19.August 1989 Die erste Massenflucht aus der DDR

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04.07.2018 22:35
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#31
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #30
Zitat von Mike59 im Beitrag #29

Und da gibt es Menschen die sprechen von Asyltourismus - ach wie menschlich es doch ist, wenn man das lange Ende der Wurst haben möchte.

Ich kannte eine Ehepaar, uralter Kommunistenadel seit Generation, stramme DDR-Bürger, die haben sich das Begrüßungsgeld sogar dreimal abgeholt.


Und was ist daran verwerflich? Den Staat schädigen wo man kann! Wenn sie uns schon haben wollten , dann richtig teuer.

WO gab es die dritte Möglichkeit?


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04.07.2018 23:53
#32
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Also ... wenn ich mich richtig erinnere, dann haben wie das erste Begrüßungsgeld in Regnitzlosau "abgestaubt" ... da war früh im Gemeindeamt, außer dem Bürgermeister und seiner Sekretärin, kein Mensch.
Und dann waren wir im Dezember bei scheiß Wetter nochmal in Selb, Massen ... Schlange stehen weit über xxx Meter, glaube wir standen über gefühlte 2h, wenn nicht sogar länger. Und bisschen Glück hatten wir denn doch noch, weil die Kinder irgendwann nervig wurden.
Weiß aber heute nicht mehr, was es da nochmal an Geld gab. Als Zugabe gab es Matchbox, die Jungs glücklich!

Ach ja, das waren noch Zeiten ...

Wer mit dem Strom schwimmt, wird nie die Quelle sehen!

GT der DDR, 1972-1975, GKS Süd -> GR-10 "Ernst Grube", II. Bat. Göttengrün / 8.GK Juchhöh - Uffz. - FW. d. Res.


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05.07.2018 00:23 (zuletzt bearbeitet: 05.07.2018 01:46)
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#33
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Also als ich zu Besuch in die DDR gereist bin, bekam ich kein Begrüßungsgeld, im Gegenteil, beim falsch parken verweigerte der VP sogar die Annahme von 20 Ostmark obwohl ich nachweislich meinen Pflichtumtausch 1:1 schon getätigt hatte. So mußte ich die 20 in DM bezahlen. Auf der Quittung stand dan aber Mark der DDR. Bei der Einreise als Begrüßung konnte man aber überall lesen "Herzlich willkommen in der Deutschen Demokratischen Republik."


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05.07.2018 05:31
#34
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Cambrino, dass kenne ich auch. Nur das ich nicht bezahlt habe und sie mich deshalb 2 h in LWL beim Vpka eingesperrt hatten.

Danach namen sie dann doch die 10 Mark der DDR.

MfG Berlin

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Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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05.07.2018 08:25 (zuletzt bearbeitet: 05.07.2018 08:25)
#35
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #31
Wenn sie uns schon haben wollten , dann richtig teuer.

Es war wohl eher der Großteil der DDR-Bewohner, welche den Westen/westliche Verhältnisse herbei sehnten. In der Bundesrepublik war da die
Meinung durchaus nicht so einhellig, da standen viele einer Vereinigung durchaus kritisch gegenüber.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


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05.07.2018 08:29
#36
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #34

Danach namen sie dann doch die 10 Mark der DDR.

Wenn man den Zwangsumtausch nachweisen konnte, mussten die sich auch mit Ost-Mark zufrieden geben. Deshalb habe ich auch immer gleich
an der Grenze meinen Zwangsumtausch erledigt. Da konnte ich dann auch bei eventuellen Verkehrsverstößen oder anderen Gelegenheiten
in der Landeswährung zahlen.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


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05.07.2018 08:31 (zuletzt bearbeitet: 05.07.2018 11:53)
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#37
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #31
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #30
Zitat von Mike59 im Beitrag #29

Und da gibt es Menschen die sprechen von Asyltourismus - ach wie menschlich es doch ist, wenn man das lange Ende der Wurst haben möchte.

Ich kannte eine Ehepaar, uralter Kommunistenadel seit Generation, stramme DDR-Bürger, die haben sich das Begrüßungsgeld sogar dreimal abgeholt.


