MfS Abteilung XI "Zentrales Chiffrierorgan"

30.09.2010 06:16 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2010 06:17)
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Eine Reihe von Wissenschaftlern, die früher in den Diensten der Staatssicherheit der DDR standen, entwickeln seit Anfang der neunziger Jahre Chiffriertechniken für Bundesbehörden und die Nato.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' in seiner aktuellen Ausgabe. Die Kryptologen aus der ehemaligen Stasi-Abteilung XI "Zentrales Chiffrierorgan" (ZCO) wurden demnach nach der Wende von der Bundesregierung unter Helmut Kohl in einer bislang unbekannten Geheim-Operation in einer privatwirtschaftlichen Auffanglösung untergebracht.


Dabei handle es sich um die Rohde & Schwarz Tochterfirma "Rohde & Schwarz SIT", die heute ihren Sitz in Berlin-Adlershof hat. "Das waren herausragende Mathematiker, die sich persönlich nichts haben zuschulden kommen lassen", zitiert das Magazin Otto Leiberich, der damals das westliche Gegenstück im Bundesnachrichtendienst und später das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) leitete und in die Operation unter Federführung des Bundesinnenministeriums eingebunden war.

Hintergrund für die Aktion, bei der rund ein Dutzend ehemalige Stasi- Männer, darunter auch ein ehemaliger ZCO-Abteilungsleiter, in die bundesdeutsche Obhut überführt wurden, war die Angst, die Chiffrier-Spezialisten könnten mit ihrem Fachwissen etwa in Länder des Nahen Ostens überlaufen.

Weil eine direkte Übernahme der Stasi-Kryptologen politisch als zu heikel galt, sprang Rohde & Schwarz ein, hieß es. Bis heute arbeiten ehemalige hauptamtliche Stasi-Wissenschaftler für das Unternehmen, das unter anderem die Bundesregierung mit Krypto-Handys beliefert und nach eigenen Angaben "bevorzugter Lieferant von Hochsicherheits-Kryptografie" für die Nato ist. Das Unternehmen wollte sich selbst nicht zu diesem Teil seiner Geschichte äußern.

Quelle: http://winfuture.de/news,58368.html


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30.09.2010 07:56
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Wenn ich mich nicht irre, hatten wir das Thema erst letztens.


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30.09.2010 14:12
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#3
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Ich gönn es ihnen, aber bedenklich wenn einmal mehr Fristverlängerungen zu MfS-Überprüfungen beschlossen werden und gleichzeitig die Dienste von sog. "Tätern" in Anspruch genommen werden.

Zitat
"Das waren herausragende Mathematiker, die sich persönlich nichts haben zuschulden kommen lassen"



Dieser Satz ist einfach nur lachhaft und zeigt den verlogenen Umgang der Politik mit dem Thema MfS.


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30.09.2010 14:22
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#4
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Zitat von Feliks D.
Ich gönn es ihnen, aber bedenklich wenn einmal mehr Fristverlängerungen zu MfS-Überprüfungen beschlossen werden und gleichzeitig die Dienste von sog. "Tätern" in Anspruch genommen werden.

Zitat
"Das waren herausragende Mathematiker, die sich persönlich nichts haben zuschulden kommen lassen"



Dieser Satz ist einfach nur lachhaft und zeigt den verlogenen Umgang der Politik mit dem Thema MfS.




Feliks was ist daran lachhaft, sind diese Leute nicht entsprechend ausgebildet oder ist es lachhaft dass sie für solche Dienste beschäftigt werden ?

Gruß Gert


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30.09.2010 14:30 (zuletzt bearbeitet: 30.09.2010 14:35)
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#5
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Lachhaft ist, das hier Offiziere des MfS mit der Begründung weiterbeschäftigt werden: "Sie haben sich persönlich nichts haben zuschulden kommen lassen" wärend jedem kleinen Koch oder jeder Putzfrau mit der Begründung "Tätigkeit im MfS" jegliche Weiterbeschäftigung untersagt wurde und wird.

Die großen Anteile an persönlicher Schuld des Fahrers dieser Diensteinheit oder der dort eingesetzten Putzfrauen kannst Du mir sicher hinreichend benennen oder? Das steht doch exemplarisch für die verlogenheit der politischen Kräfte in diesem Land beim Umgang mit diesem Thema.


