Deckname Annett - Im Netz der Stasi -

21.09.2010 22:09
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#1
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Guten Abend zusammen,
eben lief im ZDF eine sehr interessante Doku unter dem Titel "Deckname Annett - Im Netz der Stasi -"
Der Interessierte kann es sich hier noch mal ansehen.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavi...Deckname-Annett

Ich habe mich ja eine ganze Weile rar gemacht,werde aber langsam versuchen,wieder meine Meinung hier mit einzubringen.
Trotz meiner "Schreibpause" hab ich hin und wieder immer mal mitgelesen und reingeschaut.
Natürlich hat es auch mal in den Fingern gekribbelt und ich hätte am liebsten auf den ein oder anderen Beitrag meine Sicht der Dinge dargestellt.
"Anderes" würde jetzt zu OT werden, in einem anderen Thread werde ich mich noch äußern.


ek40


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21.09.2010 23:24
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#2
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Hallo,

nächsten Dienstag (28/09) ein weiterer Beitrag zum Thema ...

"Di, 28. Sep · 20:15-21:00 · ZDF
Sonderauftrag Mord

Genre
Dokumentation (Gesellschaft - Zeitgeschichte allgemein)

Kurzbeschreibung
Die Geheimnisse der Stasi - Film von Steffen Bayer

Beschreibung
Zuerst nahm der aus der DDR geflohene Fußballlehrer Jörg Berger nur ein Kribbeln in den Zehen wahr, dann in den ganzen Füßen und Händen. Hinzu kamen Fieber, Übelkeit und ein allgemeines Schwächegefühl. Ein Virusinfekt, dachte der Bundesliga-Trainer von Hannover 96 zunächst - vielleicht zu viel Stress. Als er seine Gliedmaßen kaum noch spürte und nicht mehr laufen konnte, musste er für lange Zeit seinen Beruf aufgeben. Eine Erklärung für seine schwere Krankheit im Jahr 1986 hatte der populäre Trainer Berger viele Jahre lang nicht, genauso wenig konnte er sich erklären, warum sich an seinem neuen Auto plötzlich ein Rad löste. Erst als er nach der Wende seine Stasi-Akten sichtete, kam ihm ein schrecklicher Verdacht: Hatte ihn die Stasi vergiftet? Steckte der DDR-Geheimdienst auch hinter dem mysteriösen Autounfall? Wollte man ihn "nur" einschüchtern? Oder gab es gar einen "offiziellen" Tötungsplan? Wie weit ist die Stasi gegangen? Führende Stasi-Offiziere bestreiten bis heute Morde im Auftrag des Ministeriums für Staatssicherheit, der Nachweis ist schwierig. Viele Akten wurden kurz vor der Wende "frisiert", brisantes Material hektisch vernichtet. Doch die Indizienkette, die Mordabsichten plausibel erscheinen lässt, wird immer dichter. Jörg Berger wird die Wahrheit nie erfahren. Im Juni dieses Jahres ist er an Krebs gestorben. Die bisherigen Erkenntnisse führen in die 50er Jahre zurück, als die Stasi so genannte "Verräter" aus dem Westen in den Osten entführen ließ. Manche wurden nach Schauprozessen hingerichtet, andere blieben für immer verschwunden. Nach dem Bau der Mauer bildete die Stasi dann "Kämpfer" aus, die auf einem geheimen Truppenübungsplatz das Liquidieren von Menschen übten. In der Stasiunterlagenbehörde in Berlin finden sich konkrete Mordplanungen: Der geflohene Grenzoffizier Rudi Thurow sollte 1963 mit einem 1000 Gramm schweren Hammer erschlagen werden, bei einem anderen Fahnenflüchtigen plante die Stasi, einen Sprengsatz unter dem Sattel seines Mopeds zu montieren. Von den 70er Jahren an wurden Mordplanungen nicht mehr aufgeschrieben - es gab sie aber dennoch. Gegenüber dem ZDF berichtet ein ehemaliger MfS Mitarbeiter von Plänen, den geflohenen Geheimdienstagenten Werner Stiller zu ermorden, und in einem anderen Fall gibt es ein Geständnis eines ehemaligen MfS-Offiziers, der den Auftrag hatte, einen Fluchthelfer zu vergiften. Noch immer kommen Neuigkeiten ans Licht: So hat ein Stasi-Spitzel Anfang dieses Jahres bestätigt, dass es tatsächlich Mordpläne gegen den geflohenen Fußballspieler Lutz Eigendorf gab. Die ZDF-Dokumentation "Sonderauftrag Mord - Die Geheimnisse der Stasi" widerlegt die Legende der Stasiführung, das MfS habe mit Auftragsmorden nichts zu tun gehabt. Zeugenaussagen, Archivfunde und investigative Recherchen beweisen, mit welch tödlicher Energie die Stasi gegen "Feinde" des DDR-Regimes vorgegangen ist. Der verstorbene Fußballtrainer Jörg Berger gab für diese Produktion sein letztes großes Interview."

