Euer Abschnitt

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13.02.2013 17:16
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#16
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Wir hatten wohl einen Grenzdurchbruch. Ich versuche mich zu erinnern. Bitte mich nicht auf Detailtreue festnageln, denn es geht schon damit los, dass ich nicht mehr weiß, war's Ostern oder Pfingsten 1983. Ich tippe eher auf Pfingsten, denn ich glaube“*“, dass ich da schon Postenführer war. Um immer wieder mal zu betonen, dass ich gedanklich glaube, mir einbilde oder vermute füge ich diese Zeichenkette “*“ ein.
Wir rückten gerade zum Nachtaufzug raus. Was ich noch genau weiß, es war der erste Postenpunkt südlich der TSA Marienborn - Helmstedt, den ich bis Dato ganz selten bezogen hatte. Im Abschnitt befand sich ein Turm, es regnete und man freute sich wenigstens ein Dach in der Nähe zu wissen. Wir passierten mit dem ELO den “*“ Stab oder war dort die Grenzkompanie Harbke¿¿, was genau hinter dem Abschnitt lag, den wir beziehen sollten. Zwischen jener, ich sehe noch die Hunde vor mir, “Kaserne“ und der Grenze lag ein Waldstück in belassener Natur. Ich glaube “*“ es gab keinerlei Wege in diesem Wald und es lag wohl genau zwischen TSA und TSE. Jedenfalls, wir sitzen ab und wollen gerade das Tor öffnen, da steigen Leuchtkugeln gen Himmel. Ein Blick ins Postenbuch verriet: Grenzdurchbruch West - Ost. Was unmittelbar darauf genau ablief weiß ich nicht mehr. Ich sehe mich jedenfalls am Waldrand liegen unweit vom K6. 5 Meter rechts sowie links liegen schon die nächsten Postenpaare. Es war ruck zuck alles dicht. Ich vermute mal das gesamte Areal war abgeriegelt. An dieser Stelle wäre ohnehin kaum ein durchkommen gewesen. Offiziere inspizierten den K6 und es war bestätigt. Da ist tatsächlich einer von drüben übern Zaun. Auf der anderen Seite des Zauns gab es indes auch schon Aktivitäten. Sie bauten drüben “*“ Lampen auf, die in unsere Richtung strahlten. Das sollte wohl eine Orientierungshilfe für den Grenzverletzer werden. Irgendwann wurde wie wild aus Richtung TSA geschossen. Mir war ganz anders. Dauerfeuer und Einzelfeuer. Niemand konnte das deuten. Hat der ne Knarre oder was war das jetzt? Wie's jetzt weiterging, weiß ich absolut nach 30 Jahren nicht mehr. Es hieß nur Festnahme. Es “*“ soll ein Knast-Feiertags-Freigänger gewesen sein.

TSE = Transit Strecke Eisenbahn
TSA = Transit Strecke Autobahn


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13.02.2013 17:26
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#17
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Zitat von derpae.der99 im Beitrag #16
Wir hatten wohl einen Grenzdurchbruch. Ich versuche mich zu erinnern. Bitte mich nicht auf Detailtreue festnageln, denn es geht schon damit los, dass ich nicht mehr weiß, war's Ostern oder Pfingsten 1983. Ich tippe eher auf Pfingsten, denn ich glaube“*“, dass ich da schon Postenführer war. Um immer wieder mal zu betonen, dass ich gedanklich glaube, mir einbilde oder vermute füge ich diese Zeichenkette “*“ ein.
Wir rückten gerade zum Nachtaufzug raus. Was ich noch genau weiß, es war der erste Postenpunkt südlich der TSA Marienborn - Helmstedt, den ich bis Dato ganz selten bezogen hatte. Im Abschnitt befand sich ein Turm, es regnete und man freute sich wenigstens ein Dach in der Nähe zu wissen. Wir passierten mit dem ELO den “*“ Stab oder war dort die Grenzkompanie Harbke¿¿, was genau hinter dem Abschnitt lag, den wir beziehen sollten. Zwischen jener, ich sehe noch die Hunde vor mir, “Kaserne“ und der Grenze lag ein Waldstück in belassener Natur. Ich glaube “*“ es gab keinerlei Wege in diesem Wald und es lag wohl genau zwischen TSA und TSE. Jedenfalls, wir sitzen ab und wollen gerade das Tor öffnen, da steigen Leuchtkugeln gen Himmel. Ein Blick ins Postenbuch verriet: Grenzdurchbruch West - Ost. Was unmittelbar darauf genau ablief weiß ich nicht mehr. Ich sehe mich jedenfalls am Waldrand liegen unweit vom K6. 5 Meter rechts sowie links liegen schon die nächsten Postenpaare. Es war ruck zuck alles dicht. Ich vermute mal das gesamte Areal war abgeriegelt. An dieser Stelle wäre ohnehin kaum ein durchkommen gewesen. Offiziere inspizierten den K6 und es war bestätigt. Da ist tatsächlich einer von drüben übern Zaun. Auf der anderen Seite des Zauns gab es indes auch schon Aktivitäten. Sie bauten drüben “*“ Lampen auf, die in unsere Richtung strahlten. Das sollte wohl eine Orientierungshilfe für den Grenzverletzer werden. Irgendwann wurde wie wild aus Richtung TSA geschossen. Mir war ganz anders. Dauerfeuer und Einzelfeuer. Niemand konnte das deuten. Hat der ne Knarre oder was war das jetzt? Wie's jetzt weiterging, weiß ich absolut nach 30 Jahren nicht mehr. Es hieß nur Festnahme. Es “*“ soll ein Knast-Feiertags-Freigänger gewesen sein.

