Schießbefehl an der DDR Grenze - Wer trägt die Schuld?

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26.08.2010 11:41
avatar  Angelo
#1
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Folgendes Video wurde bei Youtube mit dieser Überschrift eingesetzt schaut es euch mal an. Einige werden es schon kennen.


Und folgende Kommentare kamen bei Youtube auf dieses Video

Ich habe Gänsehaut. Was für ein schreiendes Unrecht. War die DDR ein Unrechtsstaat? fragt die Geschichtswissenschaft. Wenn ich diese Dokumentation sehe, antworte ich aus dem Bauch heraus: JA! Leider kann man das Geschehene nicht wieder gutmachen. Und was mache ich jetzt mit meiner Wut? Ach, ich beiße einfach spontan in die Schreibtischkante. Vielleicht hilft's ja was...

DAs ist so typisch deutsch: Auftrag ist Auftrag! Gesetz ist Gesetz! Wie sagte doch Kant zu Recht: "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Sapere aude! Wage es, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." Nee, is nich. Befehl ist Befehl. Wer draufgeht, ist selbst dran schuld. So isses. Mitgefühl? Menschlichkeit? Wat? Das wäre ja noch schöner. Wo kommen wir denn da hin?

(Kommentare Quelle Youtube)


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26.08.2010 15:33
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#2
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( gelöscht )

Lieber Angelo,

die Frage der Schuld an der ehemaligen Grenze ist ein hochsensibles Thema.
Heute, nach über 20 Jahren, in einem Rechtsstaat lebend, sieht der Sachverhalt verhältnismäßig eindeutig aus. Vergessen sind bei vielen heute schon die Umstände, die durch das SED-Regime herbeigeführt worden waren, dass junge Wehrpflichtige den Schießbefehl befolgen mußten.
Schuld hat das diktatorische Regime, verkörpert durch seine Machthaber! Durch Demagogie und Propaganda hat man den Menschen in der DDR die Rechtmäßigkeit der Vorgehensweise an der Grenze vorgelogen. Wer dagegen war, hatte mit voller Härte die Repressalien der "Diktatur des Proletariats" zu spüren bekommen. Seine Familie auch.
Den Grenzsoldaten sind keine derartigen generellen Schuldzuweisungen zu machen, da sie gezwungenermaßen und unfreiwillig in diese Situation geraten sind. Wer schießen mußte, wird das sein ganzes Leben lang nicht vergessen und trägt somit eine schwere Last, die andere zu verantworten haben.
Wenn ich hier im Forum lese, dass man im Grenzdienst nichts mehr fürchtete, als eine Flucht, dann bringt dies zum Ausdruck, dass keiner der Grenzsoldaten auf einen GV von sich aus schießen wollte!

Huf


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26.08.2010 15:43
avatar  Alfred
#3
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HUF,

an Deiner Darstellung erkennt man, welche Erfolge 20 oder mehr Jahre Desinformation erzielen.

Diese von Dir gewählte einseitige Darstellung entspricht nicht den historischen Gegebenheiten.

Hier müsste immer die Rolle der Sowjetunion erwähnt werden, ohne die an der Staatsgrenze nichts ging, aber auch die Rolle der BRD oder von Westberlin.


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26.08.2010 16:07
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#4
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Welche Rolle,bzw Schuld trägt denn die damalige BRD/West Berlin an den Ereignissen an der Grenze ?


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26.08.2010 16:25
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#5
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@ Alfred,

Du bist sehr schnell in Deiner Bewertung geäußerter Gedanken, mein lieber Alfred!

Stimmen wir darüber überein, dass es den Rahmen dieses Forums sprengen würde, eine umfassende Erörterung des Themas aus allen Blickwinkeln in einem hiesigen Beitrag zu schreiben?
Das Thema ist zu komplex, um es in wenigen Zeilen erschöpfend zu behandeln.
Deine voreilige Meinung, meine Sinne wären in den letzten 20 Jahren zu einseitig geprägt, weise ich zurück! Ich stehe mitten im Leben und kann mich noch gut an meine 30 Jahre in der DDR erinnern. Auch sind mir die vergangenen 20 Jahre so einigermaßen in Erinnerung und ich mache mir selbst ein Bild von dieser Welt!
Lieber Alfred, in der DDR herrschte ein diktatorisches Regime, egal, wie man es benannte! Es gab Millionen Menschen als Mitläufer und dann gab es noch unzählige charakterlose Gesellen, die in vorauseilendem Gehorsam die Ideen des Dachdeckergehilfen, des Polizistenmörders u.a. "kreativ" verwirklichten und somit den Sozialismus in der DDR bis zur Unkenntlichkeit verbogen haben!
Das Volk der DDR sollte permanent verdummt werden, aber das hat man nicht geschafft, glücklicherweise!

Huf


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26.08.2010 16:41
avatar  Alfred
#6
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Na HUF,

hast Du dir mal wieder in unsachlicher Form Luft gemacht ?

Wirklich schade, dass Du hier wieder aktiv geworden bist.

Wie gefällt mir doch da Turtle. Er hat sicher auch sehr konträre Auffassungen, wird aber nicht unsachlich und beleidigend.

Auf solch einer Stufe werde ich mit Dir keine Diskussion führen.

Netten Tag noch !


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26.08.2010 16:51
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#7
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Tja, Alfred, wenn zwei das gleiche denken, können sie sich etwas wünschen!


