20 Jahre Wiedervereinigung 3.Oktober 1990

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30.09.2010 07:49 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2010 07:50)
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#1
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Am Sonntag feiern wir den 20.Jahrestag der Wiedervereinigung wie hast du diesen Tag am 3.Oktober 1990 erlebt ? War es für dich ein glücklicher Tag oder eher ein Tag der Trauer ? Wie denkst du heute 20 Jahre nach der Wiedervereinigung über das Thema ? War es ein guter Schritt ? Würde mich über Impressionen zum Thema 20 Jahre Wiedervereinigung freuen.



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30.09.2010 11:42
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#2
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Also ich war mit einem großen Teil meiner Familie in dieser historischen Nacht vor dem Berliner Reichstag. Anschließend sind wir zu Fuß bis in die Kantstraße gegangen und haben den Rest der Nacht in einer Kneipe die Vereinigung gefeiert. Eine unvergeßliche Nacht, jedoch nicht so ergreifend wie die Nacht vom 9. auf den 10. November 89, an dem ich auch sofort nach Berlin gefahren war um unter den Tausenden gewesen zu sein, die vor dem Brandenburger Tor auf der Mauer tanzten. An beiden Tagen flossen viele Tränen und man hatte sich derer nicht geschämt! Sowas muß man selber mitgemacht haben, rüberbringen kann man die Gefühle nicht und vielleicht muß man auch eine besondere Beziehung zum geteilten Deutschland gehabt haben um wahrgenommen zu haben was da wirklich geschehen ist!
Für mich einer der schönsten Tage meines Lebens!
Schönen Gruß aus Kassel.


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30.09.2010 13:32
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#3
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Ich sehe das ähnlich wie wosch, der Tag der Einheit war nicht ansatzweise mit dem Novembertag 89 zu vergleichen. Am 03.10.1990, zu dieser Zeit lebte ich bereits im "Westen" in Nürnberg und begab mich mit einem Kumpel (ebenso ausm Osten) in die Innenstadt. Viel los war aber nicht wirklich und wir spielten mit dem Gedanken nach Berlin zu fahren...November 89 war die freude größer, bereits am nächsten tag saß ich im (völlig überfüllten) Zug nach Hof und sah die Grenzsperranlagen fast zum greifen nah...

Ich liebe die Freiheit, die Wiedervereinigung war meiner Meinung nach unumgänglich, auch wenn das eine oder andere hätte besser gelöst werden können. Eine Wiedervereinigung zweier Staaten ist aber nichts alltägliches, ein Prozess den man völlig ohne Erfahrungen vollziehen musste :)

Es geht mir heute gut, ich habe eine kleine Familie, habe einige Länder bereist und genieße so weit es die Kohle zulässt, um die es sich in der aktuellen Gesellschaftsform immer dreht.

Aber ab und wann denke ich zurück und vermisse auch etwas. Kurios ist, ich kann nicht genau beschreiben was...

Lebo


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30.09.2010 14:05
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#4
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Wiedervereinigung... so so, war denn was da vereint wurde überhaupt schon einmal zusammen?

Die BRD gründete sich erst nach dem 2. WK und die DDR auch, daher waren diese beiden Staaten auch vorher niemals vereinigt. Sprich was zuvor nie zusammen war kann auch nicht Widervereinigt sondern höchstens noch vereinigt werden. Sollte sich dies auf Deutschland wie es vor dem Kriege war allgemein beziehen, dann würden noch einige Landstriche fehlen und daher wäre es höchstens eine Teilwiedervereinigung.

Da ich es so halte wie @BK

Zitat von Bunkerkommandant
Auch für mich ist der Tag kein "Feiertag" aber die Medien und das deutsche Volk werden den Tag heute glorifizieren und feiern.

werde ich mit meiner Frau am Abend gemütlich mit einem Glas Sekt anstoßen. Dies jedoch zum Gedenken und nicht zum feiern und dabei weiss ich mich nicht alleine.

Allen anderen viel Spaß.


