Hermann Gröhe fordert Würdigung der Deutschen Einheit

23.08.2010 11:08
avatar  Angelo
#1
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Mit Blick auf den 20. Jahrestag, an dem die Volkskammer für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland stimmte, hat CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe alle Verantwortlichen dazu aufgerufen, sich in den nächsten Wochen bis zum 3. Oktober überall in den Städten und Gemeinden unseres Landes dafür einzusetzen, geeignete Orte in "Straße / Platz der Deutschen Einheit" umzubenennen. "Selbst im wiedervereinigten Berlin gibt es zwar einen Rosa-Luxemburg-Platz und einen Ernst-Thälmann-Park, aber keinen Platz und keine Straße der Deutschen Einheit", kritisierte Gröhe."Wir sollten dieses historische Ereignis noch stärker in der Mitte unserer Gesellschaft würdigen." Mit dem Beschluss der frei gewählten Volkskammer der DDR erwuchs aus der demokratischen Selbstbefreiung der Weg zur deutschen Einheit. Daher sei dieses Datum eine "historische Wegmarke", bekräftigte der CDU-Generalsekretär.


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23.08.2010 11:11
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#2
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Und der Mann hat zweifelsohne Recht!

Huf


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23.08.2010 11:16
#3
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Der Mann hat keine Ahnung, was das die Kommunen kosten würde, bei den knappen Haushalten dieser!


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23.08.2010 11:26
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#4
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Na das Ergebnis ist aus meiner Sicht nicht unbedingt zum Feiern und wenn ich mich in meiner Familie umschaue, sieht es auch nicht so dolle aus.
Man hat einen Staat kolonialisiert äh in den Geltungsbereich des sogn. Grundgesetzes eingegliedert - von Einheit und Gleichheit habe ich noch nicht so viel mitbekommen.
Nach über 20 Jahren hat man bewußt keine Angleichung der Lebensverhältnisse vollzogen, sondern die Gelegenheit genutzt, um die alte Bundesrepublik nach den Vorstellungen des Großkapitals umzugestalten.

Wie gesagt die Eingliederung der DDR ist ein unumkehrbarer historischer Fakt und auch von mir begrüßt, nur hätte man das Zusammenwachsen besser ausgestalten können. Nach 20 Jahren haben wir die Einheit weder von den Lebensverhältnissen noch in den Köpfen und Herzen verwirklicht.


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23.08.2010 11:34
#5
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Zitat von Huf
Und der Mann hat zweifelsohne Recht!

Huf



Sicher?

Wiesbaden, Braunschweig und München habe z.B. Plätze der Deutschen Einheit, München seit 2005 sogar noch erweitert durch das Denkmal "Zur Deutschen Einheit". Da ließen sich noch etlich Straßen und Plätze in Deutschland finden und dann gäbe es ja auch noch mehrere Brücken "Der deutschen Einheit" und vieles mehr.

Übrigens der Vater der Deutschen Einheit auf DDR Seite wenn man ihn so nennen will Lothar de Maizière äußerte sich im Zusammenhang zur Wiedervereinigung [Die eigentlich keine war, eher eine Eingliederung bzw. Einverleibung, da BRD und DDR vorher noch nie vereint waren und man somit höchstens das Deutsche Reich hätte wiedervereinen können.] ganz aktuell äußerst unpassend für alle Meinungsmacher hier im Land.

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...,713170,00.html


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23.08.2010 11:40
#6
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Zitat von Angelo
Mit Blick auf den 20. Jahrestag, an dem die Volkskammer für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland stimmte, hat CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe alle Verantwortlichen dazu aufgerufen, sich in den nächsten Wochen bis zum 3. Oktober überall in den Städten und Gemeinden unseres Landes dafür einzusetzen, geeignete Orte in "Straße / Platz der Deutschen Einheit" umzubenennen. "Selbst im wiedervereinigten Berlin gibt es zwar einen Rosa-Luxemburg-Platz und einen Ernst-Thälmann-Park, aber keinen Platz und keine Straße der Deutschen Einheit", kritisierte Gröhe."Wir sollten dieses historische Ereignis noch stärker in der Mitte unserer Gesellschaft würdigen." Mit dem Beschluss der frei gewählten Volkskammer der DDR erwuchs aus der demokratischen Selbstbefreiung der Weg zur deutschen Einheit. Daher sei dieses Datum eine "historische Wegmarke", bekräftigte der CDU-Generalsekretär.



Nun ja, zu diesem Thema kann ich eine kleine Episode beisteuern, die dokumentiert wie schnellebig unsere Zeit ist wie amüsant solche Bestebungen unserer Einheitseuphoriker zuweilen sein können.
Solange ich denken kann, gibt es bereits in meinem Heimatort wie auch in vielen anderen ostdeutschen Gemeinden Staßen der Einheit.
Als man die benannte, dachte man nach meiner Erinnerung an die Vereinigung zwischen SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands im Jahre 1946 zwischen Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck, den jeweiligen Parteivorsitzenden.
Jener legendäre Handschlag auf den Parteiabzeichen der SED sollte die ewige Einheit der deutschen Arbeiterklasse für alle Zeit festschreiben und wenn man den heute unverändert bestehenden Straßennamen so interpretiert, daß nunmehr die deutsche Einheit gemeint sein soll, dann haben sich unsere Kommunen eine Menge Kosten gespart.
Wir Ossis waren schon immer Pragmatiker.


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23.08.2010 11:46
avatar  TOMMI
#7
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Nun, ich hätte da schon Vorschläge:
Zum Beispiel der Platz vor dem Reichstag (ist ja egal, ob der Platz der Republik oder Platz der Deutschen Einheit heißt).
Oder ein Teil des Leipziger Rings. Wieso heißt dort ein Stück Ring vorm HBF eigentlich "Willy Brandt"-Platz? Bei aller Hochachtung
vor Willy Brandt, aber zu einem Bahnhofsvorplatz in Leipzig besteht im Gegensatz zu Erfurt kein Zusammenhang. Wäre doch
was für die Deutsche Einheit.
Weiterhin ist dem Herrn von der CDU offenbar unbekannt, dass es in der ehem. DDR zu hunderten Straßen oder Plätze "der Einheit"
gab und die auch nach der Wende den Namen behalten haben. War wohl etwas anders gemeint damals, aber was solls.


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24.08.2010 22:00
#8
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Fersehtipp.
Der mdr erinnert heute um 22.05 Uhr an die ganz privaten Wendegeschichten zwischen Elbe und Oder.
Ich melde mich ab, anschließend folgt noch ein Polizeiruf aus dem DDR- Archiv.


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