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30.09.2010 15:00
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Zitat von Feliks D.
Lachhaft ist, das hier Offiziere des MfS mit der Begründung weiterbeschäftigt werden: "Sie haben sich persönlich nichts haben zuschulden kommen lassen" wärend jedem kleinen Koch oder jeder Putzfrau mit der Begründung "Tätigkeit im MfS" jegliche Weiterbeschäftigung untersagt wurde und wird.

Die großen Anteile an persönlicher Schuld des Fahrers dieser Diensteinheit oder der dort eingesetzten Putzfrauen kannst Du mir sicher hinreichend benennen oder? Das steht doch exemplarisch für die verlogenheit der politischen Kräfte in diesem Land beim Umgang mit diesem Thema.




Tja der Zweck heiligt die Mittel, damit stehen wir aber nicht allein, das haben andere Geheimdienste und Staaten auch schon gemacht. Da siehst du mal die ganze moralische Verkommenheit der weltweiten Geheimdienste inkl. nicht mehr existenten HVA / MfS

Beispiele : Raketenforscher und Spezialisten für Jettriebwerke wurden sowohl von Russen wie Amerikanern nach 1945 extrem hofiert, damit sie ihnen halfen, diesen Technikvorsprung der Deutschen aufzuholen. Da spielte es keine Rolle , dass sie noch Tage zuvor mitangesehen haben, wie Menschen in Mittelbau Dora bei Nordhausen( V1 und V2 oder auch Aggregat 4 genannt) und anderen unterirdischen Produktionsstätten(z.B. in Österreich) für Düsenjäger ( ME 262 ) zu Tode geschunden wurden, unter unmenschlichen Bedingungen vegetiert habe. Das intereressierte weder den NKWD noch die CIA, mit welch bluttriefenden Händen die Herren Wissenschaftler in den USA und der SU ankamen, Hauptsache war, diese Leute produzierten nun wieder diese todbringenden Spielzeuge für Stalin und Roosevelt
So geht Politik oder ?

Gruß Gert


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21.01.2013 02:12
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#7
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Schlussfolgerung: Bedienstete des Verfassungsschutzes - die ja mit den Neonazis paktiert, bzw. diese gedeckt haben, sollten auch ein Berufsverbot bekommen - richtig !?


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24.01.2013 12:04 (zuletzt bearbeitet: 24.01.2013 12:05)
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#8
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Zitat von ONTA im Beitrag #7
Schlussfolgerung: Bedienstete des Verfassungsschutzes - die ja mit den Neonazis paktiert, bzw. diese gedeckt haben, sollten auch ein Berufsverbot bekommen - richtig !?


Einfach gesagt und nicht ausfuehrbar, weil absolut nicht 'ein' Bediensteter des VSchutzes praktiziert, sondern der Verein als solches; obwohl nur einer dann die Brandmale aufgedruckt bekommt. Was hinter schlechter oder guter Arbeit daraus kommt, wird sicher nicht ausgebreitet.
Gottes Wege sind unergrundlich, auch die Zusammenarbeit mit sog. Neo-Nazis, ein Thema die so oberflachlich nicht behandelt werden kann. Berufsverbot? Laecherlich. In diesen Institutionen wird deshalb (und auch sonst nicht) wegen bestimmter Aktivitaeten ein Berufsverbot ausgesprochen. Es gibt Umsetzungsmoeglichkeiten bei Beamten, das reicht aus, gleichgueltig was die Oeffentlichkeit vorgeworfen wird. Das wie wir wissen wurde praktiziert nur bei Mitarbeitern des MfS. als politisches Kalkul angewandt ein immer noch erschreckendes Beispiel einer Demokratie.
Es glauben hier einige immer noch, sie koennten Geheimdiensten wie mit einem Obstgeschaeft vergleichen. Gut fuer die Geheimdienste, werden diese unterschaetzt, koennen sie noch besser unbesehen weiter arbeiten…….so auch die Kameraden der VSchutzaemter, im Sinne der freiheitlich rechtlichen Staatsform und im ganz anderen Sinne, um ihre eigenen Interessen, und die Interessen ihres Landes zu schuetzen- wie alle anderen auch!


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