Grenzanlagen Aufbau Feindwärts

  • Seite 1 von 3
09.09.2010 10:43
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Hallo zusammen,

immer wieder lese ich im Forum das ehemalige Grenzer von der Sicherung der DDR Grenze feindwärts sprechen.
Was wurde denn gesagt, bzw. gedacht über den Aufbau der Grenzanlagen.
So ist doch heute noch zu sehen, das die Sicherung größtenteils Richtung DDR aufgebaut war.
Beispiel: Die " Anfahrsperren" ( oder wie heißen die? ) waren so aufgebaut das seitens der DDR nicht durchgebrochen werden konnte.
Von der BRD Seite aus problemlos zu überwinden.
Die Muttern am Zaum so gesetzt, das von DDR Seite nicht zu lösen.
Wahrscheinlich wissen Andere noch viel mehr Beispiele?
Hat der Grenzer da nicht gedacht die Grenzsicherung ist doch wohl nur gegen Durchbrüche vom DDR Gebiet aus gemacht?

Sigurd


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 11:13
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

Da fällt mir noch die SM-70 ein. Wenn der Feind aus dem Westen gekommen wäre, hätten die Anlagen doch auch "feindwärts" angebracht worden sein. Auch sie waren gegen das eigene Volk gerichtet.


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 11:13
avatar  S51
#3
avatar
S51

Was für eine Antwort wird darauf denn erwartet?
Politisch damals korrekt? Na gut. Selbstverständlich waren die Anlagen so aufgebaut, dass Grenzverletzer auf dem Territorium der DDR gestoppt wurden und möglichst niemand durch die Technik auf dem Territorium der BRD verletzt werden konnte (ein paar verirrte runde "Schwimmkörper" mal ausgenommen...). Und sie waren so aufgebaut, dass Verbrecher keine Chance hatten, die DDR ungesetzlich zu verlassen. Denke, diese Einschätzung hätte mir seinerzeit eine eins im Polit gebracht und (wegen der "Schwimmkörper") einen Dienst zusätzlich außer der Reihe im Eckerloch.
Heute ist politisch korrekt natürlich was anderes. Ähm also: Die Grenzanlagen waren so aufgebaut, um die freiheitsliebende Bevölkerung der DDR und alle politischen und pekunären Freiheitskämpfer grausamst einzusperren. Das bringt mir natürlich dann auch eine Eins plus und (wegen der Zwischentöne) einen Auftrag in Neukölln extra ein...
Die Wahrheit lügt immer in der Mitte. Selbige mag aber keiner so recht. Nett hüben und nicht drüben. Die Anlagen sollten natürlich Fluchten verhindern und gegenerische Aufklärung erschweren, bremsen und erkennbar machen. Priorität hatte die Aufrechterhaltung des Niedriglohngebietes DDR, das ohne Grenze so wenig funktionsfähig war, wie es das heute perspektiv immer noch ist. Aber es gab eben auch immer die Aufgabe als Puffergebiet an der Trennlinie zwischen Ost und West. Mit ab und an großem Interesse am jeweils anderen Gebiet.
A pro pos: Den Zaun konnte man von beiden Seiten aus aufschrauben. Nicht nur aus westlicher Seite aus. Je nach dem, wie fest die Schrauben waren, ging es auch von hüben oder drüben oder eben nur von beiden Seiten aus. Weiß ich recht gut, habe öfter dran gedreht.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 11:32
avatar  S51
#4
avatar
S51

