Zweite Enteignung an der Bernauer Straße

08.09.2010 00:01von ( gelöscht )
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Zweite Enteignung an der Bernauer Straße

nabend liebe user,

aus beruflichen gründen hab damit ein klein wenig zutun, was sagt ihr zu diesem artikel und das thema


---------> http://www.tagesspiegel.de/berlin/zweite...se/1916788.html



VG
Janos

08.09.2010 09:04von Büdinger
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Hallo HG82 ,

Gedenkstätten hin, Gedenkstätten her - was hier geschehen soll, ist m. E. n. übertrieben. Heute so und morgen so.
Der ständige Eingriff des Staates in das Privateigentum der Bürger, das Bestimmen über die Nutzung des Privateigentums
durch den Bürger - was soll das? Haben wir einen Notstand?

Mir fällt dazu nichts ein, außer:

Nichts ist beständiger als die Unbeständigkeit.

Tschüß

08.09.2010 10:31von Jameson
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Das ist wieder typisch Politik, erst schnellstens die Mauer wegreissen, dann Jahre später wieder umschwenken, das ist einfach lächerlich. Man hat dort eine m.M. nach gelungene Gedenkstätte eingerichtet, dass sollte reichen. Warum den Kolonnenweg wiederherstellen? Die Eigentümer wehren sich zu recht. Warum nicht die alte typische Blockbebauung mit zeitgemässen Lösungen für Probleme wie dunkle, enge Hinterhöfe etc. Warum nicht dieses "komische Gebilde" abreissen und die Versöhnungskirche originalgetreu wieder aufbauen. Als Lehrlingsobjekt und spendenfinanziert - ich würde was geben.
Öffentliche Gelder müssen nicht in Kolonnenwege gesteckt werden, mir würde es reichen, wenn damit die Strassen in Ordnung gebracht werden.

Ahoi Jameson

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...1/item/4/page/0

08.09.2010 10:42von moreau
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Hallo HG82 und Büdinger

Gedenkstätten hin, Gedenkstätten her - was hier geschehen soll, ist m. E. n. übertrieben.

Genauso sehe ich die Sache auch. Die Maßnahme ist völlig überzogen. Ein rekonstruierter Postenweg kommt meiner Meinung nach einen Abenteuerspielplatz für Erwachsene näher, als einem Ort der geschichtlichen Aufarbeitung. Wenn ich die Gedankengänge des Berliner Senates frei und ungezwungen in die Zukunft weiterspinne, dann ist "Westberlin"in 50ig Jahren wieder von einer Mauer umgeben und das nur des Gedenkens wegen.

Gruß
Moreau

08.09.2010 12:56von Zaunkönig
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Die Gedenkstätte am Nordbahnhof ist nun mal da und auch halbwegs korrekt, aber was am anderen Ende der Bernauer Staße passiert ist, ist schlicht und einfach Murks und falsch. Denn dort ist der Mauerverlauf (die Pflastersteine in der Straße) falsch angegeben. Dort wo er jetzt angegeben ist, besteht er erst seit Anfang 1989, vorher war die Grenze die Mauer des Güterbahnhofs an der Schwedter Straße. Da hat wohl irgend ein Blödmann einfach den Mauerverlauf von 1989 als seit 1961 gegeben hingenommen und sich keine Gedanken über Gebietsaustausche gemacht. Genau so am Potsdamer Platz, da verlief die Grenze bis Anfang der 70ziger Jahre auch anders, wie durch die Markierung angegeben. Da gehörte das Gelände des Potsdamer Bahnhofs bis fast an den Landwehrkanal auch noch zum Osten. Und das Lennédreieck nicht zu vergessen.
Zaunkönig Peter, der sich wegen solcher "Kleinigkeiten" manchmal ganz schön aufregt.

08.09.2010 13:45von ( gelöscht )
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Zitat von Zaunkönig
Die Gedenkstätte am Nordbahnhof ist nun mal da und auch halbwegs korrekt, aber was am anderen Ende der Bernauer Staße passiert ist, ist schlicht und einfach Murks und falsch. Denn dort ist der Mauerverlauf (die Pflastersteine in der Straße) falsch angegeben. Dort wo er jetzt angegeben ist, besteht er erst seit Anfang 1989, vorher war die Grenze die Mauer des Güterbahnhofs an der Schwedter Straße. Da hat wohl irgend ein Blödmann einfach den Mauerverlauf von 1989 als seit 1961 gegeben hingenommen und sich keine Gedanken über Gebietsaustausche gemacht. Genau so am Potsdamer Platz, da verlief die Grenze bis Anfang der 70ziger Jahre auch anders, wie durch die Markierung angegeben. Da gehörte das Gelände des Potsdamer Bahnhofs bis fast an den Landwehrkanal auch noch zum Osten. Und das Lennédreieck nicht zu vergessen.
Zaunkönig Peter, der sich wegen solcher "Kleinigkeiten" manchmal ganz schön aufregt.



oh echt?das wusste ich gar nicht......intressant danke!

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08.09.2010 14:47von Harsberg
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Mein Kommentar:

SCHWACHSINN in höchster Potenz

08.09.2010 14:50von ( gelöscht )
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Zitat von Harsberg
Mein Kommentar:

SCHWACHSINN in höchster Potenz



Es soll schon vorgekommen sein, dass die Verfasser von Kommentaren ihre Meinung in diesem auch begründet haben.

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08.09.2010 15:00von Harsberg
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muss ich nicht, steht ja im Titel

08.09.2010 17:10von ( gelöscht )
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Mit einem gesunden Menschenverstand ist diese Aktion nicht nachvollziehbar.

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09.09.2010 07:31von S51
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Ach na ja. Die Preußen haben einfach mal rund 20 Jahre später gemerkt, dass sie ihren Turis über die Berliner Mauer fast nichts anbieten können. Entweder ist alles weg oder ohne Erläuterung nicht mehr im Zusammenhang als solches erkennbar. Das ist ein bischen sehr ungünstig, denn nur wer ordentlich was sieht, bezahlt auch ordentlich was dafür. Nun wird eben nicht gekleckert, sondern geklotzt.
Eigentlich finde ich das nicht falsch, nur ein bischen spät.
Klar aber auch, dass die Besitzer was davon haben wollen.

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S51
09.09.2010 09:13von ( gelöscht )
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genau @s51 in bayern wird versucht mit anzusehender geschichte kohle zu machen und dies ist ein riesiger wirtschaftsfaktor. ich sage nur neu-schwanstein bzw. obersalzberg.
in berlin und brandenburg musste man ja fast immer gebäude bzw. einrichtungen der geschichte sofort schleifen, verändern bzw. versiegeln...

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