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30.09.2010 14:25 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2010 14:26)
#5
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Nur mal zur allgemeinen Kenntnis was WIKI dazu meint:



Als Deutsche Wiedervereinigung oder Deutsche Vereinigung[1] wird der durch die friedliche Revolution in der DDR angestoßene Prozess der Jahre 1989 und 1990, der zum Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 führte, bezeichnet. Die damit vollzogene Deutsche Einheit, die seither an jedem 3. Oktober als Nationalfeiertag begangen wird, beendete den als Folge des Zweiten Weltkrieges in der Ära des Kalten Krieges vier Jahrzehnte währenden Zustand der Deutschen Teilung.

Richtungweisend für diese Entwicklung war die Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989, die den endgültigen Zerfall des politischen Systems der DDR bewirkte. Notwendige äußere Voraussetzung der deutschen Wiedervereinigung war das Einverständnis der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, die bis dahin völkerrechtlich noch immer die Verantwortung für Deutschland als Ganzes innehatten beziehungsweise beanspruchten. Durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag (Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland) wurde der Einheit der beiden deutschen Staaten zugestimmt und dem vereinten Deutschland die volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten zuerkannt. Staatsrechtlich spricht man, wie im Falle des Saarlands 1957, von „Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland“, politisch und sozioökonomisch von der Vereinigung der DDR mit der Bundesrepublik.

Maßgebliche Zwischenstationen auf dem Weg der deutschen Wiedervereinigung waren die Volkskammerwahl im März 1990 sowie der Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion. Am 20. September 1990 stimmten die Volkskammer der DDR und der Deutsche Bundestag dem Einigungsvertrag zu, am darauf folgenden Tag der Bundesrat.
Quelle: Wikipedia

=============================================================================================
Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

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30.09.2010 16:40
avatar  TOMMI
#6
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Nun, damit ich auch meinen Senf hinzugebe:
Jawohl, es ist für mich ein Grund zum Feiern, dass dieses, unser Land wieder vereint ist seit 20 Jahren, zumindest offiziell
auf dem Papier. Und das bei aller Kritik.
Beim OB gibt es keine Frage, anders sieht es mit dem WIE aus.
Denn die groben Fehler, die 1990 gemacht wurden und auch immer noch gemacht werden tragen ein gerüttelt Maß an Mitschuld
daran, dass die Vereinigung zwar am 3.Oktober 1990 zwar begonnen, aber immer noch nicht abgeschlossen ist.

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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30.09.2010 18:09 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2010 18:11)
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#7
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ja,für mich und meine familie war der 3.oktober 90 ein freudiger tag.hatten doch wir noch die versprechen von kohl im ohr und waren trotz besseren wissen immer noch beraucht von den ereignissen das wir es noch erleben ein deutschland ohne grenzen zu haben.ich fühlte mich frei von der gefahr eines krieges und frei von den besatzungsmächten.endlich regiert deutschland wieder ohne vormund dachte ich.
in den ersten 3 jahren kam die nüchternheit zurück,ostbetriebe wurden künstlich kaput geredet(ein aspekt der sich bis heute hält,bei einigen klappte es aber nicht).treuhand,industrielle und dunkelmänner machten ihren profit und zeigten danach mit dem finger "ihr ward doch pleite".
bevormundet wird die regierung heute von der industrie und hat eine neue abhängigkeit die sie als strohpuppe zu erfüllen hat.
das neue spiel wo ddr-grenzer flüchtlinge wie hasen abschießen zeugt von der gefahr die jugend so zu verblöden das die ddr schlimmer war als das 3.reich.insofern geht mir heute der 3.oktober am arsch vorbei.heute denke ich mehr grund nostalgisch am 7.okt.zu feiern.

ich weis das sich jetzt wieder einige aufregen,aber es wurde gefragt was wir heute fühlen zum tag der einheit.

gruß EK 82/2


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30.09.2010 18:23
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#8
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Die Teilung eines Landes in 2 Staaten war doch nicht normal,das es mal dann doch eine gemeinsames Deutschland gegen würde,wer wusste das schon,nun ist es so gekommen mit allen Ecken und Kanten.Es hätte auch schlechter kommen können.Jedenfalls werde ich am 3.10 auch nicht an die Decke springen,aber ein Kölsch ist schon drin....


