Drogenkonsum Problem in West Berlin

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06.09.2010 12:07von Angelo
Frage
Drogenkonsum Problem in West Berlin

Nun jetzt habe ich mal wieder eine Frage zu West Berlin. In den 80er Jahren hatte West Berlin ja ein großes Problem mit Drogen gerade um den Bahnhof Zoo wir erinnern uns noch an das Buch Christiane F " Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"

Jetzt zu meiner Frage wie kahmen die ganzen Drogen eigentlich nach West Berlin ? Über die Transitstrecken ? Die Gefahr dort aufzufliegen war ja sehr hoch wenn ich das mal so sagen darf. Wie war es denoch möglich so viele Drogen nach West Berlin zu bekommen ?

Hatten die Drogen-Kartelle vielleicht Verbindungsleute bei den Grenztruppen ?

Ja wieder eine heikle Frage aber auf jedenfall eine Diskussion wert

09.09.2010 12:26von Eumel
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Zitat von josy95

Schon die Anbauflächen zur Reifezeit des Mohnes als auch die Ernte und Transport waren verstärkt von VP und und ZivielkräftenMfS (verm. mal MfS) überwacht, während der laufenden Kamangne war auch der Betrieb zusätzlich und verstärkt überwacht. Man arbeitete zu dieser Zeit auch nicht in Normalschicht, sondern in drei schichten. Auch wurden verstärkt Taschenkontrollen beim Verlassen des Betriebes durchgeführt. Man wir schon gewußt haben, warum.

josy95




Ich bezog mich darauf. Hatte also nicht unbedingt mit "Worten und Goldwaage" zu tun

Ansonsten finde ich es interessant, wie es so mit dem Mohn, auch von "unseren" Feldern weiterging. Ob verschiedene Mohnsorten angebaut wurden?

28.09.2010 16:53von ( gelöscht )
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Ich bin in Berlin (West) geboren und aufgewachsen und habe daher den Transitverkehr durch die DDR per Auto des öfteren "genossen". Ich habe mehrfach sehr hohes Verkehrsaufkommen miterlebt, sodass es auch an den Kontrollstellen kaum möglich gewesen sein dürfte, alles pingelig genau zu kontrollieren. Für gewöhnlich wurden bei den Transitreisenden lediglich Kontrollen der Personalausweise (in Berlin (West) "behelfsmäßiger Personalausweis") bzw. der Pässe durchgeführt und Transitvisa erteilt. Für aufwändigere Fahrzeug- oder Insassenkontrollen hatten die Grenzer gar keine Zeit. Gerade bei erhöhtem Verkehrsaufkommen ging die Abfertigung wie im Akkord am Fließband. Unter diesen Umständen war es natürlich möglich, alles mögliche nach Berlin (West) zu schmuggeln. Die Ladungen von Lkw's im Transitverkehr wurden normalerweise auch nicht kontrolliert, da die Lkw's verplombt die DDR durchfuhren.

In Bezug auf Drogenschmuggel waren die Kontrollen der DDR-Grenzer im Transitverkehr mit Sicherheit nicht schärfer oder akribischer als es bei jedem anderen europäischen Staat heute ist. Es wurden sicherlich bei Verdachtsfällen Stichprobenkontrollen gemacht - wie man es heute auch machen würde.

Wenn man als Transitreisender durch die DDR durchgefahren war, wurde man bei seiner Ankunft in Berlin (West) bzw. in der Bundesrepublik im Normalfall überhaupt nicht kontrolliert.

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21.03.2013 19:47von ( gelöscht )
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Ich erinnere mich damals an das Gerücht, ein Drogenpfad für die harten Sachen habe aus dem Libanon über den Flughafen Schönefeld und den Grenzübergang Friedrichstraße nach West-Berlin geführt. Das hätte der Westen nie mitgekriegt, wer da alles kommt und geht. Hasch kam eher aus Holland, war ja dort legal zu haben.

Heute weiß man ja, dass die DDR bei PLO, RAF etc. in größerem Stil Leute mit Waffen durch ihre sehr strengen Grenzkontrollpunkte nach West-Berlin und zurück hat gelangen lassen, so dass ich mir das mit einer wohlwollenden Duldung von Drogenschmuggel auch vorstellen könnte. (ohne es beweisen zu können). Es gab auch tausende tamilische Asylbewerber aus dem Bürgerkrieg Sri Lanka, die ohne jegliches Geld, ohne Ausweis und ohne ein Wort deutsch von der DDR per IF nach Schönefeld geflogen wurden, um dann in West-Berlin Asylanträge zu stellen und dort natürlich hohe Kosten zu verursachen. Das roch schon etwas nach systematischer Destabilisierungskampagne. War halt Kalter Krieg.

