Der gute Onkel von der Stasi

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02.09.2010 13:07
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#1
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Für die Kleinen in der Kita Kinderland im Plattenbaugebiet Schlaatz ist er einfach nur der gute Onkel. Hans-Jürgen Scharfenberg ist nicht zum ersten Mal hier. Die Linke hat auch die Sonnensegel im Garten gespendet. Dieses Mal bringt der Fraktionschef drei schwere Taschen voller frisch gepflückter Äpfel vom Obstgut Marquardt.

Heute die Apfelspende, vor einer Woche Grillen vor der Suppenküche. Vor allem die sozial Schwächeren zählen auf den 56-Jährigen. Hans-Jürgen Scharfenberg ist so etwas wie das soziale Gewissen von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der alle Interessen in der prosperierenden Landeshauptstadt unter einen Hut bringen muss. Dass der "Gutmensch" Scharfenberg zu DDR-Zeiten für die Stasi gespitzelt hatte, spielte für viele Potsdamer keine große Rolle. Seit der Debatte über die Stasi-Enthüllungen in der rot-roten Koalition unter Matthias Platzeck (SPD) ist seine Akte mit heimlichen Berichten über Kollegen und Freunde aber in den Blickpunkt gerückt. Bei der Oberbürgermeisterwahl am 19. September könnte ihn das Stimmen kosten.
Opfer demonstrieren

Im Wahlkampf vor acht Jahren spielte das unrühmliche Kapitel "Stasi" in Scharfenbergs Vergangenheit keine Rolle. Damals schaffte er es in die Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten Jann Jakobs. Und unterlag am Ende nur knapp - mit 122 Stimmen. Doch das Klima hat sich verändert. Schon beim Sommerfest, mit dem die Linke dieses Jahr den Potsdamer Wahlkampf eröffnete, wurde deutlich, dass nicht mehr der Mantel des Schweigens über der einstigen Stasi-Verstrickung liegt. Mehrere Potsdamer protestierten lautstark gegen den Oberbürgermeisterkandidaten. "Kein IM als OB" stand auf Transparenten, die entlang des Festtrubels im Lustgarten getragen wurden. Bei den Montagsdemos gegen Rot-Rot lehnen sich Stasi-Opfer und ihre Unterstützer gegen die "Skandal-Kandidatur" von Scharfenberg auf. Es sind nicht viele, aber ihre Schicksale stehen für viele andere.

Nach bisherigen Erkenntnissen spitzelte der gebürtige Sachse von 1978 bis 1986 für den DDR-Geheimdienst. Scharfenberg hatte an der Akademie für Staat und Recht in Potsdam-Babelsberg studiert und arbeitete an der zentralen Kaderschmiede der DDR dann auch als Wissenschaftler. Seine Akte umfasst rund 300 Seiten. Nachdem Scharfenberg 1978 eine handschriftliche Verpflichtungserklärung unterschrieben hatte, berichtete er als IMS "Hans-Jürgen" regelmäßig über Kollegen, Vorgesetzte und Nachbarn. Einen Dozenten stufte er als "Weiberheld" ein, eine Kollegin als "geschwätzig".

Während ihn die Stasi für seine "klare politische Einstellung zur gesellschaftspolitischen Entwicklung unserer Republik" lobte, bescheinigte ihm ein anderer Informant, "dass er nur dann bereit sei, gesellschaftlich tätig zu sein, wenn er Vorteile daraus ziehen kann".

Für den Historiker und Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, ist dies "die Persönlichkeitseinschätzung eines klassischen Karrieristen". Der DDR-Forscher wirft Scharfenberg vor, sich bis heute nicht wirklich mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt zu haben. "Ein Wandel vom Saulus zum Paulus ist bei ihm nicht zu erkennen", sagte Knabe der Berliner Morgenpost. Dies habe sich unter anderem in seinem vehementen Kampf um die Wiederaufstellung des Lenindenkmals in Potsdam gezeigt.

Dass Scharfenberg in dieser Oberbürgermeisterwahl für sich mit dem Slogan "Ehrlich, geradlinig, zuverlässig" wirbt, offenbart für den Historiker Knabe einen unfreiwilligen Zynismus und zeige fehlendes Problembewusstsein. Denn genau diese Attribute hatte der DDR-Geheimdienst einst IM "Hans-Jürgen" zugeschrieben. Die Stasi bescheinigte ihm im Abschlussbericht 1986, die Überprüfungen hätten seine "Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit" dem MfS gegenüber bestätigt. Auch bezeichnete sie ihn als "zuverlässig".