Und was ist daran verwerflich? Den Staat schädigen wo man kann! Wenn sie uns schon haben wollten , dann richtig teuer.

WO gab es die dritte Möglichkeit?


Geschädigt haben sie keinen. Mein Chef prahlte auch damit. Nach der Währungsunion haben es sich die Banken dann wieder geholt.
Bayern zahlte noch mal extra 30 DM. Das haben dann viele genutzt


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05.07.2018 08:32
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#38
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #35
Zitat von Pitti53 im Beitrag #31
Wenn sie uns schon haben wollten , dann richtig teuer.

Es war wohl eher der Großteil der DDR-Bewohner, welche den Westen/westliche Verhältnisse herbei sehnten. In der Bundesrepublik war da die
Meinung durchaus nicht so einhellig, da standen viele einer Vereinigung durchaus kritisch gegenüber.


Um dann doch CDU zu wählen.


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05.07.2018 08:35
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#39
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Zitat von buschgespenst im Beitrag #27
Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #26
Ohne Mist, ich denke nichts zu verwechseln. Weil, nur um wenig Geld in DM zu tauschen....also das hatten wir zu dem Zeitpunkt selber, weil eben DDR-Handwerker manchmal Hälfte/Hälfte entlohnt wurde, in der Feierabendtätigkeit.

Rainer-Maria....prüft das also nochmal.


Verwechselst du das vielleicht mit der Währungsunion, als die DDR-Mark in D-Mark umgetauscht wurde? Noch mal Begrüßungsgeld für DDR Bürger gab es nur im Westen und nicht n einer Sparkasse in Leipzig.

Zitat
Das Begrüßungsgeld konnte gegen Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses in der Bundesrepublik bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen beantragt werden und wurde dort ausgezahlt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BC%C3%9Fungsgeld

...


1990 wurde aber noch mal Begrüßungsgeld gezahlt.


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05.07.2018 08:51
avatar  Lutze
#40
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Mein Begrüßungsgeld in Höhe von 100 DM habe ich in der Nähe vom Hamburger Hauptbahnhof abgeholt,
gleich nach der Grenzöffnung in November 89,war schon eine tolle Geste der Bundesrepublik,ich kannte
auch einige Leute,die es mehrfach versucht haben,dieses Geld nochmal zu bekommen,warum,wieso,weshalb
musste jeder selber wissen,ich fand es jedoch unanständig
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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05.07.2018 08:52 (zuletzt bearbeitet: 05.07.2018 09:09)
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#41
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Zu Hubert in #37
Ja, die Bajuwaren sind 1989 schon sehr weit ihrer Zeit voraus gewesen, wenn sie das Begrüßungsgeld in Euro zahlten.
Wenn ich mir dagegen Halle heut angucke, einige Einwohner laufen der Zeit immer noch hinterher!
Zu #39
Wo und wann wurden 1990 Begrüßungsgelder gezahlt, Hubert?


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05.07.2018 09:39
avatar  Marder
#42
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Vermutlich hat er sein Gehalt dann zum ersten Mal in DM bekommen und gedacht es wäre Begrüßungsgeld. Das bekommt er bis heute.
Er ist so einfach gestrickt. Mal sehen ob er irgendwann merkt.

Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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05.07.2018 11:20
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#43
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Berechenbar bzw. durchschaubar kann man auch sagen!


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05.07.2018 11:44
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#44
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Zitat von Marder im Beitrag #42
Vermutlich hat er sein Gehalt dann zum ersten Mal in DM bekommen und gedacht es wäre Begrüßungsgeld. Das bekommt er bis heute.
Er ist so einfach gestrickt. Mal sehen ob er irgendwann merkt.


Wie immer, von tiefer Sachkenntnis geprägt.


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05.07.2018 11:50
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#45
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Doch erst am 29. Dezember 1989 wird die Zahlung des Begrüßungsgeldes eingestellt und durch einen sogenannten Devisenfond, in den beide deutsche Staaten einzahlen, ersetzt. Jeder DDR-Bürger darf 100 D-Mark im Verhältnis 1:1 umtauschen und weitere 100 D-Mark im Verhältnis 1:5.

Quelle https://www.mdr.de/damals/archiv/artikel40720.html


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