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26.08.2010 16:53
avatar  Pitti53
#8
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dann wünsch ich euch mal was.... sachliche beiträge und keinen persönlichen hick hack.das könnt ihr per pm machen


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26.08.2010 17:09
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#9
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( gelöscht )

Zitat von Huf
Lieber Angelo,

die Frage der Schuld an der ehemaligen Grenze ist ein hochsensibles Thema.
Heute, nach über 20 Jahren, in einem Rechtsstaat lebend, sieht der Sachverhalt verhältnismäßig eindeutig aus. Vergessen sind bei vielen heute schon die Umstände, die durch das SED-Regime herbeigeführt worden waren, dass junge Wehrpflichtige den Schießbefehl befolgen mußten.
Schuld hat das diktatorische Regime, verkörpert durch seine Machthaber! Durch Demagogie und Propaganda hat man den Menschen in der DDR die Rechtmäßigkeit der Vorgehensweise an der Grenze vorgelogen. Wer dagegen war, hatte mit voller Härte die Repressalien der "Diktatur des Proletariats" zu spüren bekommen. Seine Familie auch.
Den Grenzsoldaten sind keine derartigen generellen Schuldzuweisungen zu machen, da sie gezwungenermaßen und unfreiwillig in diese Situation geraten sind. Wer schießen mußte, wird das sein ganzes Leben lang nicht vergessen und trägt somit eine schwere Last, die andere zu verantworten haben.
Wenn ich hier im Forum lese, dass man im Grenzdienst nichts mehr fürchtete, als eine Flucht, dann bringt dies zum Ausdruck, dass keiner der Grenzsoldaten auf einen GV von sich aus schießen wollte!

Huf




@huf

Sehr guter Artikel!
Unterschreibe ich zu 100%


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26.08.2010 17:21
avatar  Alfred
#10
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Zermatt,

nur mal einige Hinweise.

Auf einmal gab es in Deutschland zwei Währungen, schon vergessen ?

In Berlin gab es tausende, die nutzen das billige Leben in der DDR, schafften aber in Westberlin.

Und was war mit der Sowjetunion und den Staaten des Warschauer Vertrages ? Das kann man wenn man den Bau den Grenze und die weiteren Maßnahmen nach 1961 betrachtet nicht ausblenden. Ich kann doch da nicht nur auf die DDR zeigen !

Sachse,

ob man wirlich zu den GT m u s s t e und ob man wirklich schießen m u s s t e hatten wir schon mal.


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26.08.2010 17:27
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#11
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( gelöscht )

@Alfred

Das bestreite ich auch nicht.
Ich hatte mich seinerzeit sogar freiwillig zu GT gemeldet (das schrieb ich an anderer Stelle bereits).
Aber wenn man nach mehr als 20 Jahren noch immer Fakten zum Thema GT, Diktatur, Repressalien und Ähnlichem ignoriert ... dann tuts mir für diejenigen/denjenigen noch nicht mal leid. Und dann macht eine sachliche Auseinandersetzung dazu auch null Sinn.

Du könntest dich ja mal erklären, warum du die DDR-Diktatur noch immer verteidigst und offenbar der Demokratie, die dir immerhin erlaubt, dich mit solch fragwürdigen Positionen zu artikulieren, nichts , zumindest aber deutlich weniger als dem DDR-Regime, nur wenig Positives abgewinnen kannst.


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26.08.2010 17:31
avatar  Alfred
#12
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Sachs,

da musst Du schon konkret werden.

Was genau verteidige ich denn ?


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26.08.2010 17:51
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#13
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( gelöscht )

Zitat von Alfred
HUF,

an Deiner Darstellung erkennt man, welche Erfolge 20 oder mehr Jahre Desinformation erzielen ...



@Alfred

Also wenn es Desinformation(en) gegeben hat, dann doch wohl in einer Diktatur wie der DDR, oder? Heute hast du alle Möglichkeiten dieser Welt, dich schlau zu machen und zu informieren. Und zwar ohne Zensur!


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26.08.2010 17:52
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#14
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( gelöscht )

Nabend !
Dieses Thema ist ja wohl wirklich ausgekatschter als ein Kaugummi !
Wer hat Schuld?
Durch die Befehlshaber der DDR GT war ganz eindeutig definiert, wann geschossen werden durfte und wann geschossen werden musste.
Da die Schüsse ja eindeutig legitimiert waren, trägt die Schuld doch eindeutig der Schütze.
Was man aus einem gezielten Schuss macht liegt auch eindeutig am Schützen.
Schon mehrere male habe ich geschrieben, dass "das Ziel verfehlen" niemals ein Grund für "Schwedt" gewesen ist.
Diese Ausrede ist für mich mehr als Pillepalle.
Deshalb für mich ganz eindeutig.
Wer auf flüchtende gezielt schießt, - sorry ist für mich ein Mörder.
Die Ausnahmen bilden für mich nur 2 Situationen:
Die Gefahr für Leib und Leben und ein Angriff (nicht Verletzung) auf die Staatsgrenze der DDR.
So sieht für mich die Beantwortung der Frage ("Wer trägt Schuld?) aus.

Ich habe meinem Land immer Treu gedient - aber die die gehen wollten - mein Gott - solln`s sie es doch !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Oss`n


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26.08.2010 18:18
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#15
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( gelöscht )

anschließend an meinen letzten Beitrag muss ich mal sagen :
Ich finde es immer anmaßend, wenn Leute darüber urteilen, die keine Ahnung davon haben.

Oss`n


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