Zusammentreffen BGS/Zoll und Grenztruppe

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03.08.2010 23:46
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#31
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Wie ich die 1/S aus meiner Zeit kenne, wäre mein Bericht als Standardbericht abgeheftet worden. Dass mein 1/S in der gegenüber liegenden GK anruft und beim KC petzt, daß ein GAK "Guten Tag" gesagt hat, halte ich für einen ganz, ganz schlechten Witz![/quote]
----------
LEGO mach mal einen ruhigen,

Kein Mensch sagte das der 1/S irgendwo angerufen hat! Hätte der von Hünfeld auch nicht gemacht, habe ihn später auch persönlich kennen gelernt - und mit vielen ehem. Polizeilichem gegenüber versehe ich heute meinen täglichen Dienst!

Der Begriff Funkaufklärung sollte dir aber geläufig sein?

Und mach dir mal über den Zoll keine Sorgen, die haben es noch ruhiger angehen lassen wie Ihr. Auch die hatten eine Dienstaufsicht und wussten wie und wo man sich dieser entziehen kann. Wie gesagt, die waren immer vor Ort - wir auch.

Mike59


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03.08.2010 23:55 (zuletzt bearbeitet: 03.08.2010 23:57)
#32
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Zitat von Mike59


Der Begriff Funkaufklärung sollte dir aber geläufig sein?


Mike59




Hier ist mal ein kuzer Bericht über ein Zusammentreffen nachzulesen.

http://www.cold-war.de/grenzsicherung/221-begegnungen.html

Weitergemeldet wurde es per Eintrag in den Streifenbericht.
So wichtig wars nicht, dass dazu eine gesonderteFunkmeldung abzusetzen war.

TH

"Mobility, Vigilance, Justice"


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04.08.2010 00:03
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#33
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So isses,

so eine "Lapalie" per Funk melden? Nein, danke.

Wie bereits geschrieben "vielleicht" im Streifenbericht.


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04.08.2010 00:05
avatar  Mike59
#34
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Zitat von LEGO
So isses,

so eine "Lapalie" per Funk melden? Nein, danke.

Wie bereits geschrieben "vielleicht" im Streifenbericht.


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Du hast gefragt - ich habe geantwortet.

und Tschüs.

Mike59


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04.08.2010 00:06
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#35
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... und vielen Dank für die Antwort(en)


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04.08.2010 00:15
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#36
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Zitat von PP 141
Übrigends hat der GZD des nachts in der kalten Jahreszeit gerne mal im VW-Bus bei laufender Standheizung etwas "abgenickt".



Ich weiß nicht, ob ich hier jetzt ein Staatsgeheimnis ausplaudere, aber: "Nicht nur der GZD!"


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04.08.2010 00:24 (zuletzt bearbeitet: 04.08.2010 00:25)
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#37
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Du Lego,
das gab bei BGS auch, wenn man ne Fußstreife rauslies und nach 2 Std. Dauerbetrieb, schwacher Batterie, Funkgerät war ja immer eingeschaltet, den Motor starten wollte. Dann kam sehr wenig. Was auch für alle, nur nicht für den Kraftfahrer, verständlich war.
Angesagt war dann...Fußstreife zurück...per Funk....Fz anschieben! Standheizung unnötig!
Gruß Willie


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04.08.2010 02:28 (zuletzt bearbeitet: 04.08.2010 03:19)
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#38
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S51

Zitat von LEGO
So isses,

so eine "Lapalie" per Funk melden? Nein, danke.

Wie bereits geschrieben "vielleicht" im Streifenbericht.