Während Scharfenberg auf seiner Internetseite als Landtagsabgeordneter seine Stasi-Vergangenheit weiterhin verschweigt, nimmt er inzwischen auf den Internetseiten als Oberbürgermeisterkandidat dazu Stellung. "Ich sehe meine inoffizielle Mitarbeit für das MfS heute als meinen größten Fehler an. Allerdings kann ich ihn nicht mehr rückgängig machen", schreibt Scharfenberg.

Er verweist darauf, dass die inoffizielle Zusammenarbeit mit der Stasi im Zusammenhang mit der Übernahme einer auf drei Jahre befristeten hauptamtlichen Funktion als stellvertretender Parteisekretär endete. Von da an war Scharfenberg für den Geheimdienst allerdings unbrauchbar geworden.

Der Historiker Hubertus Knabe sagt: "Es wäre ein fatales Signal, wenn ein ehemaliger Stasi-Spitzel Chef einer Landeshauptstadt würde." Brandenburgs Stasi-Beauftragte Ulrike Poppe hatte schon seine Bewerbung als bedenklich bezeichnet. "Jemand, der so eine Vergangenheit hat, sollte sich fragen, welches Signal das für die politische Kultur bedeutet", gab auch Poppe zu bedenken.

Oberbürgermeister Jann Jakobs hält sich im Wahlkampf mit Angriffen gegen Scharfenbergs frühere Tätigkeit zurück. "Er muss selbst sehen, wie er mit seiner Vergangenheit klarkommt", sagt Jakobs. Die CDU-Bewerberin Barbara Richstein dagegen nennt es unerträglich, wenn Scharfenberg sich als aufrichtig, geradlinig und zuverlässig beschreibt. Für sie steht bei Weitem noch nicht fest, dass es erneut zu einem Duell zwischen Amtsinhaber Jakobs und seinem Herausforderer von der Linken kommt.
Zahlreiche Neubürger

Auch Scharfenberg selbst gibt sich etwa drei Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl in seinem Kampf um "ein Potsdam für alle" keineswegs siegessicher. Das liegt nicht nur an der aufgeflammten Stasi-Diskussion. Für die Linke wird es in Potsdam auch so zunehmend schwerer. Allein im vorigen Jahr sind in die Landeshauptstadt 10 101 neue Bewohner gezogen, 8962 verließen die Stadt. Mittlerweile leben hier 153 846 Menschen. Seit 1990 vollzog sich ein gigantischer Bevölkerungsaustausch.

Von den Neubürgern könnten eher die SPD, die CDU und vor allem die Bündnisgrünen profitieren. Der stimmenverwöhnte Scharfenberg präsentiert sich jedoch nicht nur als der Retter der sozial Schwachen. Als er sich jüngst in der noblen Berliner Vorstadt bei einer Protestdemonstration gegen die Pläne der in Potsdam ziemlich unbeliebten Stadtverwaltung starkmachte, das historische Pflaster durch Asphalt zu ersetzen, erhielt er von den gut betuchten Anwohnern unüberhörbaren Applaus. Der könnte am 19. September allerdings ausbleiben.

Quelle: http://www.morgenpost.de/printarchiv/bra...-der-Stasi.html


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02.09.2010 13:24
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#2
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Das ist doch heute nichts neues. Sobald du unbequem wirst , lässt sich was finden um dich rauszukanten.
Am besten zieht immer die Stasiakte. Ob du nun geschleimt hast oder erfolg gebracht hast. So ist halt die Lobby.

Was ich wiederum schei. finde, dass manche erfolg gebracht haben (Bsp. der Stasi Eisho.trainer) und zack Stasiakte gefunden (wie plötzlich) und weg ist er.


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02.09.2010 17:04
avatar  Alfred
#3
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Herr Scharfenberg,

na, würden sie sich heute schon auf den 7. Oktober 2010 freuen ?

Vielleicht würden sie sich auch freuen, wenn sie zum 7. Oktober einen Orden oder eine kleine Prämie von ihren Führungsoffizier erhalten würden.


Warum stehen Sie nicht zu ihren Zusammenarbeit mit dem MfS ?

All dies würde man ihn gern mal fragen / sagen.