Durch die Sperren kam man von drüben mit leichter Technik so wenig wie von hüben. Was du meinst, ist sicher der Kfz-Sperrgraben. Der hätte, wo es ihn gab, vom Westen aus auch jeden Pkw und leichten Lkw böse aufklatschen lassen. Und wirklich schwere Technik eben nicht aufgehalten. Egal, aus welcher Richtung. Schranken analog.
Wer durch ein Minenfeld muß, weiß sehr schnell, dass die Richtung sehr egal ist. Durch die Zäune war es in die eine Richtung so schwer und gefährlich, wie in die andere.
Natürlich war uns das primäre Ziel immer irgendwie klar. Aber wie es heutzutage üblich ist, dass man gewisse Dinge nicht sagt, möglichst nicht mal denkt weil man sonst gesellschaftlich abgebügelt wird (es gibt da gerade so ein sehr bekanntes Beispiel S.), war das damals auch nicht anders. Allenfalls gründlicher.
Analog dem alten militärischen Grundsatz, dass man das Denken den Pferden überlassen soll. Weil die den größeren Kopf haben und es davon ja auch militärisch ausreichend gibt. Analog dem hat doch die Mehrzahl von uns, mich auch eingeschlossen, durchaus gedacht, dass dies so richtig ist. Weil der Staat es sagt, die Gesetze so sind und der bewußte Staatsbürger sich natürlich daran hält.
Und so manches kommt mir heute nicht viel anders vor...

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 11:55 (zuletzt bearbeitet: 09.09.2010 11:58)
avatar  VNRut
#5
avatar

Wie weit würde wohl ein Grenzverletzer aus den Westen (West-Berlin) in die DDR gelangen? Unbemerkt höchstens bis zum Signalzaun, wenn er nicht vorher die Signal-Geräte (Leuchtsignal, Schreckschuss-Platzpatronen) ausgelöst hätten. In wenigen Minuten wären fahrbare Einheiten wie Krad-Streifen, Trabant-Kübel-Streifen (Zugführer des Abschnittes, A-Gruppe) am Ort und eine komplette Grenzkompanie im Hinterland plus Polizei. Fahrzeuge aus den Westen müssten die Grenzmauer bzw. Streckmetall-Zaun durchbrechen und würden spätestens im Fahrzeug-Sperrgraben bzw. Panzersperren festsitzen, wenn sie sich nicht schon vorher im ständig frisch umgefügten Streifen (am vorderen Sperrelement und Kontrollstreifen) fest gefahren hätten. Bei militärische Handlungen wären uns NVA und GSSD zu Hilfe gekommen.

So war die Grenzsicherung eher auf Grenzverletzer aus den Osten (DDR) ausgerichtet. Bedenke, Grenzverletzer konnten auch bewaffnete fahnenflüchtige NVA- bzw. GSSD-Soldaten sein, denen jedes Mittel zur Überwindung der Staatsgrenze recht wäre. Aber West-Agenten als GV würde ich kategorisch ausschließen, was man uns damals während der Ausbildung verklickern wollte. Außerdem war der Berliner Grenzstreifen oft nur wenige 15-20 m breit (Staaken/Spandau), anderorts wieder einige hundert Meter mit Hinterlandflächen (Eiskeller, Hahneberg, Sacrow).

Gruß VN_Rut

GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle

 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 12:06
avatar  ( gelöscht )
#6
avatar
( gelöscht )

Zitat von S51
Was für eine Antwort wird darauf denn erwartet?
Politisch damals korrekt? Na gut. Selbstverständlich waren die Anlagen so aufgebaut, dass Grenzverletzer auf dem Territorium der DDR gestoppt wurden und möglichst niemand durch die Technik auf dem Territorium der BRD verletzt werden konnte (ein paar verirrte runde "Schwimmkörper" mal ausgenommen...). Und sie waren so aufgebaut, dass Verbrecher keine Chance hatten, die DDR ungesetzlich zu verlassen. Denke, diese Einschätzung hätte mir seinerzeit eine eins im Polit gebracht und (wegen der "Schwimmkörper") einen Dienst zusätzlich außer der Reihe im Eckerloch.
Heute ist politisch korrekt natürlich was anderes. Ähm also: Die Grenzanlagen waren so aufgebaut, um die freiheitsliebende Bevölkerung der DDR und alle politischen und pekunären Freiheitskämpfer grausamst einzusperren. Das bringt mir natürlich dann auch eine Eins plus und (wegen der Zwischentöne) einen Auftrag in Neukölln extra ein...
Die Wahrheit lügt immer in der Mitte. Selbige mag aber keiner so recht. Nett hüben und nicht drüben. Die Anlagen sollten natürlich Fluchten verhindern und gegenerische Aufklärung erschweren, bremsen und erkennbar machen. Priorität hatte die Aufrechterhaltung des Niedriglohngebietes DDR, das ohne Grenze so wenig funktionsfähig war, wie es das heute perspektiv immer noch ist. Aber es gab eben auch immer die Aufgabe als Puffergebiet an der Trennlinie zwischen Ost und West. Mit ab und an großem Interesse am jeweils anderen Gebiet.
A pro pos: Den Zaun konnte man von beiden Seiten aus aufschrauben. Nicht nur aus westlicher Seite aus. Je nach dem, wie fest die Schrauben waren, ging es auch von hüben oder drüben oder eben nur von beiden Seiten aus. Weiß ich recht gut, habe öfter dran gedreht.