TSE = Transit Strecke Eisenbahn
TSA = Transit Strecke Autobahn


2. GB Marienborn von Schwanebeck kommend

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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13.02.2013 17:39
#18
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Bei uns, 67/68 im Abschnitt GR 38, viel Wald, etwas Havelgrenze, war einiges los, wie ich mich erinnere. Nahezu jede Woche ein versuchter Durchbruch Ost nach West, meist aber in den Abschnitten der anderen GKs, weniger in unserer (1.GK, Niederneuendorf). So wie mir bekannt alle Versuche erfolglos. Einer unserer Offze berichtete mal, wie blöd die sich angestellt hatten. Ich kam einmal in die Verlegenheit einer Festnahme (ich glaube, anderswo hatte ich es schon geschrieben). Winter, Frühschicht Kradstreife vom KP Niederneuendorf - Papenberge den Graben entlang Richtung Siedlung Schönwalde (schon Nachbar-GR) Es hatte gerade geschneit. Normalerweise quatscht man noch ein Weilchen mit der abzulösenden Kradstreife, aber die wollten in die Kompanie und wir fuhren los. Nach etwa 200 m rief mein Post, daß Spuren auf dem KS waren. Es hatte gerade aufgehört zu schneien und die vorherige Streife war gerade da lang gefahren. Leuchtpistole raus, Stern rot hoch. Die andere Streife machte sofort kehrt und kam zurück. Von der nahen Spreee leuchteten die Seemollies das Ufer ab. Wir brauchten da nur noch den Spuren im frischen Schnee zu folgen. Nach 10 Minuten nahmen wir in einem Schuppen den GV fest. War Anfang 30 und bewaffnet mit einer Ziehharmonika. "Da will man schon mal rüber und da nehmt ihr mich fest", so ähnlich waren seine Worte. Also mitgenommen den Mann und abgeliefert. Was weiter war, weiß ich nicht. Also wirklich dämlich angestellt, im frischen Schnee. Auch wenn wir, wie üblich, noch 10 Minuten mit dem anderen Postenpaar gequatscht hätten, der wäre nie in der Zeit und diesen Schneeverhältnissen bis zum Zaun gekommen. Wenn er den erreicht hätte, wäre es natürlich dort ein leichtes gewesen, da durchzukriechen, wo die Wildschweine immer durchmachten. und eine gute Trassenbeleuchtung gab es damals dort auch noch nicht.


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13.02.2013 17:55
avatar  schulzi
#19
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ich weis nur das in meiner zeit ein besoffner sich verlaufen hatte , nach dem er nüchtern war und befragt wurde hat man ihm nach hause geschickt, das postenpaar der eine hat eine uhr der andere streichung einer strafe bekommen.


