Honecker im Oktober 89, später erfolgte dann noch der Befehl 11/ 89 von Herrn Krenz als Vorsitzender des NVR.

Und wie Du zu der Auffassung kommst, dass einige Herren den Frack voll hatten o.ä. bleibt Dein Geheimnis.


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07.10.2010 14:35
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#15
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Also, ihr orakelt warum keine Waffen eingesetzt wurden. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat an dem Abend die komplette Befehlsstruktur angefangen von der Politik bis zu den Grenztruppen versagt. Die "armen" Offiziere an den GüSt waren völlig allein gelassen mit diesem Problem und es ist fast ein Wunder, sie hatten noch so etwas wie Menschlichkeit und Verstand im Kopf und haben auf dieser Basis des gesunden Menschenverstandes letztlich die einzig richtige Entscheidung getroffen " Fluten", sprich alle Schlagbäume auf und die Menschen laufen lassen. Dafür müssten sie eigentlich das Bundesverdienstkreuz bekommen.

Viele Grüße aus dem Rheinland


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