Das war vielleicht nicht überall und immer gleich. Mir ist es einmal am Schanzenauslauf/Wurmberg passiert, dass der 1/S gemeldet hat "Drei Grenzaufklärer ... entbieten Tagesgruß". Quasi neben uns, ihr (sie waren auch zu dritt) Fahrzeug stand auf der Wendeschleife neben der Holzbarierre. Den Tag (wir haben damals als "Köder" eine Aktion von Schneewittchen am dreieckigen Pfahl abgesichert) habe ich noch in meinen privaten Unterlagen. Muss mal nachsehen. Noch zu gut in Erinnerung ist mir, dass ich danach vor dem KC stramm gestanden habe. Bloß gut, dass ich eine halbwegs gute Ausrede hatte. Den Fehler habe ich danach nie wieder beim BGS gemacht.
Denn die Funkaufklärung hat das schneller gemeldet, als wir in die Kompanie zurück gebraucht haben. Ähnlich ist es auch anderen passiert.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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04.08.2010 03:16 (zuletzt bearbeitet: 04.08.2010 04:00)
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S51

Zitat von willie
Wie war das denn, wenn man die BGS/Zoll-Streife in seinem Beobachtungsbereich wahrnahm?
Was dachte man dann?
Wie reagierte man?
Welche speziellen Anweisungen gab es, wenn überhaupt?
Was/Oder wie verhalte ich mich feindwärts eingesetzt gegenüber diesen Kräften?
Was hab ich eigentlich damals über ich die Jungs gegenüber gedacht?
...Gruß Willie



- Was dachte man? Unterschiedlich, je nach Dienstalter. Anfangs war man unsicher. So ein Streß auch, wollen die mir jetzt was...? Später sah man dies nüchterner. Dann war wenigstens Abwechslung und gleichzeitig eine relative Sicherheit, dass Provokationen von Urlaubern oder anderen Zivilpersonen nicht ausarten würden. Also einerseits nicht mehr so langweilig und andererseits ein ruhiger Ablauf garantiert. Hat man am Anfang jederzeit mit dem dritten Weltkrieg gerechnet, bedeutete das Zusammentreffen recht bald einen kurzweiligen aber ruhigen Dienstablauf. Aber immer auch Vorsicht, man weiß ja nie.
- Reagiert wurde nahezu immer nach Anordung 13/81. Also keine Kontaktaufnahme, keinerlei Provokation. Sofortige verbale Reaktion und Dokumentation bei Provokationen aber grundsätzlich keine Waffenanwendung ausser allenfalls in Notwehr. Ganz, ganz selten hat man bei Notwendigkeit mal rübergefallene Sachen auf die Grenzlinie geschoben. Noch seltener gegrüßt. Dann aber nur die militärische Ehrenbezeigung (Hand an das Käppi), denn nach einmal Strammstehen bei Tagesgruß war man von so extrem viel Alltag schnell kuriert. Schließlich hing man an seiner Dienststellung.
Während der Errichtung der Barierren um 1984/85 gab es eine begrenzte Zusammenarbeit, weil der Arbeitsbereich gemeinsam abgegangen wurde und dann auch Probleme (schiefe Pfähle, verschobene Grenzsteine, liegengebliebenes Werkzeug) besprochen werden mussten. Das lief immer sehr förmlich. Analog im Rahmen der gemeinsamen kleinen Grenzkommission. Also keine gemeinsamen Grillabende wie im Film. Jedoch durchaus sinnvolles Nebeneinander. Auch mal gegenseitiges harmloses Foppen.
- Anweisungen: Anordnung (oder Befehl) 13/81 über den Dienst auf dem vorgelagerten Gebiet der DDR und diverse Ermahnungen über das Unterlassen von Kontaktaufnahmen. Ich bin sicher, Hauptmann N.... hat mir manches graues Haar zu verdanken und mir öfter den Rücken freigehalten. Hochachtung dafür. Regelmäßige Einweisungen im Rahmen des geplanten Selbststudiums (das fiel denn auch öfter mal aus...).
- Was man gedacht hat? Anfangs waren sie die Bösen oder doch deren Stellvertreter. Wie wir umgekehrt ja auch. Das wurde einem nach einiger Zeit der Unsicherheit vorne durchaus bewußt. Denen wäre es umgekehrt genauso ergangen wie uns. Dann hat man sie als potentielle Gegner akzeptiert, mit denen man gewissermaßen nebeneinander zusammenarbeiten konnte und musste. Tut ihr mir nichts, lasse ich euch auch in Ruhe, ganz einfach. Und offiziell natürlich "böse tat". Schizophren aber Tatsache. Schließlich kam man zu dem Schluß, dass da auch nur mit Wasser gekocht wurde. Respekt im positiven Sinne eben. Man wünschte ihnen nichts Böses wie sich selber auch und war sich doch immer klar, dass Befehle den Frieden schnell erledigen konnten. Mit allen Folgen.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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04.08.2010 03:34 (zuletzt bearbeitet: 04.08.2010 03:43)
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#40
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S51

