Flucht aus Bleicherode in den Westen

  • Seite 1 von 4
18.09.2010 12:31 (zuletzt bearbeitet: 18.09.2010 12:32)
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Am 11.1.1978 betraten ein 24-jähriger Forstarbeiter und sein Bruder gegen 16:00 westdeutschen Boden im Bereich Osterhagen(Südharz).Am Vortag hatten sie sich entschlossen,die DDR zu verlassen.Zuerst fuhren sie mit dem Bus nach Großbodungen,von wo sie weiter zu Fuss über Steinrode nach Stöckey gelangten.Um 21:00 verliessen sie Stöckey und ginen in Richtung Norden auf die Grenze zu.Im Wald zwischen Weilrode und Limlinerode warteten sie bis zum Morgen.Um 9:00 setzten sie ihre Flucht fort und überwanden den Schutzstreifenzaun,der nach ihren Angaben im Bau war,ohne Schwierigkeiten.Bis zum Nachmittag hielten sie sich im Wald versteckt.Gegen 16:00 krochen sie dann unter dem einreihigen MGZ hindurch ,gingen durch ein Waldstück,überschritten die Bahnlinie und erreichten den an der B 243 bestehenden Parkplatz.Ein LKW Fahrer,den sie ansprachen,rief die Polizei,die sie abholte und dem BGS zu Befragung übergab.

2 Fotos vom Bereich der Flucht.

18.09.2010 13:08
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

Zermatt...MGZ?...mittlerer Grenzzaun, Minengrenzzaun...entschuldige, es ist zulange her. Erklär einem alten Grenzpionier doch bitte mal das "MGZ", ehe wir hier Thunderhorse bemühen müssen.
Und ich bin mir fast sicher, um diese Zeit, also 1978 wurden Pioniere aus dem Norden in den Süden abkommandiert, um dort unten den Zaun I mit der 501-Anlage zu bestücken. Also waren die Brüder im Glück, das dies wohl noch im Bau war.

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
18.09.2010 17:28
avatar  ( gelöscht )
#3
avatar
( gelöscht )

MGZ=Metallgitterzaun


 Antworten

 Beitrag melden
18.09.2010 21:49
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Zitat von Zermatt
MGZ=Metallgitterzaun




Begriff der Westgeborenen für den Grenzzaun I (GZ I)



Der stolze Grenzfuchs


 Antworten

 Beitrag melden
18.09.2010 22:34
#5
avatar

Na RMR, das hättest du jetzt aber wissen müssen.....und wenn dann wenigstens durch dieses Forum hier......in dem du ja schon einige Zeit Mitglied bist......

Mara


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 10:05
avatar  ( gelöscht )
#6
avatar
( gelöscht )

Mara guten Morgen und wenn schon denn schon hieß das Ding" Streckmetallzaun"...kam von "Strecken"...hieß so viel wie, du konntest die verzinkten Metallgitterplatten, die glaube ich aus dem Westen geliefert wurden auch mal dehnen, nein falsch ausgedrückt, die Sonne konnte es bedingt durch die feste Verschraubung an den Betonpfählen.Auch der Frost rüttelte enorm.
Sonst wäre doch der ZaunI und auch der GSZ, der Grenzsignalzaun an X-Stellen gerissen. Also noch mal: Das war wie eine Dehnungsfuge in der technischen Isolierung bei einer bestimmten Rohrlänge, einer Trasse. Vergißt du sie, dann kippt dir irgendwann die Leitung vom Sockel, reißt alles aus der Verankerung, deswegen baut auch der Rohrleitungsbauer "Lyrabogen" an bestimmten Stellen ein.
Denn gibt das Kraftwerk Heißdampf auf die Leitung und der am Schieber dosiert nicht zart genug, dann arbeitet die ganze Malosse enorm.
Hast du wieder Dank dem Rainer-Maria was dazugelernt, meine Truckerline und nein, du konntest es nicht wissen..Ex-.Radarsoldat.
Ich stand bei der Wismut in Ronneburg mal neben einer kilometerlangen Leitung, die sich streckte wie eine Schlange und dann vom Sockel kippte im Zeitlupentempo, nur gut, es war nur der Rücklauf und ich sprang wie ein Reh...aber da war ich noch ein junger Rehbock.
Der Zermatt wieder..."Metallgitterzaun?" Ich sags doch, während wir Ostmonteure improvisiert haben, um Engpässe zu überwinden, da hat der Westmonteur eine Woche auf sein Ersatzteil gewartet?

Rainer-Maria

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 10:10
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Verdammt, hatte ich wieder zweimal unterschrieben, das wollte ich wirklich nicht,denn ich bin nur ein kleiner Wicht meine Mara. Das kommt vom vielen einfügen oder verbessern im Text. Also diesmal ohne Unterschrift.