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13.02.2013 19:15
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#20
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Zitat von exgakl im Beitrag #17


2. GB Marienborn von Schwanebeck kommend



Ich weiß nur noch, dass wir von der TSA kommend, dort durch sind. Links der Zaun des GB Marienborn und rechts der GSZ. Danach wurde es dann etwas verwirrend. Erst kam der Postenpunkt TSE, der immer mit 3 Mann besetzt war. Nur ganz bestätigte Leute waren dort, da ja dort praktisch ein Loch im Zaun war. Zu diesen sogenannten “Bestätigten“ gehörte ich nicht. Danach kam dann glaube ich das völlig undurchsichtige Kohlegebiet, wo Ost und West abbauten. Dieses Gebiet sicherten wiederum andere Einheiten mit denen wir nichts zu tun hatten. Dann kam wieder ein Postenpunkt wo nur Bestätigte aufzogen. Und zwar der Postenpunkt wo Knospe sein Leben verlor. Dieser Abschnitt war auch zu meiner Zeit Minen- und Hundefrei. Allerdings war dort auch der Zaun zusätzlich mit Stacheldraht erhöht. Das dort Tretminen, wie bei Wiki beschrieben, gelegen haben sollen, ist mir neu.


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13.02.2013 20:55
avatar  80er
#21
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Für Zivilisten war unser "Grenzsack" völlig uninteressant. Stattdessen gab es eine Fahnenflucht von einem AGT im 2. DHJ und einem BUffz. im 3. DJ. Sie legten ihre Waffen ab und kamen aus einer Spätschicht nicht mehr in die GK zurück. Der BUffz war mein stellv. Zugführer und der Soldat aus der 2. Gruppe meines Zuges.

Dann gabe es noch eine kuriose "Fluchtgeschichte", ebenfalls ein AGT unserer Kompanie im 3. DHJ.


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23.03.2013 12:09 (zuletzt bearbeitet: 23.03.2013 12:10)
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#22
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Zitat von derpae.der99 im Beitrag #16
Wir hatten wohl einen Grenzdurchbruch. Ich versuche mich zu erinnern. Bitte mich nicht auf Detailtreue festnageln, denn es geht schon damit los, dass ich nicht mehr weiß, war's Ostern oder Pfingsten 1983. Ich tippe eher auf Pfingsten, denn ich glaube“*“, dass ich da schon Postenführer war.


Nur um es geschichtlich richtig zu stellen. Es war Karfreitag, der 1. April 1983. In einem Brief, den ich gerade las, machte ich diesbezüglich eine eindeutige Bemerkung durch die Blume. Obwohl noch 2. DH war ich dennoch auch schon als Postenführer unterwegs, denn im gleichen Brief schrieb ich von unserem Kompanieabend, der eine Nacht zuvor statt fand. Von diesem Kompanieabend (2 Züge davon!) habe ich noch ein Bild mit mir und den 2 Eks meiner Stube, wo wir alle mit dem grünen Balken ausgestattet, zu sehen sind.


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30.03.2013 09:45
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#23
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Im Bereich Kaltenwestheim gab es von Frühjahr 83 bis Herbst 85 nichts aufregendes. Ab und zu gab es mal eine Meldung, dass jemand in Richtung Grenze unterwegs war und man verstärkte die Posten, auch schon vorm Signalzaun. Am Ende ging es an uns vorbei. Einmal flogen wir im Frühjahr 85 raus, weil ein bewaffneter Russe auf der Flucht war. Der hatte dann aber weiter westlich den Durchbruch versucht und auch einen Grenzer erschossen, haben wir nur mitgeteilt bekommen. Ansonsten ab und zu Lärm um nichts.

Rückblickend betrachtet war das auch gut so. Denn ich weiß nicht, wie ich mich damals verhalten hätte, wenn ich zur Waffe hätte greifen müssen. Schießbefehl hin oder her.

0-H1


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30.03.2013 19:52
#24
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In unserem Abschnitt war es in der Zeit 1977-1983 relativ ruhig. Erinnern kann ich mich an 2 Fahnenfluchten.
1. Fahnenflucht: Ein Unterleutnant, saß in der Füst (Bunker unterhalb BT11) und schickte die A-Gruppe in die Abriegelung. Den Posten vom B-Turm schickte er zur Kontrolle K6. Dann schaltete er die Anlage 501 ab und öffnete das Gassentor im GZ1 gegenüber der Füst und war verschwunden. Eigentlich gut durchdacht die Flucht. Ziemlich gefahrlos.

2. Fahnenflucht: Sold. 2.DHJ. war im Ausgang und ist auf dem Rückweg nicht zur Kompanie sondern in den Abschnitt gegangen und hat versucht die Elbe zu durchschwimmen. Er hat es auch bis zur Elbe geschafft ohne groß aufzufallen. Nur mit dem Schwimmen hatte er sich wohl übernommen, denn bei der Uferkontrolle durch uns Gakl wurde er dann tot aufgefunden.