Habe nur mal rot hervorgehoben was mir an Deinem Beitrag besonders ins Auge gestochen hat!
Schönen Gruß aus Kassel.


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 12:16
#7
avatar

Zitat von wosch

Zitat von S51
Was für eine Antwort wird darauf denn erwartet?
Politisch damals korrekt? Na gut. Selbstverständlich waren die Anlagen so aufgebaut, dass Grenzverletzer auf dem Territorium der DDR gestoppt wurden und möglichst niemand durch die Technik auf dem Territorium der BRD verletzt werden konnte (ein paar verirrte runde "Schwimmkörper" mal ausgenommen...). Und sie waren so aufgebaut, dass Verbrecher keine Chance hatten, die DDR ungesetzlich zu verlassen. Denke, diese Einschätzung hätte mir seinerzeit eine eins im Polit gebracht und (wegen der "Schwimmkörper") einen Dienst zusätzlich außer der Reihe im Eckerloch.
Heute ist politisch korrekt natürlich was anderes. Ähm also: Die Grenzanlagen waren so aufgebaut, um die freiheitsliebende Bevölkerung der DDR und alle politischen und pekunären Freiheitskämpfer grausamst einzusperren. Das bringt mir natürlich dann auch eine Eins plus und (wegen der Zwischentöne) einen Auftrag in Neukölln extra ein...
Die Wahrheit lügt immer in der Mitte. Selbige mag aber keiner so recht. Nett hüben und nicht drüben. Die Anlagen sollten natürlich Fluchten verhindern und gegenerische Aufklärung erschweren, bremsen und erkennbar machen. Priorität hatte die Aufrechterhaltung des Niedriglohngebietes DDR, das ohne Grenze so wenig funktionsfähig war, wie es das heute perspektiv immer noch ist. Aber es gab eben auch immer die Aufgabe als Puffergebiet an der Trennlinie zwischen Ost und West. Mit ab und an großem Interesse am jeweils anderen Gebiet.
A pro pos: Den Zaun konnte man von beiden Seiten aus aufschrauben. Nicht nur aus westlicher Seite aus. Je nach dem, wie fest die Schrauben waren, ging es auch von hüben oder drüben oder eben nur von beiden Seiten aus. Weiß ich recht gut, habe öfter dran gedreht.




Habe nur mal rot hervorgehoben was mir an Deinem Beitrag besonders ins Auge gestochen hat!
Schönen Gruß aus Kassel.




ich hoffe,du hast dir nicht alzu weh getan,es wäre schade,wenn du nur noch einseitig lesen könntest
muß ich jetzt annehmen,daß du wirklich aus allem nur das rausfilterst,was dir gerade in den Kram passt? Du reißt eine Aussage so aus dem Zusammenhang,daß sogar ich mich jetzt bemüßigt fühle dich zu bemitleiden,vieleicht solltest du doch mal die alte Brille weglegen.
mannomann

Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 12:19
avatar  S51
#8
avatar
S51

Hallo Wosch,
Die Frage war doch, was damals so darüber gedacht und gesagt wurde. Auch, wenn ich das heute relativiere, damals war unser Gedankenansatz genau so.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 12:35
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

