Lebensrettung auf der Elbe

02.09.2010 07:32
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#1
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Moin !
Es geschah Anfang der 60er Jahre ein paar Tage vor Weihnachten auf der Elbe bei Hitzacker : Ein westdeutsches Zollboot war gekentert und trieb kieloben auf der Elbe. Ein Zöllner befand sich noch im Boot in der geschlossenen Kajüte hinter der Windschutzscheibe. Ein Vopo-Boot kam herangebraust, einer der Vopos zerschlug die Scheibe und rettete dem Zöllner so das Leben. Der Zöllner wurde zum Verhör mit nach Dömitz genommen aber bald wieder in den Westen abgeschoben.
Der Lebensretter jedoch, der bei dieser Tat einen ganzen und einen halben Finger verlor, wurde nicht etwa geehrt, sondern mit einer langen Zuchthausstrafe belohnt, wegen "Kontaktaufnahme mit dem Feind".
Mich würde wirklich interessieren was aus diesem guten Mann geworden ist. Vielleicht weiß das wer ?
mfg
Jo.E.


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02.09.2010 07:47
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#2
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Das klingt - mit Verlaub- unglaubwürdig. Gibts dazu Quellen, die deine Aussagen bestätigen können?

Für mich nicht vorstellbar, dass man, wenn man jmd. das Leben rettet, in den Knast gehen soll. Auch wenns zu Zeiten des Kalten Krieges war ...


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02.09.2010 08:40
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#3
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Ich war damals etwa 10 Jahre alt und weiß das von den Unterhaltungen der Erwachsenen. Mein Vater war auch Zöllner in Hitzacker.
Die an dem Unfall beteiligten Zöllner wurden versetzt weil deren Papiere evt. in der Ostzone angetrieben worden sein könnten. Die Namen weiß ich nicht mehr.
Aber es müssen ja auch in Dömitz Aufzeichnungen o.ä. über den Fall gemacht worden sein.
mfg
Jo.E.


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02.09.2010 09:46
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#4
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Ich bin in dem Fall sehr skeptisch. Warum sollte der Grenzer Zuchthaus bekommen? Im Gegenteil! , der Vorfall hätte sich doch vorzüglich für eine positive Propaganda für die DDR ausschlachten lassen. Gerade in der "heißen Phase" des kalten Krieges.

Gruß
moreau


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02.09.2010 13:52
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#5
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Zitat von Jo.E.
Ich war damals etwa 10 Jahre alt und weiß das von den Unterhaltungen der Erwachsenen. Mein Vater war auch Zöllner in Hitzacker.
Die an dem Unfall beteiligten Zöllner wurden versetzt weil deren Papiere evt. in der Ostzone angetrieben worden sein könnten. Die Namen weiß ich nicht mehr.
Aber es müssen ja auch in Dömitz Aufzeichnungen o.ä. über den Fall gemacht worden sein.
mfg
Jo.E.




Ich habe 23 Jahre in Dömitz gewohnt,ein solcher Vorfall wie du ihn schilderst ist mir nicht bekannt geworden....

ein öffentlich bekannter Vorfall zu diesem Thema.....siehe unter 1966

http://www.grenzkommando.de/pageID_9029496.html


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02.09.2010 14:58 (zuletzt bearbeitet: 02.09.2010 14:59)
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#6
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Zitat von Jo.E.
Moin !
Es geschah Anfang der 60er Jahre ein paar Tage vor Weihnachten auf der Elbe bei Hitzacker : Ein westdeutsches Zollboot war gekentert und trieb kieloben auf der Elbe. Ein Zöllner befand sich noch im Boot in der geschlossenen Kajüte hinter der Windschutzscheibe. Ein Vopo-Boot kam herangebraust, einer der Vopos zerschlug die Scheibe und rettete dem Zöllner so das Leben. Der Zöllner wurde zum Verhör mit nach Dömitz genommen aber bald wieder in den Westen abgeschoben.
Der Lebensretter jedoch, der bei dieser Tat einen ganzen und einen halben Finger verlor, wurde nicht etwa geehrt, sondern mit einer langen Zuchthausstrafe belohnt, wegen "Kontaktaufnahme mit dem Feind".
Mich würde wirklich interessieren was aus diesem guten Mann geworden ist. Vielleicht weiß das wer ?
mfg
Jo.E.



Es gab einen Bootsunfall mit einem S-Bott der GT

Schauste hier:

http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=9673
und hier:
http://www.nva-forum.de/nva-board/index....opic=6242&st=30

In diesem Bereich jedoch nurmit Anmeldung.

TH

Und was die Aktion Kugelbake mit einem Bootsunglück zu tun hat???


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02.09.2010 17:01
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#7
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Zitat von Sachse
Das klingt - mit Verlaub- unglaubwürdig. Gibts dazu Quellen, die deine Aussagen bestätigen können?

Für mich nicht vorstellbar, dass man, wenn man jmd. das Leben rettet, in den Knast gehen soll. Auch wenns zu Zeiten des Kalten Krieges war ...


------------------------

Ja kommt mir auch nicht koscher vor (darf ich koscher schreiben?). Keine genauen Angaben, aber ins Zuchthaus ging er auf alle Fälle. Na mal sehen was da noch so raus kommt.

Mike59


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02.09.2010 17:18
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#8
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@bendix : Ne, das war viel früher, etwa 1962/63.
mfg
Jo.E.


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02.09.2010 17:29
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#9
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Zitat von Jo.E.
@bendix : Ne, das war viel früher, etwa 1962/63.
mfg
Jo.E.


Ok,da war ich mal grad reif für die Schule


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02.09.2010 17:52
#10
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Hier das Bild zum Bootsunfall mit dem Tankschiff. Eine Aufnahme aus dem Grenzmuseum Schnackenburg, wo ich auf meiner Motorradtour in diesem Jahr
vorbei gekommen bin.

LO-Driver

Bildanhänge
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HH-Tour 2010 059.JPG

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02.09.2010 18:08
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#11
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Das sieht ja richtig übel aus.
Kaum vorstellbar, dass man den Leuten nicht helfen konnte, wenn die Elbe dort nur 2 m tief ist und Leute sozusagen von Anfang an vor Ort waren.


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02.09.2010 18:26
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#12
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Die Elbe ist ein sehr schnell strömender Fluß-mit unberechenbaren Strudeln-und dann bei Temperaturen um 0°....


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