Versuchte Fahnenflucht: Ein Posten hat auf dem BT9 seinen PF mit der MPI niedergeschlagen. Als der Posten im Begriff war abzusteigen kam der PF wieder zu sich und konnte seine Kaschi wieder greifen. Diese durchgeladen und so saßen sie sich eine geraume Zeit im Turm gegenüber bis eine Kradstreife den Kolonnenweg entlang kam. Geistesgegenwärtig warf der PF seine Thermosflasche aus dem Fenster. Die Kradstreife wurde stutzig und die Sache nahm seinen Lauf. Festnahme, Orden für alle außer „Einem“.

Dann hatten wir noch eine Flucht West – Ost. Eine männliche Person stand mit BGS, Zoll und Staatsanwalt direkt an der Grenzlinie der Bahnstrecke Büchen – Schwanheide. Als ein Zug die Grenze passierte lief er dann von West nach Ost. Die Flucht war geglückt und er wohl ein dicker Fisch.

Weitere Grenzübertritte an der Bahnlinie Büchen – Schwanheide Richtung West – Ost gab es nur noch von besoffenen Zivilisten die sofort vom Posten des BT 11´s wieder zurückgeschickt wurden.

An eine Kuriosität kann ich mich noch erinnern. Ein Bürger der DDR kam laut singend am BT 11 Bahnlinie aus Richtung Schwanheide und hat sich anstandslos vom Posten festnehmen lassen. Er berichtete dass er mehrere Ausreiseanträge gestellt hatte, die aber alle abgelehnt wurden. Gesungen hat er damit er nicht erschossen wird. Denn er dachte sich, wenn man sich auffällig bewegt, dann wird auch nicht geschossen. Recht hatte er. Diese Person hat es in den Jahren dann noch 2x auf dieser Weise versucht. Danach habe ich nichts mehr davon gehört.


Ja, die Bahnlinie war schon ein PP, wo man nicht schlafen sollte.

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"

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30.03.2013 20:10
#25
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Hallo,

warst Du auch in der Zweedorfer Kompanie?

Ich schrieb schon in einem anderen Fred, ob jemand die Schleuse bestätigen kann, die Nähe des Fundpunktes von Larissa weiter in Richtung Gartenschläger Eck gelegen haben soll.

Mfg Berlin

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Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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30.03.2013 20:19
#26
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Ja ich war in Zweedorf von 1977 - 1983. Die Schleuse ist mir nicht bekannt. Geschleust wurde zu meiner Zeit direkt an der Bahnlinie. Posten BT11 abgezogen und durch "Schneewittchen" ersetzt. Schleusung durchgeführt und Posten wieder getauscht. Das Objekt im Wald an der Waldstraße in Schwanheide mit der Garage und dem geharkten Streifen war mir allerdings bekannt.

Gruß zweedi

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03.04.2013 18:37
#27
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Zitat von zweedi04 im Beitrag #24
In unserem Abschnitt war es in der Zeit 1977-1983 relativ ruhig. Erinnern kann ich mich an 2 Fahnenfluchten.
1. Fahnenflucht: Ein Unterleutnant, saß in der Füst (Bunker unterhalb BT11) und schickte die A-Gruppe in die Abriegelung. Den Posten vom B-Turm schickte er zur Kontrolle K6. Dann schaltete er die Anlage 501 ab und öffnete das Gassentor im GZ1 gegenüber der Füst und war verschwunden. Eigentlich gut durchdacht die Flucht. Ziemlich gefahrlos.

2. Fahnenflucht: Sold. 2.DHJ. war im Ausgang und ist auf dem Rückweg nicht zur Kompanie sondern in den Abschnitt gegangen und hat versucht die Elbe zu durchschwimmen. Er hat es auch bis zur Elbe geschafft ohne groß aufzufallen. Nur mit dem Schwimmen hatte er sich wohl übernommen, denn bei der Uferkontrolle durch uns Gakl wurde er dann tot aufgefunden.

Versuchte Fahnenflucht: Ein Posten hat auf dem BT9 seinen PF mit der MPI niedergeschlagen. Als der Posten im Begriff war abzusteigen kam der PF wieder zu sich und konnte seine Kaschi wieder greifen. Diese durchgeladen und so saßen sie sich eine geraume Zeit im Turm gegenüber bis eine Kradstreife den Kolonnenweg entlang kam. Geistesgegenwärtig warf der PF seine Thermosflasche aus dem Fenster. Die Kradstreife wurde stutzig und die Sache nahm seinen Lauf. Festnahme, Orden für alle außer „Einem“.