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02.09.2010 20:21
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#4
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Keine Versoehnung, keine Wiedergutmachung ist erwuenscht/erlaubt. Schade. Dann braucht Ihr nicht wundern,. warum sich so viele zur DDR noch bekennen. Was haben sie denn sonst?

Jens


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02.09.2010 21:29
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Richtig, es ist besser, dass sich solche Leute zu dem ehemaligen Staat auf deutschem Boden bekennen, als erneut eine Wende zu machen. Die Vergangenheit können sie nicht ungeschehen machen und sie holt sie irgendwann ein. Mit dieser Vergangenheit sich aber auf ein solch wichtiges Amt wie das des OB zu bewerben, finde ich ziemlich daneben. Ein Mann, der solchen Verrat begangen hat an seinen Mitbürgern, sollte einen unpolitischen Beruf für den Rest seines Lebens ergreifen. Es ist einfach extrem moralisch verwerflich, andere Menschen zu bespitzeln und solchen Machtapparaten wie dem MfS " zum Fraße " vorzuwerfen. Da beisst die Maus keinen Faden ab, dafür muss er gerade stehen. Ich könnte mich im Spiegel nicht mehr anschauen, wenn ich IM des MfS gewesen wäre. Und sagt mir nicht, ich hätte keine Ahnung weil ich schon so lange im Westen lebe. Kurz vor meiner Flucht aus der DDR hatte mich ein Freund, der freiwillig zum Wachregiment Feliks.D. ( dem Namensgeber eines bekannten Forumsmitgliedes) in Berlin eingetreten war, angesprochen, ob ich nicht über andere Freunde in einem Jugendclub so ein bischen berichten könnte. Der " Freund" war danach nicht mehr Freund von mir und ich habe ihm eine glatte Abfuhr erteilt.( ohne Folgen) Die gleiche Abfuhr haben sich die Amis ein halbes Jahr später in Oberursel bei Frankfurt bei mir eingeholt weil sie mit dem selben BS( bullshit ) wieder anfingen.

Viele Grüße aus dem Rheinland


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02.09.2010 21:34
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#6
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Zitat von Alfred
Herr Scharfenberg,

na, würden sie sich heute schon auf den 7. Oktober 2010 freuen ?

Vielleicht würden sie sich auch freuen, wenn sie zum 7. Oktober einen Orden oder eine kleine Prämie von ihren Führungsoffizier erhalten würden.


Warum stehen Sie nicht zu ihren Zusammenarbeit mit dem MfS ?

All dies würde man ihn gern mal fragen / sagen.








Also Alfred, das muss ich mal sagen. Bei aller Verwerflichkeit des Spitzelwesen, das MfS hat ja obendrein auch noch so Sch.....e bezahlt für diese Tätigkeit. Mich wundert , dass es für diese Almosen auch noch Leute gefunden hat


Gruß Gert


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02.09.2010 21:43
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#7
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Zitat von Gert


Also Alfred, das muss ich mal sagen. Bei aller Verwerflichkeit des Spitzelwesen, das MfS hat ja obendrein auch noch so Sch.....e bezahlt für diese Tätigkeit. Mich wundert , dass es für diese Almosen auch noch Leute gefunden hat


Gruß Gert



Ach und ich dachte immer die Gehälter waren so überzogen, dass es heute rechtsstaatlich vollkommen gerechtfertigt ist dafür Rentenkürzungen anzuordnen.


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02.09.2010 21:52
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#8
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Gert


Also Alfred, das muss ich mal sagen. Bei aller Verwerflichkeit des Spitzelwesen, das MfS hat ja obendrein auch noch so Sch.....e bezahlt für diese Tätigkeit. Mich wundert , dass es für diese Almosen auch noch Leute gefunden hat


Gruß Gert



Ach und ich dachte immer die Gehälter waren so überzogen, dass es heute rechtsstaatlich vollkommen gerechtfertigt ist dafür Rentenkürzungen anzuordnen.




Oh Feliks da habe ich mich wohl ungenau ausgedrückt ( oder wolltest du es so verstehen)? Ich meinte die Bezahlung der Spitzel durch die Führungsoffiziere des MfS, also nicht die MfS Leute an sich. Ich hab da so verschiedene Abrechnungen gesehen und fand die ziemlich ärmlich. Aber das liegt wohl daran, dass ich es in dieser Zeit gewohnt war meine Arbeitskraft zu weit aus besseren Tarifen zu verkaufen und das auch noch in Westmark.

