demokratischer Sozialismus

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05.08.2010 15:07
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#16
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Zitat von sentry
Na da sind wir ja schnell vom "Demokratischen Sozialismus" über "starken mann und eine diktatur" zur Beseitigung der Überbevölkerung gekommen...wobei diese beiden letzteren "Endzeitszenarien" ja durchaus irgendwie kompatibel sind, wie man aus der Geschichte weiß.
..wird ja irgendwie auch schon wieder eng der Lebensraum...




Du magst es interpretieren wie Du willst, aber eng wird es schon werden und nicht nur für Die die sich für was besseres halten! Ich habe mit "starkem Mann und Diktatur" wahrscheinlich genau so wenig am Hut wie Du!! Ich wollte bloß deutlich machen, daß die Geschichte ein Selbstläufer ist und Deine "miesen Imperialisten" in diesem Zusammenhang letztendlich keine Rolle spielen, es sei denn irgendwann später mal, aber dann wird man diese auch bei den angeblich demokratischen Sozialisten finden, wie gesagt, wenn es ums eigene Überleben gehen wird!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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05.08.2010 15:24
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#17
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Ok, da die Ausrufezeichen nicht weniger werden, Du Dich an den "miesen Imperialisten" festbeißt und ich wohl doch irgendein Zwinker-Ironie-Smiley hätte setzen sollen, nochmal mein Standpunkt im Klartext. Mein letzter Miese-Imperialisten-Satz da vorne sollte bedeuten, dass das derzeitige System anscheinend die Mehrheit der Bevölkerung mit ihren Lebensumständen zufrieden sein lässt, was wohl daran liegt, dass die Besitzer der Produktionsmittel doch nicht so üble Ausbeuter sind, wie man uns früher gelehrt hat (Zitat werner: "Lernfähigkeit des Kapitals.").

Über den Überbevölkerungsmist mag ich jetzt nicht weiter reden, weil mir nicht klar ist, ob wir von Pillen und Kondomen oder schneller wirkenden Verfahren reden. Das hat ein widerliches Geschmäckle und passt irgendwie nicht hierher.


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05.08.2010 15:45
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#18
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Zitat von sentry


Über den Überbevölkerungsmist mag ich jetzt nicht weiter reden, weil mir nicht klar ist, ob wir von Pillen und Kondomen oder schneller wirkenden Verfahren reden. Das hat ein widerliches Geschmäckle und passt irgendwie nicht hierher.




Was Du als "Überbevölkerungsmist" bezeichnest wird im kommunistischen China schon seit längerer Zeit nicht nur beredet, sondern da gibt es auch Maßnahmen mit denen versucht wird ein "Problem" in den Griff zu bekommen.
Ob daß mit dem "widerlichen Geschmäckle" hierher paßt, hängt auch davon ab, wie man mit dem Thema umgeht, also ich denke schon daß "Bevölkerungsexplosion" und "Globalisierung"mit dem Thema durchaus vereinbar ist, ohne das man daraus falsche Schlüsse ziehen muß!

Schönen Gruß aus Kassel.


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05.08.2010 17:18
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#19
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Wie definiert man "demokratischen Sozialismus"eigentlich?
Ist ,bzw.sollte Sozialismus nicht vom Wesen her sowieso demokratisch sein?
Demokratischer Sozialismus hört sich so doppelt gemoppelt an,in etwa das, was mal Theorien von Bernstein waren und heute
von der SPD praktiziert wird?

seaman


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05.08.2010 18:33 (zuletzt bearbeitet: 05.08.2010 18:34)
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#20
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da geb ich dir vollkommen recht ist doppelt gemoppelt!
anderes Bsp.: Volksdemokratie!


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05.08.2010 19:54
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Wobei der demokratische Sozialismus nicht mit der freiheitlichen Diktatur verglichen werden kann........


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06.08.2010 08:36
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#22
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auch ein demokratischer sozialismus hat keine chance, so lange es wieder angriffe von aussen geben würde und damit wären wir wieder am anfang der geschichte...

nur für @wosch, weil er manchmal nicht verstehend lesen will: wie war das noch mal 1973 mit der unitad popular und allende in chile ?