Zitat von mannomann14

Zitat von wosch

Zitat von S51
Was für eine Antwort wird darauf denn erwartet?
Politisch damals korrekt? Na gut. Selbstverständlich waren die Anlagen so aufgebaut, dass Grenzverletzer auf dem Territorium der DDR gestoppt wurden und möglichst niemand durch die Technik auf dem Territorium der BRD verletzt werden konnte (ein paar verirrte runde "Schwimmkörper" mal ausgenommen...). Und sie waren so aufgebaut, dass Verbrecher keine Chance hatten, die DDR ungesetzlich zu verlassen. Denke, diese Einschätzung hätte mir seinerzeit eine eins im Polit gebracht und (wegen der "Schwimmkörper") einen Dienst zusätzlich außer der Reihe im Eckerloch.
Heute ist politisch korrekt natürlich was anderes. Ähm also: Die Grenzanlagen waren so aufgebaut, um die freiheitsliebende Bevölkerung der DDR und alle politischen und pekunären Freiheitskämpfer grausamst einzusperren. Das bringt mir natürlich dann auch eine Eins plus und (wegen der Zwischentöne) einen Auftrag in Neukölln extra ein...
Die Wahrheit lügt immer in der Mitte. Selbige mag aber keiner so recht. Nett hüben und nicht drüben. Die Anlagen sollten natürlich Fluchten verhindern und gegenerische Aufklärung erschweren, bremsen und erkennbar machen. Priorität hatte die Aufrechterhaltung des Niedriglohngebietes DDR, das ohne Grenze so wenig funktionsfähig war, wie es das heute perspektiv immer noch ist. Aber es gab eben auch immer die Aufgabe als Puffergebiet an der Trennlinie zwischen Ost und West. Mit ab und an großem Interesse am jeweils anderen Gebiet.
A pro pos: Den Zaun konnte man von beiden Seiten aus aufschrauben. Nicht nur aus westlicher Seite aus. Je nach dem, wie fest die Schrauben waren, ging es auch von hüben oder drüben oder eben nur von beiden Seiten aus. Weiß ich recht gut, habe öfter dran gedreht.




Habe nur mal rot hervorgehoben was mir an Deinem Beitrag besonders ins Auge gestochen hat!
Schönen Gruß aus Kassel.




ich hoffe,du hast dir nicht alzu weh getan,es wäre schade,wenn du nur noch einseitig lesen könntest
muß ich jetzt annehmen,daß du wirklich aus allem nur das rausfilterst,was dir gerade in den Kram passt? Du reißt eine Aussage so aus dem Zusammenhang,daß sogar ich mich jetzt bemüßigt fühle dich zu bemitleiden,vieleicht solltest du doch mal die alte Brille weglegen.
mannomann





Mannomann, ich habe das rot hervorgehobene noch nicht mal bewertet und ich will jetzt auf Deine Zeilen an mich auch gar nicht eingehen, denn wir wollen uns doch nicht wegen "Pille-Palle"....., oder?
Ich weiß schon daß der offizielle Sprachgebrauch für einen Republikflüchtling "Verbrecher" lautete, denn so hatte man mich schließlich selber betitelt! Fand ich übrigens schon immer sehr daneben, vielleicht hatte ich mich deswegen auch angesprochen gefühlt!

Schönen Gruß aus Kassel.

PS: Übrigens hatte ich den Beitrag von S51 noch nicht mal kritisiert, oder?


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 12:38
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

Zitat von S51
Hallo Wosch,
Die Frage war doch, was damals so darüber gedacht und gesagt wurde. Auch, wenn ich das heute relativiere, damals war unser Gedankenansatz genau so.




Weiß ich doch S51, ich hab es doch auch nur verdeutlichen wollen!
Schönen Gruß aus Kassel.


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 18:47
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

Man stelle sich mal vor,die BRD hätte auch auf ihrem Gebiet eine Art Schutzstreifen,eine Zaun oder ähnliches aufgebaut.Grund ?Möglicherweise um Besucher vor einem unabbesichtigten betreten auf DDR Gebiet zu schützen,bzw gar nicht erst dahin zu lassen.Allerdings wäre ein Kontrolle dieser Massnahme von westlicher Seite aus ehrer sporadisch gewesen.