Gruß Gert


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02.09.2010 22:00
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#9
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Da hast Du recht, diese Zahlungen waren aber auch nicht die Grundlage der Zusammenarbeit! Siehst Du lieber Gert, dass ist der kleine Unterschied. Während Du das Золотой телёнок angebetet hast und rein egoistischen Zielen nachjagtest, gab es im anderen Teil Deutschlands auch Menschen die sich aus politisch-ideologischer Überzeugung in den Dienst einer guten Sache stellten ohne zuerst an ihre persönliche Entlohnung zu denken.


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02.09.2010 22:06
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#10
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[quote="Feliks D."]Da hast Du recht, diese Zahlungen waren aber auch nicht die Grundlage der Zusammenarbeit! Siehst Du lieber Gert, dass ist der kleine Unterschied. Während Du das Золотой телёнок angebetet hast und rein egoistischen Zielen nachjagtest, gab es im anderen Teil Deutschlands auch Menschen die sich aus politisch-ideologischer Überzeugung in den Dienst einer guten Sache stellten ohne zuerst an ihre persönliche Entlohnung zu denken. [/quote]

Na ja,ich war füher auch mal für das Allgemeinwohl aktiv,da gabs auch keinen Pfennig...das war auch eine "gute Sache".


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02.09.2010 22:14
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#11
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Zitat von Feliks D.
Da hast Du recht, diese Zahlungen waren aber auch nicht die Grundlage der Zusammenarbeit! Siehst Du lieber Gert, dass ist der kleine Unterschied. Während Du das Золотой телёнок angebetet hast und rein egoistischen Zielen nachjagtest, gab es im anderen Teil Deutschlands auch Menschen die sich aus politisch-ideologischer Überzeugung in den Dienst einer guten Sache stellten ohne zuerst an ihre persönliche Entlohnung zu denken.




So muss es wohl sein, Feliks D. Ich war zwar ideologisch nicht gefestigt, wie du feststelltes, aber dafür kann ich meinen Freunden und Verwandten noch gerade in die Augen sehen und habe ganz nebenbei noch sehr gut gelebt. Ein insgesamt sehr gutes Gefühl.

Gruß Gert


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06.09.2010 20:14
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06.09.2010 20:59
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sorry @gert, alles nur billige polemik deinerseits. was hat das überhaupt noch mit dem thema zu tun?


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06.09.2010 21:21
#14
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Zitat von Gert
Kurz vor meiner Flucht aus der DDR hatte mich ein Freund, der freiwillig zum Wachregiment Feliks.D. ( dem Namensgeber eines bekannten Forumsmitgliedes) in Berlin eingetreten war, angesprochen, ob ich nicht über andere Freunde in einem Jugendclub so ein bischen berichten könnte. Der " Freund" war danach nicht mehr Freund von mir und ich habe ihm eine glatte Abfuhr erteilt.



Hahahaha, das war bei mir ähnlich Gert.....ein guter Freund aus Salzwedel, von dem ich so manche Westplatte überspielt habe und der in meiner Lehrklasse saß, wollte nach der Lehre auch zu diesem Wachregiment.....ich hab ihn danach mit dem Arsch nich mehr angekuckt.....für mich war er echt gestorben.....keine Ahnung was aus ihm geworden ist.....ich hoffe nur, das ihm Steine in den weiteren Weg gelegt wurden, weil ein dreiviertel Jahr nach der Lehre die Mauer fiel.....

.....ich hab offen und ehrlich meine Geschichte dem KC des nördlichen Teil des BGSes meine Geschichte erzäjlt das die Stasi mich zur Mitarbeit chantiert hat und das ich deshalb reisaus genommen habe.....wenn die Grenze nicht gefallen wäre, hätte ich meinen Verwandten aus dem Westen die Geschichte erzählt, in der Hoffnung, sie hätten was bedeuten können für mich.....

groetjes uit Capua

Mara


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06.09.2010 21:26
#15
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Zitat von Feliks D.
Menschen die sich aus politisch-ideologischer Überzeugung in den Dienst einer guten Sache stellten



Welche guten Sachen waren das denn lieber Feliks....???? Andere anschwärzen, so das es ihnen noch dreckiger ging....??? Nein danke.....

Ist das was du heute machst immernoch für eine gute Sache....????



Mara


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