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06.08.2010 11:26
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Zitat von seaman

Wie definiert man "demokratischen Sozialismus"eigentlich?
Ist ,bzw.sollte Sozialismus nicht vom Wesen her sowieso demokratisch sein?
Demokratischer Sozialismus hört sich so doppelt gemoppelt an...



Sollte vielleicht so sein, war aber bisher nie so, oder gab es in irgendeinem sozialistischen Staat echte freie Wahlen? Als Lehre aus der Geschichte könnte man genausogut mitgenommen haben, dass sich Demokratie und Sozialismus ausschließen.
Beispiel DDR-Verfassung, Artikel 1: "Die Deutsche Demokratische Republik ist ein sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern. Sie ist die politische Organisation der Werktätigen in Stadt und Land unter der Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei."

Mit der Verfassung wäre eine Demokratie nur möglich, wenn sich mehrere, aber ausschließlich marxistisch-leninistische Parteien zur Wahl stellen würden, weil die Führung des Staates durch eine andere Partei verfassungswidrig gewesen wäre. Folglich kann die Deutsche Demokratische... gar nicht demokratisch gewesen sein. Welche Freiheiten das Volk bei den Wahlen wirklich hatte, ist ja allgemein bekannt - ich nehme an, in den anderen sozialistischen Staaten war das ähnlich.
Sehe ich das richtig?


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06.08.2010 13:16 (zuletzt bearbeitet: 06.08.2010 13:21)
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#24
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Zitat von GilbertWolzow
auch ein demokratischer sozialismus hat keine chance, so lange es wieder angriffe von aussen geben würde und damit wären wir wieder am anfang der geschichte...

nur für @wosch, weil er manchmal nicht verstehend lesen will: wie war das noch mal 1973 mit der unitad popular und allende in chile ?



Da mußte mal die Margot fragen, die ist ja gerade in Chile!!
Und wie sah das 1968 mit der Tschoslowakei aus?

Schönen Gruß aus Kassel.


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06.08.2010 13:44
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#25
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94

Zitat http://www.google.de/search?q=Tschoslowakei

Meinten Sie: Tscheslowakei

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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06.08.2010 13:50
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Zitat von 94
Zitat http://www.google.de/search?q=Tschoslowakei

Meinten Sie: Tscheslowakei



Nein, ich meinte die Tschechoslowakei! Danke für die Aufmerksamkeit Herr 94
Schönen Gruß aus Kassel.


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06.08.2010 14:25 (zuletzt bearbeitet: 06.08.2010 14:25)
#27
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Ja, man sollte halt die Rechtschreibung im Browser aktivieren

=============================================================================================
Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!


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07.08.2010 17:50
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Toller Beitrag Harsberg, vielleicht kann ich auch irgendwann mal daran erinnern!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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07.08.2010 23:10 (zuletzt bearbeitet: 08.08.2010 01:21)
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#29
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Zitat von Feliks D.
Hallo Peter,

wie @Gilbert schon richtig bemerkte ist es ja nun nicht neu, dass ich etwas "zugebe". In meinen Beiträgen findet sich öfters Kritik an einigen damaligen Gegebenheiten, wenn auch ohne gleichzeitig alles nieder zu machen und in meiner mir eigenen Ausdrucksweise. 20 Jahre Nachdenken bewirken ganz einfach gewisse Erkenntnisse und ich denke das geht jedem hier so, egal ob er Feliks, Alfred, Gilbert oder auch Turtle heißt.

Ein Beispiel siehst du hier, in dem auch @AMW die Kritik aufnimmt und ergänzt... jedoch wie @Gilbert schon ansprach... die weiteren Kommentare und Reaktionen darauf erspare ich uns jetzt an dieser Stelle.

Zitat von Altermaulwurf
Zitat Felix D.

Zum eigentlichen Thema wurde ja bereits viel geschrieben, was durchaus in vielen Fällen richtig ist und im gesamten ein gutes Bild ergibt. Trotzdem sehe ich dies alles noch nicht als alleinigen Grund an! Ganz entscheidend war meiner Meinung nach die mangelnde Gestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeit, dieser Punkt ließ in den letzten Jahren selbst viele progressive Kräfte zunehmend resignieren und verbittern. Selbst wer aktiv und positiv an der Verwirklichung des Sozialismus mitarbeiten wollte und bekannte Mängel abstellen helfen, stieß recht schnell an seine Grenzen.