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 10:13
avatar  ( gelöscht )
#8
avatar
( gelöscht )

Jedenfalls war der MGZ für mich das Symbol der Teilung,immer da und das 1400 Km,nichts hielt ihn auf,kein Berg,kein Tal,kein Fluss,kein Ort,er machte seinen Weg,der berühmt berüchtigte MGZ.


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 10:21
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

Zermatt, er der Zaun I, der vorderste Grenzzaun war die im Vortext von mir beschriebene Schlange, die nach 1989 vom Sockel kippte, weil das Volk der DDR heißer wie Heißdampf war, denn "die Dehnungsfuge, der Grenzer" war mittlerweile Nachhause gegangen.
Auch dir einen guten Sonntag.

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 11:09
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Zermatt, er der Zaun I, der vorderste Grenzzaun war die im Vortext von mir beschriebene Schlange, die nach 1989 vom Sockel kippte, weil das Volk der DDR heißer wie Heißdampf war, denn "die Dehnungsfuge, der Grenzer" war mittlerweile Nachhause gegangen.
Auch dir einen guten Sonntag.

Rainer-Maria



 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 11:12
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Mara guten Morgen und wenn schon denn schon hieß das Ding" Streckmetallzaun"...kam von "Strecken"...hieß so viel wie, du konntest die verzinkten Metallgitterplatten, die glaube ich aus dem Westen geliefert wurden auch mal dehnen, nein falsch ausgedrückt, die Sonne konnte es bedingt durch die feste Verschraubung an den Betonpfählen.Auch der Frost rüttelte enorm.
Sonst wäre doch der ZaunI und auch der GSZ, der Grenzsignalzaun an X-Stellen gerissen. Also noch mal: Das war wie eine Dehnungsfuge in der technischen Isolierung bei einer bestimmten Rohrlänge, einer Trasse. Vergißt du sie, dann kippt dir irgendwann die Leitung vom Sockel, reißt alles aus der Verankerung, deswegen baut auch der Rohrleitungsbauer "Lyrabogen" an bestimmten Stellen ein.
Denn gibt das Kraftwerk Heißdampf auf die Leitung und der am Schieber dosiert nicht zart genug, dann arbeitet die ganze Malosse enorm.
Hast du wieder Dank dem Rainer-Maria was dazugelernt, meine Truckerline und nein, du konntest es nicht wissen..Ex-.Radarsoldat.
Ich stand bei der Wismut in Ronneburg mal neben einer kilometerlangen Leitung, die sich streckte wie eine Schlange und dann vom Sockel kippte im Zeitlupentempo, nur gut, es war nur der Rücklauf und ich sprang wie ein Reh...aber da war ich noch ein junger Rehbock.
Der Zermatt wieder..."Metallgitterzaun?" Ich sags doch, während wir Ostmonteure improvisiert haben, um Engpässe zu überwinden, da hat der Westmonteur eine Woche auf sein Ersatzteil gewartet?

Rainer-Maria

Rainer-Maria



Hallo Rainer, das ist eine interessante Frage: arbeiteten diese Metallplatten in der Sonne oder durch Frost so sehr, dass sie aus der Verschraubung gerissen wurden ? Hast du da Erkenntnisse ?
Gruß Gert


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 12:22
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Gert, es ist schon zu lange her und ich habe da echt ein paar Lücken, aber glaube mich zu erinnern, das an soundsoviel Platten keine Verschraubung erfolgte, natürlich nur bei kurzer Überlappung, so das man sie nicht wegbiegen konnte.
Dann waren die untersten Platten ca 50cm im Erdreich eingegraben wegen dem "Unterbuddelschutz", ich nenn es mal so, weil ein geübter kräftiger Mann mit einem Kurzspaten ruck zuck den lockeren Torfboden, so bei uns im Elbabschnitt abgraben konnte, um wie ein Hund unten durch zu machen.
Ich denke schon, das dieses Streckmetall auf die Länge gesehen enorme Spannungen durch Temperaturunterschiede aushalten musste, deswegen die X-Anordnung in der Struktur.
Ich komme aus der Rohrleitungsbranche und meine, das hatte sich nicht viel genommen mit den "Schlangen".

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 12:35
avatar  ( gelöscht )
#13
avatar
( gelöscht )

Bei uns im Abschnitt Silkerode wurde über Nacht ca 40 m Streckmetallzaun geklaut.Soviel zum Thema,die Grenze war sicher,grins


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 12:46
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

mic und schon damals waren die Buntmetalldiebe aktiv...allerdings Westaktiv, die mit ehrlicher Arbeit sonst nicht viel anfangen konnten. Der Risikofaktor war aber höher wie heute, sich ein paar" blaue Bohnen" einzufangen.
Brachte bestimmt gutes Geld, denn eine einzelne Platte brachte schon ein paar Kilos auf die Waage?

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2010 12:59
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

Komischer weise hatten die Kulper (Bauern) schön ihre Komposthaufen eingezäunt.Das war vom vorgelagerten einsehbar,lach


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!