Dann hatten wir noch eine Flucht West – Ost. Eine männliche Person stand mit BGS, Zoll und Staatsanwalt direkt an der Grenzlinie der Bahnstrecke Büchen – Schwanheide. Als ein Zug die Grenze passierte lief er dann von West nach Ost. Die Flucht war geglückt und er wohl ein dicker Fisch.[

Weitere Grenzübertritte an der Bahnlinie Büchen – Schwanheide Richtung West – Ost gab es nur noch von besoffenen Zivilisten die sofort vom Posten des BT 11´s wieder zurückgeschickt wurden.

An eine Kuriosität kann ich mich noch erinnern. Ein Bürger der DDR kam laut singend am BT 11 Bahnlinie aus Richtung Schwanheide und hat sich anstandslos vom Posten festnehmen lassen. Er berichtete dass er mehrere Ausreiseanträge gestellt hatte, die aber alle abgelehnt wurden. Gesungen hat er damit er nicht erschossen wird. Denn er dachte sich, wenn man sich auffällig bewegt, dann wird auch nicht geschossen. Recht hatte er. Diese Person hat es in den Jahren dann noch 2x auf dieser Weise versucht. Danach habe ich nichts mehr davon gehört.


Ja, die Bahnlinie war schon ein PP, wo man nicht schlafen sollte.




Hallo Zweedi04,

die Bahnlinie bei Büchen war bei uns auch ein wichtiger Punkt. Viele hundert Stunden habe ich dort zwischen 1968 und 1990 postiert.

An die Flucht 1 kann ich mich erinnern. Habe sogar zwei Fotos vom Gassentor bei Zweedorf.

Die "Flucht West-Ost" am Bahndamm hat etwas mit dem Fall Michael Gartenschläger zu tun.
Udo Albrecht (alias "Dr. Schreck") wollte nach Gartenschlägers Tod die "Kampfgruppe Gartenschläger" finanziell unterstützen. Er traf sich mit ihnen in deren Stammlokal auf St. Pauli. Beeindruckt waren Gartenschlägers Freunde vom Inhalt seiner Koffer. Er hatte ein ganzes Arsenal von Waffen, bündelweise Tausendmarkscheine, eine komplette Fälscherwerkstatt und Blanko-Dokumente dabei. Mehr darüber Im Spiegel:


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14342646.html

Gruß Dieter und ich hoffe, dass wir uns bald mal wiedersehen



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04.04.2013 18:52
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#28
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Ich hatte erfahren das alte Unterlagen über Fluchten aus dem Raum Zweedorf und Umgebung aus Beständen des BGS im Landesarchiv in Schleswig sein sollen. Ich hatte da nachgefragt ob Unterlagen von 1968 vorhanden sind. In meinem Fall konnte man mir nicht helfen ,da es nur noch Unterlagen ab 1974 im Landesarchiv gibt. Diese können allerdings öffentlich eingesehen werden. Ältere Unterlagen sind wohl auch bei der Bundespolizei nicht mehr vorhanden.
Gruß Peter(turtle)


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11.04.2013 12:26
#29
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Zitat
Das Objekt im Wald an der Waldstraße in Schwanheide mit der Garage und dem geharkten Streifen war mir allerdings bekannt.



Hallo Zweedy,

und was war in diesem Objekt? Hattest Du da Info´s oder wurde da auch nur gemunkelt?

Mfg Berlin

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Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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11.04.2013 12:45 (zuletzt bearbeitet: 11.04.2013 12:47)
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#30
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In Räsa/Unterbreizbach gab es im Sommer 89, zwei gelungene Durchbrüche, zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt schon in Erbenhausen. In Erbenhausen hab ich einen versuchten Grenzdurchbruch miterlebt (Anfang Oktober 89, wahrscheinlich einer der letzten). Eine Familie hat versucht mit
einen vollbeladenen Kama durch die Grenzanlagen in Melpers zu brechen, der Kama hat auch alles mitgerissen was er kriegen konnte GSZ-Tor, Kfz-Sperrseil, sein Verhängnis war schließlich der Kfz-Sperrgraben, wo er nicht mehr rauskam, zum Glück blieben alle unverletzt. Einen guten Monat später, öffenete sich an der selben Stelle die Grenze.


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