Grüße Thomas


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22.09.2010 06:51
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#3
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Danke für den Link @ek40, zum Fernseh schauen komme ich so selten da ist der Link prima.
Mal sehen ob ich es noch vorm WE schaffe diesen zu sehen.


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22.09.2010 06:56
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#4
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Waren wohl viele im Spinnennetz der Stasi?!


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22.09.2010 11:01
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#5
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der film war relativ gut gemacht, einige aussagen des sprechers - die ins unterbewusstsein sollen - kann man sich schenken

das ganze fasste rosel staudte wie folgt zusammen: "...es ist ein ganz dreckiges geschäft".


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24.09.2010 09:41 (zuletzt bearbeitet: 24.09.2010 09:43)
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#6
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Mein Fazit nachdem ich mit dem Buch von Werner Stiller << Im Zentrum der Spionage >> fertig geworden bin, Das MfS war ein höchst krimineller Verein. Geschützt durch die Partei!


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24.09.2010 10:03 (zuletzt bearbeitet: 24.09.2010 10:03)
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#7
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Zitat von Freedom
Mein Fazit nachdem ich mit dem Buch von Werner Stiller << Im Zentrum der Spionage >> fertig geworden bin, Das MfS war ein höchst krimineller Verein. Geschützt durch die Partei!



1. Dein Fazit, nicht das der Gerichte oder habe ich die Einstufung als kriminelle Vereinigung verpaßt?

2. Hat das MfS nicht eher die Partei geschützt?


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24.09.2010 10:21 (zuletzt bearbeitet: 24.09.2010 10:23)
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#8
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Sowohl die SED und das MfS waren eine kriminelle Vereinigung.

Letzteres könnte man widerlegen wenn ich die passende Passage aus dem Buch wieder finde.

Nicht zu vergessen wie korrupt eurer Verein war. Angefangen von Unterschlagung der Finanzmittel (D-Mark) bis hin zur Erpressung.


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24.09.2010 14:16 (zuletzt bearbeitet: 24.09.2010 14:24)
#9
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Wie gut, das ich in einem Land lebe, das so einen Ausmaß an Geheimdiensten nicht kennt....wir haben nur den Algemene Inlichtingen- en Veiligheidsdienst neben dem Militärischen Geheimdienst.....man beachte im Wikitat den Satz unter Dossiers.....

....und hier die Webseite des AIVD....für den Interessierten auch in Englisch....

groetjes

Mara


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24.09.2010 17:19
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Was es nach 1953 nicht so:Die SED befahl,die Stasi gehorchte und stellte sich vor die Partei.


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24.09.2010 19:52 (zuletzt bearbeitet: 24.09.2010 20:01)
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94

Zitat von GilbertWolzow
der film war relativ gut gemacht, ...



Sehe ich auchso, Requisite sehr gut, teilweise zu gut.
So wird bei 7:26 eine Radioröhre getestet. Um genau zu sein, eine Pentode 6F6. Die Röhre kann man übrigens noch heute käuflich erwerben, zum Beispiel hier. Und sogar das russisches Modell. Verkauft wird im Film eine ... Ersatzbirne für 15 Pfennig. So was versaut mir eigentlich den ganzen Beitrag. Mal sehen was man noch so von http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Gieseke hört. Hoffentlich geht der seinen eigenen Weg beim ZDF.


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