19.August 1989 Die erste Massenflucht aus der DDR

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07.07.2018 17:32
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#121
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Zitat von der Anderdenkende im Beitrag #117
Gequirlte Gedankengänge einer Dame, die 89 nicht in Ungarn war und was vom Mondleben erzählen mag!
Hast heut aber echt nen schlechten Tag, edle Revoluzer-Dame aus Berlin-Pankow, die Du da keine besseren Argumente hast!


Wenn du wenistens mal einen hättest, so bleibt Dir immer nur, andere zu beleidigen.


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07.07.2018 17:38
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#122
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #116
Ich fand gestern Abend die Diskussion erfrischend und erhellend, die vielleicht bessr in den thread "Sackgassen-Sprache" gepasst hätte, der damals so eröffnet wurde:

aus gegebenem Anlass habe ich mir darüber mal Gedanken gemacht, welcher Sprache wir uns hier z.T. bedienen.
Es gibt Begrifflichkeiten, die prinzipiell nur „Reflexe“ auslösen, und die eine Kommunikation regelmäßig gegen die Wand fahren lassen.


Damals ging es um "Siegerjustiz". Heute um Massenflucht, Freiheit, Sicherheit, Wohlstand, Widerstandskämpfer. Selbst "gestrandet" sorgte für Verwirrung.

Am Ende bleibt ein fader Nachgeschmack, weil im Verlaufe der Diskussion die Ereignisse im Sommer 1989 in Ungarn in einem anderen Licht erscheinen.Was ich bestimmt nicht bezweckt habe, als ich den Vergleich der Flüchtlinge von 1989 und 2015 angestellt habe, den ich bat nur auf Äußerlichkeiten zu beschränken. Aber Diskussionen erleben durch Sprache und Begriffe eine Eigendynamik, die man kaum durchbrechen kann.

So war auf einmal die Massenflucht gar keine. In der DDR gab es keinen Wohlstand. Es wurde aufeinmal ein Unterschied gemacht, ob man sich damals in Ungarn mit oder ohne Visum aufgehalten hat. Gut das man soviel Respekt vor den Flüchtenden hatte und nicht von Fluchttourismus gesprochen wurde.

Ich hoffe vom ganzen Herzen, dass die Gegenwart nicht auch noch den Begriff "Republikflüchtling" einholt. Nur weil das Wort den "Flüchtling" hervorhebt.

Ich danke allen, die sich auf die Diskussion eingelassen haben. Besonders die, die immer wieder die heutige Bundesreplik mit der damaligen DDR vergleichen. Wie absurd und verquirlt diese Vergleiche sind, habt ihr selbst bewiesen. So hatte alles einen Sinn. Da bin ich dann auch gerne die verwirrte, alte, charmante Dame. Denn ist der Ruf erst ruiniert, dann schreibt es sich ganz ungeniert.

Zum Trost ein Zitat, das hoffentlich nicht neue Diskussionen auslöst. Denn das würde ins OT führen.Leider nur sinngemäß

"Die Anhänger der AfD sind die einstigen Bürgerrechtler. Die AfD die Bürgerbewegung „Neues Forum„.

In diesem Sinne, lasst euch in diesen Umbruchzeiten nicht von anderen schlucken. Bleibt selbstbestimmt!

Moskwitschka




Das seltsame war, da war es dann wirlich Asyltourismus! Oder Touristenasyl?


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07.07.2018 18:11 (zuletzt bearbeitet: 07.07.2018 18:15)
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#123
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Hubert,einfach mal Finger stillhalten, so kommt wenigstens mal kein Dummfug raus bei Dir! Wenn Du schon Texte nicht verstehst!
Denn Hintern hast Du jedenfalls nicht in der Hose, gleiches wie in Deinem letztem Beitrag gewissen Leuten zu sagen!


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07.07.2018 18:29
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#124
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Es ist einfach unverständlich mit welcher Argumentation hier so manch User aufschlägt.....
Die Fluchten aus der DDR über Ungarn waren eigentlich nur Fluchten von Deutschland nach Deutschland. Der Grund für die Fluchten in das andere Deutschland waren vielfältig. Für die einen war es die unterdrückte Reisefreiheit, Unzufriedenheit mit dem politischen System, Verwandten nahe zu sein usw.
Doch eines eint die Flüchtlinge, sie waren Deutsche die innerhalb ihrer Heimat Deutschland den Wahl des freien Wohnsitzes suchten. Für mich ist nachträglich das Schlimme, das ein Land auf solch Mittel wie diese Grenze zurück greifen mußte um die Bürger zu halten. Von 1949 bis 1989 hatte die DDR genug Zeit ihre Bürger von den Vorzügen des Sozialismus zu überzeugen....
Ich bin kein Gegner der damaligen DDR und mir tat das Ende dieses Staates doch irgendwie leid. Ich hatte auf die Chance eines neuen revormierten Staates gehofft. Dies auch auf politischen Druck durch die Flüchtlinge.

Wann kommt eigentlich der Vergleich mit den "Flüchtlingen " der "Rattenlinie" (ehemalige Angehörige der NS Verwaltung), die waren doch auch auf der Flucht? Nur dies einmal um zu verdeutlichen wie sinnfrei hier so manch Vergleich ist!


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07.07.2018 19:15
#125
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #119
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #118
Leider müssen Rentner auch die Möglichkeit ins Auge fassen, dorthin zu flüchten,
wo das Leben noch insgesamt erschwinglicher und auch sicherer ist.

Allerdings nimmt Dich auch als Rentner nicht jedes Land so ohne weiteres auf. Da musst Du schon ein bestimmtes Einkommen oder Vermögen
nachweisen um eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu erhalten und zum Nulltarif ist es auch nicht überall möglich.