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 18:52 (zuletzt bearbeitet: 09.09.2010 18:52)
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Zitat von Zermatt
Man stelle sich mal vor,die BRD hätte auch auf ihrem Gebiet eine Art Schutzstreifen,eine Zaun oder ähnliches aufgebaut.



Warum nicht? Das gute Recht eines jeden souveränen Staates!


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 19:01
avatar  Mike59
#13
avatar

Zitat von Zermatt
Man stelle sich mal vor,die BRD hätte auch auf ihrem Gebiet eine Art Schutzstreifen,eine Zaun oder ähnliches aufgebaut.Grund ?Möglicherweise um Besucher vor einem unabbesichtigten betreten auf DDR Gebiet zu schützen,bzw gar nicht erst dahin zu lassen.Allerdings wäre ein Kontrolle dieser Massnahme von westlicher Seite aus ehrer sporadisch gewesen.



-----------------------------------------------
Na das ist eine gute These. Ich glaube die BRD hat das auch geschafft, nur nicht ganz so martialisch wie das eben früher gehandhabt wurde.
Das SDÜ handhabt dies viel intelligenter, Besucher die wir hier nicht gern haben bzw. das Gebiet der BRD unberechtigt betreten haben wir täglich jede Menge. Und gehen zurück .... und unsere Nachbarn haben das Problem diese wieder los zu werden.
Ich hatte letztens hier im Forum gelesen - gute Zäune machen gute Nachbarn (war in englisch, bekomme ich so nicht hin)- ist wohl was dran.

Mike59

Mike59


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 20:20
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

Zitat von VNRut
Wie weit würde wohl ein Grenzverletzer aus den Westen (West-Berlin) in die DDR gelangen? Unbemerkt höchstens bis zum Signalzaun, wenn er nicht vorher die Signal-Geräte (Leuchtsignal, Schreckschuss-Platzpatronen) ausgelöst hätten. In wenigen Minuten wären fahrbare Einheiten wie Krad-Streifen, Trabant-Kübel-Streifen (Zugführer des Abschnittes, A-Gruppe) am Ort und eine komplette Grenzkompanie im Hinterland plus Polizei. Fahrzeuge aus den Westen müssten die Grenzmauer bzw. Streckmetall-Zaun durchbrechen und würden spätestens im Fahrzeug-Sperrgraben bzw. Panzersperren festsitzen, wenn sie sich nicht schon vorher im ständig frisch umgefügten Streifen (am vorderen Sperrelement und Kontrollstreifen) fest gefahren hätten. Bei militärische Handlungen wären uns NVA und GSSD zu Hilfe gekommen.

So war die Grenzsicherung eher auf Grenzverletzer aus den Osten (DDR) ausgerichtet. Bedenke, Grenzverletzer konnten auch bewaffnete fahnenflüchtige NVA- bzw. GSSD-Soldaten sein, denen jedes Mittel zur Überwindung der Staatsgrenze recht wäre. Aber West-Agenten als GV würde ich kategorisch ausschließen, was man uns damals während der Ausbildung verklickern wollte. Außerdem war der Berliner Grenzstreifen oft nur wenige 15-20 m breit (Staaken/Spandau), anderorts wieder einige hundert Meter mit Hinterlandflächen (Eiskeller, Hahneberg, Sacrow).

Gruß VN_Rut




Mancher und auch mal eine Gruppe belgischer Pfadfinder kamen sehr viel weiter.

TH


 Antworten

 Beitrag melden
09.09.2010 20:25
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

Zitat von Feliks D.

Zitat von Zermatt
Man stelle sich mal vor,die BRD hätte auch auf ihrem Gebiet eine Art Schutzstreifen,eine Zaun oder ähnliches aufgebaut.



Warum nicht? Das gute Recht eines jeden souveränen Staates!





Nun hats aber nicht nötig gehabt, ging auch ohne solche Sachen.
Zwei Ausnahmen fallen mir dann doch noch ein. Der Grenzzaun in Konstanz und in Kerkrade.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!