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21.03.2013 20:10von ( gelöscht )
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Die Balkan-Route (Türkei-Bulgarien-Deutschland) gabs mitttels Lkw und Flugzeug.Gerade bei den Türken und Bulgaren wurde an denÜbergängen und in Schönefeld durch Zoll gerne und oft kontrolliert und so mancher Kondom ausgepupst mittels Beschleuniger.
Das nicht alles gefunden wurde,das dürfte klar sein.

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21.03.2013 20:29von passport
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #18
Ich erinnere mich damals an das Gerücht, ein Drogenpfad für die harten Sachen habe aus dem Libanon über den Flughafen Schönefeld und den Grenzübergang Friedrichstraße nach West-Berlin geführt. Das hätte der Westen nie mitgekriegt, wer da alles kommt und geht. Hasch kam eher aus Holland, war ja dort legal zu haben.

Heute weiß man ja, dass die DDR bei PLO, RAF etc. in größerem Stil Leute mit Waffen durch ihre sehr strengen Grenzkontrollpunkte nach West-Berlin und zurück hat gelangen lassen, so dass ich mir das mit einer wohlwollenden Duldung von Drogenschmuggel auch vorstellen könnte. (ohne es beweisen zu können). Es gab auch tausende tamilische Asylbewerber aus dem Bürgerkrieg Sri Lanka, die ohne jegliches Geld, ohne Ausweis und ohne ein Wort deutsch von der DDR per IF nach Schönefeld geflogen wurden, um dann in West-Berlin Asylanträge zu stellen und dort natürlich hohe Kosten zu verursachen. Das roch schon etwas nach systematischer Destabilisierungskampagne. War halt Kalter Krieg.


WO HAST DU DENN DIESEN UNSINN HER ???

passport

21.03.2013 20:35von ( gelöscht )
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Wurde uns Tag und Nacht von den Bonner Ultras und der Springerpresse im Dienste des Monopolkapitals so eingetrichtert. Warum fragst Du noch?

Bin ja nicht so. Hier, zum Einlesen:

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Aktenf...F/raf_node.html

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21.03.2013 20:51von passport
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Na, Meldungen vom Klassenfeind ohne Kommentar zu glauben ist mehr als zweifelhaft

Also es gab ein Problem mit den Tamilen in WB. Nur hatte die DDR damit nichts zu tun außer das sie Transitland (Flgh. Schönefeld-WB) war für die Flüchtlinge. Diese Flüge wurden zum größten Teil durch Aeroflot durchgeführt.

passport

21.03.2013 21:02von ( gelöscht )
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Also alle sind wohl nicht mit Aeroflot angereist. Die DDR hat sich den Stopp des Zustroms anscheinend politisch als "guten Willen" entlohnen lassen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514331.html

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21.03.2013 23:10von ( gelöscht )
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Zitat von Angelo im Beitrag #1
Nun jetzt habe ich mal wieder eine Frage zu West Berlin. In den 80er Jahren hatte West Berlin ja ein großes Problem mit Drogen gerade um den Bahnhof Zoo wir erinnern uns noch an das Buch Christiane F " Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"

Jetzt zu meiner Frage wie kahmen die ganzen Drogen eigentlich nach West Berlin ? Über die Transitstrecken ? Die Gefahr dort aufzufliegen war ja sehr hoch wenn ich das mal so sagen darf. Wie war es denoch möglich so viele Drogen nach West Berlin zu bekommen ?

Hatten die Drogen-Kartelle vielleicht Verbindungsleute bei den Grenztruppen ?

Ja wieder eine heikle Frage aber auf jedenfall eine Diskussion wert


Mit der Hilfe westlicher Geheimdienste. Denn die finanzieren sich durch Drogenhandel Der CIA sind bekanntlich der groesste Drogenschmuggelring auf der ganzen Welt. Und das ist auch der Grund warum Drogenhandel fuer Ottonormalverbraucher verboten ist. Die Geheimdienste wollen keine Konkurenz.

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22.03.2013 00:26von eisenringtheo
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Da der Drogenhandel sehr lukrativ ist, aber die Volksgesundheit sehr viel schlechter und die Kriminalität sehr viel grösser wird, wäre es im Grunde genommensehr interessant, den Klassenfeind so zu schwächen, indem man ihn mit Drogen versorgt, dabei die Deviseneinahmen erhöht und mit diesen Mittel die Terrorzellen im Gebiet des Klassenfeindes unterstützt - also auch in West-Berlin.
Möglicherweise gab es ja kreative Köpfe beim MfS, die solche Pläne entwickelten, welche aber offenbar nicht umgesetzt wurden.
So jetzt kippe ich mir noch ein Bier hinter die Binde, obwohl ich eigentlich schon fast zuviel habe...
Theo

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