Das ist richtig, die Niederlande oder Dänemark wären zu teuer.
In Ansatz gebracht wird aber allgemein das, was im jeweiligen Land als Existenzminimum gilt.
Die vorläufige Aufenthaltsgenehmigung erhielt ich vor 5 Jahren, und da reichte die Rente meiner Frau von damals etwas über 500 Euro deutscher Grundrente.
Meine Rente wollten sie gar nicht wissen, nur eine KV (gesetzliche) mußt du vorweisen.
Im August jetzt erhalte ich den unbefristeten Aufenthalt, ohne weitere Nachweise.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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07.07.2018 19:15
#126
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #124
Die Fluchten aus der DDR über Ungarn waren eigentlich nur Fluchten von Deutschland nach Deutschland.

Nein, es war ein schlichter Wohnortwechsel. Deutsche genießen nun mal die Freizügigkeit sich ihren Wohnort innerhalb Deutschlands frei wählen
zu können. Da spielt es überhaupt keine Rolle ob er von Rostock nach Dresden oder nach München umzieht.

Inzwischen genießen EU-Bürger diese Freizügigkeit sogar EU weit und wie wir tagtäglich erleben können inzwischen auch Nicht-EU-Bürger diese
Freizügigkeit für sich beanspruchen. Zumindest dann, wenn sich der neue Wohnort in Deutschland befindet.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


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07.07.2018 19:19 (zuletzt bearbeitet: 07.07.2018 19:21)
#127
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #120


Für manch einen keine Flucht, sondern eine Entscheidung der Familie, bei der er sich nicht selten abgeschoben fühlt.

Alternative Osteuropa
Allgemeine Informationen über unsere Senioren- und Pflegedomizile in Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei

Moskwitschka


Das ist auch eine Flucht, die Flucht vor Armut im Heimatland, weil die Kosten nicht zu stemmen sind, oft nach lebenslanger Arbeit.
Übrigens gehen viele nicht erst, wenn ein Pflegeplatz benötigt wird, sondern sehr viel früher.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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19.08.2019 19:44 (zuletzt bearbeitet: 19.08.2019 19:44)
#128
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Da ja heute dem
Paneuropäisches Picknick in Sopron 1989 gedacht wurde.

Der Tag, an dem der Mauerfall begann
https://www.tagesspiegel.de/politik/pane...n/24917824.html

https://www.deutschlandfunk.de/ungarn-fe...news_id=1039842

noch der Hinweis auf das letzte Todesopfer im Zusammenhang mit den Fluchtfällen entlang dem Eisernen Vorhang (1945 - 1989).
Kurt-Werner Schulz
Schulz wurde bei seinem Fluchtversuch an der ungarisch-burgenländischen Grenze am 21. August 1989 bei Lutzmannsburg erschossen.
Der 36-jährige Kurt-Werner Schulz aus Weimar wurde bei einem Handgemenge mit einem ungarischen Grenzposten im August 1989 erschossen, als er sich bereits auf österreichischem Gebiet befand.
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32362267.html

"Mobility, Vigilance, Justice"

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20.08.2019 00:31
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#129
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Zitat
Da ja heute dem
Paneuropäisches Picknick in Sopron 1989 gedacht wurde.

Der Tag, an dem der Mauerfall begann
https://www.tagesspiegel.de/politik/pane...n/24917824.html

https://www.deutschlandfunk.de/ungarn-fe...news_id=1039842

noch der Hinweis auf das letzte Todesopfer im Zusammenhang mit den Fluchtfällen entlang dem Eisernen Vorhang (1945 - 1989).
Kurt-Werner Schulz
Schulz wurde bei seinem Fluchtversuch an der ungarisch-burgenländischen Grenze am 21. August 1989 bei Lutzmannsburg erschossen.
Der 36-jährige Kurt-Werner Schulz aus Weimar wurde bei einem Handgemenge mit einem ungarischen Grenzposten im August 1989 erschossen, als er sich bereits auf österreichischem Gebiet befand.
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32362267.html



Auch wenn das jetzt Popeln is: ich kenn nur ne ungarisch-österreichische Grenze...


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20.08.2019 07:38
#130
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Zitat von Bürger Zett im Beitrag #129
Auch wenn das jetzt Popeln is: ich kenn nur ne ungarisch-österreichische Grenze...


Mal davon abgesehen, verstehe ich nicht warum am 19. August die Grenze geöffnet wurde und am 21. wurde wieder geschossen und dann noch angeblich Richtung Österreich !? Da entzieht sich mir sämtliche Logik.
Wird wohl mehr als ein Fluchtversuch gewesen sein.

Démerde-toi !

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20.08.2019 07:44
#131
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #130
Zitat von Bürger Zett im Beitrag #129
Auch wenn das jetzt Popeln is: ich kenn nur ne ungarisch-österreichische Grenze...


Mal davon abgesehen, verstehe ich nicht warum am 19. August die Grenze geöffnet wurde und am 21. wurde wieder geschossen und dann noch angeblich Richtung Österreich !? Da entzieht sich mir sämtliche Logik.
Wird wohl mehr als ein Fluchtversuch gewesen sein.


Die Grenze wurde am 19.08.89 kurzzeitig geöffnet. Danach war die ungarische Grenztruppe entsprechend sensibilisiert und reagierte auf weitere Grenzübertritte.
Der Vorfall ereignete sich übrigens bereits auf Burgenländischem /Österreichischem Gebiet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt-Werner_Schulz

Spekuliert nicht wieder hier rum!

"Mobility, Vigilance, Justice"

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