Zitat von willie

Zitat von Sachse
GreMa = Grenzmarkierung (ablaufen)


Moin
welche? Grenzstein oder weilcher/weiß/roter Pfahl?
war nur mal se Frage!
Willie




Grenzstein und Grenzsäule natürlichst! An den "Zahnstocher" war doch von Ostseite gar kein allseitiges Herankommen. Er war für uns auch keine offizielle Grenzmarkierung. Hatte aber den Vorteil, dass die offizielle Bezeichnung des Grenzpunktes und Grenzabschnittes daran vermerkt war. Das machte den Bericht einfacher. Beim Ablaufen der GreMa war in der Regel ja auch der KC oder stellvertr. KC oder Zugführer GAK dabei. Allzu viel ziviles Herangehen war allenfalls bei letzterem möglich. In der Regel jedenfalls.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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04.08.2010 04:13
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Zitat von willie
[quote="efbe"]...Die "Überheblichkeit lag beim Zoll? oder bei Euch? Und warum?
Die haben doch auch nur den Grenzbereich beobachtet. Oder nicht?
Gruß Willie




Der Zoll hatte uns gegenüber eine oft sehr drastische Art, seine Meinung über uns kund zu tun. Nette Worte wie Kommunistenschw..., Menschenjä... bekam man schon mal ab. Das galt beileibe nicht für alle aber eben manchmal doch. Anders als beim BGS, der sich immer Mühe gab, betont nüchtern zu handeln. Entsprechend haben wir dann auch nicht immer mit ausgesuchter Höflichkeit geglänzt.
Insgesamt waren sie "ziviler", weil älter und erfahrener. Doch auch politisch sehr viel vernagelter. Wir hatten oft den Eindruck, dass unsere Anwesenheit für die Zöllner alles andere als ein Hauptgewinn war, weil sie dann nicht einfach ruhig weiterlaufen oder - fahren konnten, sondern bei uns blieben. Bis der BGS eintraf und der ließ sich dann gefühlt extra viel Zeit.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
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04.08.2010 13:08 (zuletzt bearbeitet: 04.08.2010 13:26)
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Keine Ahnung, wie man nach mehr als 30 Jahren die "Gefühle" beschreiben soll, die man seinerzeit hatte, als es zu Kontakten kam.

Zuerst alles neu und "relativ" aufregend, bis man sah und merkte, daß "die da drüben "aussehen wie "Du und ich" und ziemlich schnell kam da Routine und das Gespür wie man mit den Standartsituationen umzugehen hat: Die Altgedienten haben uns Anfangs "auf" das Vertrauen hin sondiert, ähnlich haben wir es dann mit unseren "Neuen" gemacht.
Im Grunde lief alles darauf hinaus, die Zeit unbeschadet (also ohne "Zwischenfälle" )zu überstehen...