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30.09.2010 18:32
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#9
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Zitat von Zermatt
Die Teilung eines Landes in 2 Staaten war doch nicht normal,das es mal dann doch eine gemeinsames Deutschland gegen würde,wer wusste das schon,nun ist es so gekommen mit allen Ecken und Kanten.Es hätte auch schlechter kommen können.Jedenfalls werde ich am 3.10 auch nicht an die Decke springen,aber ein Kölsch ist schon drin....



so meinte ich es,ich werde auch etwas feiern,aber nicht hochjubeln.schließlich ist das wichtigste erstmal den kalten krieg beendet zu haben und da haben beide seiten gewonnen.
EK 82/2


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30.09.2010 20:06
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#10
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Zitat von EK 82/2
ja,für mich und meine familie war der 3.oktober 90 ein freudiger tag.hatten doch wir noch die versprechen von kohl im ohr und waren trotz besseren wissen immer noch beraucht von den ereignissen das wir es noch erleben ein deutschland ohne grenzen zu haben.ich fühlte mich frei von der gefahr eines krieges und frei von den besatzungsmächten.endlich regiert deutschland wieder ohne vormund dachte ich.
in den ersten 3 jahren kam die nüchternheit zurück,ostbetriebe wurden künstlich kaput geredet(ein aspekt der sich bis heute hält,bei einigen klappte es aber nicht).treuhand,industrielle und dunkelmänner machten ihren profit und zeigten danach mit dem finger "ihr ward doch pleite".
bevormundet wird die regierung heute von der industrie und hat eine neue abhängigkeit die sie als strohpuppe zu erfüllen hat.
das neue spiel wo ddr-grenzer flüchtlinge wie hasen abschießen zeugt von der gefahr die jugend so zu verblöden das die ddr schlimmer war als das 3.reich.insofern geht mir heute der 3.oktober am arsch vorbei.heute denke ich mehr grund nostalgisch am 7.okt.zu feiern.

ich weis das sich jetzt wieder einige aufregen,aber es wurde gefragt was wir heute fühlen zum tag der einheit.

gruß EK 82/2




zum ersten Teil : Kohl hatte nicht die Haare, das man hätte sagen können - Rapunzel laß deinen Zopf herrunter und laß es Broyler regnen.
zum Teil zwei : wenn du noch immer von den Ereignissen "beraucht" warst, schließe ich daraus, das du am 3.10.1990 deinen ersten Joint geraucht haßt.

Oss`n


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30.09.2010 20:08
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#11
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PS.: der 2. Beitrag - für mich der beste !


Oss`n


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30.09.2010 20:26
#12
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Ich feier mittlerweile den Tag, als ich den deutschen Pass für gut abgeliefert habe im Konsulat in Amsterdam.....


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30.09.2010 21:20
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#13
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Zitat von SkinnyTrucky
Ich feier mittlerweile den Tag, als ich den deutschen Pass für gut abgeliefert habe im Konsulat in Amsterdam.....



Niederländerin werden tat dein portmanee sehr wehoder nicht,ich musste damals noch eine kopie meiner geburtsurkunde in der DDR anfragen.Die BRD bürocratie macht mich ganz zu schaffen,aber dann hatte ich es geschaft und war Niederländer geworden(aber feiern tu ich es nicht)

gr uit frl


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30.09.2010 21:34 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2010 21:35)
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#14
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Zitat von NL 63

Zitat von SkinnyTrucky
Ich feier mittlerweile den Tag, als ich den deutschen Pass für gut abgeliefert habe im Konsulat in Amsterdam.....



Niederländerin werden tat dein portmanee sehr wehoder nicht,ich musste damals noch eine kopie meiner geburtsurkunde in der DDR anfragen.Die BRD bürocratie macht mich ganz zu schaffen,aber dann hatte ich es geschaft und war Niederländer geworden(aber feiern tu ich es nicht)

gr uit frl




na da hattest du es ja leicht,wander mal nach finnland aus,da erlebst du bürokratie,ohne sprachkenntnisse,übersetzte papiere,berufsanerkennung,führungszeugnis,usw.biste als tourist für 3 monate gerne gesehen und danach,kannste gehen.nix wie deutschland mal lala und ab oder rein.außerdem muste dann nachweisen das du dein lebensunterhalt selber verdienst,sonst,pech.


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30.09.2010 21:47
#15
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also ich feier den Tag schon seit1957 bin ich jetzt allen viel voraus?
mannomann

Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...


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