Von einem Bekannten (XVIII/2) habe ich z.B. nach 1989 Interessantes dazu erfahren. Viele seiner IM äußerten sich sich zu ihren Beweggründen als IM für das MfS tätig zu werden dahingehend, dass sie diese Mitarbeit als einzig allein erfolgsversprechendes Mittel ansehen um Fehlentwicklungen und Missstände offen ansprechen zu können und dann auch tatsächlich Abhilfe schaffen zu können. Sämtliche innerbetriebliche Verantwortliche und auch der entsprechende Parteiapparat wurden hier von den Bürgern nach vielen negativen Erfahrungen also nicht mehr als Lösungsmöglichkeit angesehen und lediglich dem MfS traute man hier noch Durchsetzungs- und Veränderungsmöglichkeiten zu. Auch wurde nach dem Ende der DDR oft die Meinung an ihn herangetragen, dass das MfS doch von allem gewußt hat und die Wahrheit kannte und warum bei diesem Wissen nichts aktiv gegen die Führung der Partei unternommen wurde bzw. ganz deutlich gesprochen geputscht wurde.

Dieses Ignorieren der offensichtlichen Mängel durch Verantwortliche und Partei, sowie die fehlenden Möglichkeiten, selbst für progressive Kräfte, diese durch eigene aktive Mitarbeit auf Dauer abzustellen sind für mich ursächlich für die Fluchtbewegung und den Niedergang der DDR. Alle anderen aufgezählten Punkte werden lediglich durch diese bedingt und sind für mich nur der Ausfluss aus diesen beiden Hauptursachen.


Genau !!!

Das habe ich vor allem in der Endphase erlebt, immer mehr Bürger kamen auf mich zu und stellten Fragen - das ging vom Fabrikarbeiter los der sah wie sein Chef in die eigene Tasche wirtschaftete, ging über Mitarbeiter im Staatsapparat die Entscheidungen der Parteiebene nicht nachvollziehen konnten, bis hin zu Leuten aus kirchlichen Kreisen die den Dialog suchten.
Man sah das MfS als noch eine der wenigen effektiven Einrichtungen im Staat an, das Veränderungen in der Stagnation bewirken könnte aber letztendlich doch nicht konnte.
Hier nehme ich auch Kritik an, wir hätten Mißstände und Fehlentwicklungen offener ansprechen und auf Veränderung drängen müssen, notfalls auch mit negativen Konsequenzen - so sind wir zu einem Papiertiger verkommen.
Allerdings nochmals, die Probleme der DDR eingebunden in den RGW und nicht voll Staatlich souverän, waren mit Mitteln des MfS allein nie zu lösen.




Hallo Feliks, so lange du den Wahlspruch eines Polizistenmörders und Totengräbers der Weimarer Republik ( Mielke), der ersten demokratischen Staatsform auf deutschem Boden, in dem Forum zur Schau stellst, glaube ich an den folgenden Spruch:

Ich denke du hast " Kreide gefressen " um es mit den Gebr. Grimm zu sagen.
Viele Grüße vom Rhein


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08.08.2010 01:06
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#30
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Zitat von GilbertWolzow
auch ein demokratischer sozialismus hat keine chance, so lange es wieder angriffe von aussen geben würde und damit wären wir wieder am anfang der geschichte...

nur für @wosch, weil er manchmal nicht verstehend lesen will: wie war das noch mal 1973 mit der unitad popular und allende in chile ?



Also ich denke Sozialismus im Sinne einer Einparteiendiktatur und Demokratie ( Herrschaft des Volkes ) sind 2 Dinge die sich gegenseitig ausschließen. Wenn das Volk herrscht , über allgemeine, geheime und freie Wahlen ( damit meine ich nicht wie auch immer geartete manipulierte Wahlen wie z.B. das Zettel falten in der DDR ), ist eine solche Staatsform nicht möglich, weil es nicht
99 oder 100 % Menschen gibt die freiwillig so etwas wählen.

Viele Grüße vom Rhein


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