Für mich - zuerst als Posten - und im 3.Dienstalbjahr Postenführer waren die "Kontakte" eh nur Sichtkontakte (Ich war da nie "feindwärts" der Grenze unterwegs", sondern immer nur zwischen den Zäunen eingesetzt.
Es gab in unserem Abschnitt nur eine Stelle wo wir sozusagen im "Hörbereich" operierten. Dies war ein sog. Genzbesichtigungspkt. der gerne und oft von Bussen aus allen alten Bundesländern angefahren wurde und wo Altbundesbürger aller Choleur über das Treiben der GT und dem Leben der Leute auf DDR-Gebiet unterrichtet wurden. Hier waren die BGP (Bayrische Grenzpolizei) und der GZD besonders eifrig.
Unser Postenpunkt war so ein kleiner Erdbunker der eigentlich schon für Einen zu klein war, in dem wir aber zu zweit unsere Zeit absitzen mußten. Es wurde viel fotografiert und nochmehr (Unsinn) erzählt.
Ansonsten: Präsent waren in meinem Sicherungsbereich (wir hatten Kompaniesicherung) absteigender Reihenfolge: GZD, BGP ........BGS.............................US-Army
GZD und BGP hatten nach meiner Auffassung so einen "Pfauenstatus": die waren immer sehr offensichtlich - wie auf dem Präsentierteller - unterwegs.
Mit einigem Abstand kamen dann der BGS, sowohl was die Häufigkeit und vor allem was die Sichtbarkeit betraf.
Und noch weniger (Fast unsichtbar) bewegten sich die Angehörigen der US-Army im Grenzbereich. Da gab es hier und da mal Sichtungen und das war´s.
Im Grunde kann ich mich nur an ein einziges größeres Ereignis mit der US-Army erinnern, als die im Grenzbereich eine Art Übung/ Manöver abhielten (sah zumindest so aus, wie die unterwegs waren): Viele Soldaten unterwegs (hab das Bild von so einem "Schwarzen" noch vor mir, wie der mit schwersten Sturmgepäck verdeckt durchs Gehölz marschierte - der Typ sah aus wie der bei "The Green Line" - und wie da auch der eine oder andere Miitär-LKW und Panzer unterwegs war (das ganze aber komplett "ruhig" also nur Menschen -und Materialbewegung kein Einsantz von irgendwelchen Waffe oder Schußapparaten...-also es fielen da keine Schüsse oder so)

Muß mich überhaupt wundern, daß zu mindest in diesem Thread die BGP und die US-Army so völlig ungenannt bleiben ... Gab es da keinerlei Berührungspunkte bei den GreMa-abläufern der GT (GAK und Co.???)

Mal eine schnelle "Off-Topic" Frage: Kann man irgendwo nachrecherchieren, wo welche Kompanien; Bataillione und so eingesetzt waren? Irgendwie kriege ich nicht mehr hin, von wo bis wo wir eingesetzt waren....
Ich meine, daß "mein" Sicherungsabschnitt links (Blick feindwärts in Heinersdorf losging, aber ich kann mich beim besten Willen nicht mehr an das recht Ende erinnern(also wie der Ort heißt...)


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04.08.2010 14:25
#43
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könnte Neuhaus-Schierschnitz sein

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Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!


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04.08.2010 14:33 (zuletzt bearbeitet: 04.08.2010 14:39)
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Hallo,

Zitat von Harsberg
könnte Neuhaus-Schierschnitz sein



und danke: ich glaube (bin mir mit meinem Glauben fast sicher) Du hast recht.
Das war dann auch die in meinem vorhergehenden Beitrag genannte Stelle mit dem Besichtigungspunkt...
-mit Gasthof großem (Bus-)parkplatz und vielen Bussen......

Kleines Edith zum vorherigen Beitrag;: der Film hieß nicht "The Green Line" sondern "The Green Mile"


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10.10.2014 23:11
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#45
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Zitat von efbe im Beitrag #8
ne gespräche wurden nicht geführt. ging ja auch nicht. blos irgendwie so fühlte ich es. war man auf gleicher welle. ja die überheblichkeit lag beim zoll. weil sie kamen rüber als ob sie was besseres wären. und das war beim bgs nicht so

gruss efbe

Mensch efbe, komm mal runter von Deinem Gaul. Ich wollte mit Euch bloß quatschen!!! Ist mir sogar einmal gelungen. Wir haben sogar Bier ausgetauscht. War vor Hötensleben.


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